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Geschichtliches - Der Abfall und warum die Wahrheit geschützt werden musste... 792

Administrator Beiträge: 5386 Forumgründer *****
Geschichtliches - Der Abfall und warum die Wahrheit geschützt werden musste...
« am: Juni 11, 2011, 05:18:31 Nachmittag »
Es ist eine der Hauptlehren der römischen Kirche, dass der Papst das sichtbare Haupt der allgemeinen Kirche Christi sei, angetan mit höchster Autorität über Bischöfe und Geistliche in allen Teilen der Welt. Mehr noch, man hat dem Papst sogar die Titel der Gottheit beigelegt. Er ist, "der Herr Gott Papst" ernannt und als unfehlbar erklärt worden.

Er verlangt, dass alle Menschen ihm huldigen. Der gleiche Anspruch, den Satan in der Wüste bei der Versuchung Jesu geltend machte, wird auch heute noch von ihm erhoben, und zahllose Menschen sind nur allzugern bereit, ihm die geforderte Verehrung zu zollen...

Gott gab in seinem Wort keinerlei Hinweise, dass er irgendeinen Menschen zum Oberhaupt der Gemeinde bestimmt hätte. Die Lehre von der päpstlichen Obergewalt steht den Aussprüchen der Heiligen Schrift entgegen. Der Papst kann nicht über die Gemeinde Christi herrschen, es sei denn, er masst sich diese Gewalt widerrechtlich an.

Die Katholiken haben darauf beharrt, die Protestanten der Ketzerei und der eigenwilligen Trennung von der wahren Kirche zu beschuldigen. Doch diese Anklagen lassen sich eher auf sie selbst anwenden; denn sie sind diejenigen, die das Banner Jesu Christi niederwarfen und von dem Glauben abwichen, "der einmal den Heiligen übergeben ist".

Satan wusste gar wohl, dass die Heilige Schrift die Menschen befähigen würde, seine Täuschungen zu erkennen und
seiner Macht zu widerstehen; hatte doch selbst der Heiland der Welt seinen Angriffen durch das Wort widerstanden...

Um die Herrschaft über die Menschen aufrechtzuerhalten und seine Autorität zu festigen, musste Satan das Volk über die Heilige Schrift in Unwissenheit lassen. Die Bibel würde Gott erheben und den sterblichen Menschen ihre wahre Stellung anweisen; deshalb mussten ihre heiligen Wahrheiten geheimgehalten und unterdrückt werden. Diese Überlegung machte sich die Kirche zu eigen. Jahrhundertelang war die Verbreitung der Heiligen Schrift verboten; das Volk durfte sie weder lesen noch im Hause haben, und gewissenlose Geistliche legten ihre Lehren zur Begründung ihrer eigenen Behauptungen aus. Auf diese Weise wurde das Kirchenoberhaupt fast überall als Statthalter Gottes auf Erden anerkannt, der mit Autorität über Kirche und Staat ausgestattet worden sei.

Da das einzig zuverlässige Mittel zur Entdeckung des Irrtums beseitigt worden war, wirkte Satan ganz nach seiner Willkür. In der Prophezeiung war erklärt worden, der Abtrünnige werde "sich unterstehen, Zeit und Gesetz zu ändern", (Dan. 7, 25) und er war nicht müssig, dies zu versuchen. Um den vom Heidentum Bekehrten einen Ersatz für die Anbetung von Götzen zu bieten und so ihre rein äusserliche Annahme des Christentums zu fördern, wurde stufenweise die Verehrung von Bildern und Reliquien in den christlichen Gottesdienst eingeführt. Der Beschluss eines allgemeinen Konzils endlich bestätigte dieses System der Abgötterei. Um das entheiligende Werk zu vervollständigen, masste sich die Kirche an, das zweite Gebot des Gesetzes Gottes, das die Bilderanbetung verbietet, als selbständiges Gebot aufzuheben und das zehnte zu teilen, um die Zehnzahl beizubehalten.

Die Zugeständnisse gegenüber dem Heidentum öffneten den Weg für eine noch grössere Missachtung der Autorität des Himmels...

aus: Der grosse Kampf zwischen Licht und Finsternis, von Ellen G. White