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Vor der Erschaffung der Welt war Gott, denn er ist von Ewigkeit / Das Geheimnis des Menschensohnes
« Letzter Beitrag von Maria am Gestern um 02:21:14 Nachmittag »
Vor der Erschaffung der Welt war Gott, denn Er ist von Ewigkeit

Das Geheimnis des Menschensohnes

Auszug aus: Geistige Sonne 01 Kapitel 009 empfangen durch Jakob Lorber

9. Kapitel – Die Sphäre des vierten Geistes. – Das Geheimnis des Menschensohnes.


[GS.01_009,01] Sehet, da steht er schon und winkt euch von selbst gar freundlich, sich ihm zu nahen und in seine Sphäre zu treten. Also tretet hin und habet wohl acht auf das, was ihr in seiner Sphäre werdet zu sehen bekommen. Diesen Geist werdet ihr auch in seiner Sphäre sehen, und er wird euch in seiner Welt ein wenig herumführen. Und so denn, wie gesagt, habet auf alles acht, was ihr da sehen werdet, denn solches wird schon von großer Bedeutung sein.

[GS.01_009,02] Nun denn, ihr seid in seiner Sphäre und seid überaus fröhlichen Herzens, denn ihr sehet den Geist, in dessen Sphäre ihr euch befindet, nur mit dem Unterschiede, daß ihr denselben außerhalb seiner Sphäre nicht erkennen mochtet. In seiner Sphäre aber erkennet ihr ihn sogar, da er einst auf Erden ein leiblicher Bruder zu euch war. – Mein wortemsiger Anselm wird seinen Bruder Heinrich gar wohl erkennen, wenn er ihn erst wird sprechen hören. Ich will auch aus diesem Grunde, daß er euch ein wenig herumführe und über so manches eigenmündlich Aufschluß gebe.

[GS.01_009,03] Nun, was seht ihr denn? Ihr könnet zwar solches aus zu großer Überraschung eures Geistes nicht kundgeben; doch diesmal will nicht Ich den Dolmetsch machen, sondern euer Führer wird solches tun. Und also spricht er (Heinrich) denn:

[GS.01_009,04] Sehet dahin, meine lieben Brüder, diesen großen erhabenen Tempel vor mir, sehet, welche unbeschreiblich herrliche Säulenpracht ihn ziert. Siehst du, mein Bruder, eine Säule reicht so weit hinauf, daß es dir vor ihrer Höhe schwindelt; und siehe nur hin in der geraden Linie, wie nahe zahllos viele solche Säulen diesen herrlichen Tempel umfangen. Sieh, über den Säulen erhebt sich ein rundes, mehr wie tausend Sonnen stark leuchtendes Dach, und über dem Dache erhebt sich ein großes feuriges Kreuz, welches so rot strahlt wie die herrlichste Morgenröte! Wie gefällt dir dieser Tempel?

[GS.01_009,05] Du sprichst: Mein Bruder! Seine großartige, unaussprechliche Pracht läßt mich zu keinem Worte kommen, um dir darüber meine Empfindung mitteilen zu können. Aber was gibt es denn in diesem Tempel? Lieber Bruder, kannst du uns da nicht hineinführen? –O ja, meine geliebten Brüder und Freunde; machet euch aber auf das Außerordentlichste gefaßt, denn die innere Herrlichkeit, ja, ich will sagen Heiligkeit dieses Tempels ist so undenkbar erhaben und wunderbar groß, daß ihr dieselbe kaum ertragen werdet. Ihr wißt es ja, daß ich bei meinem Leibesleben ein großer Freund des Wortes Gottes war. Und da der Apostel Paulus vorzugsweise unser Apostel war, durch welchen das Heidentum bekehrt wurde, so war er mir nach dem Evangelisten Johannes auch der liebste. Solches habt ihr ja zu öfteren Malen von mir vernommen; und dieser Tempel ist gegründet aus solcher meiner innersten Hochachtung des göttlichen Wortes.

[GS.01_009,06] Bevor wir noch hineintreten wollen, will ich ihn euch ein wenig erläutern: Diese fast unzählig vielen hohen Säulen bezeichnen die einzelnen Schrifttexte des göttlichen Wortes und stellen das Alte Testament vor. Wenn ihr nun mit mir durch die Säulen tretet, so stellt sich euch ein lichter Gang dar; den Gang innerhalb der Säulen aber beschließt eine rot leuchtende Wand. Wie ihr sehet, ist sie so hoch wie die Säulen und ist innerhalb mit strahlenden, festen Bögen mit der äußeren Säulenreihe zuoberst mächtig verbunden. Dieser geräumige Gang zwischen den Säulen und der Wand ist der eigentliche Vorhof zum Tempel. Das Dach, das ihr so stark leuchtend über den Säulen und dem Tempel in gerundeter Form geschaut habt, bedeutet das Gnadenlicht aus der Höhe. Das Kreuz über dem Dache aber besagt den Grund solches Gnadenlichtes, welches da an und für sich ist das Allerheiligste, nämlich die Liebe des Vaters im Sohne!

[GS.01_009,07] Da ihr nun, meine lieben Brüder und Freunde, solches wisset, so gehet denn mit mir längs diesem Gange vorwärts bis dahin, wo ihr ein großes Licht der Wand entströmen sehet, welches so rötlich leuchtet, wie das Rot einer allerherrlichsten Frühlingsrose. Da ist der Eingang in den Tempel. – Wißt ihr, was dieses Licht bedeutet? – Dieses Licht bedeutet und besagt die Liebe zu Christo; und es ist sonst nicht möglich, in diesen Tempel zu kommen, denn allein durch die enge Pforte der Liebe zu Christo. – Nun sehet, meine lieben Brüder und Freunde, wir sind an Ort und Stelle. Sehet, da ist die Türe. Ihr verwundert euch wohl, daß in diesen übergroßen Tempel nur ein so schmales Pförtlein führt. Aber ihr wißt auch, daß es heißt: Wer nicht durch die schmale Pforte gehen wird, der wird nicht zum Vater kommen, somit auch nicht in das Reich Gottes und eben also nicht in das Engelreich der Himmel. Bücket euch daher nur, so gut und soviel ihr könnet, und folget mir nach, gleich werden wir das Innere dieses Tempels zu Gesichte bekommen.

[GS.01_009,08] Nun, liebe Brüder und Freunde, sind wir in dem großen Heiligtum! Was saget ihr zu dieser Herrlichkeit? – Wie ich sehe, seid ihr völlig ohnmächtig und sprachlos. Ich habe euch darum auch schon zuvor gesagt: Machet euch auf das Außerordentlichste gefaßt. Wie ihr nun selbst mit den erstauntesten Blicken sehet, so ist das Innere dieses Tempels zu endlos groß und wundervoll und selbst für mich zu unaussprechlich erhaben, um euch davon nur eine matte Skizze mitteilen zu können. Das Wunderbarste ist einmal schon fürs erste die ungeahnte endlose Größe des Inwendigen.

[GS.01_009,09] Ihr habt geglaubt, wenn ihr in den Tempel gelangen werdet, so werdet ihr daetwa wie auf der Erde eine inwendige Zieratenherrlichkeit schauen. Aber ihr schauet hier im buchstäblichen Sinne der Wahrheit getreu eine endlose Geisterweltenfülle; und diese Welten,die da nahe keinen Anfang und kein Ende haben, sind zu einem Reiche vereint. Ihr blicket mit erstauntem Auge über die endlosen Fernen hin, welche übersät sind mit zahllosen ungeahnten Herrlichkeiten. Ihr sehet himmelanragende Bäume, auf denen reichliche Früchte voll des herrlichsten Saftes und voll strahlenden Lichtes hängen. Ihr schauet die zahllos vielen herrlichen Tempelgebäude und sehet sie bewohnt von großen Scharen seliger Geister.

[GS.01_009,10] Solches alles wundert euch hoch. Aber sehet, meine lieben Freunde und Brüder, dort auf einem sanfthohen Berge gegen Morgen hin steht ein ganz einfacher, schlichter Tempel, aber umso außerordentlicher ist sein Glanz. Dorthin folget mir, und ihr sollet etwas zu sehen bekommen, das euch mehr als all dieses Geschaute entzücken soll! Und so gehen wir. – Ihr sehet wohl, wie ferne dieser Tempel ist; nach irdischem Maßstabe dürftet ihr wohl eher euren Mond erreichen als diesen Tempel. Aber wir Geistmenschen haben es in dieser Hinsicht viel bequemer, denn wir dürfen es nur wollen, und wir sind schon dort, wo wir sein wollen. So wollet denn nun auch mit mir dort sein; und sehet, wir sind schon an Ort und Stelle.

[GS.01_009,11] Ihr schlaget die Hände über eurem Kopfe zusammen über die ungeheure Größe dieses Tempels und getrauet euch kaum, euch ihm mehr und mehr zu nahen. Gehet aber nur mutig mit mir auch in diesen Tempel, und ihr werdet vom überaus freundlichen Bewohner desselben sicher gut aufgenommen sein. Also folget mir nur! – Dieser Tempel wird auch innerlich als solcher zu beschauen sein, und ihr werdet in denselben einkehren wie in ein überaus gastfreundliches Haus. – Also sind wir in den Vorhof eingetreten und gehen denn durch diese leuchtende Pforte auch in das vollkommen Innere dieses Tempels. So, meine lieben Brüder und Freunde; wir sind an Ort und Stelle.

[GS.01_009,12] Kennet ihr dort in ziemlich weitem Vordergrunde den freundlichen Mann, umgeben von einer Menge großer und kleiner Menschengeister? Sehet, wie er sie allerfreundlichst und liebreichst das große Geheimnis des Menschensohnes lehrt und wie ein jegliches Wort aus seinem Munde gleich einem hellsten Sterne hervorgeht! Aber sehet, unser guter Gastfreund hat uns schon bemerkt. Er erhebt sich von seinem strahlenden Sitze und eilt uns mit offenen Armen entgegen. Kennt ihr ihn noch nicht? Sehet, er ist schon ganz in unserer Nähe. Betrachtet ihn nur recht genau, ihr müßt ihn erkennen. Wenn ihr ihn aber schon nicht erkennet aus seiner sprechenden Gestalt, so werdet ihr ihn doch sicher erkennen aus seinemalten, allezeit gleichen und getreuen Gruße!

[GS.01_009,13] So höret, er spricht: O liebe Brüder! Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi sei mit euch und die Liebe des Vaters im Sohne und in der Gemeinschaft des heiligen Geistes! Was hat euch bewogen, hierher zu kommen? Wer war euer Führer? Ihr getraut euch mit der Stimme nicht heraus; aber ich ahne es wohl in mir, Wessen Liebe so groß ist, daß sie Dessen Erlöste zu der heiligen Quelle des ewigen Lebens leitet! – O liebe Brüder! Ich sage euch im Namen meines über alles geliebten Herrn Jesus Christus, haltet euch an Ihn, haltet an Seiner Liebe, und ihr werdet nicht, ja ewig nicht zugrunde gehen. Selig sind zwar diejenigen, die da glauben, daß Er ist Christus als der wahrhaftige ewige Sohn des lebendigen Gottes. Aber diejenigen nur, die Ihn lieben über alles, werden in Ihm den heiligen Vater schauen; denn durch die Liebe erst werden wir zu wahrhaftigen Kindern Gottes! – Und so denn sage ich, der
alte Paulus, zu euch: Haltet euch an die Liebe, und ihr habt das ewige Leben in euch! Meinen Gruß; und die Gnade unseres Herrn Jesu Christi im Vater und im Geiste sei mit euch! – –

[GS.01_009,14] Nun, meine lieben Freunde und Brüder, habt ihr gesehen, wie gastlich und wie liebfreundlich uns der alte Freund und Apostel des Herrn aufgenommen hat? Seht, wie er sich schon wieder in der Mitte seiner Schüler befindet und sie in der Liebe zum Herrn unterrichtet. – Ihr möchtet wohl wissen, was das für Kinder und Geistermenschen sind? – Sehet, das sind lauter Heiden und heidnische Kinder. Aber das sind bei weitem nicht alle, die ihr sehet, sondern gehet nur mit mir wieder hinaus ins Freie des großen Tempels, und, da wir uns schon wieder allhier im Freien befinden, sehet die nahe zahllose Menge der Tempel allenthalben in den weiten Gebieten hervorglänzen. Sie sind lauter Lehranstalten für allerlei Heiden, und viele Apostel und Jünger dieses Apostels Paulus sind ihre Lehrer.

[GS.01_009,15] Es gäbe wohl noch unendlich vieles euch zu zeigen in diesem großenTempel, in dem wir uns befinden; allein da ihr noch mit dem Irdischen in Verbindung stehet, so würden dazu wohl Millionen und Millionen Jahre erforderlich sein, um mit euch nur den kleinsten Teil oberflächlich durchzugehen! – Einst im Geiste aber werdet ihr solches gleich mir durch die endlose Gnade des Herrn in aller Fülle der Klarheit erschauen. Und so denn bewegen wir uns wieder aus dem Tempel. Sehet, wir sind schon am Pförtlein im Vorhof. Die große Säulenreihe und das leuchtende Dach mit dem großen Kreuze steht wieder frei vor unseren Blicken.

[GS.01_009,16] Nun aber noch eines. Solches könnt ihr mir wohl sagen, denn es gibt auch hier so manches, was wir Geister entweder nur schwer und manchmal wohl gar nicht begreifen. Eure Besuchsweise, oder für euch deutlicher zu sprechen, daß ich euch nun sehe, und mit euch sprechen kann, ist mir wohl begreiflich; denn ihr waret schon öfter bei mir in eurem Geiste, und habt mit mir gesprochen wie jetzt, nur durfte euch keine Erinnerung an solch eine Zusammenkunft bleiben. Also ist mir demnach auch euer gegenwärtiger Besuch gar wohl begreiflich.
Unbegreiflich aber ist mir, und ich kann es mir nicht erhellen, warum ich diesmal ein so namenloses Wonnegefühl in eurer Nähe empfinde. Ihr könnt es mir als eurem aufrichtigen Bruder glauben, daß ich eine solche Wonne noch nie empfunden habe, solange ich dieses überseligen Ortes seliger Bewohner bin! – Saget es mir doch, saget es, wenn euch überhaupt solches zu sagen möglich ist!

[GS.01_009,17] Nun aber sage wieder Ich euch: Solches müßt ihr ihm nicht künden, denn er muß auf einen Blick, in dem er Mich erschauen wird, vorbereitet werden, sonst würde er solche Seligkeit nicht ertragen. Es gibt hier Geister, die Mich so mächtig lieben, daß Ich Mich ihrer Liebe zufolge nur nach und nach erschaulich nähern kann. Und so denn saget ihm, er solle nur noch ein wenig verharren in seinem Wunsche, nach einer kurzen Zeit wird ihm der Grund seiner Wonne schon enthüllt werden. Also saget ihm solches in eurem Geiste! – Sehet, er hat es schon vernommen aus euch und ist damit hochbegierlich zufrieden. – Solcher Zustand heißt die Geduld der Liebe!

[GS.01_009,18] Wir sind auch schon wieder auf unserem Gesellschaftsplätzchen; und daher tretet wieder aus der Sphäre eures Brudergeistes und sehet ein wenig zu, Ich will Mich ihm auf einen Augenblick nur zeigen! – Sehet, jetzt erblickt er Mich! Er fällt nieder auf sein Angesicht und liebt, betet und weint, und es ist gut! Einen Augenblick nur für diese Zeit! – Wir aber wollen uns für ein nächstes Mal wieder der Sphäre eines fünften Geistes bedienen. Auch dieser euer Brudergeist soll euch führen wie der hier noch weinende und betende, welcher aber auch in unserer Gesellschaft verbleiben soll. Und so lassen wir es für heute wieder gut sein. –
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Vor der Erschaffung der Welt war Gott, denn Er ist von Ewigkeit ....

Jesus Christus ist der alleinige Gott und Herr aller Himmel und aller Welten!

Auszug aus: Die Geistige Sonne Band 01, Kapitel 74 empfangen durch Jakob Lorber

74. Kapitel – Frage nach der Liebe zu Christo.

[GS.01_074,01] Nun spreche ich: Höre, lieber Freund, ich meine, so stumm wie ein Stein bist du nicht, und daher wirst du mir schon noch eine Frage zu beantworten imstande sein. Ich will diese Frage auch so einfach als nur immer möglich geben, und so höre denn:

[GS.01_074,02] Hast du während deiner ganzen geistlichen Amtsführung nie über Christum nachgedacht, und ist es dir nie vorgekommen, als könntest du Ihn so recht aus allen Kräften lieben? Siehe, das ist eine einfache Frage, welche du beinahe mit Ja oder Nein beantworten kannst; nur muß dabei die lebendige Wahrheit zugrunde liegen.

[GS.01_074,03] Der Primus spricht: Lieber Freund, woher du auch immer sein magst, auf dergleichen Fragen kann ich dir schon noch antworten, und wenn du deren auch noch mehrere stellen würdest. Aber über die römische Kirche sollst du mich nicht mehr fragen; denn ich bin über die Maßen froh, gleich einem verabschiedeten gemeinen Soldaten, daß ich hier mit ihr nichts mehr zu schaffen habe. Aber was Christum betrifft, da will ich mit dir reden, so lange du es nur immer willst. Und so sage ich dir als Antwort auf deine Frage, daß ich bei mir selbst gar oft über Christum nachgedacht habe und empfand auch nicht selten in mir, daß ich eben kein schlechter Apostel sein dürfte, wenn ich das Glück hätte, mit Christo also umzugehen, wie der Apostel Petrus mit Ihm umgegangen ist. Ja, ich muß dir sagen, Christus wäre die einzige göttliche Person, die ich aus allen meinen Kräften lieben könnte, so Sie im Ernste irgendwo vorhanden sein sollte.

[GS.01_074,04] Daß ich während meiner ganzen geistlichen Amtsführung eben amtlichermaßen mich am allerwenigsten mit Christo habe abgeben können, solches wird dir ohnedies bekannt sein, wie gestaltet und warum. Denn bin ich als Klosterchef zu irgendeiner höheren geistlichen Behörde berufen worden, oder gar zu einem Bischofe, wie einmal sogar nach Rom, so war bei solch einer Zusammenkunft von Christo nie die Rede, sondern lediglich nur, was in dem Kloster eingeht, wie das Vermögen der Kirche verwaltet wird, und wie ich es anstellen müßte, falls das Kloster zu wenig eingetragen hat, um die kirchlichen Renten zu erhöhen! Und als ich einmal sogar nach Rom beordert ward und mir dachte, ich werde dort über Christum ein höheres Licht empfangen, so war aber davon dennoch keine Spur! Ich wurde nur haarklein ausgefragt, wie es mit den kirchlichen Renten stehe und ob noch keine bedeutende Stiftungen erloschen sind und, falls einige erloschen sein sollten, was da mit den Stiftungskapitalien geschieht.

[GS.01_074,05] Als ich darauf zur Antwort gab, mit dem Erlöschen der Stiftungen hat es bei uns seine geweisten Wege; was da die ganz alten Stiftungen sind, so sind diese schon lange dem allgemeinen klösterlichen Kirchenvermögen einverleibt worden, und von neueren Stiftungen ist in dieser zu sehr aufgeklärten Zeit keine bedeutende Rede mehr. Man muß sich mit einfachen Legaten begnügen und mit einigen bezahlten Seelenmessen; aber von den sogenannten ewigen Stiftungen ist, wie gesagt, jetzt keine Rede mehr. Auf solche Äußerung von meiner Seite wurde zuerst von einem Kardinal ein derber Fluch allen Ketzern und Protestanten gedonnert, und mir ward nichts anderes gesagt, als daß ich durch scharfe Predigten und Beichtstuhl-Ermahnungen die Menschen dahin stimmen soll, daß sie sich fürs erste von den sogenannten Protestanten nicht irgend aufklären lassen, und fürs zweite zur Gewinnung des Himmels sich durch reiche Stiftungen der alleinseligmachenden Kirche auf immer einverleiben sollen. Nach solcher Ermahnung ward mir eine ganze Sammlung von einigen hundert vollkommener Ablässe überreicht, welche ich samt und sämtlich ehestmöglich an den Mann bringen sollte, und zwar einen Ablaß im Betrage von wenigstens zehn Talern.

[GS.01_074,06] Mir ward gratis ein vollkommener Ablaß miterteilt, aber mit der Bedingung, daß dieser für mich erst dann in die Wirksamkeit tritt, wenn ich den Betrag für die anderen Ablässe nach Rom eingesandt haben werde.

[GS.01_074,07] Ich wollte mich bei dieser Gelegenheit noch um manches Religiöse erkundigen, allein man bedeutete mir, zu schweigen, und einer aus dem Gremium sagte mir so im Vorbeigehen: Bedanke dich allerdemütigst für solche hohe Gnade von seiten des obersten Statthalters Christi und gehe dann deine Wege, verlasse Rom sobald als möglich, damit du desto eher nach Hause kommst, um alldort den Willen des hl. Vaters zu erfüllen. Ich befolgte seinen Rat. Mir ward darauf sogar die Gnade zuteil, zum Pantoffelkuß zugelassen zu werden, mit dieser Gnade aber auch der Bescheid, mich ja nicht mehr länger wie 24 Stunden in Rom aufzuhalten.

[GS.01_074,08] Aus dieser Darstellung kannst du sehr leicht entnehmen, um welch ein Christentum es sich da gehandelt hat. Fürwahr, hätte ein Kardinal nicht das Wort „Statthalter Christi“ ausgesprochen, so wäre ich in Rom gewesen, ohne bei dieser obersten Behörde den Namen Christi, außer auf dem Wege der kirchlichen Zeremonie, vernommen zu haben.

[GS.01_074,09] Der Besuch Roms hat mir zugleich auch den letzten Tropfen meines Unsterblichkeitsglaubens und somit auch meines Christussinnes ausgesogen.

[GS.01_074,10] Als ich mit meinen Ablässen wieder in meinem Kloster ankam, übergab ich sie meinen Klosterbrüdern zur Disposition. Sie haben auch, meines Wissens, glücklich alle angebracht. Nur haben sie, soviel ich weiß, ziemlich handeln lassen, und da ich mich darüber auswies, daß ich hinsichtlich der moralischen Veräußerung der Ablässe eine gewisse Not hatte, so ließ auch Rom handeln und begnügte sich mit einer geringeren Summe. Und siehe, das ist nun alles, was ich dir auf deine Frage zu antworten vermag.

[GS.01_074,11] Was aber meine Liebe zu Christo betrifft, so wirst du aus dieser meiner Äußerung selbst entnehmen können, daß, wenn auf dergleichen kirchliche Manipulationen Christus bis auf den letzten Tropfen hinausgearbeitet wird und der Mensch, besonders im Priesterstande, am Ende allen Glauben verliert, es dann auch mit der Liebe zu Christo seine geweisten Wege hat. Ich will freilich damit nicht sagen, als möchte ich Christum nicht lieben, wenn Er irgendwo wäre. Ja, ich könnte Ihn sogar über alles lieben, indem Seine Lehre wirklich das Allerreinste und Beste ist, was sich ein sterblicher Mensch je denken kann.

[GS.01_074,12] Aber das „Wenn“ ist das Allerfatalste dabei. Ich kam hierher und lebe nun hier, wie ich schon ehedem bemerkt habe, ohne zu wissen, warum, wo und wie, indem ich doch auf der Welt die Unsterblichkeit der menschlichen Seele gänzlich habe fahrenlassen. Hier habe ich bis jetzt von Christo auch nicht mehr erfahren, als was ich auf der Erde von ihm erfahren hatte; und somit stellt sich zwischen mich und Christo immerwährend das fatale „Wenn“. Dieses bringe aus mir und du sollst an mir einen Jünger Johannes oder die Magdalena haben.

[GS.01_074,13] Nun spreche ich: Gut, mein Freund, du hast mir auf meine kurze Frage eine sehr gedehnte Antwort gegeben. So will ich denn nun dir und euch allen etwas sagen. Werdet ihr solches beachten, so könnet ihr den Weg zum wahren ewigen Leben betreten, wo nicht, da steht euch eben an der Stelle, wo der Turm verschwunden ist, bereits der Weg zum ewigen Tode offen!

[GS.01_074,14] Und so höret denn: Jesus Christus ist der alleinige Gott und Herr aller Himmel und aller Welten! Er ist in Sich allein Seiner ewigen unendlichen Liebe zufolge der Vater, und Seiner unendlichen Weisheit zufolge der Sohn, und Seiner ewig allmächtigen unantastbaren Heiligkeit zufolge der Heilige Geist selbst; wie Er es auch Selbst von Sich ausgesagt hat, daß Er und der Vater Eines sind, und wer lhn sieht, auch den Vater sehe; und daß der Heilige Geist von Ihm ausgehe, wie Er es gezeigt hat, da Er Seine Apostel anhauchte und zu ihnen sprach: Nehmet hin den Heiligen Geist!

[GS.01_074,15] Das ist für euch der erste Glaubensartikel, ohne welchen niemand ins ewige Leben gelangen kann, denn es heißt in der Schrift: Wer nicht glaubt, daß Christus ist der Sohn des lebendigen Gottes, welcher ist die Liebe des Vaters, der wird nicht selig.

[GS.01_074,16] Ich aber sage euch: Werdet ihr nicht den Vater wie den Geist im Sohne Christus ergreifen, so werdet ihr nicht zum Leben eingehen!

[GS.01_074,17] Stoßet euch nicht an dem Texte, da es heißt: „Der Vater ist mehr denn der Sohn“, – denn solches besagt, daß die Liebe, als der Vater in Sich das Grundwesen Gottes ist, und aus Ihr gehet ewig hervor das Licht und der ewig mächtige Geist. – Solches sei für euch der zweite Glaubensartikel.

[GS.01_074,18] Der dritte Glaubensartikel aber lautet also: Seid von ganzem Herzen demütig, und liebet Gott im alleinigen Christo über alles, euch untereinander aber also, wie jeder sich selbst; und ein jeder von euch sei der andern willen da und trachte, wie möglich als der Geringste allen zu dienen!

[GS.01_074,19] Wenn ihr werdet diese drei Glaubensartikel in euch vollkommen aufgenommen haben, erst dann wird euch der Weg zum ewigen Leben gezeigt werden. Von der Erde habt ihr keine andern als nur arge Trugwerke mit hiehergebracht. Sie sind hier allenthalben vor euch erscheinlich. Sie hatten keinen Grund, daher werden sie auch gar bald vor euren Augen zunichte werden und wie eine Ephemeride vergehen, sobald eure eigene innere Nacht über euch hereinbrechen wird. Darum aber habe ich euch nun im Namen des Herrn einen neuen Samen gegeben; pflanzet ihn in euer Herz, auf daß er zu einer fruchtbringenden Pflanze wird. Erst diese Frucht wird euch eine lebendige Stärkung werden. Ihr Geist wird eure Liebe entflammen, und diese Flamme wird euch den neuen Weg erleuchten, der da zum ewigen Leben führt!

[GS.01_074,20] Nun sehet, sämtliche Paradiesmönche fangen an, sich auf die Brust zu schlagen, und schreien: Welch ein Abgrund unter uns, welch eine Tiefe über uns! – Herr, sei uns großen Sündern barmherzig! Schließe zu den Abgrund und verdecke die Tiefe über uns, denn wir sind nicht würdig auch nur eines Funkens deiner Gnade! Vernichte uns, denn der Vernichtung sind wir wert; aber nur laß uns nicht leben, auf daß wir nicht von Dir möchten verdammt werden! Sehet, also gehen diese etwas leichter in sich als die früheren. Belassen wir sie aber nun in dieser Stimmung und begeben uns in den klösterlichen Himmel, da werdet ihr dann im buchstäblichen Sinne erfahren, daß das „medium tenere beati“ hier seine Realität hat; denn der Himmel hier wird schlechter sein als der Seelenschlaf.
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Vor der Erschaffung der Welt war Gott, denn Er ist von Ewigkeit ....

Gott fordert die Anerkennung Jesu Christi als Gottes Sohn

BD 5593 empfangen 2.2.1953

Gott verdammet nicht, sondern will erlösen ....

Nicht Ich verdamme die Menschen und stoße die Seelen in die Finsternis, sondern sie selbst streben in die Tiefe, sie selbst sprechen sich das Urteil durch ihren Lebenswandel, der so ist, daß der Fürst der Finsternis von ihnen Besitz ergreifen kann und sie in sein Gebiet hinabzieht. Ich bin ein Gott der Liebe, und Mich dauern alle diese Seelen, weil Mein Prinzip ist, alles zu beglücken, was aus Mir einst hervorgegangen ist. Ich sehe ihre Not, Ich sehe ihren erbarmungswürdigen Zustand und möchte ihnen allen helfen; doch solange sie sich abwenden von Mir, solange sie nicht willig sind, sich von Mir helfen zu lassen, behält sie Mein Gegner fest in der Gewalt, denn ihr Wille gibt ihm das Recht dazu, wie aber auch der umgekehrte Wille Mir das Recht geben würde, ihnen emporzuhelfen zur Höhe. Ich trage keinem Menschen die Sündenschuld nach, wenngleich Ich als ein Gott der Gerechtigkeit einen Ausgleich, eine Sühne, verlangen muß.

Doch Meine erbarmende Liebe hat allen Sündern die Möglichkeit geschaffen, ihrer Sündenschuld ledig zu werden, Meine erbarmende Liebe nahm die Sündenschuld aller auf sich und zahlte das Lösegeld durch den Opfertod am Kreuze .... Und doch bleibt es jeder Seele freigestellt, davon Gebrauch zu machen, weil Ich ihr einen freien Willen gegeben habe, den Ich niemals antasten werde.

Der freie Wille aber ist es, der sie, wenn er falsch gerichtet ist, in die Verdammnis stürzt, in einen Zustand, der so qualvoll ist, daß er gleich ist der furchtbarsten Kerkerhaft, und den sie als von Mir über sich verhängt glaubt und darum Mich als einen rächenden und strafenden Gott ansieht, Der sie verstoßen hat in die Finsternis .... Die Seele schafft sich selbst ihr Los, denn was sie ist und wo sie ist, das ist ein im freien Willen angestrebter Zustand, der auch nur geändert werden kann durch eigenen Willen, der aber auch unverzüglich gebessert wird, wenn die Seele ihre Gedanken Mir zuwendet. Meine Liebe erfaßt jede Seele und verhilft ihr zur Höhe, wenn sie der Höhe, also Mir, zustreben möchte.

Ich bin wohl ein Gott der Gerechtigkeit, doch was Ich fordere als Gegenleistung, als Ausgleich für die Sündenschuld der einstigen Auflehnung wider Mich, ist nur die Anerkennung Meines Erlösungswerkes, also die Anerkennung Jesu Christi als Gottes Sohn .... So wie sich einst das Geistige abwandte von Mir und fiel, so soll es sich wieder Mir zuwenden in Jesus Christus, um zur Höhe zu steigen .... Ich verlange nur Anerkennung Seiner Göttlichkeit, weil Ich Selbst dann anerkannt werde, Der Ich im Menschen Jesus Mich verkörpert habe auf Erden, um es den Menschen, dem einst von Mir abgefallenen Geistigen, zu erleichtern, die einstige Sünde wiedergutzumachen ....

Die Menschen sind in Gottferne, die Menschen sind eigenwillig von Mir gegangenes Geistiges; nicht Ich habe dieses Geistige verdammt, sondern es ist im freien Willen der Tiefe zugestrebt, aus der Ich es wieder emporholen möchte, doch nicht gegen ihren freien Willen sie in eine andere Sphäre versetzen kann: Ich war und bin und bleibe ewiglich der Gott der Liebe, und selbst Meine Gerechtigkeit wird von Meiner erbarmenden Liebe übertroffen, die einen Weg gesucht hat, der Gerechtigkeit Genüge zu tun und doch den Geschöpfen entgegenzukommen, auf daß sie sich Ihm wieder nähern konnten, wenn sie den Willen dazu hatten. Und Meine Liebe wird ewiglich bemüht sein, aus der Tiefe zu erlösen die Seelen, die sich selbst verloren haben; Meine Liebe wird ewiglich ihre helfende Hand ausstrecken, die nur ergriffen zu werden braucht, um der Tiefe entfliehen zu können, denn Ich bin kein strafender, kein verdammender Gott, Ich bin ein Gott der Liebe und der Barmherzigkeit, Der ewig nur beglücken will, was aus Seiner Liebe einst hervorgegangen ist ....

Amen
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Vor der Erschaffung der Welt war Gott, denn Er ist von Ewigkeit ....

Jesus ist der wahrhaftige, allereigentlichste, wesenhafte Gott als Mensch

Auszug aus: Die Geistige Sonne Kand 02, Kapitel 13

13. Kapitel – Jesus, der Name aller Namen und seine Wirkung.

Geheimnis der Menschwerdung Gottes in Christo.

[GS.02_013,01] Ihr fraget: Wie werden wir Feuer unserem Herzen entlocken, damit wir mit demselben dieses Holz entzünden möchten? – O Brüder und Freunde! Welch eine Frage von euch! Ist denn nicht ein einziger Gedanke an Jesum hinreichend, um das Herz für Ihn überhell aufflammen zu machen? – O Brüder und Freunde! Könntet ihr es fassen, was dieser Name aller Namen besagt, was er ist, und welch eine Wirkung in Ihm, ihr müßtet ja augenblicklich in eine so mächtige Liebe zu Jesu übergehen, deren Feuer hinreichend wäre, ein ganzes Heer von Sonnen zu entzünden, daß sie darob noch ums Tausendfache heller flammen möchten in ihren endlos weiten Raumgebieten, als solches bis jetzt der Fall ist.

[GS.02_013,02] Ich sage euch: Jesus ist etwas so ungeheuer Großes, daß, so dieser Name ausgesprochen wird, die ganze Unendlichkeit von zu großer Ehrfurcht erbebt. Saget ihr: Gott, so nennt ihr zwar auch das allerhöchste Wesen; aber ihr nennt Es in seiner Unendlichkeit, da Es ist erfüllend das unendliche All und wirkt mit Seiner unendlichen Kraft von Ewigkeit zu Ewigkeit. Aber in dem Namen Jesus bezeichnet ihr das vollkommene, mächtige, wesenhafte Zentrum Gottes, oder noch deutlicher gesprochen:

[GS.02_013,03] Jesus ist der wahrhaftige, allereigentlichste, wesenhafte Gott als Mensch, aus dem erst alle Gottheit, welche die Unendlichkeit erfüllt, als der Geist Seiner unendlichen Macht, Kraft und Gewalt gleich den Strahlen aus der Sonne hervorgeht. – Jesus ist demnach der Inbegriff der gänzlichen Fülle der Gottheit oder: In Jesu wohnt die Gottheit in Ihrer allerunendlichsten Fülle wahrhaft körperlich wesenhaft; darum denn auch allezeit die ganze göttliche Unendlichkeit angeregt wird, so dieser unendlich heiligst erhabene Name ausgesprochen wird!

[GS.02_013,04] Und dieses ist zugleich auch die unendliche Gnade des Herrn, daß Er sich hatte gefallen lassen, anzunehmen das körperlich Menschliche. Warum aber tat Er dieses? Höret, ich will euch nun ein kleines Geheimnis enthüllen!

[GS.02_013,05] Vor der Darniederkunft des Herrn konnte nimmerdar ein Mensch mit dem eigentlichen Wesen Gottes sprechen. Niemand konnte dasselbe je erschauen, ohne dabei das Leben gänzlich zu verlieren, wie es denn auch bei Moses heißt: „Gott kann niemand sehen und leben zugleich!“ Es hat sich zwar der Herr in der Urkirche, wie auch in der Kirche des Melchisedek, zu der sich Abraham bekannte, wohl öfter persönlich gezeigt und hat gesprochen mit Seinen Heiligen und Selbst gelehrt Seine Kinder. Aber dieser persönliche Herr war eigentlich doch nicht unmittelbar der Herr Selbst, sondern allzeit nur ein zu diesem Zwecke mit dem Geiste Gottes erfüllter Engelsgeist.

[GS.02_013,06] Aus solch einem Engelsgeiste redete dann der Geist des Herrn also, als wenn unmittelbar der Herr Selbst redete. Aber in einem solchen Engelsgeiste war dennoch nie die vollkommenste Fülle des Geistes Gottes gegenwärtig, sondern nur insoweit, als es für den bevorstehenden Zweck nötig war.

[GS.02_013,07] Ihr könnet es glauben: in dieser Zeit konnten auch nicht einmal die allerreinsten Engelsgeister die Gottheit je anders sehen als ihr da sehet die Sonne am Firmamente. Und keiner von den Engelsgeistern hätte es je gewagt, sich die Gottheit unter irgendeinem Bilde vorzustellen, wie solches auch noch unter Mosis Zeiten dem israelitischen Volke auf das strengste geboten wurde, daß es sich nämlich von Gott kein geschnitztes Bild, also durchaus keine bildliche Vorstellung machen sollte.

[GS.02_013,08] Aber nun höret: Diesem unendlichen Wesen Gottes hat es einmal wohlgefallen, und zwar zu einer Zeit, in welcher die Menschen am wenigsten daran dachten,Sich in Seiner ganzen unendlichen Fülle zu vereinen und in dieser Vereinigung anzunehmen die vollkommene menschliche Natur!

[GS.02_013,09] Nun denket euch: Gott, den nie ein geschaffenes Auge schaute, kommt als der von der allerunendlichsten Liebe und Weisheit erfüllte Jesus auf die Welt!

[GS.02_013,10] Er, der Unendliche, der Ewige, vor dessen Hauche Ewigkeiten zerstäuben wie lockere Spreu, wandelte und lehrte Seine Geschöpfe, Seine Kinder, nicht wie ein Vater, sondern wie ein Bruder!

[GS.02_013,11] Aber das alles wäre noch zu wenig. Er, der Allmächtige, läßt sich sogar verfolgen, gefangennehmen und dem Leibe nach töten von Seinen nichtigen Geschöpfen! Saget mir: Könntet ihr euch eine unendlich größere Liebe, eine größere Herablassung denken, als diese, die ihr an Jesu kennet?!

[GS.02_013,12] Durch diese unbegreifliche Tat hat Er alle Dinge des Himmels anders gestaltet. Wohnt Er auch in Seiner Gnadensonne, aus welcher das Licht allen Himmeln unversiegbar zuströmt, so ist Er aber dennoch ganz derselbe leibhaftige Jesus, wie Er auf der Erde in all Seiner göttlichen Fülle gewandelt ist als ein wahrer Vater und Bruder, als vollkommener Mensch unter Seinen Kindern gegenwärtig. Er gibt all Seinen Kindern allem Seine Gnade, Liebe und Macht und leitet sie Selbst persönlich wesenhaft, endlos mächtig zu wirken in Seiner Ordnung!

[GS.02_013,13] Ehedem war zwischen Gott und den geschaffenen Menschen eine unendliche Kluft, aber in Jesu ist diese Kluft beinahe völlig aufgehoben worden; denn Er Selbst, wie ihr wisset, hat uns dieses ja doch sichtbar angezeigt, fürs erste durch Seine menschliche Darniederkunft, fürs zweite, daß Er uns nicht einmal, sondern zu öfteren Malen Brüder nannte, fürs dritte, daß Er mit uns aß und trank und alle unsere Beschwerden mit uns trug, zum vierten, daß Er als der Herr der Unendlichkeit sogar der weltlichen Macht Gehorsam leistete, zum fünften, daß Er sich hat von weltlicher Macht sogar gefangennehmen lassen, zum sechsten, daß Er sich sogar durch die weltlich mächtige Intrige hat ans Kreuz heften und töten lassen, und endlich zum siebenten, daß Er Selbst durch Seine Allmacht den Vorhang im Tempel, welcher das Allerheiligste vom Volke trennte, zerrissen hat!

[GS.02_013,14 Daher ist Er auch der alleinige Weg, das Leben, das Licht und die Wahrheit. Er ist die Türe, durch welche wir zu Gott gelangen können, d.h. durch diese Türe überschreiten wir die unendliche Kluft zwischen Gott und uns, und finden da Jesum, den ewigen, unendlich heiligen Bruder!

[GS.02_013,15] Ihn, der es also gewollt hat, daß diese Kluft aufgehoben würde, können wir denn nun doch sicher über alles lieben!

[GS.02_013,16] Daher, wie ich gleich anfangs gesagt habe, genügt zur Erweckung unserer Liebe zu Jesu ja doch sicher schon ein einziger Gedanke – nur Sein Name in unseren Herzen ausgesprochen sollte ewig genug sein, um in aller Liebe für Ihn zu erbrennen! Daher sprechet auch ihr in euren Herzen diesen Namen würdig aus, und ihr werdet es selbst erschauen, in welcher Fülle das Feuer der Liebe aus euren Herzen hervorbrechen wird, zu entzünden das Holz des Lebens, durch welches die Heiden genesen sollten an diesem neuen Opferaltare.

[GS.02_013,17] Solche Heiden, wie sie einst mein Bruder Paulus bekehrte, gibt es in unserer Zeit noch gar viele; ja es gibt Heiden, die sich „Christen“ nennen, aber dabei ärger sind in ihren Herzen als diejenigen, die einst Moloch und Baal anbeteten.

[GS.02_013,18] Wenn das Holz auf diesem Altare wird zum Brennen kommen, da erst werdet ihr in dieser aus euch selbst gerufenen Welt so manches erschauen, das ihr bis jetzt noch nicht erschaut habet. Denn ich sage euch: In der Welt der Geister gibt es unergründliche Tiefen. Kein geschaffener Geist könnte dieselben je ermessen; aber wir sind im Geiste des Herrn. Sein Geist lebt, waltet und wirket in uns, und in diesem Geiste ist uns keine Tiefe unergründlich; denn niemand kann wissen, was im Geiste ist, denn allein der Geist. So kann auch niemand wissen, was in Gott ist, denn allein der Geist Gottes. – Jesus, der vereinigte Gott in aller Seiner Fülle, aber hat uns erfüllt mit Seinem Geiste. Und mit diesem Seinem Geiste in uns können wir auch dringen in Seine göttlichen Tiefen. – Also denket euch nun den Namen aller Namen, den Heiligsten aller Heiligkeit, die Liebe aller Liebe, das Feuer des Feuers – und das Holz am Altar wird brennen!
5
Vor der Erschaffung der Welt war Gott, denn Er ist von Ewigkeit ....

Ich Selbst der größte Geist der Unendlichkeit betrat diese Erde

BD 7885 empfangen 4.5.1961

Das Werk der Erlösung durch Jesus Christus ....

Nicht oft genug könnet ihr euch mit dem Erlösungswerk Jesu Christi in Gedanken beschäftigen, denn es war das Gewaltigste, was je auf Erden geschehen ist und geschehen wird .... Ich Selbst, euer Gott und Schöpfer, euer Vater von Ewigkeit, habe Mich in diesem Menschen Jesus verkörpert und bin den Weg als Mensch über die Erde gegangen ....

Ihr werdet das nicht fassen können, bevor ihr nicht in höchster Lichtfülle stehet; doch als Mensch soll es euch immer wieder vorgehalten werden, daß dieses große Geschehen euretwegen vor sich gegangen ist .... Und ihr könnet wahrlich nicht oft genug darüber nachdenken, welch unendliche Liebe Mich dazu veranlaßt hat, Fleisch anzuziehen, um Mich in eure Nähe begeben zu können, die ihr sonst vergangen wäret angesichts Meines Lichtes, wenn Ich Mich nicht euch gegenüber verhüllt hätte, um bei euch weilen zu können ....

Ich Selbst .... der größte Geist der Unendlichkeit .... betrat diese Erde und bezog die Form eines Menschen, weil es galt, für euch und eure übergroße Sündenschuld ein Genugtuungswerk zu verrichten, um euch Menschen wieder den Weg anzubahnen zurück zu Mir, von Dem ihr euch freiwillig einst entfernt hattet.

Und dieses Genugtuungswerk ist wahrlich auch einmalig gewesen, denn es wurden einem Menschen, Der rein und sündenlos und voller Liebe war, die bittersten Leiden und Schmerzen angetan, die je ein Mensch ertragen hat .... Er wurde körperlich und seelisch gequält und hat alle diese Qualen geduldig auf Sich genommen, um die große Sündenschuld Seiner gefallenen Brüder zu entsühnen .... Und in diesem Menschen war Ich Selbst .... Ich konnte als Geist nicht leiden, darum habe Ich die Hülle eines Menschen bezogen, um in ihr das Leid auf Mich zu nehmen, das Tilgung der Sündenschuld bedeutete und das nicht zu umgehen war um der Gerechtigkeit willen, die Sühne fordert für jegliches Vergehen gegen Meine Liebe ....

Darum hat Sich euer Gott und Schöpfer, euer Vater von Ewigkeit, verkörpert in diesem Menschen Jesus, darum bin Ich Selbst als Mensch über diese Erde gegangen, weil Ich euch Rettung bringen wollte, die ihr eurer Sündenschuld wegen sonst ewig getrennt von Mir geblieben wäret und nimmermehr den Rückweg zum Vater hättet gehen können, weil euch der Weg zum Lichtreich verschlossen war, solange eure Schuld nicht getilgt war ....

Doch solange ihr Menschen auf Erden weilt, könnet ihr dieses große Erbarmungswerk nicht fassen in seiner ganzen Tiefe .... denn euer Denken ist begrenzt, und ihr befindet euch auch noch so lange in der Finsternis, d.h. in einem erkenntnislosen Zustand .... bis ihr selbst Vergebung gefunden habt durch Jesus Christus, bis ihr selbst erlöst seid von Ihm durch Sein Blut, das Er am Kreuz für die Sündenschuld der Menschheit vergossen hat .... dann erst wird es hell werden in euch, und dann erst werdet ihr Verständnis aufbringen können für das große Liebewerk eures Gottes und Schöpfers von Ewigkeit .... dann erst werdet ihr es auch verstehen können, Wer in dem Menschen Jesus über die Erde ging, Wer euch erlöst hat von Sünde und Tod .... Und immer helleres Licht wird in euch erstrahlen, je weiter ihr fortschreitet in eurer Seelenreife .... wenn ihr lebet in der Liebe, wie es euch der Mensch Jesus vorgelebt hat .... Dann werdet ihr auch des öfteren in Gedanken bei Ihm verweilen, ihr werdet Mich Selbst in Ihm erkennen, ihr werdet Mir Lob und Dank singen im Herzen, daß Ich Selbst zur Erde niederstieg, um euch Rettung zu bringen, die nur Ich Selbst euch bringen konnte, indem Ich Selbst Mich opferte in Jesus für euch und eure Sünden.

Es war Mein Kreuzestod ein einmaliges Liebewerk, das vollbracht worden ist für alle Zeiten, für die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft .... Und niemals wird es Wiederholung finden .... Doch im geistigen Reich wird es erlebt werden können zu jeder Zeit von der Lichtwelt, von allen Wesen, die in das Reich des Lichtes eingegangen sind und die auch die übergroße Liebe und Gnade ihres Vaters ermessen können, die jenes große Liebewerk veranlaßten .... Und loben und preisen werden sie Mich und Meinen Namen, denn sie erkennen in ihrer Lichtfülle die Bedeutung des Erlösungswerkes, und voller Liebe und Dank beteiligen sie sich an ihm, indem sie das unerlöste Geistige hinzuführen suchen zu Jesus Christus und also zu Mir Selbst, Der Ich in Ihm war und blieb, um allen geschaffenen Wesen nun ein schaubarer Gott sein zu können und zu bleiben bis in alle Ewigkeit ....

Amen
6
Vor der Erschaffung der Welt war Gott, denn er ist von Ewigkeit

Geheimnis der Menschwerdung Gottes in Christo.

Geistige Sonne Band 2, empfangen durch Jakob Lorber

[GS.02_013,01] Ihr fraget: Wie werden wir Feuer unserem Herzen entlocken, damit wir mit demselben dieses Holz entzünden möchten? – O Brüder und Freunde! Welch eine Frage von euch! Ist denn nicht ein einziger Gedanke an Jesum hinreichend, um das Herz für Ihn überhell aufflammen zu machen? – O Brüder und Freunde! Könntet ihr es fassen, was dieser Name aller Namen besagt, was er ist, und welch eine Wirkung in Ihm ..... Ich sage euch: Jesus ist etwas so ungeheuer Großes, daß, so dieser Name ausgesprochen wird, die ganze Unendlichkeit von zu großer Ehrfurcht erbebt. Saget ihr: Gott, so nennt ihr zwar auch das allerhöchste Wesen; aber ihr nennt Es in seiner Unendlichkeit, da Es ist erfüllend das unendliche All und wirkt mit Seiner unendlichen Kraft von Ewigkeit zu Ewigkeit. Aber in dem Namen Jesus bezeichnet ihr das vollkommene, mächtige, wesenhafte Zentrum Gottes.

[GS.02_013,03] Jesus ist der wahrhaftige, allereigentlichste, wesenhafte Gott als Mensch, aus dem erst alle Gottheit, welche die Unendlichkeit erfüllt, als der Geist Seiner unendlichen Macht, Kraft und Gewalt gleich den Strahlen aus der Sonne hervorgeht. – Jesus ist demnach der Inbegriff der gänzlichen Fülle der Gottheit oder: In Jesu wohnt die Gottheit in Ihrer allerunendlichsten Fülle wahrhaft körperlich wesenhaft; darum denn auch allezeit die ganze göttliche Unendlichkeit angeregt wird, so dieser unendlich heiligst erhabene Name ausgesprochen wird! Und dieses ist zugleich auch die unendliche Gnade des Herrn, daß Er sich hatte gefallen lassen, anzunehmen das körperlich Menschliche. Warum aber tat Er dieses?

Höret, ich will euch nun ein kleines Geheimnis enthüllen!

[GS.02_013,05] Vor der Darniederkunft des Herrn konnte nimmerdar ein Mensch mit dem eigentlichen Wesen Gottes sprechen. Niemand konnte dasselbe je erschauen, ohne dabei das Leben gänzlich zu verlieren, wie es denn auch bei Moses heißt: „Gott kann niemand sehen und leben zugleich!“ Es hat sich zwar der Herr in der Urkirche, wie auch in der Kirche des Melchisedek, zu der sich Abraham bekannte, wohl öfter persönlich gezeigt und hat gesprochen mit Seinen Heiligen und Selbst gelehrt Seine Kinder. Aber dieser persönliche Herr war eigentlich doch nicht unmittelbar der Herr Selbst, sondern allzeit nur ein zu diesem Zwecke mit dem Geiste Gottes erfüllter Engelsgeist.

[GS.02_013,06] Aus solch einem Engelsgeiste redete dann der Geist des Herrn also, als wenn unmittelbar der Herr Selbst redete. Aber in einem solchen Engelsgeiste war dennoch nie die vollkommenste Fülle des Geistes Gottes gegenwärtig, sondern nur insoweit, als es für den bevorstehenden Zweck nötig war.
7
Vor der Erschaffung der Welt war Gott, denn Er ist von Ewigkeit ....

Das Geheimnis des erwählten Gottessohnes
Johannes, Kapitel 17
Gebet Christi.

Solches redete Jesus und hob seine Augen auf gen Himmel und sprach:

Vater, die Stunde ist gekommen. Verherrliche Deinen Sohn, auf daß auch Dein Sohn Dich verherrliche; wie Du ihm Gewalt über alles Fleisch gegeben hast, auf daß er ewiges Leben gebe allen, die Du ihm gegeben hast. Das ist aber das ewige Leben, daß sie Dich, den allein wahren Gott, und den Du entsandt hast, Jesus Christus, erkennen.

Ich habe Dich auf Erden verherrlicht, ich habe das Werk vollbracht, das Du mir zu tun gegeben hast. Und nun verherrliche mich, Du Vater, bei Dir Selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei Dir hatte, ehe denn die Welt war.

Ich habe Deinen Namen geoffenbart den Menschen, die Du aus der Welt mir gegeben hast. Sie waren Dein, und Du hast sie mir gegeben, und sie haben Dein Wort gehalten. Nun haben sie erkannt, daß alles, was Du mir gegeben hast, von Dir ist; denn die Reden, die Du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, und sie haben sie angenommen und wahrhaftig erkannt, daß ich von Dir bin ausgegangen, und haben geglaubt, daß Du mich entsandt hast. Ich bitte für sie. Nicht für die Welt bitte ich, sondern für die, so Du mir gegeben hast, weil sie Dein sind.

Und alles, was mein ist, das ist Dein, und was Dein ist, das ist mein, und ich bin verherrlicht in ihnen. Und ich bin nicht mehr in der Welt, und sie sind in der Welt; und ich komme zu Dir.

Heiliger Vater, erhalte sie in Deinem Namen, die Du mir gegeben hast, daß sie eins seien, gleichwie Wir. Solange ich bei ihnen war in der Welt, erhielt ich sie in Deinem Namen; die Du mir gegeben hast, habe ich bewahrt, und ist keiner von ihnen verloren, als der sohn des verderbens, auf daß die Schrift erfüllt würde. Nun aber komme ich zu Dir, und rede solches in der Welt, damit sie meine Freude erfüllt in sich haben.

Ich habe ihnen Dein Wort gegeben, und die Welt haßt sie, weil sie nicht aus der Welt sind, wie ich nicht aus der Welt bin. Ich bitte nicht, daß Du sie aus der Welt wegnehmest, sondern daß Du sie erhaltest vor dem Übel. Sie sind nicht aus der Welt, gleichwie ich nicht aus der Welt bin. Heilige sie in Deiner Wahrheit!

Dein Wort ist Wahrheit.

Wie Du mich in die Welt entsandt hast, habe auch ich sie in die Welt entsandt. Und für sie heilige ich mich, auf daß auch sie geheiligt seien in der Wahrheit. Aber nicht für diese allein bitte ich, sondern auch für die, so durch ihr Wort an Mich glauben werden: Auf daß alle eins seien, wie Du, Vater, in mir und ich in Dir, daß auch sie in Uns eins seien, auf daß die Welt glaube, daß Du mich entsandt hast.

Und die Herrlichkeit, die Du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben; auf daß sie eins seien, wie Wir eins sind. Ich in ihnen, und Du in Mir; auf daß sie vollendet seien in eins, und daß die Welt erkenne, daß Du mich entsandt und sie geliebt hast, wie Du mich geliebt hast.

Vater, ich will, daß, wo ich bin, auch die bei mir seien, die Du mir gegeben hast, auf daß sie Meine Herrlichkeit schauen, die Du mir gegeben hast, weil Du vor Gründung der Welt mich geliebt hast. Gerechter Vater! und die Welt hat Dich nicht erkannt; ich aber habe Dich erkannt, und diese haben erkannt, daß Du mich entsandt hast. Und ich habe ihnen Deinen Namen kundgetan und werde ihn kundtun, auf daß die Liebe, mit der Du mich geliebt hast, in ihnen sei, und Ich in ihnen.
8
Vor der Erschaffung der Welt war Gott, denn Er ist von Ewigkeit ....

„Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben ....“

BD 7305 empfangen 12.3.1959

„Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben ....“

Kein Mensch hat das Leben, es sei denn, er empfängt es von Mir .... denn Ich bin das Leben, und von Mir geht alles Leben aus.Der Mensch ist zu Beginn seiner Verkörperung noch weit mehr dem Tode angehörig, und er soll auf Erden erst zum wahren Leben gelangen. Er muß dazu einen bestimmten Weg gehen, und dieser Weg bin wiederum Ich Selbst ....

Er muß die Wahrheit entgegennehmen aus Meiner Hand, weil Ich auch die Ewige Wahrheit bin. Und so gibt es nur den einen Weg zur Wahrheit und zum Leben, und Dieser heißt Jesus Christus, denn es muß ein jeder Mensch zuvor erlöst werden durch Ihn, will er zum ewigen Leben gelangen.

Darum kam Ich im Menschen Jesus Selbst zur Erde, um den Menschen den Weg zu zeigen, ihn voranzugehen, den alle nur Mir folgen sollten, um also in Wahrheit zum Leben zu gelangen. Bevor sie jedoch erlöst sind durch Jesus Christus, wandeln sie noch in der Nacht des Todes, sie kennen nicht die Wahrheit, sie wissen nicht den rechten Weg, der zum Leben führt, und wüßten sie ihn, so hätten sie nicht die Kraft, ihn zu gehen .... Jesus Christus aber schenkt ihnen diese Kraft, Er führt sie und macht sie frei vom Tode, so daß sie zum Leben in Seligkeit eingehen können. Darum habe Ich gesagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben ....“ Ohne Mich kann niemand zur Wahrheit und zum Leben gelangen, denn solange er Mich nicht als Führer hat, geht er einen anderen Weg, der gewißlich nicht vom Tode zum Leben führt.

Aber es muß der Mensch auch wollen, zum Leben zu gelangen, und er muß einen Kampf führen gegen den, der ihn im Tode zu erhalten sucht, der alles tun wird, um ihn zu hindern, den rechten Weg, den Weg zum Leben, zu finden. Der Mensch muß selbst wollen, daß er lebet, und sich dem Herrn des Lebens zuwenden, Ihn bittend um Kraft und Führung, weil er allein zu schwach ist, diesen Weg zu gehen. Denn der Weg geht aufwärts, und er erfordert Kraft .... der Weg ist mühselig und nicht verlockend, und er erfordert daher auch den festen Willen des Menschen, ihn des Zieles wegen zurückzulegen. Denn das Ziel ist herrlich: Das Ziel ist ein Leben in Seligkeit, in Licht und Kraft und Freiheit ....

Aber es braucht kein Mensch zu verzagen oder ängstlich zu sein, daß es ihm an Kraft gebreche, wenn er nur sich an Jesus Christus wendet, an Den, in Dem Ich Selbst gewandelt bin über die Erde, um euch Menschen zu erlösen von Sünde und Tod, von Schwäche und Finsternis .... Wer sich an Ihn wendet, der wendet sich an Mich, wenn er nur glaubt, daß Ich der Weg bin, die Wahrheit und das Leben .... wenn er nur glaubt, daß nur Einer das Leben geben kann, Der Selbst der Herr ist über Leben und Tod ....

Und wenn Ich vom „Leben“ rede, dann rede Ich von dem Leben, das ewig währt, nicht von dem kurzen Erdenleben, das nur zum Zwecke des Erwerbens des ewigen Lebens euch gegeben wurde .... Ich will, daß ihr lebet in Ewigkeit und dieses euer Leben ein seliges sei, aber ihr müsset den Weg nehmen über Jesus Christus, und ihr werdet ganz sicher zum Leben in aller Freiheit und Wahrhaftigkeit gelangen, ihr werdet wieder mit Mir vereint sein, wie es war im Anbeginn, ihr werdet leben ewiglich und dieses Leben nun nicht mehr verlieren ....

Amen
9
Vor der Erschaffung der Welt war Gott, denn Er ist von Ewigkeit ....

Manifestierung des Ewigen Gottgeistes ....

BD 8823 empfangen 28.u.29.6.1964

Manifestierung des Ewigen Gottgeistes ....

Als Ich über die Erde ging, vollzog sich für die ganze geistige Welt eine Umwälzung, denn es war ein Akt, der sich im ganzen All auswirkte .... die Manifestierung des Ewigen Gottgeistes, Der Sich allen Seinen Wesen schaubar machen wollte ....

Der aber für alle Seine Geschöpfe so lange nicht schaubar war, bis Ich Selbst Fleisch angezogen hatte und als Mensch mitten unter Menschen wohnte .... Diese Menschwerdung in Jesus war von Ewigkeit her vorgesehen, denn Ich kannte das Verlangen Meiner Geschöpfe, daß sie zu sehen begehrten Den, aus Dem sie ihren Ausgang genommen hatten .... Doch es sollten die Wesen, auch ohne Mich zu schauen, wissen um ihren Ursprung, und darum forderte Ich von ihnen Meine Anerkennung, die sie aber zugunsten ihres Erzeugers Mir verweigerten .... was also ihren Abfall von Mir zur Folge hatte. Und nun erst erfüllte Ich ihren Wunsch und kam in Jesus als schaubarer Gott zur Erde, nachdem Dieser Sich Mir so zu eigen gab, daß Ich Ihn voll und ganz erfüllen konnte mit Meiner Liebekraft.

Nun aber ist und bleibt Jesus für alle Geschöpfe das Ewige Gottwesen, und nicht nur die Erdenbewohner, sondern alle Meine Geschöpfe sehen in Ihm Mich Selbst, denn wenngleich Ich auf dieser Erde Wohnung genommen habe in einer menschlichen Form, so beugen sich doch auch die Bewohner der anderen Gestirne und alle Bewohner des Lichtreiches vor jener Seele, die den höchsten Gottgeist aufnahm in aller Fülle .... Es ist also Jesus der Beherrscher des Alls, Er ist Gott und wird ewiglich für die Wesen der Inbegriff Dessen sein, Der euch in das Leben rief, Der alles erschaffen hat, denn Er ist in Sich die Liebe, und aus Ihr ist alles hervorgegangen, was ist ....

Und alle Welten, alle Wesen in diesen Welten konnten das Erlösungswerk sehen. Und da auch diese Wesen in mehr oder weniger großer Schuld standen .... ansonsten sie nicht versetzt worden wären auf die verschiedenen Gestirne .... müssen auch sie sich von Ihm erlösen lassen und Ihn anerkennen als Gottes Sohn und Erlöser der Welt, in Dem Ich Selbst Mich verkörpert habe. Und daraus werdet ihr ersehen, daß Er wahrlich eine Ausnahmestellung hat, daß Er nicht zu den „aufgestiegenen Meistern“ gezählt werden kann, daß Er immer und ewig auch von den Bewohnern anderer Welten anerkannt werden muß als Der, Der Mich Selbst in Sich aufnahm, als Der, Der wirklich und wahrhaftig Gott ist und bleibt.

Alle Wesen des Alls verfolgten also Meinen Erdenwandel, und doch wußten sie sich von Mir betreut, denn die Gottheit war in Mir und wirkte doch außer Mir in aller Ihrer Kraft .... nur, daß Sie Sich in Mir ein Gefäß geschaffen hatte, das aufnahmebereit war für Sie, das also sichtbar wurde für das Geistige, das schon einen Reifegrad besaß und geistig zu schauen vermochte .... Auch die Lichtwesen verfolgten Meinen Erdengang und blieben doch in ständiger Verbindung mit Mir, Der Ich sie unausgesetzt mit Kraft und Licht versorgte .... Denn Ich war überall und bin auch jetzt überall im geistigen Reich und auch in jenen Stätten, die noch nicht Lichtempfänger geworden sind .... Denn auch diese müssen erst die Gnaden des Erlösungswerkes annehmen, um frei zu werden von ihrer Schuld.

Und Mein Name wird immer sein und bleiben: Jesus Christus .... der in Jesus verkörperte Gottgeist .... und der in allen Welten der gleiche sein wird, ob diese noch materieller Art sind oder schon das lichtvolle geistige Reich. Unter Seinem Namen berge Ich Selbst Mich, Der Ich bin von Ewigkeit zu Ewigkeit .... unter Seinem Namen könnet ihr Menschen Mich Selbst ansprechen, Ich werde immer eure Stimme hören und euch antworten .... Und in Ihm bin Ich euch schaubar von Angesicht zu Angesicht .... Ich neige Mich euch zu, die ihr von Mir angesprochen zu werden wünschet, und euer Gott und Vater spricht in Jesus Selbst zu euch ....

(29.6.1964) So wisset ihr also, was ihr von Mitteilungen aus dem All zu halten habt, die Ihn nicht anerkennen, die also eine Grenze ziehen zwischen dem Erdgebiet und ihrer eigenen Welt .... Von Meiner Menschwerdung in Jesus sind alle Lichtwesen unterrichtet, allen ist in Jesus eine schaubare Gottheit erstanden, und alle Wesen des Lichtes konnten Mich nun schauen von Angesicht zu Angesicht .... Der große Gottgeist hatte Sich mit einer menschlichen Hülle umgeben und diese Hülle behalten auf ewig. Diese Tatsache ist nicht zu leugnen, und darum müssen sich alle „aufgestiegenen Meister“ zum Gleichen bekennen, und ob sie noch so hoch in ihrer Entwicklung stehen, ansonsten sie nicht berechtigt sind, sich so zu nennen .... Dieses Problem Meiner Menschwerdung kann ihnen nicht verborgen bleiben, sie müssen .... wollen sie die reine Wahrheit lehren .... auch vom Geist in sich unterwiesen sein und Meine Menschwerdung in Jesus anerkennen.

Es gilt dies sowohl für die Bewohner anderer Welten, die sich medial kundgeben, als auch für die Menschen, die auf der Erde sich zu denen rechnen, hohe geistige Führer zu sein, die auch wieder von solchen vom geistigen Reich aus belehrt werden, die jedoch nicht Mich Selbst als Lehrmeister haben, Der Ich ihnen über Meine Menschwerdung in Jesus sicher berichten würde. Denn ob auch der Mensch keine Kenntnisse hat .... wenn sein religiöses Wissen in anderen Bahnen sich bewegt .... so wird Mein Geist ihm ganz sicher Aufschluß geben, und es gibt für diesen keine andere Erklärung, als die der Wahrheit entspricht.

Denn Ich allein teile die Wahrheit aus, Ich enthalte sie niemandem vor, aber Ich kann sie immer nur dort anbieten, wo man Mir und Meinem Wort willig Gehör schenkt. Wo Mein Geist im Menschen wirken kann, auch außerhalb menschlichen Wissens, dorthin kann die reinste Wahrheit dringen, wie es Mein Wille ist ....

Amen
10
Vor der Erschaffung der Welt war Gott, denn Er ist von Ewigkeit ....

Es wurde „Jesus“ im Sinne des Wortes „Gott“

BD 8422 empfangen 25.2.1963

Jesus ist Gott ....

Euch können tiefste Weisheiten erschlossen werden, sowie ihr dafür aufnahmefähig seid, und ihr werdet dann auch eindringen können in ein Wissen, das nur ein erweckter Geist verstehen wird in seiner ganzen Tiefe. Doch immer will Ich euch zum Verständnis verhelfen, wenn es euch nach der Wahrheit verlangt, wenn ihr Aufschluß begehret, wo euer Denken noch nicht völlig geklärt ist. Und Ich will so zu euch reden, daß ihr Mich verstehen könnet .... Ich will mit der Stimme des Vaters Meine Kinder ansprechen ihrem Erkenntnisgrad gemäß: Es ist wohl Mein Wesen unergründlich, und ob ihr euch auch ständig mehr vollendet, so wird es euch doch unergründlich bleiben bis in alle Ewigkeit. Ihr sollet dennoch die höchste Vollendung anstreben und dadurch endlich auch den Zusammenschluß finden mit Mir ....

Ihr sollet völlig in Mein Wesen eingehen, ihr sollet .... als einstmals ausgestrahlte Lichtfunken, euch wieder mit dem ewigen Feuer Meiner Liebe verschmelzen und dennoch ichbewußte Wesen bleiben .... Dieses werdet ihr niemals begreifen können, solange ihr als Mensch auf der Erde lebt, weil euer Denken so lange auch begrenzt ist, aber jener Vorgang der Verschmelzung mit Mir nur damit zu erklären, daß alles Vollkommene keine Begrenzung kennt, daß der Zusammenschluß mit Mir wohl völliges Durchströmen Meiner Liebekraft bedeutet, daß Ich Selbst aber euch ewiglich unerreichbar sein werde .... daß Ich euch also nahe bin und doch ihr niemals Mich erreichen werdet .... Denn ihr dürfet euch von Mir keine begrenzte Vorstellung eines Wesens machen, da Ich nicht an Zeit und Raum gebunden bin. Ihr werdet ewig nicht mehr das Bewußtsein eures Ichs verlieren, und ob ihr noch so innig mit Mir verschmolzen seid, weil ihr gänzlich durchstrahlt werdet von Mir mit Meiner Kraft ....

Doch ihr wirket in der Unendlichkeit als ich-bewußte Wesen, und das gerade ist eure Seligkeit. Ihr habt dann also eure Vergöttlichung erreicht, das Ziel, das Ich Mir setzte, als Ich euch erschuf, ihr seid zu Meinen Ebenbildern geworden, ihr seid das gleiche wie Ich in eurer Ursubstanz, und ihr könnet im hellsten Licht der Weisheit, im Besitz von unbeschränkter Kraft und völlig freiem Willen schaffen und wirken und aus euch heraus neues Leben erstehen lassen ....

Ihr seid Miniaturen Meiner Selbst, weil ihr vollkommen geworden seid, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist .... Auch die Seele Jesu stand unter dem gleichen Gesetz, als sie .... als von Mir ausgestrahltes Wesen .... ihre Willensprobe ablegen sollte, die sie bestand, also bei Mir verblieb, als das Heer urgeschaffener Geister abgefallen ist von Mir .... Dieses Wesen war Mir so in Liebe ergeben, daß Es freiwillig Sich zu der Mission auf Erden erbot, für die gefallenen Brüder zu leiden und zu sterben als Mensch, um jene zu erlösen und Mir Meine Kinder wieder zurückzubringen.

Und es vollbrachte der Mensch Jesus das einmalige Werk, das nie zuvor und auch niemals nachher ein Mensch leistete und leisten wird: auf Erden schon sich gänzlich mit Mir zu einigen, die restlose Vergeistigung von Seele und Körper zustande zu bringen, so daß das ganze Wesen völlig durchstrahlt werden konnte, was seine Himmelfahrt deutlich zum Ausdruck brachte ....

In Ihm konnte Ich Selbst Mich manifestieren, d.h., Ich Selbst, als die Ewige Gottheit, als die alles erfüllende und durchdringende Kraft, konnte niemals personifiziert werden .... Doch Ich konnte eine Form gänzlich durchstrahlen, und es blieb an dieser Form nichts Menschliches mehr zurück, es war auch die Außenform Geist von Meinem Geist, die Seele ging völlig in Mir auf, und es wurde „Jesus“ im Sinne des Wortes „Gott“

Sein Wille, Sein Denken, Sein Handeln war Mein Wille, Mein Denken und Mein Handeln .... Es konnte nicht mehr von zwei Wesen gesprochen werden .... Die Vereinigung mit Mir war eine totale, Jesus war, ist und bleibt der für alle von Mir erschaffenen Wesen schaubare Gott .... Die ichbewußte Jesu-Seele ist in ihr Ursein zurückgekehrt, denn sie war die gleiche ausgestrahlte Liebekraft, die sich nur mit der Urkraft zusammenschloß und so völlig in ihr aufging, daß nun nur noch von der Urkraft .... von Gott Selbst, dem alles erfüllenden Urgeist .... gesprochen werden kann, wenn von Jesus gesprochen wird ....

Es kehrte Seine Jesu-Seele nicht als vollendeter Geist von der Erde zurück, sondern sie gab sich selbst ganz und gar der Ewigen Gottheit zu eigen noch auf Erden, sie gab sich selbst auf, um des größten Mysteriums willen: die Menschwerdung Gottes und Seine Schaubar-Werdung für alle einst aus Ihm hervorgegangenen Wesen .... Gott und Jesus ist eins, Jesus ist kein zweites ichbewußtes Wesen, sondern Sein Gang über die Erde hat Ihm das Höchste und Letzte eingetragen: die restlose Verschmelzung mit Mir, so daß Mein Wille und Mein Denken nur noch das Wesen beherrscht, Das als schaubarer Gott herrschet und regieret im geistigen Reich ....

Doch dieses zu begreifen wird euch Menschen erst dann möglich sein, wenn es für euch keine begrenzten Vorstellungen mehr gibt; und auch dann noch wird euch Mein Wesen unergründlich sein und bleiben, doch ihr werdet euren Gott und Schöpfer .... das vollkommenste Wesen in der Unendlichkeit .... schauen dürfen von Angesicht zu Angesicht, und ihr werdet dann auch wissen, daß es außer Ihm, Der euch in Jesus schaubar wurde, keinen anderen Gott mehr gibt .... Und ihr werdet in Liebe erglühen und Ihm zustreben immer und ewig, und Er wird euch eure Liebe erwidern und euch beglücken im Übermaß .... Denn Meine Liebe kennt keine Grenzen, und so auch wird die Seligkeit nicht begrenzt sein, sondern ewig währen ....

Amen

Hier ist eine Kundgabe die uns erklärt was wir sind und einst sein werden und auch was Jesus war und nun ist. Wirklich begreifen können wir dies mit unserem Verstand noch nicht, es ist auch nicht sinnvoll dies hier auf Erden anzustreben, denn es wird uns nur mehr verwirren. Letzten Endes sind wir alle von Gott ausgegangen und werden auch zu Ihm zurückkehren. Wir sind alle ein Teil von Ihm. Aber es besteht ein Unterschied zwischen Jesus und uns. Jesus ist eben Gott Selbst.
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