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81. Verschwinden der Frösche im Meer und das Auf-dem-Meere-Wandern 534

Administrator Beiträge: 10838 Forumgründer *****
81. Verschwinden der Frösche im Meer und das Auf-dem-Meere-Wandern
« am: Juni 08, 2011, 08:15:56 Vormittag »
[BM.01_081,01] (Bischof Martin:) „Siehe, nun geht der eine Frosch ganz zu den Füßen der beiden und beleckt dieselben.

[BM.01_081,02] Der eine aber spricht zum Frosch (aufs Meer deutend): ,Siehe, dort ist dein Element!‘

[BM.01_081,03] Aber der Frosch richtet sich nun mehr auf seine Vorderbeine und quakt recht vernehmliche Worte, die so zu lauten scheinen: ,O ihr Mächtigsten, wohl weiß ich, daß dieses schreckliche Meer mein mehr als verdientes ewiges Strafelement ist. Dennoch aber wage ich an euch die Bitte zu stellen, daß ihr mit mir armen Seele nicht nach aller Strenge des freilich gerechtesten Gottes-Gerichtes verfahren möchtet! Doch nicht mein, sondern nur euer Wille geschehe!‘

[BM.01_081,04] Spricht nun der eine: ,Wir beide haben keinen Willen außer den des Herrn, der da ewig unwandelbar ist. Diesen haben wir dir kundgetan, und an dir ist es nun, dich zu fügen! Siehe also dort dein Element!‘

[BM.01_081,05] Ah, ah, der Frosch fängt nun jämmerlich zu quaken an, krümmt sich und windet sich und bittet nun ganz entsetzlich, daß ihn die zwei noch auf dem trockenen Lande belassen möchten, so es schon für ihn keine Gnade und kein Erbarmen mehr gäbe.

[BM.01_081,06] Der eine spricht: ,Solange du den vorgezeichneten Weg nicht wandeln wirst, kann dir nicht geholfen werden!‘

[BM.01_081,07] Nun steigt der Frosch gar elend dem Meere zu und stürzt sich in dasselbe. Es ist nichts mehr von ihm zu entdecken, denn die große Flut scheint ihn auf ewig verschlungen zu haben. O du armer Frosch! Ich muß dir, Bruder Borem, sagen, daß mich der arme Frosch nun tiefst dauert. Aber es war ja des Herrn Wille, und so ist es auch gut! Aber er, der arme Frosch, dauert mich dennoch!

[BM.01_081,08] Nun aber geht der Alte auch ans Ufer und spricht: ,Hat meine arme Tochter beim Herrn kein Erbarmen gefunden, so will auch ich keines und stürze auch mich aus Liebe für meine arme Tochter in ihr ewig verdammliches Los!‘

[BM.01_081,09] Mit diesen Worten stürzt er sich zwar auch in das Meer, aber dieses läßt ihn nicht untergehen, da es nicht sein Element ist. – Bruder, das ist merkwürdig, der geht im Wasser nun herum wie unsereiner auf trockenem Lande und sucht klagend seine Tochter! Was doch da noch alles herauswachsen wird?

[BM.01_081,10] Aha, da sieh, nun werden auch die andern Frösche kleiner und kleiner und steigen zu den zwei weißen Männern! Nun sind sie an ihren Füßen und belecken diese. Es ist wirklich überaus merkwürdig: Wie groß haben sich diese Frösche doch ehedem gemacht, nun sehen sie klein aus wie auf der Erde die Unkelchen. Hörst du, liebster Bruder, die müssen doch eine ungeheuer zähe Haut haben, daß sie bei einer solch immensen Aufblähung nicht zerborsten ist!

[BM.01_081,11] Sapperment, wenn da eine in ihrer höchsten – ich meine, wie sie sich am allerärgsten aufgebläht hatte, zerborsten wäre, das wäre eine Explosion gewesen! Ich glaube, die hätte dieses Meer auf eine halbe Ewigkeit zurückgetrieben. Wenn auf der Erde so etwas Dehnbares wie die Haut dieser Frösche könnte erfunden werden, da wäre es mit dem Gummielastikum rein aus!

[BM.01_081,12] Du mußt mir schon vergeben, liebster Bruder, daß ich mir manchmal noch solche Bemerkungen erlaube, die meiner Gewohnheit nach so einen humoresken Anstrich haben. Aber es bringt es hier wirklich die Sache selbst mit sich, die, an sich betrachtet, im höchsten Grade komisch ist! So kann ich mir nun die Trillionen Falten denken, in die die Haut dieser Frösche nun zusammengeschrumpft sein wird; und das ist schon wieder komisch!

[BM.01_081,13] Ich weiß wohl, daß in den Augen des Herrn, wie auch denen eines Engels, alle diese Erscheinungen voll des höchsten göttlichen Ernstes sind. Dessenungeachtet haben sie doch für unsereinen etwas oft sehr Komisches an sich. So hat der Herr auch sicher nicht gelacht, als Er dem Esel seine zwei langen Ohren angesetzt hat. Aber unsereiner muß ja lachen, wenn man so einen langohrigen Philosophen ansieht, wenn man auch weiß, daß dem Esel seine zwei langen Ohren ebenso notwendig sind wie dem Vogel seine kaum sichtbaren.

[BM.01_081,14] Wie es aber auf der Erde eine Menge dummscheinende und somit komische Erscheinungen gibt, so gibt es auch hier dergleichen genug – freilich aber nicht für alle, sondern nur für Wesen meinesgleichen! Ich werde vielleicht mit der Zeit – so hier noch von einer Zeit die Rede sein kann – auch an diesen Erscheinungen nichts Komisches mehr finden. Aber für jetzt und in diesem meinem Zustand ist es mir rein unmöglich, das Humoreske ganz beiseite zu setzen.“

[BM.01_081,15] Spricht Borem: „Macht nichts, macht nichts, lieber Bruder! Auch ich bin kein Kopfhänger, und der Herr schon am allerwenigsten. Dessenungeachtet muß die sogenannte Spottlache aus den Himmeln rein verbannt sein, weil in ihr doch eine geheime Schadenfreude versteckt ist, so wie in einer übertriebenen Neugierde.

[BM.01_081,16] Aber deine Bemerkung über die große Dehnbarkeit der Haut dieser erscheinlichen Frösche ist nichts als eine deinem Geiste angeborene Witzelei, die gar keine Bösartigkeit in sich faßt. Mit der Weile wirst du über deine wässrigen Witze selbst lachen, wenn du innewirst, wie wenig Gehalt sie haben. Nun aber wende dein Augenmerk nur wieder deinen Unkelchen zu und habe acht, was da mit ihnen weiter geschieht!“

[BM.01_081,17] Spricht Bischof Martin: „Ja, du hast recht; ich hätte mich beinahe verplauscht! Ich sehe sie schon! Sie belecken noch die Füße der beiden Männer. Einige quaken sie nun an, aber ich verstehe nichts von dieser Quaksprache. Das wird schon zu echt quakisch sein?

[BM.01_081,18] Wahrscheinlich werden sie die beiden Boten auch um eine allgemeine Amnestie angehen? Aber diese scheinen sich auf ihre Sprache auch nicht zu verstehen und zeigen ihnen das Meerwasser. Die Fröschlein aber quakeln nun noch ärger und steigen den zweien auf die Füße; aber das nützt ihnen nichts. Die beiden bedräuen sie, und die Frösche hüpfen nun dem Meere zu und nun – husch – in dasselbe!

[BM.01_081,19] Und nun ist's gar! Kein Frosch und kein Fröschlein ist nun mehr zu sehen. Nur die Alten stehen noch am Ufer und starren hinab in die Tiefe, um von ihren Töchtern etwa doch noch das letzte Skorpionschweifspitzel zu entdecken. Aber sie entdecken, wie auch der erste, nichts, der noch immer auf dem Wasser herumgeht und seine Tochter sucht. Er ruft einige zu sich und sagt, daß das Wasser fest wäre wie ein Stein.

[BM.01_081,20] Aber die andern Alten wollen dieses Wassers Härte dennoch mit ihren Füßen nicht probieren, sondern kehren zu den zwei weißen Männern zurück. Sie fragen bittend, was denn nun aus ihren Töchtern geworden sei, ob sie nun etwa auf ewig verloren seien.

[BM.01_081,21] Die beiden aber geben ihnen nun keine Antwort, sondern begeben sich von dannen aufs Meer und wandeln in eine weite Ferne hinaus.

[BM.01_081,22] Die Alten starren nun hin wie Verzweifelte. Einige versuchen nun auf dringliches Zuraten des einen, ihre Füße aufs Wasser zu setzen – und siehe, es geht! Nun rennen alle hinaus und wollen den zweien nach; aber es geht mit dem Rennen nicht recht vorwärts, denn die Oberfläche des Wassers muß äußerst glatt und heikel sein, weil diese alten Renner in einem fort übereinander fallen. Der erste, der sich ins Wasser stürzen wollte, kommt ziemlich gut fort. Aber die andern fallen in einem fort hin und kommen fast nicht von der Stelle. No, diese werden wohl etwa auch das erste und letzte Mal auf dieses wahre Eis tanzen gehen!

[BM.01_081,23] Nun möchte ich aber doch wissen, was nun eigentlich mit diesen Damen oder nun Fröschen geschehen wird. In der Hölle werden sie doch nicht sein, da sie hier als wahre Statuen noch alle zu sehen sind. Wie aber ihr etwa noch außerhöllischer Zustand beschaffen sein dürfte, wird der Herr sicher besser wissen und sehen als ich.

[BM.01_081,24] Aber sage mir doch, liebster Bruder, was hat denn das alles eigentlich für einen Sinn und für eine Bedeutung: die Froschgestalt, dieses Meer nun, das Hineinstürzen der Frösche, daß die Alten nicht untergehen und daß die zwei weißen Boten sich nun so weit entfernt haben?

[BM.01_081,25] Ich habe das wohl alles mit angesehen und habe so manches daraus gelernt. Aber so ich den eigentlichen Sinn alles dieses Geschauten erläutern sollte, ginge es mir ganz verzweifelt schlecht. Sage mir daher gütigst, was das alles bedeutet!“

[BM.01_081,26] Spricht Borem: Alle – besonders weibliche Wesen, die sich dem Geistigen zugewandt haben und beten und fasten zwar wohl des Himmels wegen, dabei aber auch die weltlichen Vorteile sehr stark berücksichtigten, erscheinen in der Abödung ihres Naturmäßigen als allerlei Amphibien: Tiere die sich auch in zwei Elementen aufhalten und in selben leben können!

[BM.01_081,27] Das Meer stellt ihr Naturmäßiges dar, das ihnen bei ihren irdischen Lebzeiten mehr am Herzen lag als das Geistige. Darum auch müssen sie sich nun in dasselbe stürzen und im selben das Eitle ihrer weltlichen Bestrebungen erproben. So stellt das Meer auch die Masse ihrer großen Dummheit dar, in die sie nun bis auf den Grund eingehen müssen, um sie als solche zu erkennen. Die Schlangenköpfe dieser Frösche bedeuten die entschiedene hochmütige Bosheit und oft kluge Berechnung zu deren Ausführung. Die Skorpionschwänze aber bezeichnen ihr hinterlistiges Wesen, zufolge dem sie jene, denen sie schaden wollten, hinter dem Rücken packten und verwundeten. – Verstehst du das?“

[BM.01_081,28] Spricht Bischof Martin: „Bruder, ich verstehe das nun sehr gut. Ich habe dergleichen gleisnerische, ultrapapistische Machinationen auf der Erde leider nur zu viele kennengelernt und mußte als Bischof dazu beide Augen fest zuschließen. Und warum, das wirst du auch sicher sehr wohl verstehen!“

[BM.01_081,29] Spricht Borem: „O ja, nur zu gut und beinahe zu klar! Aber nun höre weiter! Die Alten, die ursprünglich dumm waren, gelangten ihrer meistens hochadeligen Geburt wegen auch nie zu einem andern als nur zum pfäffisch-aristokratischen Lichte. Daher sahen sie auch alle die pfäffischen Bestimmungen zumeist für echt himmlische an und verkauften ihre Töchter an solche Pfaffen mit einer starken Mitgift. Diese Alten sind nun noch viel zu dumm, als daß sie auf den Grund ihrer eigenen Dummheit eindringen könnten. Daher steigen sie auf selber herum wie der Esel auf dem Eise und fallen in einem fort – bis auf den einen, der etwas weiser ist und sich seine Dummheit mehr dienstbar gemacht hat als die andern. – Verstehst du auch das?“

[BM.01_081,30] Spricht Bischof Martin: „O ja, liebster Bruder, das versteh' ich nun auch non plus ultra! Da hätten wir dann ja so einen wahrsten Aristokratenschwindeltanz vor uns!“

[BM.01_081,31] Spricht Borem: „Ja, ja, so ist's! Aber nun merke wohl auf den weitern Verfolg dieser Szene. Der erste Akt ist nun abgespielt und der zweite wird sogleich seinen Anfang nehmen. Da wirst du erst Dinge zu Gesicht bekommen, zu denen du sicher die seltensten Gesichter machen wirst!“

[BM.01_081,32] Spricht Bischof Martin: „Freue mich schon darauf! Nun werde ich die Vorfälle auch sicher besser verstehen als bis jetzt; also nur zu und weiter in der Art! Nur die Entfernung der beiden Weisen hast du, liebster Bruder, mir noch zu erklären vergessen, um die ich dich auch gefragt habe.“

[BM.01_081,33] Spricht Borem: „O nein, lieber Bruder, das mitnichten; denn hier vergißt man nie etwas! Aber die Bedeutung dieser Erscheinung, wie noch gar vieles, mußt du selbst suchen und finden, auf daß du eine Übung haben sollst, dich in den rein himmlischen Beschäftigungen aus dir selbst zu üben. Versuche es nur einmal und du wirst dich gleich überzeugen, wie weit deine Weisheit schon reicht!“

[BM.01_081,34] Spricht Bischof Martin: „Ja so, das ist freilich etwas ganz anderes! Weißt du, nun du mir schon die andern Dinge erläutert hast, geht es mit dieser Erklärung freilich eben nicht zu schwer, wie mir vorkommt. Ich denke darüber nun so:

[BM.01_081,35] Die zwei Weisen sind gleich wie ein himmlisches Öl. Und diese alten, dummen Aristokraten sind wie ein irdisches Pechöl, das überaus schmutzig ist und verzweifelt stark stinkt. Daß das himmlische Öl es neben diesem Pechöl nicht länger aushalten kann, wird wohl mit den Händen greiflich sein! Was meinst du, Bruder, habe ich richtig geurteilt?“

[BM.01_081,36] Spricht Borem: „Richtiger, als du es nun noch selbst zu fassen imstande bist. Was du aber noch nicht bis auf den Grund des Grundes fassest, das wirst du in der Folge fassen. Denke daher nicht weiter über diese Sache nach, sondern wende deine Augen nun wieder in das Hinterhaupt dieser Dame; da wird sich dir bald die vollste Lösung von selbst darbieten.“

[BM.01_081,37] Spricht Bischof Martin: „Bruder, bin schon ganz vollkommen dabei! Bis jetzt ist zwar noch alles beim Alten; aber das macht nichts, es wird schon kommen – ja, ja, dort kommt schon etwas!“

 

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