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30. Kapitel – Des Nikodemus Frage nach den Polen der Erde 906

Administrator Beiträge: 10837 Forumgründer *****
30. Kapitel – Des Nikodemus Frage nach den Polen der Erde
« am: Juni 09, 2011, 08:29:34 Nachmittag »
[DTT.01_030,01] Hier erhob sich ein anderer Ältester und sagte: „Nun, was weißt du denn von einem entferntesten Pole der Erde?! Geh und sage mir etwas davon, denn ich habe davon schon einmal von einem vielgereisten Griechen etwas reden hören.“

[DTT.01_030,02] Sagte Ich: „Ich weiß nicht nur um die Pole der Erde, sondern sehr genau um alle die ewig weiten Pole aller Himmel Gottes! Aber um dir davon einen Begriff zu verschaffen, müßte Ich dir mindestens auf tausend Jahre einen Lehrer abgeben! Also das geht nicht; aber da sage Ich dir ganz etwas anderes:

[DTT.01_030,03] Jene, die in Meiner Lehre einst sein werden, denen werde Ich geben Meinen Geist, der sie zu den wahrsten Kindern Gottes machen wird und wird sie leiten in alle Wahrheit und Weisheit, und es soll wahrlich die Unendlichkeit naturmäßig und geistig nichts in sich bergen, das ihnen fremd bleiben soll!

[DTT.01_030,04] Wirst du etwa ein Jünger Meiner Lehre werden, so sollst auch du von den Gaben des Geistes Gottes etwas zum Verkosten bekommen und die Pole der Erde besser kennenlernen, als du sie bis jetzt kennengelernt hast!“

[DTT.01_030,05] Der Fragesteller machte bei dieser Meiner Antwort große Augen und schrieb sich das fein hinter die Ohren, denn er war noch nicht alt, aber einer der Weisesten unter den Ältesten. Denn den Titel Ältester bekam oft ein ganz junger Mensch, wenn er das hierzu erforderliche Vermögen, d.h. Gold und auch Verstand zur Genüge besaß! Und an dem hatte es bei Meinem Fragesteller keinen Mangel. – Sein Name war Nikodemus, der später bei Meinem Lehrantritt geheim auch im Ernste Mein Jünger wurde, wie solches nun schon bekannt ist.

[DTT.01_030,06] Dieser Älteste hatte sich alle Meine Reden geheim am tiefsten in sein Herz geschrieben und hatte sehr darauf geachtet. Er erhob sich von seinem Sitze, kam zu Mir und drückte Mir freundlichst Meine Hände und sagte zu Mir ganz heimlich: „Lieber, holdester Wunderknabe! Wenn du etwa wieder einmal nach Jerusalem kommen solltest, da besuche mich ganz allein, wir zwei werden miteinander leicht gleich werden! Und brauchen deine Eltern irgend etwas, so sollen sie sich nur an Mich allein wenden! Ich heiße Nikodemus.“

[DTT.01_030,07] Und Ich drückte ihm auch ebenso freundlich die Hand und sagte: „Wenn du etwa einmal nach Nazareth kommst, so wirst du aus eurem ganzen Kollegium der einzige sein, der Mich finden wird. Und so dir etwas fehlt, da komme du zu uns, und Ich werde dir helfen in allem, was dir je not tun kann! Im übrigen aber nehme Ich deinen guten Willen schon fürs Werk an.

[DTT.01_030,08] Da du aber zugleich ein bleibender Vorsteher aller Bürger Jerusalems bist, so habe auch darauf acht, daß von seiten des höchst herrschsüchtigen Hohenpriesters, der Mir nicht die Ehre geben wollte, nicht zu arge Bedrückungen in und außer dem Tempel verübt werden und Ich nicht genötigt werde, das Gericht vor der Zeit über diese Stadt hereinbrechen zu lassen.

[DTT.01_030,09] Gedenke Meiner! Mein Name heißt Jesus Emanuel, und Mein Geist heißt Jehova Zebaoth! Nun weißt du, woran du bist! Vertraue und baue auf Mich, und du wirst den Tod nicht sehen!“

[DTT.01_030,10] Als Nikodemus von Mir diese Worte vernahm, da frohlockte er heimlich in seiner Seele, aber seine Kollegen ließ er nichts davon merken.