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11.b Allopathie, Homöopathie, Heliopathie, Hydropathie und Magnetismus 721

Administrator Beiträge: 10836 Forumgründer *****
11.b Allopathie, Homöopathie, Heliopathie, Hydropathie und Magnetismus
« am: Mai 30, 2011, 08:17:08 Vormittag »
... Fortsetzung

Die Tausende der Mittel der Allopathie sind in der Homöopathie [der Stoffmenge nach] schon bedeutend reduziert. Die Sonnenkur vereinfacht sie noch auf bei weitem wenigere, was den Beweis gibt, daß selbst Mein großer Weltenbau nur auf ganz wenigen Hauptgrundgesetzen beruht, und daß der Mensch je mehr er wieder geistig wird und wieder dem Reiche sich nähert, von wo er ausgegangen, er desto weniger Mittel braucht, um seinen Organismus (wenn er gestört ist) wieder so herzustellen, daß eine gesunde Seele in einem gesunden Körper zu Lob und Dank gegen ihren Schöpfer stets mehr vor- und aufwärts steigen kann.

Nächst der Heliopathie oder Sonnenheilkunde kommt nun die Hydropathie oder "Wasserkur". Wie die Sonnenkur mit Licht, so will die Heilmethode der Wasserkur mit verdichtetem Licht oder verdichteter Atmosphäre auf den kranken Körper heilend einwirken, und zwar hauptsächlich durch die Oberfläche des Körpers auf die innere Organisation. Was die Sonnenkur als Heilmethode mit Weltenäther oder Sonnenlicht, das leistet die Wasserkur mit den Elementen der Erdseele, welche als Mutter alles auf eurer Erde Geschaffenen im Wasser noch immer die Schöpfungs- und Gebärungskraft besitzt wie einst, wo aus dem Schoße des Wassers das ganze Festland hervorgegangen ist, welches noch heute durch diese Mutter genährt, erhalten und seiner Bestimmung zugeführt wird.

Menschen, ihr seid Kinder der Erde! Und ebendeswegen hat auch die Erde und was auf ihr ist und was sie umgibt materiellen Einfluß auf euer Dasein. Und wie ihr auf sie, so kann auch sie auf euch einwirken. Daher die Macht des Wassers auf eure Organe! Da schon selbst euer eigener Organismus mehr als zu Dreivierteilen ihm angehört, so wirkt durch die Haut das geistig Schaffende dieses Elements auf die innere Organisation. Und wie das Wasser auf und in der Erde deren Gedeihen, Pracht und Schönheit hervorbringt, so belebt auch euch innerlich und äußerlich der Einfluß des Wassers und macht euch tüchtig, eurer Seele ein gesundes Kleid zu erhalten.

Schon bei der Sonnenkur seht ihr eure Heilmittel auf wenige zusammenschmelzen, hier bei der Wasserkur steht nur ein einziges da, welches in manchen Fällen besonders heilbringend und im allgemeinen nie zu übersehen ist.

Die mehr oder minder guten Wirkungen und die kürzere oder längere Zeit, in welcher das eine oder das andere zu heilen möglich ist, sowie andererseits die Nachwehen des einen oder andern Krankheitsfalles sind die einzigen Merkmale, nach welchen eine Methode der anderen vorzuziehen ist; wobei eben jeder Mensch seiner eigenen Überzeugung oder Neigung folgt und dadurch kundgibt, ob er selbst mehr Materie oder mehr Geist ist!

c) Wir werden jetzt aber auf noch feinere, höherstehende Heilmethoden übergehen, wobei das Ende euch zeigen möge, daß, wo alles vereint ist und alle Bedingungen erfüllt sind, nie Schaden, sondern nur Gutes bewirkt werden kann.

Wir kommen nämlich jetzt zur nächsten Art der Heilung, das ist die magnetische Behandlung, als "animalischer" oder leiblicher Magnetismus bekannt.

Seht, Meine Kinder, ein jedes Ding hat einen gewissen Bereich, in welchem es seine Kraft auch auf andere äußern kann, und dieser Bereich ist seine es umgebende Atmosphäre oder sein ihm eigener Dunstkreis. Mittels dieses Dunstkreises schließt jedes Ding sich selbst ab, ist aber auch wieder eben durch denselben mit allen andern Dingen verbunden. Diese Eigenatmosphäre ist eben diejenige Kraft, welche auf andere lebende Wesen oder auch auf nichtlebende Dinge ihren Einfluß ausübt, was bei den anorganischen willenlos, bei den organischen aber mehr oder weniger mit Willen und demgemäß bewußt ausgeführt, verstärkt und vermindert werden kann. Diese Lebensatmosphäre hat auch ein jeder Mensch. Und durch sie steht er mit seinen Nebenmenschen und mit der ihn umgebenden Welt stets in Verbindung.

Diese Atmosphäre als Heilmittel zu gebrauchen, ist schon von altem Datum. Und viele gebrauchten und mißbrauchten sie, ohne doch eigentlich zu wissen, was sie getan haben, und ohne zu wissen, was sie damit leisten könnten. Unter dem Namen "animalischer" oder "leiblicher Magnetismus" bekannt, bedeutet dieses Verfahren nichts anderes, als durch Willenskraft diese Lebensatmosphäre in andere einströmen zu lassen, nach Belieben viel oder wenig, und so heil- oder auch unheilbringend.

Hier bei diesem Heilverfahren haben schon die feinsten, imponderablen Stoffe der Weltschöpfung begonnen, euch den Einfluß bemerkbar zu machen, unter welchem alles lebt und webt und dem sich nichts entziehen kann. Schon ist es geistige Einwirkung der feinsten materiellen Stoffe, welche, dem einen mangelnd, durch den andern ihm zugeführt werden. Und dennoch ist es nicht der letzte Kursus der euch lehrt, wo und wie Heilung gegeben und die Wiederherstellung der Gesundheit bewerkstelligt werden kann.

Denn an diesen animalischen Magnetismus reiht sich ganz enge der "animalische" oder seelische Magnetismus. Es ist dies die Macht der Seele, auf die Seele anderer einzuwirken, dieselbe in Stimmungen und Zustände zu versetzen, worin sie dann selbst der Arzt und Heiland ihrer eigenen Krankheit werden kann.

Bei dieser Heilmethode ist schon kein leibliches, materielles Einwirken mehr; sondern das Höchste und Geistigste, was die Seele hat, ihr Gottesfunke, muß hier im Behandelnden auftreten und der Seele des Leidenden die Macht verleihen, das Band zu lockern, welches diese an ihren Körper bindet, ihr das geistige Auge zu öffnen, damit sie selbst die Schäden ersehe, welche ihren Organismus beeinträchtigen, und sie so Selbstheiland werde, während bisher nur andere sie kurieren mußten. Hier bei dieser Heilmethode sind die Schranken geschwunden, die den Selbst-Arzt an sein Ich, an seine Erdscholle und ihre Produkte knüpften. Zeit und Raum haben sich da vereinigt in dem Begriffe der Ewigkeit. Keine Finsternis herrscht, nur Licht, Licht überall, außerhalb des materiellen Körpers und in ihm. Die Seele erkennt da ihren Geist, ihren Körper, ihre Verbindung mit dem Geisterreich, ihre Stellung zu Mir, dem einzigen, großen Schöpfer und liebenden Vater!

Könnten oder wollten alle Menschen auf diese Art heilen, sie würden dann erst ihre Blindheit beweinen müssen. Aber es ist nicht möglich, daß die Menschen diesen Standpunkt leicht erreichen, wenigstens nicht im allgemeinen, weil dazu ein hoher geistiger Standpunkt gehört. Man muß zuerst selbst als edelstes Wesen dastehen, bevor man auf den Gebrauch von Kräften Anspruch machen will, welche eben wieder das Höchste und Edelste in andern erwecken sollen. Und so wie es dem Heilenden nicht leicht möglich ist, dahin zu gelangen, ebensowenig ist es möglich, dort Edles zu erwecken, wo keines vorhanden ist.

Es gehört also ebendeswegen ein hoher Grad von Geistes- oder Seelenschönheit dazu, daß solche Heilungen hervorgerufen und bewerkstelligt werden können. Daher die Seltenheit derselben. Und daher auch der viele Mißbrauch, daher die vielen Enttäuschungen, welche an solche Versuche oft geknüpft sind!

Heilen ist leicht, aber — erst muß der Standpunkt erreicht sein, daß alle Naturelemente euch zu Gebote stehen. Eben dieses Wiedergeborenwerden ist freilich nicht leicht. — Da wo es aber blüht, da tritt dann auch der letzte und höchste Magnetismus ein, der göttliche, wobei auch Ich mit dem Magnetiseur Meine Hand ausstrecke und mit einem Worte, mit einem Gedanken heilen kann und werde, wenn es aus reinen Absichten von seiten des Magnetisierenden verlangt wird und es in Meinen göttlichen Plänen liegt, zu heilen.

In Meinem Namen zu heilen ist das Höchste, Einfachste und Wirksamste. Aber es ist nicht jedem gegeben; denn dazu gehört viel, ja sehr viel: eine selbstreine Seele, ganzes Vertrauen und hohe Begeisterung, welche die menschliche Seele aus dem Schlamme des Irdischen heraushebt und Mir näherbringt.

Nur dann ist solches möglich — ausgenommen die Fälle, wo Ich Selbst einem oder dem andern den Auftrag in sein Herz lege, in Meinem Namen seine Hände auszustrecken.

Wenn Ich einst sagte: "Wenn ihr ernstlich wollet, so heben sich die Berge hinweg und stürzen ins Meer", so war mit diesen Worten gesagt, daß wenn ihr Menschen euch mit Meinem Willen so vereinigen könnet, daß der eure nie gegen Meine Pläne, gegen Meine göttlichen Absichten anstößt — dann könnet auch ihr vollführen, dessen Ich Selbst fähig bin, und es gehorchen auch euch alle Elemente der Natur, wodurch natürlich auch eine Heilung ein leichtes wird. Aber bis dorthin zu kommen, ist ein weiter Weg, ist viel Vertrauen, ist weite geistige Fernsicht und vor allem viel Demut, Liebe und Barm herzigkeit nötig.

Nicht im Irdischen Befangene können mit den Elementen schalten und walten, nicht Halbgläubigen und Halbfrommen ist es gegönnt, mit Mir im Bunde Dinge zu verrichten, die auch Ich einst nur Selbst — und nur ausnahmsweise Meine Jünger — auszuführen fähig waren. Zu dieser letzten, alleinig großen Heilmethode gehört weit mehr, als ihr alle glaubet, gehört diese große Zuversicht, wie Henoch einst sie zu Mir hatte und welche nicht so leicht zu erringen ist.

Strebet danach, aber verlanget sie nicht, bis Ich solche jedem Selbst gebe. Denn ihr wisset nicht, was ihr verlanget, da ihr die Verantwortlichkeit nicht fassen könnet, welche auf euch dann gelegt ist, damit ihr oft trotz des besten Willens keinen Mißbrauch davon machet.

Überhaupt wünschet euch keine außerordentlichen Verhältnisse! Sie sind nicht immer das, was ihr wähnt. Je mehr Macht einem verliehen ist, je mehr er die geistigen Verhältnisse von den weltlichen zu unterscheiden weiß, desto schwerer wird sein Stand in der Welt, desto größer die Versuchungen, desto größer die Verleugnung, um in den Verhältnissen zu wirken, in welche er durch Mich gestellt worden ist.

d) Sehet, Allopathie, Homöopathie, Heliopathie, Hydropathie, leiblicher, seelischer und göttlicher Magnetismus — sind Stufen zur höchsten Erkenntnis. So steigt eure Wissenschaft, so die Menschheit im Ganzen und der Mensch im einzelnen von der Materie zum Seelischen, vom Seelischen zum Geistigen bis am Ende zum Höchsten, zu Mir, empor.

So geht es in Meiner Schöpfung, so in den Bestrebungen des geistigseelischen Menschen: Zuerst muß er sich aus der groben Materie des Weltlebens herausarbeiten, dann zum Seelenleben aufsteigen, wo das Geistige in ihm seinen Wert geltend machen will. Sobald die Seele dann vergeistigt, das heißt, mehr Geist als Seele geworden ist, dann sind auch die Eigenschaften derselben erweitert, vergrößert und können dann Dinge bewirken, die der gewöhnliche Mensch als Wunder anstaunen wird, eben weil er nicht mit den geistigen Gesetzen der Weltenschöpfung vertraut ist und nie begreift, daß nur Mein Wille mit dem Wort "Es werde!" Welten erschaffen konnte und die nämliche Kraft, nur in gebundenem Zustande, in jedes Menschenherz gelegt ist.

Aber um sich dieser Kraft bewußt zu werden, gehört vor allem eine große Buße, eine große Reinigung dazu, auf daß Ich, der Allerreinste, Mich mit dem Menschen vereinigend, Meine Macht durch ihn wirken lassen kann.

So wie diese Heilmethoden stufenweise aufwärtssteigend in Mir ihren Endpunkt finden, so steigt auch ihr von Grad zu Grad, von Stufe zu Stufe hinan, wobei sich dann auch euer geistiger Gesichtskreis erweitern wird und ihr, wie in einem Luftballon emporsteigend und die unter euch liegende Welt in größerem Maßstabe erfassend, eure frühere, beschränkte Ansicht belächeln werdet.

Deswegen erging nun auch wieder ein neues Wort an euch, um euch eine Stufe höher zu führen, wo ihr, das Weltliche noch mehr zu euren Füßen habend, wie auf hohen Bergen Himmelslicht einatmet und, Meine Nähe ahnend, euch tüchtig machen könnt, stets bessere Arbeiter in Meinem Weingarten zu werden!

Lasset jedes Pathos zurück und werdet vorerst selbst gereinigt, geheilt, wollet ihr einst andere heilen!

Dies ist Mein Vaterwort hierüber an euch, die Ich alle so liebe und derentwegen Ich so viel Zeit verwende, um euch mit vielen Worten begreiflich zu machen, wie einfach die Gesetze der Natur sind und wie einfach Ich Selbst bin, indem alle Meine Schöpfungen nur das euch zeigen und predigen, was Mein Ich ausmacht, das heißt Liebe und nur Liebe! — Amen.