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Wenn dich Nazareth nicht heilt, so heilt dich auch nicht die ganze Welt 1112

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Wenn dich Nazareth nicht heilt, so heilt dich auch nicht die ganze Welt
« am: Mai 30, 2011, 08:34:21 Vormittag »
Das allgemeine Interesse für dieses Buch "Heilung und Gesundheitspflege" veranlaßte den Verlag zu einer Neuauflage. Die große Nachfrage nach diesem Werk ist nicht verwunderlich, da hier das Krankheitsgeschehen und seine Heilung von einer anderen Warte aus beurteilt wird, wie es gewöhnlich geschieht. Mancher fragt sich, warum muß es überhaupt Krankheit geben? Konnte der gütige Gott den Menschen nicht erschaffen ohne die Plage der Krankheiten und Schmerzen? Ist das Werk des Schöpfers somit nicht eine unvollkommene Schöpfung? So forschte man seit jeher, und die Ärzte bemühten und bemühen sich durch allerlei Methoden und auf vielen Wegen, den Kranken zu helfen. Aber wie will ein Arzt eine gute Therapie anwenden, wenn er keine richtige Diagnose stellen kann, wenn er nicht weiß, welches die eigentliche Ursache einer Krankheit ist?

Durch die Neuoffenbarungsschriften Jakob Lorbers erfahren wir Wichtiges über das Wesen der Krankheit und ihre Ursachen. Danach sollte jeder Mensch zunächst wissen, daß er aus der Dreieinheit von Körper, Seele und Geist besteht. Was ist der Leib? Dazu Jesus im Gr. Ev. Bd. I Kap. 227: "Der Leib eines Menschen ist an und für sich nichts als eine kunstvolle Maschine, die durch den freien Willen der Seele in mannigfache Bewegung gesetzt werden kann." Der Geist als göttlicher Funke ist im Herzen des Menschen in seiner Polarität lokalisiert.

Eine Definition gibt Jesus im Gr. Ev. Bd. VIII, Kap. 56,5-6: "Es befinden sich im Herzen des Menschen zwei überaus kleine, euren Augen kaum als winzige Pünktchen sichtbare Kämmerlein, die den beiden großen Blutkammern entsprechen. So klein aber auch diese Punkte sind, so bedingen sie durch ihre Einrichtung doch ganz allein das Leben des Herzens und dadurch des ganzen Leibes mit all seinen Organen. — Das erste und wichtigste Kämmerlein entspricht dem, was des Geistes und somit des eigentlichen Lebens ist, und wir wollen es das bejahende nennen. Das zweite, minder wichtige, ob schon zum Leibesleben unumgänglich notwendige aber wollen wir als das der Materie entsprechende das verneinende nennen. Dieses hat für sich kein Leben, sondern ist nur ein Aufnahmegefäß für das Leben, welches es mit jedem erneuten Herzschlag aus dem bejahenden Kämmerlein von neuem aufnimmt und dann dem ganzen Leib durch das Blut mitteilt. —

Die Seele des Menschen definiert Jesus in Gr. Ev. Bd. II, Kap. Heilung und Gesundheitspflege 169,3 folgendermaßen: "Die Seele eines Erdenmenschen ist eine Zusammensetzung vieler Lebensteilchen, die, vom Satan genommen, in der Materie des Erdenkörpers gefangengehalten werden, von dieser dann durch die Pflanzenwelt in die vielen Stufen der Tierwelt übergehen, sich endlich als eine Potenz, bestehend aus zahllosen Urseelenteilchen, zu einer Menschenseele ausbilden, bei der Zeugung im Schoße der Weiber Fleisch annehmen und dann in diese Welt geboren werden." Die Seelen, die sich auf diese Weise aus den Elementen der Erde entwickelten, werden in der Neuoffenbarung als "von unten" kommend bezeichnet, während die Seelen, die von anderen Sternen kommend auf unserer Erde reinkarnieren, als "von oben" kommend bezeichnet werden. Die Reinkarnationen der von anderen Sternen auf unserer Erde Reinkarnierten können oftmals stattfinden. Jesus sagt zu dem griechischen Gelehrten Philopold, daß er auf anderen Sternen bereits zum zwanzigsten Male reinkarniert sei. So ist die Seele der eigentliche Körper des Menschen, der in all seinen Teilen dem materiellen Körper entspricht. Als ätherischer substantieller Leib trennt sie sich beim Tode des Menschen von dem materiellen Körper und existiert weiter.

Durch das Außer-gott-gestellt-sein des Menschen ist er durch sein Bewußtsein und seinen freien Willen ein Ebenbild Gottes in seiner Schöpfung. Der freie Wille unter dem Einfluß des Gewissens, welches in seinem Geist verankert ist, befähigt ihn zu allem Guten wie auch zu allem Bösen. Dieser freie Wille brachte Luzifer und seinen Anhang zu Fall, während das andere größere Geisterheer sich für die göttliche Ordnung entschied. Durch den göttlichen Geistfunken mit Gott wesensverwandt hat der Mensch in sich die Berufung zu höchstem kosmisch-göttlichem Bewußtsein und zu höchsten geistigen Funktionen, je nachdem inwieweit er seine Seele von der Materie, die luziferischer Art ist, befreit hat.

Jesus im Gr. Ev. II Kap. 210, 12—15: "Verharrt die Seele in der leiblichen Materie mit Liebe und köstlichem Behagen, so ist sie ebenso unrein wie ihres Leibes unreinste und gerichtete Geister, bleibt dadurch in der Sünde, und somit in der Hölle und im Tode. Wenn sie auf der Welt auch gleich ihrem Leibe nach fortlebt, so ist sie dennoch so gut wie tot, fühlt auch den Tod in sich und hat eine große Furcht vor ihm. Denn die Seele kann in solcher ihrer Sünde und Hölle tun, was sie nur immer will, so kann sie dennoch kein Leben finden, obschon sie dasselbe über alle Maßen liebt. — Darin liegt auch der Grund, warum viele tausendmal Tausende von Menschen von einem Leben der Seele nach dem Tode ihres Leibes ebensoviel wissen wie ein Stein, der am Wege liegt. Und so man ihnen irgend etwas davon sagt, lachen sie höchstens oder werden gar erbost und treiben den Weisen zur Tür hinaus. Und doch sollte ein jeder Mensch längstens bis in sein dreißigstes Jahr soweit mit der Bildung seines Ich fertig sein, daß ihm das folgende freieste Leben nach dem Tode des Leibes so voll bewußt und sicher wäre wie einem Aar der Flug in der hohen, freien Luft. — Aber wie weit sind selbst die Menschen, die danach erst zu fragen anfangen, noch entfernt davon! Und wie weit erst jene, die davon gar nichts hören wollen und einen solchen Glauben sogar für eine Dummheit halten. Solche Menschen befinden sich demnach ihr ganzes Erdenleben hindurch in der Hölle und im vollsten Tode."

So steht die Seele des Menschen zwischen Materie und Geist. Der Mensch hat es durch seinen freien Willen, der von Gott nicht angetastet wird, um den Menschen nicht in einen gerichteten, das heißt gezwungenen Zustand zu bringen, in seiner Hand, seine Seele zu vergeistigen oder zu vermaterialisieren. Jesus sagt, daß, wenn ein Mensch seine Seele zu dreiviertel verfleischlicht hat, diese im Jenseits in einem sehr kümmerlichen Zustand einen langen beschwerlichen Weg vor sich hat, während sie hier auf der Erde die Möglichkeit besitzt, diesen langen beschwerlichen Weg durch ein Leben nach der göttlichen Ordnung abzukürzen. Diese besteht für den Menschen in der Befolgung der Zehn Gebote Gottes — die keine Muß-Gesetze sind — und die insgesamt in den beiden Geboten der Gottes- und Nächstenliebe, vor allem und insbesondere der werktätigen Nächstenliebe, enthalten sind.

Im Gr. Ev. Bd. III, Kap. 12 sagt Jesus: "Durch allerlei Selbstverleugnung wird die Seele freier und auch die rechte Abhärtung des Fleisches zustande gebracht. Wo aber alle Sorge für die Zärtung des Fleisches getragen wird, da gibt es keine freie, starke Seele mehr, und kommt dann nur ein leiser Gifthauch über solche ekelhaft schwachen Leiber, so hält der Tod leicht sein Erntefest. — Aber daran denkt niemand, daß all das Leiden, alle Krankheiten, alle Kriege, alle Teuerung, Hunger und Pest lediglich daher rühren, weil die Menschen anstatt für ihre Seele und ihren Geist nach der Ordnung Gottes alles zu tun, nur für ihren Leib sorgen!" Und im Gr. Ev. Bd. V, Kap. 75 heißt es: "Des Fleisches Schmerz ist stets nur die Folge einer teilweisen Losschälung der Seele vom Fleische. Der Hauptgrund zu einem Schmerze, den stets nur die Seele, nie aber das Fleisch empfindet, liegt im Drucke, den irgendein zu träg und somit auch zu schwer gewordenes Fleisch auf irgendeinen Lebensteil der Seele ausübt."

Gr. Ev. VI, Kap. 13,8: "Das Fleisch ist in sich tot und hat kein anderes Leben, als allein nur das zeitweilige Mitleben aus der Lebenskraft der Seele, die mit dem Geist verwandt ist und ihm ganz ähnlich und eins mit ihm werden kann, so sie sich von der Welt ganz abwendet und ihre Sinne allein dem Innersten, Geistigen, zuwendet nach der Ordnung und Weise, wie es euch zeigt Meine Lehre und Mein höchsteigenes Beispiel."

Diese in aller Kürze geschilderten Ausführungen über Geist, Seele und Leib sind notwendig zur Klärung der Frage: Was ist Krankheit? Wodurch entsteht sie und wie ist sie zu heilen? Wie wir bereits gesehen haben, ist das Wesen der Krankheit begründet in der Widerordnung, im Verstoß gegen die göttliche Ordnung. Da die Widerordnung von Geist und Seele ausgeht, geht auch die Krankheit von hier aus, die sich dann auch in Dysfunktionen des Körpers äußert. Die so von der Seele ausgehende Krankheit kann man nicht mit chemischen Präparaten oder durch andere äußerliche Anwendungen heilen, sondern sie sind ursächlich nur von der Seele aus zu beseitigen… — Man kann wohl öfters die Symptome eines kranken Körpers zum Verschwinden bringen, aber das Übel selbst ist damit nicht beseitigt. (Gr. Ev. Bd. IX, Kap. 35,6-7) Wie sehr die seelische Einstellung eines Menschen von ausschlaggebender Bedeutung für seinen Körper ist, sagt Jesus in folgenden Worten: "Des Leibes Krankheiten sind die bitteren Folgen der Nichtbefolgung der von Mir den Menschen klar ausgesprochenen Gebote. Wer diese von Jugend an treu hält, der wird bis in sein hohes Alter keines Arztes bedürfen, und seine Nachkommen werden nicht an den Sünden ihrer Eltern zu leiden haben." — Jesus heilte, indem er, wie er sagt, die Seele des Kranken, wenn sie noch nicht zu sehr verfleischlicht ist, frei macht und dann den Lebensfunken in ihr weckt durch den Glauben an ihn, das heißt Herstellung der Beziehung zu Gott. Zum Geheilten sagt er dann gewöhnlich: Sündige nicht mehr oder fügt hinzu: damit dir nicht noch Ärgeres widerfahre.

Die Heilweise Jesu und der Apostel, die allerdings durch Jesus eine besondere Kraft zur Heilung erhielten, sowie die Möglichkeit der Heilung von Mensch zu Mensch oder die Heilung durch Selbsthilfe im Gebet wird im vorliegenden Werk der Neuoffenbarung durch Jakob Lorber dargelegt, und es wird erklärt, welchen Sinn ein Krankheitsgeschehen hat und wie es zur Läuterung der Seele beitragen kann. Gr. Ev. II, Kap. 169,12: Jesus zu Petrus: "Die meisten Krankheiten der Menschen sollen verhüten, daß die Seele eins werde mit dem Fleische, das auch bei den Kindern des Lichts aus dem gebannten Satan genommen ist. Bei den Kindern des Lichts ist das Besondere, daß ihre Leiden, wenn ihre Seele fleischlich werden will, vom Himmel aus verfügt werden. Auch die Schmerzen der Kinder der Welt werden aus diesem Grunde aus den Himmeln verordnet und zugelassen, sind aber doch Schmerzen der Hölle, da der Leib des Weltkindes als ein Teil Satans es mitfühlt, wenn der Hölle durch den gewaltigen Einfluß der Himmel ein Teil ihres Gesamtlebens entrissen wird." — Im Gr. Ev. Bd. VIII, Kap. 16,12 sagt Jesus bezüglich der Leiden der Menschen: "Über Menschen, die durch allerlei Welttümlichkeiten ihre Seele zu sehr in ihr fleisch versenkt haben, kommen am Ende zumeist bittere Leiden, denn eine solche Seele muß, damit sie nicht völlig verderbe in ihrem Fleische, mit großer Gewalt davon losgetrennt werden, was auch im Leibe große Schmerzen erzeugt. Und das ist gut für die Seele, weil sie durch Schmerzen und Leiden von ihren fleischlichen Gelüsten gereinigt wird und dadurch im Jenseits einen leichteren Fortgang auf der Bahn des geistigen Lebens findet." — Gr. Ev. Bd. X, Kap. 148,12: Zu einem frommen Juden, dessen lahmen Sohn Jesus geheilt hatte, sagt er: "Du hast nun eingesehen, daß ein rechter Jude auch bei leiblichen Übeln stets mehr auf Gott als auf die oft unwissenden Weltärzte sein Vertrauen setzen solle, denn wo kein Arzt mehr helfen kann, da kann Gott allein gar wohl noch helfen. Und Ich wußte ja auch, daß Ich zu dir kommen werde, um dir in der Heilung deines Sohnes ein Zeichen zu geben, daß Ich der Herr bin, und daß Mir nichts unmöglich ist."

So wurde in diesen Ausführungen dargelegt, daß das Wesen von Krankheit, Heilung und Gesundheit in des Menschen geistig-seelischem Bereich zu suchen ist. Von diesem aus werden die Funktionen des Körpers bewirkt und durch den "Nervengeist", welcher wie die Seele auch substantiell-ätherischer Natur ist, gesteuert. Zu diesen Erkenntnissen verhilft dem Leser der Inhalt dieses Buches.

Dr. med. Erich Heinze