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3.a Die Hauptursachen der Krankheiten 541

Administrator Beiträge: 10836 Forumgründer *****
3.a Die Hauptursachen der Krankheiten
« am: Mai 30, 2011, 08:25:46 Vormittag »
GrEv VI/56 — DER HERR: "Von allen Lastern ist das böseste die Unzucht aller Art. Zu diesem Laster aber werden die Menschen verleitet durch Müßiggang, Hoffart und Hochmut. Denn dem Hochmut ist nichts mehr heilig; er sucht alle ihm zu Gebote stehenden Mittel auf, um durch sie seine weltsinnlichen Leidenschaften zu befriedigen. Wenn dann von solch einem Menschen Kinder gezeugt werden — welch elende und mit vielen Krankheiten behaftete Menschen kommen dadurch in diese Welt! — Also diese Sünde ist eine Hauptquelle, durch welche die ärgsten Krankheiten in diese Welt kommen.

Dann kommen aber auch Fraß und Völlerei, der Zorn und allerlei Ärger, durch welche Laster sich auch allerlei Krankheiten bei den Menschen entwickeln und sie dann auf eine jämmerliche Weise quälen.

Sagte Ich nicht zu dem Kranken in Jerusalem, der volle achtunddreißig Jahre am Teiche Bethesda harrte, um geheilt zu werden, als Ich ihn geheilt hatte: "Gehe hin und sündige nicht mehr, auf daß dir nicht noch etwas Ärgeres widerfahre!"? Seine böse Gicht war dem nach auch eine Folge seiner früheren vielen Sünden. Und so ist es beinahe bei den meisten von Mir Geheilten der gleiche Fall gewesen. Wären sie durch ihre vielen Sünden nicht krank geworden, so wäre es auch um ihre Seelen geschehen gewesen. Nur eine recht schwere und bittere Krankheit hat sie nüchtern gemacht und zeigte ihnen, wie die Welt ihre Huldiger lohnt. Sie verloren durch die Krankheit ihre Liebe zur Welt und sehnten sich, von ihr bald erlöst zu werden. Dadurch wurde ihre Seele freier, und es kam ihnen dann auch zur rechten Zeit die Heilung ihres Leibes.

Neben diesen Hauptursachen, aus denen die meisten Krankheiten bei den ohnehin von der Geburt an geschwächten Menschen entstehen, gibt es wohl noch andere, durch die der schwache Mensch auch sehr arg krank werden kann — aber Ich sage es eigens noch einmal:

Nur dem schon von der Geburt an Geschwächten kann das begegnen! Die Ursachen aber will Ich euch ganz kurz gefaßt zeigen:

Einmal steht da im Vordergrund das Essen schlechter, unreiner und schlecht und nicht frisch zubereiteter Speisen und auch schlechter Getränke — dann das Essen von allerlei unreifem Obst. Dann haben viele den argen Brauch, sich im erhitzten Zustand schnell abzukühlen. Wieder andere setzen sich, ganz unbewußt ihrer angeborenen Schwäche, allerlei Gefahren aus, in denen sie entweder ganz zugrunde gehen oder einen lebenslang dauernden Schaden davon tragen.

Ja, dafür kann Gott nicht, und das um so weniger, da Er dem Menschen den Verstand, den freien Willen und die besten Lebensgesetze gegeben hat!

Gegen die Trägheit des Menschen aber gibt es kein anderes Mittel als eben allerlei zugelassene Übel, die notwendig auf die Nichtbeachtung des göttlichen Willens folgen müssen. Diese wecken des Menschen in ihrem Fleische fest schlafende Seele und zeigen ihr die leidigen Folgen ihrer Trägheit, und sie wird darauf vorsichtiger, klüger, emsiger und gefügiger in den erkannten göttlichen Willen. Und somit haben die verschiedenen Krankheiten, mit denen nun die Menschen behaftet sind, auch ihr entschieden Gutes. Freilich sind sie auch eine Art Gericht, das die Seele zum Guten nötigt. Aber es ist der Seele dadurch dennoch der freie Wille nicht gänzlich benommen, und sie kann sich in und nach einer Krankheit noch ganz ordentlich bessern, obschon sie ihre weitere Vollendung erst jenseits einzuholen haben wird.

Es gibt aber wohl auch kranke Menschen, die wegen der Sünden ihrer Eltern oder auch Voreltern schon vom Mutterleibe aus krank in diese Welt gekommen sind. Die Seelen solcher Kranken sind zumeist von oben her und machen nur eine zeitweilige Fleischprobe auf dieser Erde durch. Für diese aber ist jenseits im Reiche der Geister schon ohnehin bestens gesorgt, und jeder, der sie pflegt, mit Liebe und Geduld, den werden sie auch jenseits mit der gleichen Liebe und Geduld in ihre himmlischen Wohnungen aufnehmen."

Ed, Kap. 59 — Ihr wisset, daß gewisse Menschen mit fleischlicher Lust sehr behaftet sind, sowohl weiblicher- als männlicherseits — während es auch wieder andere Menschen gibt, bei denen das sinnlich-fleischliche Wesen beinahe ganz stumpf ist. Solche Menschen rühren sich nicht, selbst wenn ihnen gegenüber das reizendste Fleisch aufgestellt würde, wogegen wieder andere beim Anblick weiblicher Reize ganz rasend werden. Ja, es gibt Narren, die sich in einen weiblichen Arm dergestalt verlieben können, daß sie ganz toll werden, wenn sie so ein Frauenzimmer nicht zum Weibe oder doch wenigstens zum zeitweiligen sinnlichen Genusse bekommen können.

Der Grund von solcher fleischlicher Neigung, besonders wenn diese sich sehr heftig ausspricht, liegt nicht selten im Besessensein von einem oder auch mehreren geilen Fleischteufeln.

Aber wie kommen diese in das Fleisch eines solchen Menschen? — Dazu bereiten die Menschen selbst Gelegenheiten ohne Zahl und Maß. Solche Fleischteufel wohnen vor allem in den hitzigen Getränken, im Wein, auch im Bier und besonders in den gebrannten Wässern. Wenn sich Menschen mit derlei Getränken stark berauschen, so haben sie in diesen Getränken sicher einen, wenn nicht mehrere Fleischteufel in ihr Fleisch aufgenommen. Sind diese aber einmal im Fleische, dann jucken und quälen sie die Genitalien auf eine so arge Weise, daß der Mensch nicht umhin kann, solche Reizung durch den sinnlichen Genuß des Fleisches zu befriedigen. Diese Fleischteufel sind aber nichts anderes als unlautere Seelen solcher verstorbener Menschen, welche ebenfalls entweder dem Trunk oder der fleischlichen Sinnlichkeit sehr ergeben waren. Sie treten zwar aus einem Besserungsgrunde in das Fleisch eines noch lebenden Menschen über; aber weil das Fleisch eben ihr Element war, so treiben sie es nicht selten in solch einem Menschen, den sie besessen haben, noch ärger, als sie es früher im eigenen Fleische getrieben haben.

Ebendiese verdorbenen Fleischseelen, wenn sie es zu toll treiben und sich stets mehr und mehr in ihrer unreinen Lust entzünden, bewirken auch zuallermeist die bekannten abscheulichen und sehr gefährlichen Krankheiten — was von den schützenden Engelsgeistern darum zugelassen wird, auf daß die Seele des erkrankten Menschen nicht gänzlich zugrunde gehe in der tobenden Wut ihres Fleisches.

Also solche hitzige Getränke sind der erste Weg, auf welchem diese Fleischteufel in das Fleisch des Menschen kommen.

Der zweite Weg, ebenso gefährlich wie der erste, sind die öffentlichen Tanzbelustigungen. Denn ihr könnt immer annehmen, daß auf einem Ball oder einer sonstigen Tanzunterhaltung sich auch allezeit zehnfach soviel unsichtbare, fleischsüchtige, unreine Seelen einfinden, als sonst Gäste auf einem solchen Ball beisammen sind. Auf diesem Wege kommen sie am leichtesten in das Fleisch, welches hier sehr aufgeregt wird und daher überaus stark aufnahmefähig ist für derlei schmutziges Seelengesindel. Aus diesem Grunde empfinden denn auch Menschen nach einem solchen Ball für alles Höhere und Erhabene einen förmlichen Widerwillen, was in den Städten, besonders bei Studierenden, von jedermann leicht beobachtet werden kann, da nicht selten früher recht fleißige Studierende nach einem Ball, anstatt an ihre Bücher zu denken, nur fortwährend den weißen Nacken, Busen, Arm und die Augen ihrer Tänzerin vor dem Gesichte haben und ihr Sinn sich fast mit nichts anderem mehr beschäftigt als bloß nur mit dem Gegenstande, der auf dem Ball ihnen eine so große Lust bereitet hatte. Mancher Studierende läßt darob das Studieren sein. Mancher aber studiert darauf statt der Wissenschaft nur das Brot, um sobald wie möglich mit seiner lieblichen Tänzerin ein Paar zu werden, gehe es wie es wolle. Und wird solch ein Paar auch wirklich ein Ehepaar, so sieht es aber einem eigentlichen Ehepaar ebensowenig gleich wie die Nacht dem Tage.

Die erste Zeit wird bei einem solchen Ehepaar bloß mit der sinnlichen Lust zugebracht, so daß binnen kurzer Zeit fast alle Spezifika, die dahin bestimmt sind, um Zeugungskraft zu bilden, völlig verbraucht werden. Dann tritt gewöhnlich bald eine gänzliche Erschlaffung des Fleisches ein. In solchen Fällen sucht dann der solchen Leuten innewohnende Fleischteufel dahin einen Ausweg, daß er der Seele — wie gewisserart ein Hausarzt — einflüstert, sich an ein anderes Fleisch zu wenden. Dadurch wird dem Manne sein Weib bald zum Ekel — und der Mann seinem Weibe. Sie fängt an, nach und nach sich nach jugendlichen Hausfreunden umzusehen; er aber geht gewöhnlich abends "frische Luft" suchen. Und so geht die Sache fort, bis ein solches Ehepaar sich dergestalt überdrüssig wird, daß es sich bald scheiden oder einander ohne gerichtliche Scheidung sitzenläßt. Derlei Erscheinungen, die gegenwärtig sehr an der Tagesordnung sind, sind lauter Früchte der Ball- und Tanzunterhaltungen und Folgen des Besessenseins von den obenerwähnten, argen Fleischpatronen.

Dieses Besessensein äußert sich anfänglich zwar nie mit der Heftigkeit wie bei manchen, die durch hitzige Getränke derlei unreine Geister in sich aufgenommen haben. Die Geister aus den hitzigen Getränken werden jedoch leicht durch ein kräftiges Gebet der Seele durch ihren Geist hinausgeschafft, worauf dann wieder der normale Zustand des Fleisches eintreten kann. Aber die auf dem Wege öffentlicher Tanzbelustigungen zugezogenen Fremdgeister sind nicht so leicht hinauszubringen, und es wird dazu schon sehr viel Fasten, Beten und Selbstverleugnung erfordert, wodurch die Seele sich mehr und mehr mit ihrem Geist vereinigt, dieser dann durch sie greift und das arge Gesindel aus dem Hause der Seele schafft.

Aber wo ist nun ein solcher Tänzer und eine solche Tänzerin, die das täten? — Gewöhnlich essen und trinken sie schon während und nach dem Tanze noch mehr als vorher und wollen sich dadurch wieder "restaurieren", was ebensoviel heißt, als dem Fleischteufel leibeslebenslängliche Pension und Unterkunft in Seele und Blut zu garantieren. Manche Tänzerin und mancher Tänzer, wenn sie zuviel solcher Gäste in sich aufgenommen haben, gehen auch ihrem Leibe nach in kurzer Zeit zugrunde; denn diese argen Fleischbolde, wenn sie in den Nieren und in den Genitalteilen nicht Platz finden, richten ihre Wohnungen auch in der Milz, Leber oder in der Lunge auf. Wo aber ein solcher Höllenemigrant seine Wohnung aufrichtet, da tötet er gewisserart das Fleisch, und die Folgen davon sind Milz- und Leberverhärtungen und Lungensucht, Abzehrung oder auch, wenn zwei oder mehrere sich auf die Lunge geworfen haben, die sogenannte galoppierende Lungensucht.

GrEv IV/80 — In der Fleischeslust liegt mehr oder weniger das Hauptübel für alle Menschen. Aus dieser Lust entspringen nahezu alle leiblichen Krankheiten und Übel der Seele. ... Daher sollet ihr eure Augen abwenden von den reizenden Gefahren des Fleisches auf so lange, bis ihr Meister über euer Fleisch geworden seid!

Verwahret die Kinder vor dem ersten Falle und erhaltet ihnen ihre Schamhaftigkeit, so werden sie als Erwachsene ihr Fleisch leichter zu beherrschen haben und nicht leicht zu Fall kommen. Aber einmal übersehen — und des Fleisches böser Geist hat vom selben Besitz genommen! Kein Teufel aber ist schwerer aus dem Menschen zu vertreiben als eben der Fleischteufel. Dieser kann nur durch vieles Fasten und Beten aus dem Menschen geschafft werden.

Hütet euch darum, die Kleinen zu ärgern oder sie durch übermäßiges Putzen und durch gezierte Kleidung zu reizen und fleischlich zu entzünden! Wehe dem, der sich also an der Natur der Kleinen versündigt! Wahrlich, dem wäre es wohl erklecklicher, so er nie wäre geboren worden! Den Frevler an der heiligen Natur der Jugend werde Ich Selbst züchtigen mit aller Macht Meines Zornes! Denn ist das Fleisch einmal brüchig geworden, dann hat die Seele keine feste Unterlage mehr und ihre Vollendung geht schlecht vonstatten.

Welche Arbeit ist es für eine schwache Seele, ein brüchiges Fleisch wieder zu heilen und ganz und narblos zu machen! Welche Angst steht sie dabei oft aus, so sie ihres Fleisches, ihres irdischen Hauses Brüchigkeit und Schwäche merkt! Wer schuldet daran? Die schlechte Überwachung der Kinder und die vielen Ärgernisse, die den Kindlein durch allerlei sittliche Mißstände gegeben werden!

...Fortsetzung in 3b