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Mitgliederbereich - Diskussionsthemen => Neue Offenbarungen Gottes an die Menschen des 21. Jahrhunderts => Thema gestartet von: Maria am Juli 19, 2018, 05:03:54 Vormittag

Titel: Gottes Heilsplan von Ewigkeit
Beitrag von: Maria am Juli 19, 2018, 05:03:54 Vormittag
Uranfang - Endziel - Erlösungsprozeß

Das Wissen um den Uranfang und das Endziel jeglichen Schöpfungswerkes ist schon als geistiger Fortschritt zu verzeichnen, denn erst in einem bestimmten Reifegrad kann dem Menschen dieses Wissen geboten werden. Wird nun dieses Wissen einem noch unreifen Menschen vermittelt, so wird dieser es ablehnen, es wird ihm nicht faßbar sein, und also bleibt es völlig ohne Eindruck. Sein Reifezustand genügt nicht, um ihn die Wahrheit erkennen zu lassen, und folglich bleibt er noch auf einer niedrigen Reifestufe stehend, d.h., er bleibt ohne Erkenntnis der Wahrheit.

Der Reifegrad des Menschen wird erhöht durch uneigennütziges Liebeswirken, daher wird ein liebetätiger Mensch jenes Wissen nicht ablehnen, selbst wenn es ihm völlig neu ist und seinem bisherigen Denken widerspricht. Denn einem in der Liebe stehenden Menschen wird die reine Wahrheit immer annehmbar erscheinen, weil diese ihren Ursprung in Gott hat und der Mensch selbst durch seinen Lebenswandel mit Gott in Verbindung steht. Die Gottverbundenheit aber erleuchtet sein Denken, und dieses wird der Wahrheit näherkommen. Erst mit dem Wissen um Uranfang und Endziel des Geschaffenen beginnt der Seele Zustand lichtvoll zu werden, denn nun begreift der Mensch den Zusammenhang aller Dinge, aller Geschehen; er begreift den Zusammenhang des Schöpfers mit Seinen Geschöpfen und des geistigen Reiches mit der Erde.

Sein Wissen wird immer umfangreicher, die Liebe zu Gott nimmt ständig zu, denn der Wissend-Gewordene muß Gott lieben und Ihm angehören wollen, weil er Seine große Liebe zu erkennen beginnt. Das Wissen ist immer ein innerlicher Reichtum, es bewegt das Herz, es treibt die Seele an, ständig diesen Reichtum zu vermehren, denn so der Mensch in das Wissen eingedrungen ist, gibt er sich nicht mehr zufrieden, sondern er verlangt ständig nach Vermehrung dieses Wissens. Das geistige Wissen beglückt, es wird die Seele stets erheben und darum angestrebt werden von einem jeden, der durch die Liebe in einem bestimmten Reifegrad steht, der ihm die Zuleitung geistigen Wissens ermöglicht.

Und ist er erst in dieses Wissen eingeführt, so kann er sich auch erlösend betätigen und also sich einschalten in den Erlösungsprozeß, der alles wieder dem Zustand zuführen will, der uranfänglich des Geistigen Beschaffenheit war, höchste Vollkommenheit, Freiheit und Kraft und Liebe. Das Wissen um Uranfang und Endziel des Geistigen in jedem Schöpfungswerk, das im letzten Stadium als Mensch dem Wesen wieder zum Bewußtsein kommen kann, ist schon ein Grad des Lichtes, ein Teilzustand von Freiheit und Kraft. Es befindet sich der Mensch nicht mehr in dunkler Geistesnacht, und er ist auch dem Gegner Gottes nicht mehr gänzlich verfallen, er hat sich schon frei gemacht durch Liebeswirken aus dessen Macht und steht nur noch in Momenten geschwächten Willens ihm ringend gegenüber, denn das geistige Wissen ist eine Licht- und Kraftausstrahlung Gottes, die ihn befähigt, sich seiner Gewalt zu entwinden.

Obgleich nun das geistige Wissen dem noch völlig unreifen Menschen unannehmbar erscheint und zumeist also auf Ablehnung stoßen wird, soll es doch ihm auch nahegebracht werden, auf daß es zuerst dessen Verstandestätigkeit anregt, auf daß es ihn zum Nachdenken bewegt. Und je nach seiner Willigkeit kann es ihn fördern, es kann ihn anspornen, den geistigen Reifegrad zu erringen, der ihn fähig macht zum Aufnehmen von Wissen, das dem geistigen Reich entströmt und die geistige Aufwärtsentwicklung fördert. Es muß in das Dunkel der Nacht Licht hineingetragen werden, ansonsten der Mensch niemals aus dem Dunkel hinausgeführt werden könnte, ansonsten er niemals den rechten Weg finden würde, der nach oben führt.

Doch nur die Wissenden können ein rechtes Licht bringen, nur sie vermögen, den Unwissenden zu belehren, und nur, wo ein bestimmter Reifegrad erreicht ist, kann das rechte Wissen vertreten sein, Licht aus den Himmeln, das strahlend leuchtet, das Wissen, das verständlich und umfassend Aufschluß gibt über den gesamten Heilsplan Gottes, über Sinn und Zweck der Schöpfung und des Erdenlebens, über die unendliche, nie sich verringernde Liebe Gottes, über das Binden und Erlösen alles von Ihm einst abgefallenen Geistigen und über das Endziel, das ewige Leben im geistigen Reich.

Dieses Wissen ist unendlich beglückend, sowie es in einem bestimmten Reifegrad empfangen wird, und es kann, obgleich noch nicht voll wirkend, doch dazu führen, daß der Mitmensch danach strebt, auch das Ziel, einen höheren Reifegrad der Seele, zu erreichen. Denn sowie der Mensch weiß, was er einst war und was er wieder werden soll, legt er auch seinem Erdenleben eine andere Bedeutung bei, und er lebt bewußt, d.h. immer ein Ziel vor Augen, das er eifrig verfolgt. Dann ist auch nicht mehr finsterste Nacht um ihn, sondern die Lichtstrahlen brechen durch und künden ihm einen Tag an, einen lichten, klaren Tag, den er nützen kann zu eifriger Arbeit, an dem er wirken kann in Kraft und Freiheit und sich also am großen Erlösungswerk beteiligen kann.
Amen

Bertha Dudde 3350, empfangen am 28.u.29.11.1944
Titel: Das Geheimnis der Schöpfung
Beitrag von: Maria am Juli 19, 2018, 05:07:36 Vormittag
Das Geheimnis der Schöpfung

[HGt.01_005,01] Wer Ohren hat zu hören, der höre, und wer Augen hat zu sehen, der sehe; denn siehe, Ich will euch ein gar großes Geheimnis enthüllen, damit ihr sehen möget, wie sich euer liebevollster, heiliger Vater euch von Angesicht zu Angesicht zu schauen und zu genießen brüderlich gibt. Denn die Kinder müssen eingeweiht sein in die große Haushaltung ihres Vaters von Ewigkeit her!

[HGt.01_005,02] Die Gottheit war von Ewigkeit her die alle Unendlichkeit der Unendlichkeit durchdringende Kraft und war und ist und wird sein ewig die Unendlichkeit Selbst. In der Mitte Ihrer Tiefe war Ich von Ewigkeit die Liebe und das Leben Selbst in Ihr; aber siehe, Ich war blind wie ein Embryo im Mutterleibe! Die Gottheit aber gefiel Sich in der Liebe und drängte Sich ganz zu Ihrer Liebe. Und der Liebe ward es immer heißer und heißer in Ihrer Mitte, und es drängten sich Massen und Massen der Gottheit dahin, und alle Mächte und Kräfte stürmten auf Dieselbe los.

[HGt.01_005,03] Und siehe, da entstand ein großes Rauschen, Brausen und Toben, und siehe, die Liebe ward geängstigt und gedrückt von allen Seiten, so daß die Liebe bis ins Innerste erbebte! Und die Liebe gewahrte es, und das Rauschen ward zum Tone, der Ton aber ward in der Liebe zum Worte, und das Wort sprach: „Es werde Licht!“ Und da loderte im Herzen die Flamme der entzündeten Liebe auf, und es ward Licht in allen Räumen der Unendlichkeit!

[HGt.01_005,04] Und Gott sah in Sich die große Herrlichkeit Seiner Liebe, und die Liebe ward gestärkt mit der Kraft der Gottheit, und so verband Sich die Gottheit mit der Liebe ewiglich, und das Licht ging aus der Wärme hervor.

[HGt.01_005,05] Und siehe, da sah die Liebe alle Herrlichkeiten, deren Zahl kein Ende ist, in der Gottheit, und die Gottheit sah, wie dieses alles aus der Liebe in Sie überging, und die Liebe sah in der Gottheit Ihre Gedanken und fand großes Wohlgefallen an denselben. Da entzündete Sich die Liebe von neuem, und die Kräfte der Gottheit rauschten um Sie, und siehe: Die Gedanken der Liebe waren selbst Liebe und waren ohne Zahl.

[HGt.01_005,06] Da sah die Gottheit Ihre Herrlichkeit, und die Liebe empfand Ihre Macht. Und da sprach die Liebe in der Gottheit: „Lasset Uns die Gedanken der Herrlichkeit festhalten und heraustreten, daß sie frei werden und Uns empfinden und sehen, wie Wir sie empfinden und sehen und Wir sie empfanden und sahen, ehe noch das Licht ihre Formen erleuchtete!“

[HGt.01_005,07] Da ging das Wort in die Gottheit über, und Sie ward überall Liebe. Und siehe, da sprach die Gottheit zum ersten Male: „Es werde!“ Und es ward ein Heer der Geister aus Gott frei, deren Zahl kein Ende hat, und die Liebe sah Sich Selbst verunendlichfältigt und sah Ihre unendliche Schönheit vollkommen.

[HGt.01_005,08] Aber alle die Wesen waren noch nicht lebendig und empfanden noch nicht und sahen noch nicht; denn sie waren noch außer der Liebe in der Gottheit fixierte Formen.

[HGt.01_005,09] Und es dauerte die Liebe, und Sie regte Sich, und das Regen stieg in der Gottheit empor, und die Gottheit gab Ihre Gefangenen der Liebe, und Liebe durchdrang alles. Und siehe, da wurden die Formen lebendig und staunten sich an und wärmten sich an den Flammenströmen der göttlichen Liebe und bekamen dadurch selbständige Bewegung und Regsamkeit! Aber sie erkannten sich noch nicht.

[HGt.01_005,10] Da sprach die Liebe abermals: „Lasset Uns machen, daß sie sich erkennen, damit sie dann Mich und durch Mich auch Dich erkennen mögen!“

[HGt.01_005,11] Da stieg wieder das Wort in der Gottheit empor, und in der Gottheit ertönte das Wort, und das Wort ward zum Gesetze, und das Gesetz war die Liebe und strömte in alle über.

[HGt.01_005,12] Und siehe, da wurden gebildet drei, und aus ihnen gingen hervor sieben! Und die drei waren gleich der Liebe, dem Lichte und der Gottheit; und die sieben waren gleich den sieben Geistern Gottes, und sie heißen und werden ewig heißen: 1. Liebet die Liebe. 2. Fürchtet die Gottheit, welche tötet, – damit ihr nicht getötet werdet. 3. Die Liebe in euch ist heilig; darum achtet euch untereinander, wie euch die Liebe in der Gottheit achtet und Freude hat an euch. 4. Jeder ist sein Eigentum und das Eigentum der Liebe Gottes; daher werde keiner dem andern zum Raube. 5. Keiner verdecke je sein Antlitz vor dem andern, damit der andere nicht wisse, wie die Liebe ist, – damit ihr seid wie die Liebe, die euch werden hieß. 6. Euer Inneres sei auch euer Äußeres, damit keine falsche Regung in euch entstehe und ihr zugrunde gehet. 7. Euer Äußeres sei der getreue Widerschein eures inneren Spiegels, in welchem Sich die Liebe der Gottheit beschaut; sonst wird der innere Spiegel zerbrochen werden und eure Gestalt wird schrecklich werden.

[HGt.01_005,13] Da donnerte die Gottheit in den unendlichen Räumen den Übertretern ein fürchterliches Strafgericht, und so ward die Anbetung der Gottheit in der allerhöchsten Furcht ihnen geboten, und es ward ihnen geboten die Liebe der Liebe. Und sie wurden hinausgestellt in der höchsten Freiheit und konnten tun, was sie wollten, und nichts soll sie hindern in ihrer Freiheit und bis zur Zeit, da sie sich werden erkannt haben in ihrer Freiheit und ihrer Demut, damit das Gesetz ihr eigenes werde und sie dann vollkommen frei würden.

[HGt.01_005,14] Allein nun erkannten sie sich in ihrer großen Macht und alles überstrahlenden Herrlichkeit und Majestät, und der Oberste der drei, gleich dem Lichte der Gottheit, entzündete sich in seiner Begierde, um sich der Gottheit vollends zu bemächtigen. Durch ihn entzündete sich ein großer Teil der Geister, die durch ihn wurden; und durch sie erbrannte auch die Gottheit in Ihrem Grimme gleich den zwei niederen Geistern der drei und schleuderte die böse Rotte in die Tiefe der Tiefe ihres Zornes.

[HGt.01_005,15] Und die zwei und die aus ihnen hervorgingen und die sieben, deren Zahl gerecht war, wurden gefunden in der Treue ihrer Demut und wurden aufgenommen in die Kreise der Macht Gottes; und die Liebe sah, daß sie rein waren befunden, und freute Sich in ihrer Vollendung. Und siehe, die Kraft der Gottheit in der Liebe stieg empor, und die Gottheit bewegte Sich, und die Geschaffenen nahmen wahr die Bewegung der Gottheit, und die Gottheit bewegte Sich zu Ihrer Liebe, und den Geschaffenen wurden die Augen eröffnet, und sie sahen zum ersten Male die ewige Liebe.

[HGt.01_005,16] Da staunten die Heere der Zahllosen, und es entstand ein großer Jubel und eine große Freude unter ihnen; denn sie sahen die Macht Gottes in der Liebe und sahen die Liebe in sich und auch die Kraft, die sie werden hieß, und erkannten sich und erkannten die Liebe und erkannten Gott.

[HGt.01_005,17] Nun bewegte Sich die Gottheit, und die Geschaffenen fürchteten sich vor der Gottheit, und die Liebe sah ihre Furcht und sah, daß ihre Furcht gerecht war, und die Furcht ward ihnen zum Gehorsam, und der Gehorsam war die Demut, und die Demut war ihre Liebe, und die Liebe ward ihr Gesetz, und das Gesetz ihre ewige Freiheit, und die Freiheit ward ihr Leben, und das Leben ihre Seligkeit ewiglich.

[HGt.01_005,18] Nun siehe, die ewige Liebe redete sie an, und sie verstanden das Wort! Da lösten sich ihre Zungen, und das erste Wort, das ihren Lippen entschwamm, war Liebe. Und es gefiel der Gottheit der Ton ihrer Rede; und die Gottheit ward bewegt durch die Liebe, und die Bewegung formte sich in den Geschaffenen, und die Form wurde zum Tone, und der Ton war das zweite Wort und hieß – Gott.

[HGt.01_005,19] Und nun erst waren die Geschaffenen vollendet. Und die Liebe sprach zu den Geschaffenen: „Der Erste unter euch ging verloren; daher übernehme Ich seine Stelle und werde sein unter euch ewiglich!“

[HGt.01_005,20] Da lösten sich von neuem ihre Zungen, und ihre Knie beugten sich, und sie beteten die Liebe an.

[HGt.01_005,21] Nun sieh weiter, was alles die Liebe tat, und Gott in der Liebe, und die Liebe in Gott! – Und es dauerte die Liebe der Verlorenen; aber die Gottheit erbebte in Ihrem Grimme, und es ward gehört in allen Räumen der Unendlichkeit Gottes ein großer Donner. Und der Donner drang bis zum Innersten der ewigen Liebe, und die Liebe allein verstand den Donner der Gottheit, und der Donner ward in Ihr zum Worte und sprach: „Alle Macht sei Dir untertan; tue nach Deinem Gefallen und sprich ,Es werde!‘, und es wird sein!“

[HGt.01_005,22] Und siehe, die Liebe wurde gerührt bis ins Innerste, und es floß die erste Träne aus dem Auge der ewigen Liebe, und diese Träne floß aus dem Herzen der Gottheit und hieß und heißt und wird ewig heißen die Erbarmung.

[HGt.01_005,23] Diese Träne ward zum großen Gewässer, und das Gewässer ergoß sich in alle Räume der Unendlichkeit und ergoß sich in die Tiefe der Tiefen des Zornes der Gottheit und milderte das Feuer des Grimmes Gottes.

[HGt.01_005,24] Und siehe, der Geist Gottes in Seiner Kraft wehte sanft über den Gewässern der Erbarmung, und die Gewässer teilten sich. Und Gott sprach aus Seiner Liebe, und Seine Liebe war das Wort, und das Wort stieg in die Tiefe der Tiefen und schwebte über den Gewässern, und die Gewässer wurden geschieden wie Tautropfen und wurden verteilt in groß und klein nach der Zahl der Verlorenen, die kein Ende hat, in alle Räume der Unendlichkeit.

[HGt.01_005,25] Und siehe, der letzte Tropfen, der zurückblieb, der war der innerste der Gewässer und war der innerste der Erbarmung; und der wurde nicht verteilt, sondern blieb, wo er übrigblieb, und wurde bestimmt zum Mittelpunkte und zum Schauplatze der größten der Taten der ewigen Liebe.

[HGt.01_005,26] Und nun siehe: Dieser letzte Tropfen ward geschaffen zur Erde, die du und deine Brüder bewohnen! Und die anderen Tropfen wurden geschaffen zu Sonnen, Erden und Monden aller Art, deren Zahl kein Ende hat; und siehe, so entstanden der sichtbare Himmel mit seinen Sternen, der Sonne, dem Monde und die sichtbare Erde mit den Meeren und festem Lande!

[HGt.01_005,27] Und nun siehe und hebe deine Augen empor, und du wirst die Wunder der ewigen Liebe begreifen! Du siehst allezeit den Glanz der Sonne, das Licht des Mondes und den Schimmer und das Geflimmer der Sterne in ihren mannigfaltigsten Stellungen, die ihr Sternbilder nennet; du siehst auch die verschiedenartigsten Formationen in allen drei Reichen der naturmäßigen Erde; allein bis jetzt hat es noch niemand ergründet und recht begriffen, was und woher der Glanz der Sonne, und wie ihr dieser erteilt wurde, und das Leuchten des Mondes, und der Schimmer der Sterne und ihr Geflimmer und ihre mannigfaltigsten Stellungen, und all das Gebilde der Erde.

[HGt.01_005,28] Denn siehe, Meine Kinder müssen in alles eingeweiht werden, was ihr heiliger, liebevollster Vater all für schöne Sachen hat zum Verschenken an Seine Kinder, die Ihn erkennen und über alles ganz allein lieben und sich untereinander aus Liebe ihres Vaters wegen.

[HGt.01_005,29] Nun siehe: Als alle die Sonnen mit ihren Erden durch die Macht der erbarmenden Liebe des ewigen und unendlichen Gottes wurden, da hatten sie noch keinen Glanz, kein Leuchten, keinen Schimmer und kein Geflimmer, denn es war noch große Nacht auf den gewordenen Sonnen und Erden und Monden; aber ins Zentrum der Sonnen senkte die ewige Liebe einen kleinen Funken Ihrer Gnade und dieser Funke durchglänzte schneller denn ein großer Blitz die finsteren Massen, und siehe, sie leuchteten den Erden, und mit großem Glanze, wie sie noch leuchten zur Stunde und leuchten werden, solange der Gnadenfunke ihnen nicht genommen wird.

[HGt.01_005,30] Und siehe, da erglänzten auch die Erden und Monde und wurden verteilt zu den Sonnen in gerechter Anzahl, und die Liebe hauchte sie an durch die Kraft und Macht der Gottheit, und siehe, das Licht zitterte auf den Sonnen, die Meere der Erden wogten und wirbelten in ihren Fluten, und die Lüfte und Winde schwammen und wehten über die Erden gleich dem Geiste Gottes über den Gewässern der Erbarmung! Und die Monde erhoben sich mächtig über ihre Erden, denen sie gegeben waren wie eine Frucht dem Baume, und fingen an, um dieselben zu kreisen in weiten Kreisen als stete Begleiter ihrer Entstehungen; und wo deren viele waren, wurden sie in feste Kreise vereinigt zum Zeichen der Liebe der Kinder, die unverwandt das Angesicht ihres Vaters schauen sollen wie die Monde ihre Erden, damit sie ihrer lockeren Beschaffenheit wegen nicht aus ihren Kreisen gerissen und zerstört würden.

[HGt.01_005,31] Denn siehe, die Monde sind nicht fest, sondern sehr locker und sind gleich dem Schaume des Meeres, wenn er fester und gediegener wird, und sind kahl und ohne Wasser; und die Luft der Erde ist da wie das Wasser der Erden und die Luft gleich dem Äther zwischen Sonnen und Erden. Und sie sind bestimmt, die Weltsüchtigen aufzunehmen, und zu fassen die Geister der Materie, und zu prüfen ihre Beständigkeit und sie reif zu machen zum Empfange der Gnade.

[HGt.01_005,32] Und das Feste der Erden ist der durch die Erbarmung gesänftete Zornteil der Gottheit und umschließt mit festen Banden der Verirrten Geister bis zur bestimmten Zeit ihrer unbewußten Entbindung, wo sie dann in eine zartere, aber doch immer für sie genug feste Materie, und zwar einzeln gebunden, gegeben werden, aus welcher sie erst dann durch die ewige Liebe wieder erweckt hervorgehen können; und die Meere und Gewässer sind ihrer voll, damit sie gedemütigt würden, und die Luft ist ihrer voll, damit sie geläutert würden. Und die ewige Liebe ist in allem die Form; aber der Zorn der Gottheit ist nur gedämpft auf der Erde, aber deswegen nicht aufgehoben.

[HGt.01_005,33] Dieses aber merke dir ganz besonders: In der Mitte der Sonne ruht der Gnadenfunke und gibt durch das Zornfeuer der Gottheit das Licht der Welt. In der Mitte der Erde aber befindet sich ein Zornfunke des Grimmes Gottes gleich einem Feuerdrachen und hält die bösen Rotten gefestet wie Steine, welche erst durch das Wasser der Erbarmung müssen erweicht werden, so einer wieder zu einer zweiten Probe für Freiheit und ewiges Leben soll entbunden werden. Und nun begreife das Geheimnis deines Wesens und staune über die große Liebe der ewigen Macht, wie oft Sie dich schon hat von neuem geboren werden lassen, um dich, der verloren war, fürs ewige Leben, für die Freiheit, fürs Gesetz, für die Liebe und fürs Licht und für die Anschauung Ihres Angesichtes wieder zu gewinnen; und siehe, dieses alles will Ich dir und dadurch auch vielen andern bekannt und zu erkennen geben, damit ihr doch endlich einmal einsehen möchtet, wie überaus gut die ewige Liebe sein muß, da Sie so unermüdet und so Vieles, so Großes und so Wunderbares für euch Ungehorsame tut und duldet!

[HGt.01_005,34] Siehe, so ist die Bewegung den Erden gegeben worden um ihre Sonnen und um ihre Mitte durch den Anhauch der Erbarmung der Liebe, zum Zeichen, daß die Kinder all ihr Tun sollen einrichten nach der Bewegung der Erden um die Sonnen und der Monde um die Erden, und es sollen sein die Schwachen wie die Monde, und sollen sein die Starken wie die Erde, und sollen sein die Wiedergeborenen wie die Sonne. Und sollen schauen die Schwachen die Stärke der Liebe, die sie nie fallen läßt, wenn sie wie die Monde sich unverwandt nach dem Angesichte der Liebe richten und so dieselbe nach allen Seiten umkreisen in kleineren Kreisen, aber doch durch die Kraft derselben ebenfalls in den großen Kreis mitgezogen werden; und sollen sein die Starken gleich der Erde, selbsttätig sich wendend, um sich zum Empfange des Lichtes und der Wärme aus der Gnade der Liebe, welche erleuchtet und erwärmend belebt durch die Kraft, die in ihr ist, beständig bereitzuhalten, damit sie Früchte bringen möchten aller Art aus den Werken der Liebe, an welchen sich sättigen möchten die Schwachen und erquicken möchten die Eingeborenen und ergötzen möchten die Neugeborenen; und die Neugeborenen aus den Gewässern der erbarmenden Liebe, in denen die Gnade ist vollkommen, sollen sein gleich der Sonne, und ihr Licht soll leuchten allerorten, und ihre Wärme soll beleben die Schwachen und soll befruchten die Starken zur Nahrung der Schwachen, damit eine Gemeinschaft sei unter den Kindern eines und desselben Vaters.

[HGt.01_005,35] Und siehe, noch tiefer sollst du blicken, wie und warum Ich alles so bereitet habe! Siehe, der Mond hat Flecken und viel dunkle Stellen, und die Erde hat kalte aber feste Pole, und hat hohe Berge und hat niedere Täler, und hat Quellen, Bäche, Flüsse, Ströme, Seen und kleine und große Meere; und die Sonne hat Flecken, große und kleine. Nun sieh, dieses alles sind Wirkungen der Liebe und der Gnade, oder der entsprechenden Wärme und des Lichtes, welches alles die ewige Liebe und die Macht der Gottheit durch Sie ist. Daher siehe die Schwachen und den Mond, wie sie sich gleichen, und dir wird sein Wesen aufgeschlossen; betrachte die Starken nach allem ihrem Tun, und vor deinen Augen wird die Erde enthüllt liegen; und von einem Pole bis zum andern Pole muß die starre Ruhe des Geistes in der Liebe zur Liebe dasein, damit sich alles, das den Geist umgibt, in einer steten Ordnung bewegen und dadurch für den gemeinsamen Zweck der ewigen Erhaltung tätig sein kann. Denn siehe, von der Ruhe hängt alles ab; ohne diese kann nichts erreicht werden, und wer nicht ist wie die Pole der Erde, der durchdringt nicht sein Innerstes, wie die Linie zwischen den Polen das Zentrum der Erde. Und eure Liebe muß kalt sein wie das Eis der Pole, damit ihr fähig seid, alle Wärme der göttlichen Liebe aufzunehmen. Denn siehe, was warm ist, ist nicht geschickt zur Aufnahme der Wärme; aber was kalt ist in seiner Ruhe, das ist fähig, die Wärme aufzunehmen in der Fülle und ausströmen zu lassen in alle Teile des Lebens. Denn siehe, wer die Wärme aufnimmt, welche die Liebe Gottes ist, behält sie in sich fest und läßt sie nicht weiterströmen, der ist ein Geiziger und wird aufgelöst in sich und wird sich zerstören wie das Eis am Feuer; wer aber sie empfängt wie die Pole und gibt sie alsogleich wieder an alle, die um ihn sind nahe und ferne, bei dem ist die göttliche Liebe am rechten Platze und entspricht ganz dem Willen des großen und heiligen Gebers.

[HGt.01_005,36] Diese Liebe wird viele Früchte bringen und wird sich aufschwingen zum Lichte der Gnade und wird schauen unverwandten Blickes die unermeßlichen Tiefen der Gottheit gleich den Polen, welche in die unendlichen Räume der Schöpfungen der Liebe Gottes hinausblicken, und mit weitgeöffneten Augen die sanften Strahlen aus der Unermeßlichkeit aller unendlichen Räume, in welchen zahllos die Wesen der Erbarmung kreisen, jegliches nach seiner Art, in sich saugen und dadurch vor Entzückung und Wonne in ihrer Liebe zur Liebe und für die Liebe sich entzünden und gleich einer Sonne selbstleuchtend werden gleich dem Lichte der Pole der Erde.

[HGt.01_005,37] Daher, wer beständig bleibt in der Mitte der Liebe der Erkenntnis, was die Gnade ist, dessen Lenden werden glühen vor Liebe aus Gott wie der Gürtel der Erde, und seine Augen werden leuchten vor Erkenntnis wie die Pole, und seine Arme werden sich bewegen wie die Flüsse, Bäche und Quellen, und die Handlungen werden zuströmen den Meeren der göttlichen Erbarmungen, die gesalzen sind mit der Gnade und mit den Erkenntnissen der ewigen Liebe und des ewigen Lebens.

[HGt.01_005,38] Nun, da habt ihr den Schlüssel, um zu eröffnen und zu durchschauen die Erde, die euch trägt.

Haushaltung Gottes Band 1, Kapitel 5
Titel: Die Umwandlung des Urgeistes zu Schöpfungen
Beitrag von: Maria am Juli 26, 2018, 05:18:25 Vormittag
Die Umwandlung des Urgeistes zu Schöpfungen

Es soll euch Mein Wort Klarheit bringen, es soll Fragen beantworten und Probleme lösen, die ihr selbst verstandesmäßig nicht zu lösen vermögt. Ihr sollt wissend werden, wenn ihr zu wissen begehrt, ihr sollet in aller Wahrheit unterrichtet werden, denn Ich will euch Licht schenken und euren Geist erhellen, auf daß ihr nicht in der Dunkelheit dahingehet und eure Seele Schaden erleidet, denn Ich will sie erretten für alle Ewigkeit. Meine übergroße Liebe will immer nur das Heil eurer Seelen, denn Ich sehne Mich nach eurer Rückkehr, nach dem Zusammenschluß mit euch, der die Vollendung eurer Seelen bedingt.

Ihr ginget einst von Mir aus in aller Vollkommenheit, denn Ich hatte euch erschaffen als Meine Ebenbilder, als höchst vollkommene Wesen, als Miniaturen Meiner Selbst, jedoch von gleicher Beschaffenheit, weil euer Urelement Liebe war, weil ihr aus der Urliebe hervorgegangen waret, Die Sich Gefäße schuf um Sich Selbst in die Gefäße ergießen zu können, um Liebekraft unaufhörlich ausströmen zu können, die von jenen erschaffenen Wesen aufgefangen wurde.

Diese Wesen, Meine Ebenbilder, waren pur Liebe, sie waren die von Mir ausgeströmte Liebekraft, die sich selbst wohl gegenseitig wahrnehmen und schauen konnten, die aber nicht Mich Selbst zu schauen vermochten, aus Dem sie hervorgegangen waren, weil Ich die Urfülle der Liebekraft Selbst war und sie Diese also nicht zu schauen vermochten, ansonsten sie vergangen wären. Denn Ich hatte sie als winzigste Fünkchen, als selbständige Wesen, hinausgestellt, wie Ich es schon das öfteren euch erklärt habe, doch als rein geistiger Vorgang niemals für euch Menschen auf der Erde voll verständlich sein wird.

Da diese Wesen nun aber selbständige, mit freiem Willen ausgestattete Geschöpfe waren und sie über viel Kraft und Licht verfügten, weil sie ständig von Meinem Liebekraftstrom durchflutet wurden, konnte Ich sie nicht hindern, daß sie ihren freien Willen mißbrauchten insofern, als daß sie sich abwandten von Mir, daß sie, als sie vor die Willensprobe gestellt wurden, Mich als ihren Gott und Schöpfer anzuerkennen. Mir diese Anerkennung verweigerten. Sie wandten sich dem zuerst von Mir erschaffenen Wesen .... Luzifer .... zu, den sie schauen konnten und der in aller Schönheit und hellstem Licht erstrahlte, und wiesen Meine Liebekraftausstrahlung zurück, was ständige Entfernung von Mir, als dem Urquell von Licht und Kraft, bedeutete.

Auch dieser Vorgang ist euch Menschen immer wieder von Mir erklärt worden, soweit er euch verständlich gemacht werden konnte. Nun aber wisset, daß diese von Mir hinausgestellten Geschöpfe sich wohl in ihrem Wesen verkehren konnten zum Gegenteil, daß sie aber nicht mehr vergehen konnten, sondern bestehenblieben und ewiglich bestehenbleiben. Die Wesen waren in ihrer Ursubstanz Liebe, also Kraft, die, laut Gesetz von Ewigkeit, wirksam sein muß, die nicht ewiglich untätig bleiben kann.

Durch die immer größer werdende Entfernung von Mir, die Folge war des Zurückweisens Meiner Liebedurchstrahlung, verhärtete sich die geistige Substanz jener von Mir erschaffenen Urwesen, und diese Wesen also wurden unfähig zum Schaffen und Wirken. Und so löste Ich die Urgeister auf, also die einst als Wesen hinausgestrahlte Kraft wandelte Ich um, und es entstand die Schöpfung, in der die Kraft sich wieder betätigen, also wirksam werden konnte nach Meinem Willen. Und so also könnet ihr mit Recht sagen, die gesamte Schöpfung ist die durch Meinen Willen umgeformten Urgeister, die gleiche Kraft, die Ich ausstrahlte in der Form von ichbewußten Wesen, die nun gewandelt wurden zu anderen Formen, zu Schöpfungswerken jeglicher Art.

Jeglichem Schöpfungswerk wies Ich nun seine Bestimmung zu, und so geht nun der in Partikelchen aufgelöste Urgeist hindurch durch alle Schöpfungen und dienet Mir im Mußgesetz, es wird die Kraft tätig nach Meinem Willen, weil die Kraft urgesetzlich wirksam werden muß. Überleget immer: Die geistigen Urwesen waren ausgestrahlte Kraft von Mir, ob sie nun aufgelöst sind oder sich wieder zusammenschließen nach endlos langer Zeit, das Urwesen wird nicht vergehen, sondern es kehrt unweigerlich einmal wieder zu Mir zurück, dann aber ist es wieder das gleiche Wesen, als das es von Mir seinen Ausgang nahm.

Es ist durch alle Schöpfungen hindurchgegangen auf dem Wege der Rückkehr zu Mir, und es geht zuletzt in der Form des Menschen, als dessen Seele, die letzte kurze Wegstrecke, wo es wieder die Einigung mit Mir erreichen muß, wo es bewußt wieder Meine Liebeanstrahlung annehmen muß, denn die freiwillige Rückkehr zu Mir besteht darin, daß der Urgeist seine Abwehr gegen Meine Liebekraftanstrahlung aufgeben muß. Dann ist es wieder das Gott-gleiche Geschöpf, Mein Ebenbild, es ist der gefallene Urgeist, das in aller Vollkommenheit erschaffene Wesen, das nun aber in völlig freiem Willen wieder die Vollkommenheit erreicht hat und darum sich nun wieder mit Mir zusammenschließen kann und ewig nun mit Mir verbunden bleibt.
Amen

Bertha Dudde 8216, empfangen am 16.7.1962
Titel: Satan – Stammvater der Materie und aller Menschenseelen
Beitrag von: Maria am Juli 26, 2018, 05:20:11 Vormittag
Satan – Stammvater der Materie und aller Menschenseelen

Gottes Erlösungsplan

[RB.02_153,01] Rede Ich: „Lieber Freund, dein Herz ist gut, weil du ein gebührendes Mitleid mit deinen Brüdern hast – eine Eigenschaft, die gar vielen deiner irdischen Glaubensgenossen mangelt. Aber deine Erkenntnis ist noch sehr gering.

[RB.02_153,02] Meinst du denn, Ich kümmere Mich etwa um die Menschheit auf der Erde nicht mehr? Oder glaubst du, daß dein Herz mehr Liebe hat als das meinige? Oder daß Ich nicht mehr einsehen könne, was der auf Erden lebenden Menschheit frommen möchte? Siehe, dein Herz ist ja gut. Aber gut wie ein Blinder, der einen Geier koset in der Meinung, er sei eine sanfte Taube! Weißt du wohl, woher die meisten Menschen der Erde ursprünglich stammen und wie sie jeweils geführt werden müssen, um durch allerlei Erlösungsmittel zu wahren, freien Menschengeistern herangebildet zu werden? Siehe, das hast du noch nie gewußt und eingesehen. Und dennoch willst du Mich ganz leise beschuldigen, als hätte Ich die Schuld, daß es nun mit der Menschheit so schlecht und elend stehe. Das ist sehr eitel von deines Herzens Weisheit!

[RB.02_153,03] Hast du auf der Erde nie gesehen, wie die Metalle aller Art und das Glas bereitet werden? So du je in einem Schmelzofen das Erz sich erglühen und dann zischend und tobend in ein Becken ergießen sahst – was mußte dein Gefühl dabei empfinden, so es an die Möglichkeit dachte, daß solche Materie etwa irgendeine stumm-intelligente Empfindung haben könnte? Welch ein Schmerz muß ihr innewohnen, so sie durch des Feuers Allgewalt in ihrer ersten Form gänzlich zerstört und in eine neue überzugehen genötigt wird! Und so du dann das abgekühlte feste, blanke und nützliche Metall ansiehst, wird es dir dabei auch so wehmütig zumute? Siehe, dann hast du eine Freude und lobst den Verstand der Menschen, die durch die Kraft des Feuers so nützliche Metalle und so herrlich schimmerndes Glasgeschirr zuwege bringen.

[RB.02_153,04] Und so ist es auch mit der Bildung des Menschen. So er krank ist oder lahm, blind, taub, stumm und manchmal voll Aussatz – da wird ein weiser Arzt alles aufbieten, um den Kranken wieder gesund zu machen. Aber so die Krankheit starke und schmerzliche Heilmittel fordert, ist es da vom Arzte wohl weise und liebevoll, aus einem unzeitigen Mitleidsgefühl dem Heilbedürftigen jene Mittel vorzuenthalten, durch die dem Kranken einzig und allein zu helfen ist?

[RB.02_153,05] So du Ohren hast zu hören, so höre: Satan ist ursprünglich als ein Geistmensch geschaffen worden. Als er aber durch ein Gesetz seine volle Freiheit hätte erkennen und annehmen sollen, ward er unwillig und fiel durch die Verachtung des Gesetzes und somit auch durch die Verachtung Gottes. Da er aber gleich Adam ein Urvater der ferneren Menschen für die Ewigkeit hätte werden sollen, so trug er auch gleich einem Samenkorn Aeonen von künftigen Menschen in sich und riß sie sogestaltet von Mir, seinem Schöpfer, los. Die Folge davon war die materielle Schöpfung aller Welten, welche da ist ein notwendiges Gericht. – Er allein für sich kann wohl noch lange bleiben, was er ist; aber die zahllosen Keime der Menschen werden ihm genommen, auf dem freilich harten Wege durch die Materie. Diese Keime aber gehen aus seinem gesamten Wesen hervor: bald aus seinen Haaren, aus seinem Haupte, bald aus seinem Halse, seiner Zunge, seinen Zähnen, seiner Brust, aus seinen Eingeweiden, aus seiner Haut, seinen Händen und Füßen. Und siehe, je nachdem die jeweilige Menschheit aus des gefallenen Satans einem oder dem andern Teile hervorgeht, muß sie auch entsprechend behandelt und geführt werden, um die Stufe der wahren Vollendung zu erreichen.

[RB.02_153,06] Wenn man das weiß, kann man dann mit Grund gegen Mich auftreten und fragen: ,Herr, warum hilfst Du den Elenden nicht und läßt sie verschmachten und zugrunde gehen?‘ Siehe, Ich lasse niemanden zugrunde gehen, selbst den Satan und die barsten Teufel nicht. Aber so lassen kann Ich sie nicht, wie sie – wider alle Meine Ordnung, von der die Erhaltung aller Dinge abhängt – es in ihrer eigensüchtigen Blindheit wollen. Sondern Ich muß auf jede mögliche ordnungsmäßige Weise sorgen, daß sie alle am Ende doch jenes Ziel erreichen, das ihnen von Meiner Ordnung von Ewigkeit her gestellt ist.

[RB.02_153,07] Meinst du aber etwa, daß da in diesen Gräbern lauter armes Proletariat, das gewisserart wegen seiner Armut zu sündigen genötigt ist, im Gerichte gefangen rastet? Oh, da bist du in großer Irre! Siehe, die da unten sind lauter Großstämmler, lauter Wesen, die in den verschiedensten Dingen wohlunterrichtet waren. Aber da sie alles, was sie kannten und hatten, nur zum Vorteile ihres Hochmutes, ihrer harten Unversöhnlichkeit, ihrer fleischlichen Wollust, ihres Neides und Geizes verwendet und somit ihre Seele zu sehr vermaterialisiert haben – so stecken sie nun auch in den Gräbern desselben Gerichtes, das sie sich selbst bereitet haben!

[RB.02_153,08] Dort hinter dem Grabmal wirst du eine Öffnung entdecken. Gehe hin, schaue hinein und sage Mir, was du siehst! Dann erst wollen wir weiter diese Sache miteinander erörtern.“

Von der Hölle bis zum Himmel Band 2, Kapitel 153
Titel: Re: Gottes Heilsplan von Ewigkeit
Beitrag von: Maria am Juli 26, 2018, 05:22:14 Vormittag
Erstgeschaffenes Wesen - Lichtträger -  Abfall von Gott

Euer Verstand fasset als Mensch nur bis zu einem bestimmten Grade die tiefere Wahrheit, denn Reingeistiges lässet sich nur geistig erklären, diese Erklärung wird vom Geist in euch entgegengenommen und wohl auch durch die Seele dem Verstand zugeleitet, doch dieser ist irdisch noch zu sehr belastet, und er vermag sonach nicht in geistiges Wissen so tief einzudringen, daß ihm alles klar ist. Mein Geist aber gibt dessenungeachtet sich durch den Geistesfunken in euch kund, und wer die Liebe hat, der fasset auch den Sinn dessen, was Ich ihm künde: Mein Gestaltungswille war übergroß, Meine Kraft unversiegbar, und Ich fand Meine Seligkeit im Verwirklichen Meiner Gedanken und Pläne. Und diese Seligkeit wollte sich mitteilen, Meine Liebe wollte sich verschenken, Ich wollte, daß außer Mir noch ein Wesen sich dessen erfreuen sollte, was Mich unsagbar beglückte. Ich empfand Mein Alleinsein als ein Manko, das Ich jederzeit beheben konnte, sowie Ich es wollte.

Und Ich wollte Mich wiederfinden in einem Wesen, das mit Mir aufs engste verbunden sein sollte, das Ich als Spiegel Meiner Selbst, als Mein Abbild, gestalten wollte, um ihm unbegrenzte Seligkeiten bereiten zu können und so auch Meine Seligkeit wieder zu erhöhen. Ich wollte ein solches Wesen erschaffen, und dieser Wille genügte, denn Mein Wille war Kraft und wirkte stets in Liebe und Weisheit.

Das aus Mir herausgestellte Wesen nun war wohl Mein Abbild, doch es konnte Mich nicht sehen, weil es, so es Mich hätte schauen können, vergangen wäre vor Seligkeit, weil Meinen Anblick kein Wesen ertragen könnte, denn jedes Wesen, auch das vollkommenste Abbild Meiner Selbst, ist immer nur ein Erzeugnis Meiner Liebekraft, während Ich die Liebekraft Selbst bin und in unvergleichlicher Stärke alles überstrahle, darum aber nicht schaubar war dem von Mir hinaus gestellten Wesen. Doch Ich hatte Mir in diesem Wesen ein Gefäß geschaffen, in das unentwegt Meine Liebekraft einströmen konnte, ein Wesen, das also auch Meinen Gestaltungswillen, Meine Kraft, Meine Weisheit und Meine Liebe im Übermaß empfing von Mir durch das ständige Einströmen der Kraft aus Mir. Es konnte also nun die gleiche Seligkeit empfinden, es konnte sich seiner Kraft nach seinem Willen entäußern, es konnte schöpferisch tätig sein, sich selbst zur Beglückung, und also Meine Seligkeit ständig erhöhen, weil Meine Kraft dieses Wesen dazu befähigte, und Ich erfreute Mich an seinem Glück.

Und nun gingen aus jenem Wesen zahllose gleiche Wesen hervor. Es waren alles Kinder Meiner Liebe, in strahlendem Licht, in höchster Vollkommenheit, denn es konnte aus dem von Mir geschaffenen Abbild Meiner Selbst und Meiner unendlichen Liebe immer nur höchst Vollkommenes hervorgehen, weil unser beider Wille gleich war, unser beider Liebe sich in den erschaffenen Wesen wiederfand, weil es nichts Unvollkommenes gab, solange Mein Wille und Meine Liebe wirkten durch jenes erst-geschaffene Wesen.

Es war eine lichtvolle Geisterwelt, es waren urgeschaffene Geister in großer Zahl, die Kraft aus Mir strömte unbeschränkt dem Wesen zu, das Ich Mir erkoren hatte zum Träger des Lichtes und der Kraft. Und das Wesen selbst war überselig. Doch Ich wollte auch diese Seligkeit noch erhöhen; Ich wollte, daß es nicht an Meinen Willen gebunden war, sondern aus eigenem Willen sich betätigen sollte, der, wenn das Wesen vollkommen war und blieb, Mein Wille war.

Denn das Wesen war als geschaffen von Mir keines anderen Willens fähig. Ich aber wollte, daß es frei schalten und walten konnte, weil dies erst das Merkmal eines göttlichen Wesens war, daß die Liebe in ihm so mächtig ist, daß diese bestimmend ist für einen Mir gleich gerichteten Willen.

Diese Liebe wollte Ich empfangen von Meinem erst geschaffenen Wesen, die aber auch gleichzeitig dem Wesen die höchste Vollendung eintragen sollte, so daß es nicht mehr als geschaffenes Wesen wirkte nach Meinem Willen, sondern als aus Liebe in Meinen Willen eingegangen unbegrenzte Seligkeit genießen sollte.

Um aber diese Willens- und Liebeprobe ablegen zu können, mußte es sich in völliger Willensfreiheit bewegen. Es sah Mich nicht, aber es erkannte Mich, denn es stand im Licht. Es sah aber die ungezählten Wesen, die sein Wille hatte erstehen lassen, und es fühlte sich selbst als deren Erzeuger, wenngleich es darum wußte, daß es die Kraft von Mir bezogen hatte.

Und das Wesen neidete Mir die Kraft. Als selbst schaubar den von ihm erschaffenen Wesen, war es sich doch des Ausganges aus Mir bewußt, aber es nahm das Herrscherrecht über diese Wesen für sich in Anspruch, indem es sich selbst ihnen als Kraftquell, als einzige erschaffen-könnende Macht hinstellte. Es kündigte Mir gleichsam die Liebe, um herrschen zu können. Es ist dieser Vorgang für euch Menschen unbegreiflich, daß ein sich selbst erkennendes Wesen sich in völlig falsches Denken verirren konnte, doch der freie Wille erklärt solches, der, um in Aktion treten zu können, auch negativ wählen können, aber nicht wählen mußte.

Der Licht- und Kraftträger sah auf der einen Seite die Beweise der durch ihn geleiteten Kraft, doch den Kraftquell selbst sah er nicht. Also erhob er sich selbst zum Herrscher über seine geschaffenen Geister und suchte auch diesen Mich Selbst als nicht-seiend hinzustellen. Er suchte seinen Mir nun abgekehrten Willen auf jene zu übertragen.

Und nun kam der Moment der Entscheidung, das Beweisen ihrer Vollkommenheit, auch für diese vom Lichtträger unter Nutzung Meiner Kraft geschaffenen Wesen. Meine Kraft war in allen diesen Wesen, sie waren lichtvollst und erglühten in Liebe zu Mir, Den sie zwar nicht sahen, aber doch erkannten. Sie waren aber auch in Liebe ihrem Erzeuger zugewandt, weil die sie erschaffende Kraft Liebe war, die durch das erstgeschaffene Wesen geströmt und dieses zum Erschaffen befähigt hatte. Diese Liebe sollte nun sich entscheiden, und sie spaltete sich.

Es entstand eine heillose Verwirrung unter dem Geistigen, das zum Entscheid sich gedrängt fühlte. Es war aber auch wieder verständlich, da Meine Liebekraft als Licht wirkte, daß der Drang zum Urquell der Kraft bei vielen Wesen stärker war, daß die Liebe sich verringerte zu dem, der sich von Mir trennte, und mit verstärkter Gewalt Mir zudrängte. Denn das Licht in ihnen war die Erkenntnis, daß Ich die Liebe war von Ewigkeit. Jedes Wesen zwar hatte die Erkenntnis, doch auch den freien Willen, der nicht durch die Erkenntnis gebunden war, ansonsten er unfrei gewesen wäre. Und die geistige Welt spaltete sich.

Das Wesen außer Mir hatte seinen Anhang wie auch Ich Selbst, wenngleich Ich nicht schaubar war. Die Kraft aus Mir aber wirkte so stark, daß sich viele Wesen abwandten von dem, der sich Mir entgegenstellen wollte, Ihr Wille blieb recht gerichtet, während der Lichtträger mit seinem Anhang den Willen verkehrt richtete, sie sich also willensmäßig von Mir trennten und dies den Sturz in die Tiefe bedeutete.

Es wurde also der Lichtträger, das aus Mir herausgestellte lichtvollste Wesen, Mein Gegner, während das aus ihm Hervorgegangene, das unser beider Liebewille schuf, sich teils Mir, teils ihm zuwandte, je nach der Liebeglut, von der es erfüllt war. Denn mit dem Moment der Trennung des Lichtträgers von Mir entstand auch in den Wesen ein unbestimmtes Verlangen nach einem gefestigten Pol.

Der freie Wille begann sich zu entfalten, sie wurden weder von Mir noch von Meinem Gegner zwangsweise beeinflußt, sondern nur angestrahlt von unser beider Kraft, die jedes Wesen für sich gewinnen wollte. Meine Kraftströmung war nur Liebe und berührte die Wesen so gewaltig, daß sie Mich erkannten, ohne Mich zu sehen, aber auch die Willenswandlung Meines erstgeschaffenen Wesens erkennen konnten. Doch da sie dieses Wesen schauen konnten, folgten viele ihm, d.h., sie ordneten sich seinem Willen unter und strebten also von Mir ab.

Doch ebenso fühlten sich urgeschaffene Wesen als Meine Kinder und blieben Mir treu aus freiem Willen, nur war die Zahl derer weit geringer. Es waren dies die erstgeschaffenen Wesen, die seligster Gestaltungswille Meines Lichtträgers und unermeßlich ihm zuströmende Liebekraft erstehen ließ. Und diese Liebekraft war auch diesen Wesen eigen und drängte sie unentwegt Mir zu, denn sie erkannten den nunmehrigen Willen ihres Erzeugers als verkehrt und wandten sich daher von ihm ab.

Auch den anderen Wesen wäre dieses Erkennen möglich gewesen, doch sie folgten blindlings dem, den sie schauen konnten, und ihr Wille wurde geachtet und in keiner Weise auf diesen von Mir eingewirkt, weil dieser Willensentscheid sein mußte, um das Erschaffene zu selbständiger Vollkommenheit zu gestalten.

Das Wesen, das Mich verließ, zog einen großen Anhang mit sich zur Tiefe hinab, denn von Mir sich entfernen heißt der Tiefe zustreben, einem völlig gegensätzlichen Zustand entgegenzugehen, der also Finsternis und Ohnmacht, Erkenntnis- und Kraftlosigkeit bedeutet. Wohingegen Meine Kinder blieben in strahlendstem Licht und unermeßlicher Kraft, in Seligkeit.

Nach diesem Fall Luzifers, des Lichtträgers, war seine Kraft gebrochen. Er konnte sich nicht mehr schaffend und gestaltend betätigen, wenngleich Ich ihm nicht die Kraft entzog, weil er Mein Geschöpf war. Seine Macht und Kraft war sein Anhang, über den er nun herrschte als Fürst der Finsternis. Doch es sind auch Meine Liebeprodukte, die Ich Meinem Gegner nicht auf ewig belasse.

Solange diese Wesen noch seinen Willen in sich tragen, gehören sie ihm; doch sowie es Mir gelungen ist, ihren Willen Mir zuzuwenden, hat er sie verloren, und seine Kraft nimmt also im gleichen Maß ab, wie Ich das ihm Hörige erlöse aus seiner Gewalt, was jedoch stets den freien Willen des Wesens zur Voraussetzung hat.
Und dies bezweckt Mein Heilsplan von Ewigkeit, der von allen Bewohnern des Lichtreiches, von Meinen Engeln und Erzengeln, aufs eifrigste und liebevollste unterstützt wird, denn sie alle sind Meine Mitarbeiter, die bemüht sind, den gefallenen Brüdern die Seligkeit wiederzugeben, die sie einst freiwillig sich verscherzten.

Und dieses Befreiungswerk wird gelingen, wenn es auch ewige Zeiten erfordert, bis das letzte einst Gefallene zurückkehrt zu Mir, bis auch Mein aus Meiner Liebe hervorgegangenes erstes Wesen sich Mir wieder nähert im Verlangen nach Meiner Liebe, bis auch dieses reumütig zurückkehrt ins Vaterhaus, das es einst freiwillig verlassen hat.
Amen

Bertha Dudde 5612, empfangen am 28.2.1953
Titel: Entstehung des Schöpfungswerkes „Erde“
Beitrag von: Maria am Juli 26, 2018, 05:23:33 Vormittag
Entstehung des Schöpfungswerkes „Erde“

Der Gang des Geistigen über die Erde erstreckt sich auf Ewigkeiten. Denn das Geistige selbst wurde zu der Materie, aus der die Erde und alle ihre Schöpfungen bestehen. Verhärtete geistige Substanz wurde zur Materie durch den Willen Gottes, also es ist das ganze Schöpfungswerk Erde, sowie auch alle Schöpfungen im gesamten Universum, ehemals von Gott ausgegangene geistige Kraft, die als „Wesen“ von Ihm ausgestrahlt wurde, sich aber in sich selbst so verkehrte, daß sie zuletzt nur verhärtete geistige Substanz war, die nun umgeformt wurde zu Schöpfungen jeglicher Art.

Endlose Zeiten sind dazu nötig gewesen, denn es ging auch diese „Umgestaltung“ in gesetzmäßiger Ordnung vor sich, es fand die Erstehung dessen, was nun als „bewohnte Erde“ ersichtlich ist, in zahllosen Entwicklungsphasen statt, es war kein plötzlich-hinaus-gestelltes Werk der Schöpfermacht Gottes. Denn auch die langsame Entwicklung verfolgte ihren Zweck. Es wurden immer wieder aufgelöste geistige Partikelchen eingefangen und umgeformt, es war ein Werdegang von unvorstellbar langer Zeitdauer, bevor die Erde sich gestaltet hatte zu einem Schöpfungswerk, das dem immer reifer werdenden Geistigen zum Aufenthalt und zum naturmäßigen Leben dienen konnte, wie es in Gottes ewigem Heilsplan vorgesehen war. Und auch dieses Geistige brauchte endlos lange Zeiten, bis es den Grad erreicht hatte, wo es dann als Mensch über die Erde gehen durfte zwecks letzter Vollendung.

Dieser letzte Erdengang als Mensch ist wie ein Augenblick im Verhältnis zu der ewig langen Zeit der Vorentwicklung der Erde. Für Gott war zwar die Erschaffung jeglicher Form ein Augenblickswerk, denn durch Seinen Willen und Seine Kraft stellte Er jeglichen Gedanken aus Sich heraus als bestehendes Werk. Doch der Widerstand des einst gefallenen Geistigen bestimmte die Zeitdauer bis zur materiellen Verformung. Denn Gott zwang dieses widerstrebende Geistige nicht, sondern Seine Liebekraft nahm es gefangen so lange, bis es in seinem Widerstand etwas nachließ, um es dann zu umhülsen nach Seinem Plan, um ihm dann irgendwelche Formen zu geben, in denen es eine gewisse Tätigkeit verrichtete, die zwar so minimal war, daß wieder ewige Zeiten vergingen, bis sich diese Formen langsam auflösen und verändern konnten.

Die Entstehung der Erde hat endlos lange Zeit gebraucht, bis sie von Lebewesen bewohnt werden konnte, und diese wieder machten die Erde dazu tauglich, nach wieder endlos langer Zeit den Menschen zur letzten Ausbildungsstätte zu dienen. Die Menschenseele aber war in allen ihren Partikelchen durch die Schöpfungen hindurchgegangen. Der Fall zur Tiefe aus höchster Höhe war so endlos gewesen, daß eben auch eine endlose Zeit nötig wurde, aus dieser Tiefe wieder so weit emporzusteigen, daß das Ichbewußtsein dem Wesen wiedergegeben werden konnte, daß nun eine letzte Vollendung den letzten Gang zur Höhe möglich machte.

Aber die Schöpfung war vorerst erstanden, und diese birgt nun jenes gefallene Geistige, dessen Zahl endlos war und dessen Rückführung zu Gott daher auch endlose Zeiten benötigen wird und somit ein Ende der Schöpfung noch nicht vorauszusehen ist. Doch die „Schöpfungen“ bestehen nun, und es geht nun alles seinen gesetzmäßigen Weg. Sie werden von immer neuen Geistespartikelchen belebt, die durch ständigen Wechsel der Außenform sich immer weiter zur Höhe entwickeln und darum auch ein ständiges Werden und Vergehen jeglicher materieller Schöpfungen zu ersehen ist.

Und es erneuern sich auf diese Weise immer wieder alle Schöpfungswerke und dienen so zum Ausreifen des in ihnen sich bergenden Geistigen, wie sie aber auch dem Menschen zur Fortentwicklung dienen, weil sie dessen körperliches Leben auf Erden gewährleisten. Solange dem in den Schöpfungen gebundenen Geistigen der freie Wille genommen ist, geht auch die Aufwärtsentwicklung seinen Gott-gewollten Gang, das gebundene Geistige dienet in irgendeiner Form und reifet dadurch langsam aus.

Sowie aber das Geistige im Stadium als Mensch über die Erde geht, besitzt es wieder den freien Willen und kann dann,. anstatt aufwärtszusteigen, auch im Stillstand verharren oder wieder rückwärtsgehen. Es kann versagen in der letzten Zeit seines Entwicklungsganges. Und es kann dieser Rückgang auch dazu führen, daß das Geistige im Menschen, die „Seele“ oder der einst „gefallene Urgeist“, wieder in seiner geistigen Substanz verhärtet wie ehedem und die notwendige Folge dessen ein nochmaliges Auflösen der Seele in unzählige Partikelchen ist, das wieder den Gang durch die materiellen Schöpfungen der Erde nach sich zieht (erfordert).

Und dieser nun nötig gewordene Vorgang bedingt auch wieder ein Auflösen und Umwandeln von Schöpfungswerken jeglicher Art, was als Beenden einer Erdepoche und Beginn einer neuen bezeichnet werden kann. Und so müsset ihr Menschen es euch zu erklären suchen, daß in von-Gott-festgesetzten Zeiträumen solche gewaltsame Wandlungsakte an dem Schöpfungswerk Erde sich vollziehen, die immer in Gottes Liebe und Weisheit begründet sind und die immer nur der Erlösung des einst gefallenen Geistigen dienen.

Und ihr müsset auch jederzeit mit solchen Eingriffen von seiten Gottes rechnen, wenn die Menschen nicht mehr den rechten Zweck ihres Daseins erkennen, wenn sie also ihr Erdenleben nicht auswerten zum Ausreifen ihrer Seelen, zur letzten Vollendung. Denn dies ist einziger Zweck jeglichen Schöpfungswerkes, daß es die Seele des Menschen zum Ausreifen bringt, daß es ihr dazu verhilft, zu werden, was sie war im Anbeginn, ein höchst vollkommenes Wesen, das aus Gottes Liebe hervorging, aber im freien Willen von Ihm abgefallen war. Es soll wieder zurückkehren zu Ihm, und Gott Selbst hat den Rückführungsweg ihm geschaffen durch den Gang durch alle Schöpfungen dieser Erde.
Amen

Bertha Dudde 7942, empfangen am 15.7.1961
Titel: Erschaffung des Menschen – Sündenfall
Beitrag von: Maria am Juli 26, 2018, 05:25:05 Vormittag
Erschaffung des Menschen – Sündenfall

Endlos lange Zeit benötigte das gefallene Geistige zu seiner Aufwärtsentwicklung, und endlos lange Zeit erforderten auch Meine einzelnen Schöpfungen, die gleichsam mit dem darin gebundenen Geistigen auch sich entwickeln mußten, um immer reiferes Geistiges in sich bergen zu können. Immer wieder wurden neue Formen erschaffen und immer wieder diesen Formen eine Bestimmung zugewiesen. Es entstand also die irdische Schöpfung nicht im Augenblick, sondern unendlich lange Zeiträume sind vergangen, bis das Geistige in allen Reifegraden die für dieses erforderliche Außenform fand, weil die immer ansteigende Reife auch immer wieder neue Schöpfungen bedingte, die es aufnehmen konnten. Solange aber das Geistige im Mußgesetz wandelte, bedeutete also Meine schöpferische Tätigkeit: Erschaffen der Erde als Ausreifungsstation für das zutiefst gefallene Geistige, das darin eine Reife erlangen sollte, die dem gebundenen Geistigen den freien Willen zurückgab, den es einst mißbraucht hatte.

Nun aber mußte auch eine Außenform geschaffen werden für dieses ausgereifte Geistige, damit es in dieser Form wieder den freien Willen erproben konnte. Es war dieses Schöpfungswerk der Mensch, der sich von allen zuvor erstandenen Schöpfungen insofern unterschied, als daß er nebst dem freien Willen auch mit Verstand und Vernunft begabt war, mit einer Denkfähigkeit, mit Ichbewußtsein und mit der Fähigkeit, sich durch die Sprache austauschen zu können mit seinen Mitmenschen, weil das Zusammenleben zur Willenserprobung die nötigen Voraussetzungen ergab.

Die äußere Form des Menschen war schon in den letzten Stadien im Mußzustand vorhanden und zur Aufnahme unzähliger ausgereifter Seelensubstanzen bestimmt worden, doch diese Lebewesen handelten noch im Mußzustand, wie es das Naturgesetz verlangte, und waren sonach nicht für ihr Handeln verantwortlich, sie waren nur in ganz geringem Maß denkfähig, jedoch als Sammelbecken für das in endlos langer Entwicklungszeit ausgereifte Geistige ebenfalls Schöpfungswerke, die Meine Weisheit und Liebe für dieses Geistige geformt hatte. Als Menschen waren aber erst die Lebewesen anzusprechen, die im Besitz des freien Willens, des Verstandes und des Ichbewußtseins waren.

Und nun erst setzte der Plan der Vergeistigung dieser Geschöpfe ein, der nun erforderte, daß diese Wesen, die Menschen, von Mir belehrt wurden, die ihre Denkfähigkeit, ihren Verstand und ihren freien Willen nützen sollten diesen Meinen Belehrungen gemäß und die nun kraft ihres freien Willens leben und schaffen konnten auf Erden, die sich zu Göttern gestalten, aber auch gänzlich Meinen Belehrungen und Meinem Willen zuwiderhandeln konnten und zur Tiefe zurückkehren, aus der sie emporgestiegen waren.

Ich schuf den Menschen, Ich gab dem in einem bestimmten Reifegrad stehenden Geistigen eine Außenform, die wieder Meiner Weisheit und Meiner Liebe entsprach und auch der Aufgabe, die nun der Mensch zu erfüllen hatte. Die Außenform wurde erst zu einem lebenden Wesen, als das Geistige darin Aufenthalt nahm, die Zusammensetzung unzähliger Partikelchen, die nun als „Seele“ der Form das Leben gab. Denn das Geistige ist ständig wirkende Kraft und war wohl während der Vorstadien, während des endlos langen Entwicklungsganges, gebunden und zu ungehemmter Tätigkeit unfähig; doch in der letzten Außenform, im Menschen, kann es wieder tätig werden. Es kann seine ihm eigene Kraft entfalten und sie durch den Zusammenschluß mit Mir unbeschränkt vermehren.

Den ersten Menschen stand Meine Kraft ungemessen zu Gebote; sie waren ausgestattet in ungewöhnlicher Weise, weil ihr Probeleben auf der Erde dazu führen sollte, daß sie als völlig vergeistigt ihre irdische Hülle ablegen und wieder zurückkehren sollten als rechte Kinder in ihr Vaterhaus. Doch die Willensprobe mußte ihnen gestellt werden, die Ich von einem jeden erschaffenen Wesen fordere; das Bestehen dieser Probe der ersten Menschen hätte alle nachfolgenden Menschen leicht das letzte Ziel erreichen lassen.

(1.11.1953) In den ersten Menschen hatte Ich Mir Wesen geschaffen, die trotz ihrer Unzulänglichkeit, d.h. ihrer mangelnden Vollkommenheit als Folge des Abfalles von Mir, doch zur Erkenntnis Meiner Selbst gelangen konnten, die sich selbst erkannten als Geschöpfe, die also durch ihre Denkfähigkeit und ihren freien Willen Meinen Willen erkennen und ausführen konnten. Ich hatte Mir Wesen geschaffen, denen Ich Mich trotz ihres Abstandes von Mir verständlich machen konnte, die Mein Wort vernehmen und auf sich wirken lassen konnten, was zuvor, im Zustand des gebundenen Willens, unmöglich war.

Der Mensch also war das erste irdische Schöpfungswerk, das einen gefallenen Urgeist in sich trug und nun diesem Urgeist wieder verhelfen sollte, auch in seinen Urzustand zurückzukehren, um wieder als freies Geistiges in ewiger Vereinigung mit Mir schaffen und wirken zu können. Das war die Aufgabe des ersten erschaffenen Menschen, und es bleibt die Aufgabe aller Menschen bis zum Ende, bis zur restlosen Vergeistigung alles Gefallenen.

Es war eine nicht allzu schwere Willensprobe, die der erste Mensch abzulegen hatte. Doch zu dieser Erprobung mußte auch Meinem Gegner das Recht zugebilligt werden, auf ihn einzuwirken. Und diesem Einwirken erlag der Mensch. Er wurde ein zweites Mal Mir abtrünnig, und es war dies der erste Sündenfall auf dieser Erde, der Sündenfall, von dem die Menschheit Kenntnis hat, auch wenn sie nichts von dem einstigen Abfall des Geistigen von Mir weiß. Dieser aber erklärt erst alles. Denn der erste Mensch hätte nicht fallen können, wenn er das erste wesenhafte Schöpfungswerk aus Mir gewesen wäre, das im Vollbesitz von Kraft und Licht hätte stehen müssen, weil aus Mir nur Vollkommenes hervorgehen kann. Denn es hätte dann noch keine Gegenkraft auf ihn einwirken können.

Die Begründung seines Falles aber ist in jenem Abfall der Geister zu suchen und also in der noch nicht voll ausgereiften Seele des Menschen, die sich zwar bewähren konnte, aber nicht bewähren mußte. Es hatte der Mensch zwar den Verstand und den freien Willen und darum auch eine Verantwortung zu tragen für seine Seele. Und also mußte der Mensch seine Schuld büßen. Mein Gegner behielt die Macht über das als Mensch verkörperte Geistige, und das bedeutet für jeden Menschen einen mühseligen, mit Kampf und Leiden verbundenen Erdenlebensgang mit dem Ziel, sich seiner Gewalt zu entwinden, ein Ziel, das auch der Mensch erreichen kann, weil Jesus Christus dem durch den Sündenfall Adams geschwächten Menschengeschlecht zu Hilfe kam und die Erlösung also gewährleistet ist für jeden, der Ihn anerkennt als Gottes Sohn und Erlöser der Welt und Ihm willig nachfolgt.
Der erste Mensch hätte die Brücke erbauen können, auf der dann alle seine Nachkommen zu Mir gelangen konnten, doch da er fiel, mußte die Menschheit noch lange in der Knechtschaft des Satans verharren, bis der Erlöser kam, bis Jesus Christus zur Erde niederstieg, um nun eine Brücke zu schlagen in das geistige Reich durch Sein Leiden und Sterben, durch Seinen Tod am Kreuze.

(2.11.1953) Der Willensentscheid, der von Meinem erstgeschaffenen Wesen, von Luzifer, gefordert wurde, war keineswegs als ein Gebot zu betrachten, vielmehr war es dem Wesen völlig freigestellt, nach einer Richtung hin seinen Willen zu wenden, und die Richtung seines Willens war allein in seinem Verlangen nach Macht und Alleinherrschaft begründet. Es war sich wohl bewußt, aus Mir hervorgegangen zu sein, glaubte sich jedoch auch allein regierend sein zu können, weil es Mich nicht sah.

Es erkannte Mich als seinen Ausgang, es wollte Mich aber nicht anerkennen. Und diesen Willen hatte nicht Ich in das Wesen hineingelegt, sondern das Wesen selbst hatte den von Mir ihm geschenkten freien Willen so gewandelt. Das war der Unterschied zwischen dem ersten Fall Luzifers und dem Sündenfall des ersten Menschen, denn dieser trug noch den verkehrten Willen in sich, und darum gab Ich ihm ein Gebot, das er nicht übertreten sollte, ein Gebot, das er auch leicht hätte halten können, wenn nicht der Gegengeist auf ihn eingewirkt hätte, der darum einen starken Einfluß hatte auf den Menschen, weil dieser im Grunde noch sein Anteil war, weil er noch nicht die Vollkommenheit wiedererlangt hatte, die einen Fall unmöglich machte.

Ein vollkommen erschaffener Mensch hätte nicht fallen können, d.h., er wäre zur Übertretung dieses Gebotes nicht fähig gewesen, weil das vollkommene Geistige im Menschen diesen zurückgehalten hätte von jedem Gott-widrigen Tun. Die Erschaffung des Menschen war aber erst die Folge des Falles Luzifers und seines Anhanges, denn Ich hätte es sonst wahrlich nicht nötig gehabt, dem von Mir ins Leben gerufenen Geistigen Außenformen zu geben als Umhüllung.

Die Form des Menschen aber barg das gefallene Geistige, und somit war der Mensch Adam mit jener einstigen Sünde schon belastet, die er aber abstoßen konnte, wenn er Meines Gebotes geachtet hätte. Es wäre ihm möglich gewesen, die Erbschuld zu tilgen, sein Fall verzögerte die Rückkehr des gefallenen Geistigen zu Mir wieder endlose Zeiten, doch sie ist möglich geworden durch das Erlösungswerk des Menschen Jesus, Der ohne ein Gebot Meinerseits das getan hat, was der Mensch Adam tun sollte, völlig in Meinen Willen einzugehen und durch ein Liebeleben wieder auf Erden sich mit Mir zusammenzuschließen und in den Vollbesitz von Kraft und Licht zu gelangen.
Amen

Bertha Dudde 5800, empfangen am 31.10.u.1.11.u.2.11.1953
Titel: Der Sündenfall
Beitrag von: Maria am Juli 26, 2018, 05:26:36 Vormittag
Der Sündenfall

[HGt.01_008,01] Und siehe, da verdeckte Sich die ewige Liebe das Angesicht und entfernte Sich nach der Zahl der Ordnung auf eine bestimmte Zeit und war blind aus Ihrer Tiefe der Erbarmung und wollte und konnte nicht wissen, was die Neugeschaffenen tun würden im Gerichte der Gottheit für die Probe ihrer Freiheit in der Zeit der Kürze auf der Erde durch die Liebe der Erbarmung. Und der Ort, der ihnen gegeben ward zur Wohnung auf den Festen des Landes, war ein Tal und war ein Garten und ward benannt das Paradies; und das war das Land, das später von Milch und Honig überfloß, und war die Stelle, die in der großen Zeit der Zeiten der größten der Taten der ewigen Liebe ,Bethlehem‘ hieß und so heißen wird fürder ewiglich, und war der Punkt, da das ewige Wort im Fleische körperlich zum ersten Male erschaute das Licht Seiner Gnade dem Tropfen der Erbarmung leuchten von der weiten Sonne, dem Monde und allen den Sternen.

[HGt.01_008,02] Und siehe, ihre Begierde wuchs im Gerichte der versuchenden Gottheit in Ihrem Grimme. Und es stand ein Baum im Garten, und dieser Baum trug Äpfel der schönsten Art, und der Eva gelüstete nach denselben, und sie sprach zu Adam: „Siehe, Adam, mich gelüstet stark nach dieser Frucht! So du willst, will ich eine pflücken und verkosten und es dir dann reichen als erste Gabe aus meiner Hand!“

[HGt.01_008,03] Und siehe, der Adam schwieg, nachdenkend über die Rede der Eva. Und eine innere Stimme, die heilig war, da sie aus der Gottheit in ihm kam, sagte ihm: „So ihr von der Frucht dieses Baumes essen werdet, so werdet ihr sterben!“ Und der Adam erschrak darüber sehr, so daß er keine Antwort geben konnte der geliebten Eva.

[HGt.01_008,04] Und die Begierde stieg in der Eva empor und zog sie unter den Baum und hieß sie pflücken einen Apfel vom selben. Und es gewahrte nun der Adam, daß die Eva untreu wurde seinem Herzen, und er ward traurig und sprach:

[HGt.01_008,05] „Eva, Eva, was tust du? Siehe, wir sind noch nicht gesegnet vom Herrn der Macht und der Kraft und des Lebens! Siehe, du hältst die Frucht des Todes in deiner Hand; wirf sie von dir, damit wir nicht sterben in der Nacktheit vor dem Herrn der Gerechtigkeit!“

[HGt.01_008,06] Und siehe, da erschrak die Eva in ihrer Begierde vor dem Ernste des Adam und ließ die Frucht des Todes fallen auf die Erde. Und ihre Begierde verließ sie, und sie ward frei von ihrer Begierde, und der Adam fand ein großes Wohlgefallen an der Befreiung aus den Schlingen der todbringenden Begierde Evas.

[HGt.01_008,07] Aber siehe, die von der Eva aus ihrem Herzen verbannte Begierde lag nun auf der Erde und formte sich durch die Macht des richtenden Grimmes der Gottheit zur Gestalt einer großen Schlange, nahm die Frucht des Todes in ihren Rachen, kroch auf den Baum und umschlang denselben in allen Ästen und Zweigen von der Wurzel bis zum Scheitel und richtete starre Blicke auf die Eva. Und die Eva gewahrte es und sah die Schlange an, und der Adam gewahrte es auch durch die Eva; aber er sah die Schlange noch nicht.

[HGt.01_008,08] Und siehe, die Eva näherte sich der Schlange und betrachtete mit großer Lust ihre verführerischen Windungen um den Baum und die schillernden Farben ihres kalten Schuppenpanzers.

[HGt.01_008,09] Die Schlange aber bewegte sich und legte den Apfel in den Schoß der nun sitzenden Eva, erhob dann ihren Kopf wieder und redete die Eva mit folgenden Worten an:

[HGt.01_008,10] „Eva, siehe deine Tochter, verstoßen von dir, umwinden den Baum deiner Lust! Verschmähe nicht die geringe Gabe, die ich dir in deinen Schoß legte, sondern genieße unbesorgt die Frucht deiner Liebe; du wirst nicht nur nicht sterben, sondern wirst dich sättigen für die Erkenntnis alles Lebens über Gott, den du fürchtest, wo Er doch schwächer ist denn du!“ Und siehe, da teilte sich die Zunge der Schlange und wurde spitziger denn ein Pfeil, und die Schlange neigte ihren Kopf zu Evas Brust, als wollte sie dieselbe küssen nach kindlicher Art; aber sie stieß nun ihre zwei Giftpfeile in die Brüste Evas, und die Eva erblickte ihre eigene Gestalt in der Schlange.

[HGt.01_008,11] Und nun bemerkte auch der Adam, was da vorging unter dem Baume, und es gefiel ihm überaus die zweite Eva, und er bemerkte nicht, daß es nur eine Schlange war. Und siehe, da entbrannte auch er in seiner Begierde, in der Lust zur zweiten Eva, nahm die Frucht aus dem Schoße der Eva, wurde ungetreu seiner Liebe und genoß von der verbotenen Frucht aus dem Schoße Evas mit wollüstiger Begierde; und in dem Genusse erkannte er sich als den Ersten, der verlorenging durch die große Eitelkeit seiner blinden Selbstsucht im Reiche des Lichtes der ewigen Liebe und gefallen ist ins Zornmeer der ewig unerbittlich tötenden Gottheit.

[HGt.01_008,12] Und nun siehe, wie er sich so erkannte und die verblendete Eva sich durch ihn, da stieg große Reue in ihm aus dem Grunde seines Herzens empor, und die Eva schämte sich ihrer gewahrten Nacktheit und der Nacktheit Adams und ward bestürzt vom Scheitel bis zur Sohle und bedeckte ihre Nacktheit mit Blättern von einem Feigenbaume. Und auch der Adam reckte seine Hände nach den Blättern zur Bedeckung seiner Blößen und verbarg sich in eine Höhle und weinte da Tränen großen Schmerzes; und die Eva verbarg sich hinter einem Dornstrauche und trauerte gewaltig über ihre verführende Schuld.

Haushaltung Gottes Band 1, Kapitel 8
Titel: Das Gericht des Herrn
Beitrag von: Maria am Juli 26, 2018, 05:33:00 Vormittag
Das Gericht des Herrn

[HGt.01_009,01] Und siehe, da zog die ewige Liebe durch die Macht und Kraft Ihrer Erbarmung die Hand der Macht und die Hand der Kraft von Ihren Augen der alles erleuchtenden Gnade, und das Licht der Gnade drang wesenhaft in die Höhle, da Adam weinte, und hinter den Dornbusch, da die Eva trauerte.

[HGt.01_009,02] Und es wurden Adams Tränen aufbewahrt in dem Schoße der Erde und hießen und heißen ,Thummim‘ oder Steine, aus denen das Licht strahlt der sieben Geister Gottes sinnbildlich, und wurden fest durch das Licht der Gnade aus der Wärme der Liebe, gleich seiner gerechten Reue als bleibendes Denkmal der erleuchtenden Weisheit, und wurden zerstreut über die ganze Erde zu tröstenden Zeichen der künftigen Wiedergeburt, wie sie sein soll gleich diesen Tränen Adams fähig zur Aufnahme und geteilten schönsten Wiedergabe des großen Lichtes aus dem Gnadenmeere der Erbarmungen der ewigen Liebe und soll widerstehen jeglicher Härte der Versuchungen der Welt.

[HGt.01_009,03] Und es wurden aufbewahrt die Zähren der trauernden Eva hinter dem Dornbusche in der Erde und wurden gefärbt gleich ihrer gerechten Schamröte durch den Mißbrauch der geheiligten Liebe Adams in ihr.

[HGt.01_009,04] Und die ewige Liebe sah, daß jegliche dieser Zähren Evas gerecht war vor Adam, dem Sohne der erbarmenden Liebe; und die Wärme der ewigen Liebe festete diese Zähren zu Steinchen, und ihr Name war ,Urim‘, zum sinnbildlichen Zeichen der gerechten Trauer Evas. Und sieh, eine Zähre fiel auf den sie schirmenden Dornbusch, und sieh, diese Zähre war eine der verlorenen Unschuld und färbte die sonst weiße Blume des Strauches; und die Blumen wurden gerötet zum Zeichen der verlorenen Unschuld Evas. Und nun siehe, wie die Menschen zwar jetzt schon alle Gewächse der Erde kennen, aber ihre wahre Bedeutung im Geiste und in der Wahrheit kennen sie nicht und werden sie nicht kennen und begreifen bis zur Wiedergeburt, wenn sie sich dieselbe werden erst zugeeignet haben, welches die Erbarmung der ewigen Liebe ist durch die Gnade der Erlösung in sich.

[HGt.01_009,05] Und nun siehe noch ein Geheimnis, das noch begriffen werden muß des frevelnden Hochmutes der Kinder der Welt wegen! Und siehe, zwei Blumen des Strauches wurden befruchtet von der unschuldgerechten Zähre Evas, und verwahrten durch alle Stürme der Zeiten während der großen Kriege Jehovas mit den Völkern der Erde ihren Segen der ewigen Liebe treulich, und machten zur Zeit der Lösung der Gnade von oben das Weib Abrahams lebendig zum Vorbilde des großen Werkes der erbarmenden Liebe, und machten lebendig das Weib des Zacharias zur wirklichen Vollbringung der größten aller Taten der erbarmenden Liebe des ewigen Gottes.

[HGt.01_009,06] Und nun kehre deine Augen wieder zurück zum Adam und zur Eva, und suche sie heim mit Mir, und siehe zu, wie Ich, die ewige Liebe, sie fand, nackt, verlassen, weinend und trauernd in gerechter Reue und gerechter Scham, und rief hervor den Adam und zog hervor die Eva.

[HGt.01_009,07] Und siehe, sie getrauten sich nicht anzuschauen das Angesicht ihres Vaters; denn sie waren erschreckt von einem großen Donner des todbringenden Gerichtes aus der Tiefe des Grimmes der Gottheit.

[HGt.01_009,08] Und die Zornflammen Gottes, des Unendlichen, wälzten sich furchtbar durch alle endlosen Räume zur Erde hinab, auf welcher die große Liebe nun weilte bei Ihren reuigen und trauernden gefallenen Kindern, geschaffen durch Ihre erbarmende Gnade.

[HGt.01_009,09] Und siehe, da gab es einen heißen Kampf zwischen der durch die Reue und Trauer der Geschaffenen Sich wieder erbarmenden ewigen Liebe und zwischen der alles zerstören wollenden, ergrimmten Gottheit zur Sühnung Ihrer unbestechbaren Heiligkeit.

[HGt.01_009,10] Denn siehe, die Zornflammen der ergrimmten Gottheit stürzten schneller denn Blitze zur Erde nieder, drangen bis in die Mitte derselben und entzündeten dieselbe in und an allen Orten und Enden, und es schlugen die verzehrenden Flammen bis an den Mond, bis an die Sonne, – ja sie ergriffen alle Sterne! Und siehe, da war die ganze, unermeßliche Unendlichkeit ein Feuermeer, und furchtbare Donner rollten durch alle endlosen Räume, und es heulte die Erde, und es tobte das Meer, und der Mond weinte, und die Sonne wehklagte, und alle Sterne schrien lauter denn alle Donner, von zu großer Schmerzensangst der ewigen Vernichtung gedrückt, und ihre großen Stimmen widerhallten furchtbar dröhnend aus den endlosen Tiefen des Grimmes der Gottheit, und die Stimmen riefen:

[HGt.01_009,11] „Großer, erhabener Gott, besänftige Deinen großen Zorn, und lösche die vernichtenden Flammen Deines übergerechten Grimmes, und schone der Schuldlosen in Deiner Heiligkeit; denn Deines Zornes Feuergrimm wird zerstören die Gerechten und wird vernichten die ewige Liebe in Dir und wird Dich Selbst gefangennehmen in Deiner übergroßen Macht und Kraft der Heiligkeit!“

[HGt.01_009,12] Und siehe und höre mit offenen Augen und offenen Ohren, was da die zornergrimmte Gottheit sprach; jedoch die Sprache verstand niemand denn allein die ewige Liebe, die in der Zeit des Zorngrimmausbruches der Gottheit das reuige neugeschaffene Paar schützte auf der heulenden Erde und wehrte ab der großen Zornflamme des Grimmes, zu ergreifen die Reuestätte Adams und die Trauerstätte Evas, durch die große Macht und Kraft Ihrer Barmherzigkeit.

[HGt.01_009,13] Und nun höre und verstehe wohl die Schauerworte des Zornes aus der Tiefe des Grimmes der Gottheit, und sie lauteten:

[HGt.01_009,14] „Was nützt Mir das Heulen und Toben der Erde, was das Weinen der Monde, was das Wehklagen der Sonnen, und was das Jammergeschrei der Sterne?! Denn Ich bin allein, verlassen von Meiner Liebe, die Mir untreu ist geworden und Sich von Mir entfernt hat hinab zur Erde zum Auswurf der Bosheit zwiefältig! Was soll Ich ohne Sie? Daher will Ich zerstören alle Ihre Werke aus dem Fundamente und vernichten alles, damit nichts da sei, was Meine Liebe von Mir in alle künftigen Ewigkeiten der Ewigkeiten vermögen sollte abzuziehen und zu entfernen! Und Ich will bleiben Gott, der Alleinige, in alle Ewigkeiten der Ewigkeiten, wie Ich war von Ewigkeiten der Ewigkeiten her; und du, morsches Gebäude der Schöpfung Meiner schwach gewordenen Liebe, stürze zusammen in nichtige Trümmer, ins Nichts, damit Ich Meine Liebe wiederfinde und Sie wieder stark mache durch die Macht und durch die Kraft Meiner ewigen Heiligkeit. Amen!“

[HGt.01_009,15] Und siehe, da lösten sich die Bande der Schöpfungen in allen Räumen der Unendlichkeit Gottes, und es stürzten die Trümmer durch die weiten Räume unter großem Krachen, Donnern, Heulen, Toben, Brausen und Sausen in die Tiefen der Tiefen ihrer Vernichtung zu, und diese war die Erde selbst, die ebenfalls zertrümmert lag im weiten Schoße der erbarmenden Liebe.

[HGt.01_009,16] Und die Neugeschaffenen bebten vor Angst ob des fürchterlichen Anblicks dieser großen, vernichtenden Schauderszene, deren Größe kein geschaffener Geist je in ihrer ganzen Fülle ganz erfassen wird; denn sie war unendlich.

[HGt.01_009,17] Und nun siehe und höre weiter, was die erbarmende Liebe da sprach und tat! Vernimm die Worte der Liebe in Ihrer Macht, und schaue die großen Taten der Barmherzigkeit in ihrer Kraft, und höre und verstehe wohl die Worte, welche so lauteten:

[HGt.01_009,18] „Großer, allmächtiger Gott aller Macht, aller Kraft und aller Heiligkeit! Ziehe zurück Deinen großen Zorn, und lösche aus das Feuer Deines alles zerstörenden Grimmes, und höre in der Ruhe Deiner Heiligkeit die Worte Deiner ewigen Liebe, welche das alleinige Leben ist in Dir, ewig wie Du und mächtig und stark wie Du aus Ihr und Sie aus Dir, und wolle nicht vernichten das Leben in Ihr und Dich durch Sie, sondern lasse Gnade für Recht ergehen, und lasse genugtun die Liebe Dir, und fordere Sühnung für Deine verletzte und gekränkte Heiligkeit, und Deiner Liebe wird kein Opfer zu groß sein, das Du von Ihr fordern möchtest zur ewigen Sühnung Deiner Heiligkeit!“

[HGt.01_009,19] Und nun siehe und höre und verstehe wohl, was darauf geschah und was die Gottheit darauf erwiderte! Es dämpfte sich das Feuer, und aus allen Räumen wehte ein sanfterer Hauch, untermischt mit noch stark rollenden Donnern durch die fliegenden Trümmer der aufgelösten Welten, welche von einer Unermeßlichkeit bis zur andern gleich großen Blitzen noch brennend zuckten. Und die Liebe verstand den Donner Gottes, welcher heftig sprach:

[HGt.01_009,20] „Ich will alle Schuld auf Dich legen, gleich den Welttrümmern auf die Erde, und Du sollst tilgen die Schmach Meiner Heiligkeit, welche das ewige Band ist zwischen Mir und Dir! Und siehe, Ich verfluche die Erde, damit kein Fleck besudle Meine Heiligkeit und Ich werden würde gleich Dir ein unheiliger Gott; und dieser Fluch sei Deiner Schuld anheimgestellt, die Du auf Dich zu nehmen hast und zu tilgen für Meine Heiligkeit und zu waschen die Erde mit Deinem Blute vom Fluche der Schande durch die Sünde Adams!“

[HGt.01_009,21] Und siehe, höre und verstehe wohl, was darauf die Liebe entgegnete und sprach, wie folgt: „Großer, überheiliger Gott aller Macht und Kraft! Es geschehe nach Deinen Worten!“

[HGt.01_009,22] Und siehe, da erlosch auf einmal all das Feuer auf der Erde und in allen den Schöpfungsräumen! Und die Trümmer der zerstörten Sonnen, Erden und Monde wurden wieder zusammengefügt durch die Macht und Kraft der von der Gottheit erhörten Liebe und ordneten sich wieder, wie sie geordnet waren im Anfange ihrer Entstehung; sie behielten aber zu ewigen Zeichen die unvertilgbaren Spuren ihrer damaligen gänzlichen Zerstörung gleich den Wundmalen der ewigen Liebe, die später in der großen Zeit der Zeiten für alle am Kreuze blutete.

[HGt.01_009,23] Und es blieben auch noch hier und da anderweltliche Trümmer liegen auf der Oberfläche, in den Tiefen und den Meeren der Erde zu Zeichen der Macht und Kraft Gottes und zugleich aber auch als sprechende Zeugen der übergroßen Taten der erbarmenden Liebe.

[HGt.01_009,24] Und siehe und höre weiter und verstehe es wohl, was nun ferner geschah: Als nun die ewige Liebe die Anforderungen annahm und dadurch schon im voraus der großen Heiligkeit Gottes Genüge tat, da ließ die Gottheit in sanfterem Rauschen und Wehen, abermals nur der Liebe verständlich, Ihren heiligen Willen vernehmen und sprach in der Rede voll sanften Tones, wie folgt:

[HGt.01_009,25] „Siehe, Deine große Barmherzigkeit ist in Mir aufgestiegen und ist getreten vor Meine allsehenden Augen, und Ich habe erkannt in der Ruhe Meiner Heiligkeit Deine große Aufrichtigkeit und ewige Treue und habe gezählt die Reuetropfen Adams und die Trauertropfen Evas und bin mitleidig geworden durch Deine große Erbarmung durch und durch.

[HGt.01_009,26] Und siehe, daher will Ich Meine Gerichte zurückziehen in dieser Zeit und nach Deinem Verlangen Gnade für Recht ausströmen lassen in großer Fülle und will den Schaden, welchen Meine Gerichte angerichtet haben, wieder gutmachen. Und außer Mir kann niemand etwas gutmachen denn Ich allein, da niemand gut ist denn Ich, der heilige Vater; denn das sei Mein Name fürder ewiglich. Und Du, Meine Liebe, bist Mein Sohn; und die Heiligkeit als das mächtig allwirkende Band der Kraft zwischen Uns und zwischen allem, was von Uns ausgegangen ist, sei der heilige Geist, der erfüllen soll alle Räume der Räume und alle Unendlichkeiten der Unendlichkeiten in alle Ewigkeiten der Ewigkeiten, amen. Und das sagt nun der gute, heilige Vater. Amen.

[HGt.01_009,27] Und nun sage Du, Mein geliebter Sohn, auch dem reuigen und trauernden Paare – und grabe ihnen das Gesagte tief in ihre Herzen –, daß sie die Gebote der Liebe und der Erbarmung bis an ihr Lebensende halten sollen unverbrüchlich, und Ich will ihnen dann einen Mittler zwischen Mir und ihnen zur Zeit, die Ich bestimmt habe, senden, zu tilgen die große Schuld und zu erleichtern die große, schwere Last ihres Ungehorsams.

[HGt.01_009,28] Bis dahin aber sollen sie verharren in aller Geduld und Sanftmut, und das Brot, das Ich ihnen derzeit nur kärglich geben will, sollen sie dankbar im Schweiße ihres Angesichtes genießen und sollen nicht satt werden bis zur Zeit des Mittlers, den Ich erwecken werde aus ihrer Mitte vollkommen und gut, wie Wir vollkommen und gut und heilig sind ewig.

[HGt.01_009,29] Und sage ihnen noch hinzu, daß Ich Meine Gerichte nur eingestellt habe für jene, die Meine strengen Gebote halten werden pünktlich; den Übertretern aber seien sie für alle Ewigkeiten in aller Strenge der ewig heiligen Wahrheit angedroht in der genauesten Erfüllung bei der geringsten Übertretung!

[HGt.01_009,30] Das spricht der heilige und alleinig gute Vater durch Seinen Sohn, der die ewige Liebe in Ihm ist, und durch den heiligen Geist als der wirkenden Gnade aus Uns Beiden zur einstigen Vergebung der Sünde, welche nun ihre Leiber mühselig machen und dann aber allezeit töten soll zeitlich zur Erlangung des Lebens nach dem Tode des Leibes nach der Zeit des versprochenen Mittlers.

[HGt.01_009,31] Das sagt der alleinig heilige und alleinig gute Vater. Amen, amen, amen.“

Haushaltung Gottes Band 1, Kapitel 9
Titel: Die Versöhnung des Herrn
Beitrag von: Maria am Juli 26, 2018, 05:35:26 Vormittag
Die Versöhnung des Herrn

[HGt.01_010,01] Und siehe und höre und begreife und verstehe wohl, was da die ewige Liebe sprach und tat. – Als der gute, heilige Vater vollendet hatte die Rede großen Ernstes, verkündend Gnade für Recht und androhend das Gericht den Übertretern des Gesetzes der übergroßen Gnade und den Tod der Sünde gebend, da ward gerührt die ewige Liebe bis in die innerste Tiefe Ihres erbarmenden Herzens und weinte zum zweiten Male Tränen des Mitleids und Tränen der innigsten Freude und seligsten Wonne über die große, schonende Gnade des so überguten und überheiligen Vaters und sprach in der tiefsten Ergriffenheit Ihres ganzen Wesens zum Adam und zur Eva:

[HGt.01_010,02] „Du, Adam, du hast jetzt gesehen die fürchterlichen Gerichte Gottes vor deinen Augen vorüberziehen, und die Eva sah und empfand sie durch dich; nun aber will Ich auch ihr die Augen und die Ohren öffnen, und sie – wie auch alle, die aus ihr hervorgehen werden nach der Zahl der Sterne am Himmel und nach der Zahl des Grases auf der Erde und nach der Zahl des Sandes im Meere, welche unendlich ist soll in aller Zukunft mit eigenen Augen sehen und mit offenen Ohren hören, was die Gottheit tat in Ihrem richtenden Grimme und was darauf die ewige Liebe tat in Ihrer unbegrenzten Erbarmung.

[HGt.01_010,03] Und das Gesetz habe Ich dir in dein Herz gegraben, wie du es auch in das Herz der Eva graben sollst; und zum Zeichen, das euch und alle, die euch folgen werden, mahnen soll der Gerichte Gottes ob eurer Sünde, will Ich hie und da lassen Berge entstehen, die da brennen sollen abwechselnd bis ans Ende der Zeiten, und will euch hinterlassen den Blitz, der euch mahnen soll der einstigen Zerstörung, und den allezeit folgenden Donner, der euch allezeit stark verkünden soll den Namen des großen und starken Gottes, wenn ihr je Seiner vergessen solltet oder könntet.

[HGt.01_010,04] Und die Tränen des Mitleides und die der großen Gnadenfreude aus dem heiligen Vater habe Ich hingestellt zum ewigen Zeichen als eine neue Schöpfung um den weiten Raum des Himmels, und sie sollen euch leuchten in jeder Nacht der Erde und sollen euch erquicken in der Dämmerung des Lebens und sollen euch verkünden den werdenden Tag.

[HGt.01_010,05] Und nun sehet empor zum Himmel; sie leuchten in mannigfaltiger Ordnung und in mannigfaltiger Pracht, die rötlichen Lichtes zum Zeichen Meines Mitleids, und die weißen Lichtes zum Zeichen der Freude ob der großen Gnade des überheiligen und überguten Vaters. Und derjenige weißschimmernde breite Streif über den Sternen des Mitleids und der Freude, bestehend ebenfalls aus Sternen der Vorzeit durch die Träne der Sich damals schon der gefallenen Geister erbarmenden Liebe, welcher mitten durch des Himmels weiten Raum gezogen ist, diene euch zum Zeichen des ewigen, heiligen Bundes zwischen der ewigen Liebe, die euch und alles, was da ist, werden hieß, und zwischen der alles nach Ihrer ewigen Heiligkeit richtenden Gottheit.

[HGt.01_010,06] Und nun siehe her, du Adam, und du auch, Eva, in Mein linkes Auge, das über Meinem Herzen eurem rechten Auge gegenüber mild und gnädig euch entgegenstrahlt, – sehet, noch eine Träne hängt an der Wimper desselben, und sehet, diese Träne ist größer denn alle, die schon aus diesen Augen für euch geflossen sind!

[HGt.01_010,07] Da, wo das große Band am weiten Himmel geteilt erscheint, dorthin blicket gerne und seid allezeit dankbar und tief gerührt, sooft ihr dorthin blicken werdet; denn diese Stelle soll euch und auch der ganzen Schöpfung zum ewig bleibenden Zeichen eures Treubruches mit Mir und Meines damaligen Bruches mit der Heiligkeit Gottes aus Barmherzigkeit mit euch dienen, und das Band soll euch an der Stelle, wo es wieder wie angeknüpft erscheint, erinnern an die große Vermittlung der ewigen Liebe, die Ich bin von Ewigkeit her, zwischen der unantastbaren Heiligkeit Gottes und zwischen euch, die ihr treulos gesündigt habt vor dem Angesichte Seiner unbegrenzten Heiligkeit.

[HGt.01_010,08] Und nun sehet, dorther ist diese Träne, und dort ist der Ort ihrer Entstehung!

[HGt.01_010,09] Und diese Träne wird euch und euren Nachkommen einst aufgehen als ein schöner Morgenstern, welcher erleuchten wird alle Völker der Erde, die euch in den Zeiten der Zeiten folgen werden in euren reuigen und trauernden Fußstapfen, und wird noch zuvor waschen die Erde vom stinkenden Schlamme der Sünde und wird reinigen eure Tränen und Zähren der Reue und der Trauer vom Unrate der Schlange.

[HGt.01_010,10] Und nun sehet noch einmal her: Diese Träne will Ich fallen lassen auf eine noch weiße Blume dieses Strauches zwischen den zwei schon befruchteten Blumen Evas, und aus ihr soll einst emporblühen ein reines Weib, die der Schlange den Kopf zertreten soll. Und die Schlange wird sie zwar auch in die Ferse beißen, aber das Gift wird ihr nicht schaden; und aus ihr wird hervorgehen, das vor euch jetzt ist, ein schöner Morgenstern allen Völkern der Erde, die eines guten Willens sind, und das ewige Gericht allen widerspenstigen Kindern der Schlange!

[HGt.01_010,11] Und die Geister aus dem Schoße der Heiligkeit des Vaters werden zur Erde herabkommen körperlich und werden euren Kindern verkündigen die große Zeit und die Art der Ankunft Dessen, der jetzt vor euch steht, und den ihr jetzt noch höret und sehet und fürder nicht mehr hören und sehen werdet bis zur versprochenen Ankunft nach der Verheißung des heiligen Vaters durch Mich als die ewige Liebe in Ihm.

[HGt.01_010,12] Und nun habet ihr alles vernommen, was euch zu wissen nötig ist zum Empfange Meines Segens!

[HGt.01_010,13] Und so seid denn gesegnet von der Hand der Macht und von der Hand der Kraft der ewigen Liebe des heiligen Vaters und der Kraft des Geistes, die heilig ist aus Uns beiden, und befruchtet und mehret euch und erfüllet die Erde mit der lebendigen Frucht dieses Segens!

[HGt.01_010,14] Und allezeit, sooft ihr euch nahen werdet dieses Segens wegen, so opfert Mir zuvor eure Herzen! So ihr dieses unterlassen werdet, so wird die Schlange, die noch lebt und auch leben wird ewiglich im Grimme der Gottheit, die Frucht in euch verderben, und du, Eva, und alle deines Geschlechtes werden statt einer Frucht des Segens eine Frucht des Verderbens zur Welt bringen. Und diese werden zugrunde richten die Kinder des Segens und Lichtes in großer Anzahl, und ihres Tobens und Wütens wird kein Ende sein; und so werdet ihr die Sünde als Erbe an alle übergehen lassen, und eure Schuld wird sichtbar werden bis zur großen Zeit der Zeiten und auch nach derselben.

[HGt.01_010,15] Und dieses Meines Gnadensegens Opfer eurer Herzen sei euch gegeben als ein heiliger Dienst, den zu verrichten ihr Mir allezeit schuldig seid, sooft ihr euch nähert dieses Meines Segens willen. Dieses neue und leichte Gebot, das ihr soeben empfangen habt aus Meinem Munde, sei die erste Kirche, die Ich gründe vor euch zu Meinem Gedächtnisse, und erinnere euch an die Taten der erbarmenden Liebe dankbar und führe euch zur heiligen Furcht Gottes zurück!

[HGt.01_010,16] Einen sündenlosen Geist als Boten will Ich euch senden von oben mit einem Flammenschwerte in der Hand, damit er euch führe und zeige die ganze Erde von einem Ende derselben bis zum andern; und er wird euch erleuchten die Irrsale der Welt und euch aber auch züchtigen, so ihr abweichen werdet von Meinen Wegen.

[HGt.01_010,17] Dieses alles sagt die ewige Liebe zu euch im Namen des heiligen Vaters, amen.“

Haushaltung Gottes Band 1, Kapitel 10
Titel: Was wäre, wenn Adam nicht versagt hätte?
Beitrag von: Maria am Juli 29, 2018, 08:20:38 Vormittag
Was wäre, wenn Adam nicht versagt hätte?

Jede geistige Frage beantworte Ich, die ihr Mir stellet. Doch ihr müsset vorerst das eine wissen, daß es nicht Mein Wille gewesen ist, euch durch ein so überaus schweres Erdenleben hindurchgehen zu lassen, daß Ich Mir wahrlich hätte genügen lassen an der Zeit, die ihr im gebundenen Willen, im Mußgesetz, zugebracht habt, denn diese Zeit war so entsetzlich lang, daß sie wahrlich genügt hätte, daß ihr euch wieder mit Mir vereinigen konntet, daß Ich aber die letzte Erprobung eures Willens verlangen mußte, die ihr nun als ichbewußte Wesen, als Mensch, ablegen solltet. Ihr solltet euch nur freiwillig Mir wieder hingeben, und ihr hättet dadurch die große Sünde des einstigen Abfalls von Mir aufgehoben.

Eure Liebe zu Mir solltet ihr unter Beweis stellen, die ihr euch einstens wehrtet gegen die Liebeanstrahlung. Darum waren die ersten Menschen gut geschaffen, sie waren Mir in Liebe ergeben, denn Ich hatte sie mit allem versehen, Ich gab ihnen die Erde zu eigen, Ich machte ihnen alles untertan, sie erkannten Mich als ihren Gott und Schöpfer, sie waren umgeben von herrlichen Werken Meiner Schöpfermacht, sie konnten sich daran erfreuen, alles war nur dazu angetan, daß sie Mir Lob und Dank singen konnten, daß sie Mir heiße Liebe entgegenbringen konnten, und sie selbst hatten auch keinen bösen Gedanken in sich.

Doch den freien Willen mußte Ich den ersten Menschen genauso schenken, weil sie als Urgeister von Mir ausgegangen sind, die ohne freien Willen nicht zu denken waren. Und weil sie sich einmal abgewandt hatten von Mir und freiwillig Meinem Gegner zur Tiefe folgten, hatte dieser das gleiche Recht, auf die ersten Menschen einzuwirken, weil sich wieder der Wille entscheiden sollte, ob er Mir oder ihm folgen wollte. Und diese Willensprobe, die ihnen leicht hätte fallen müssen, bestanden sie nicht, und dadurch wurden nun auch wieder alle bösen Triebe geweckt, die sie schon in der Zeit vor der Verkörperung als Mensch überwunden hatten. Die Stammeltern übertrugen nun ihre Wesensart auf die nachfolgenden Geschlechter, und immer schwerer wurde es für diese, von der Fessel des Gegners freizukommen.

Hätten aber die ersten Menschen die Willensprobe bestanden, die nicht allzuschwer gewesen ist, so hätte Ich Mir genügen lassen an dem endlos langen Wege zuvor. Die nachfolgenden Menschen hätten Mir ebenso freiwillig ihre Liebe wieder geschenkt, sie wären dann nur über die Erde gegangen, um sich an ihren Schöpfungen zu erfreuen, sie hätten auf alle Schöpfungen nur guten Einfluß ausgeübt, so daß auch jene sich als Mensch verkörpern konnten. Und das Erdenleben wäre dann nur eine Vorstufe zum ewigen Leben gewesen, die Macht des Gegners wäre gebrochen worden, weil die ersten Menschen ganz bewußt sich Mir hingegeben und den Gegner völlig ausgeschaltet hätten, der nun seine Macht nicht mehr anwenden konnte und bald auch sich selbst Meiner Liebe ergeben hätte.

Es ist also nur von den ersten Menschen verlangt worden, daß sie sich freiwillig von Mir wieder anstrahlen ließen, und die Ursünde wäre aufgehoben worden, denn nur Liebe konnte diese Sünde entsühnen. Doch nun wurde die Sünde wiederholt und was sich zuvor nur auf die in der Schöpfung gebundene geistige Welt erstreckte, das befiel nun die gesamte Menschheit. Was die ersten Menschen mit Leichtigkeit hätten erreichen können, wenn sie ihren Willen recht gerichtet hätten, das wurde nun endlos schwer, weil sich alle satanischen Eigenschaften in den Menschen festsetzten, gegen die anzukämpfen große Kraft erforderte, die der Wille des Menschen nicht mehr aufbrachte.

Also wurde nun das Erlösungswerk Jesu Christi nötig, des Lichtgeistes, Der Sich freiwillig erboten hatte, als Er erkannte, daß die ersten Menschen versagten, Der Sich Mir antrug, freiwillig, aus Liebe, zu leiden und zu sterben am Kreuz, um diese nun verdoppelte Sünde zu entsühnen. Ich wußte es wohl von Anbeginn, daß dieser zweite Sündenfall stattfand, aber Ich wollte es nicht, daß die Menschen einen so qualvollen Gang gehen mußten, konnte aber nicht den Willen der Menschen unfrei machen.

Und da Ich es weiß, daß Ich alle Wesen einmal zurückgewinnen werde, da vor Mir tausend Jahre sind wie ein Tag, da es sich um ein ewiges Leben in Seligkeit handelt, was auch ihr einmal erkennen werdet, (1.7.1965) brauchet ihr keine Bedenken zu haben, daß ihr einmal frei sein werdet von jenen Qualen, ihr dann aber als höchst vollkommen geworden auch jene Herrlichkeiten werdet genießen können, die alles Leid der vergangenen Zeit aufwiegen und nicht mit irdischen Begriffen gemessen werden können.

Immer müsset ihr es wissen, daß nicht Ich das unsägliche Leid, das die Menschen seit dem Sündenfall der ersten Menschen sich selbst also geschaffen haben, veranlaßt habe, daß Ich wahrlich dem ersten Menschenpaar (den ersten Menschen) jede Möglichkeit gab, ihm/ihnen den freien Willensentscheid leichtzumachen, daß Ich ihm/ihnen nur ein leichtes Gebot gab, das es/sie erfüllen konnte/n, wenn in ihm/ihnen die Liebe so stark war, daß diese allein sie bestimmte, sich Mir hinzugeben, daß dann aber auch diese innige Liebe alle nachfolgenden Menschen erfaßt hätte, daß diese also auch Meinem Gegner widerstehen konnten in allen Versuchungen.

So aber hatte der zweite Fall stattgefunden und alle nachfolgenden Menschen erneut belastet, bis der göttliche Erlöser Jesus Christus zur Erde niederstieg, um Meinem Gegner einen offenen Kampf zu liefern. Denn dieser mißbrauchte seine Macht, indem er die Menschen zu immer größerer Lieblosigkeit trieb und ihren Willen stets mehr schwächte, so daß sie ohne das Werk der Erlösung nicht mehr frei werden konnten, sondern immer tiefer absanken in die Finsternis. Und diesem Wirken setzte Ich Selbst eine Grenze. Ich sandte Meinen Sohn zur Erde, um die Menschen zu erretten, die sich retten lassen wollten. Denn wieder muß der freie Wille dazu bereit sein, die Gnaden des Erlösungswerkes anzunehmen, weil auch das Rettungswerk nicht wider den Willen des Menschen vollbracht werden kann.

Es sollte wohl ursprünglich der Gang durch die Schöpfungen der Erde genügen, um die Willensprobe als Mensch nun ablegen zu können, denn eine jede Seele war durch diese Qualen im Mußzustand schon so weit ausgereift, daß sie leicht den Versuchungen widerstehen konnte, doch der Fall der ersten Menschen gab dem Gegner wieder Macht über alle Seelen, die er ausgenützt hat in erschreckender Weise. Darum war als erster Mensch gerade ein Urgeist gewählt worden, der alle Fähigkeiten besaß, um dem Gegner standhalten zu können, aber er konnte nicht gezwungen werden zu seinem Entscheid, er mußte völlig frei im Denken und Handeln bleiben, und es sorgte nun Mein Gegner dafür, diesen freien Willen sich selbst zuzuwenden, was also den erneuten Fall zur Folge hatte, wodurch die Sünde des Abfalles der Geister von Mir wiederholt wurde.

Doch es konnte Meinem Gegner dieses Recht nicht verweigert werden, weil der einstige Fall im freien Willen geschah und sie ihm in die Tiefe gefolgt sind. Ihr könnet also nicht sagen, daß Ich den wiederholten Fall wollte, um euch nun wieder in den Zustand größter Qualen zu versetzen, doch Ich konnte ihn nicht verhindern, weil er auch wieder im freien Willen vor sich ging und dieser freie Wille sich auch einmal Mir wieder zuwenden wird, also sicherlich ihr einmal aus diesem erbarmungswürdigen Zustand herauskommet, weil Meine Liebe Selbst euch erlöst hat, indem Sie Sich in dem Menschen Jesus verkörperte, um gegen den Widersacher zu Felde zu ziehen und ihm alle die Seelen zu entwinden, die wieder zu Mir zurückkehren wollen in ihr Vaterhaus, in ihre wahre Heimat, die sie einst freiwillig verließen. Denn Meine Liebe gehört euch wie zuvor, und alles Leid wird sein Ende gefunden haben, sowie ihr frei sein wollet von dem, der euch noch gefesselt hält, sowie ihr wieder nach Mir verlanget und Mir also das Recht gebet, daß Ich euch wieder in Besitz nehme, auf daß Ich ewig nicht mehr von euch lasse.
Amen

Bertha Dudde 9005, empfangen am 30.6.u.1.7.1965
Titel: Adams Erkenntnis und Reue
Beitrag von: Maria am Juli 29, 2018, 08:23:09 Vormittag
Adams Erkenntnis und Reue

[HGt.01_014,01] Und siehe, da fiel Ahbel auf seine Knie nieder, durchdrungen von zu großer Freude über die so übergroße Gnade von oben, und sprach: „O Du großer, überheiliger und überguter lieber Vater, siehe hier Deinen kleinen Diener vor Dir im Staube und im Gefühle der allertiefsten Unwürdigkeit zu Dir Allmächtigem und Allerbarmendem aus der untersten Tiefe empor zu Deiner höchsten Höhe blicken und vernimm das Flehen eines Kindes um Gnade für seine schwachen Eltern und für alle seine Brüder und Schwestern, und nimm die Kraft mir nicht, die aus Dir mir ist ein übergroßes Geschenk, und lasse sie gnädig ausströmen über sie zur Vergebung der Sünde und zur Wiedergewinnung des Lebens aus Dir in erforderlicher Macht und Kraft!

[HGt.01_014,02] Und gestalte barmherzig und gnädig diese Gegend nach Deinem allerhöchsten Wohlgefallen um, damit sie fruchtbar werde und die Schwachen Nahrung fänden zur Stärkung ihrer Glieder und ihren brennenden Durst stillen möchten an einer frischen Wasserquelle und auch Tiere kommen möchten, tauglich, ihnen zu dienen, gehorchend ihrem Willen.

[HGt.01_014,03] O Du großer, überheiliger und überguter lieber Vater, erhöre mein schwaches Flehen, damit Dein heiliger Name verherrlicht werde in den Herzen Deiner Reuigen!“

[HGt.01_014,04] Und nun siehe und höre, was da geschah, als der fromme Ahbel vollendet hatte das Mir wohlgefällige Gebet: Und siehe, da fing ein kühlender Hauch an hinzuwehen über die starre Wüste, und lichte Wolken umhüllten den weiten Raum des Himmels, und es fing an zu regnen über die ganze Wüste, und mitten unter dem Regen fielen Samenkörner aller Art in die vom häufigen, starken Regen Jehovas gemachten kleinen Furchen des sonst wüsten Sandes. Und im Augenblick war die weite Wüste grün geworden von Gras, Pflanzen, Gesträuchen und Bäumen tausendartig, und an der Stelle, da der fromme Ahbel, betend im Geiste und in der Wahrheit zu Mir, kniete, stieg ein großer Baum fast bis zu den Wolken empor mit weiten Ästen und breiten Blättern, voll behangen mit Brotfrüchten lieben und süßlichen Geschmackes, und es ward ihm der Name ,Bahahania‘ (oder ,Stärkung und Labung den Schwachen‘, auch wohl bei euch jetzt noch als ,Brotbaum‘ bekannt) gegeben.

[HGt.01_014,05] Und aus den segentriefenden lichten Wolken sprach eine sanfte Stimme zum frommen Ahbel: „Ahbel, du Mein lieber, freigewordener Sohn, schwinge mit der linken Hand das Schwert über die Schlafenden, und erwecke sie zur Reue und zur Besserung ihres Wandels vor Mir in aller Zukunft, und sei ihnen ein wahres Vorbild Dessen, der einst kommen wird in der großen Zeit der Zeiten, und sage ihnen, daß bis dorthin niemand mehr frei wird vom Gesetze, und daß die Gebote alle die werden gefangenhalten bis dahin und auch noch ferner, die sich nicht teilhaftig machen werden der Neugeburt durch den Sohn, welcher sein wird der Weg, das Licht, die Wahrheit und das ewige Leben als alleiniger Überwinder des Todes.

[HGt.01_014,06] Du aber bist frei als ein Engel des Lichtes und wirst aufgenommen werden, nachdem das Bild des großen Kommenden erst in kurzer Zeit ganz wird vollendet werden, dessen du dich aber erst durch deine steigende Demut, Liebe und große Frömmigkeit ganz fähig und tauglich machen mußt trotz aller Verfolgungen und Mißhandlungen, die dich noch treffen werden von deinen Brüdern und Schwestern um der Verherrlichung Meines Namens willen.“

[HGt.01_014,07] Und siehe, da erhob sich Ahbel abermals mächtig und durch und durch kräftig von der Erde und schwebte gleichsam zum Zeichen der wahren Freiheit über derselben in der Luft und tat, wie ihm befohlen ward.

[HGt.01_014,08] Und siehe, da strömten neue Kräfte des Lebens in die Schlafenden, und sie erwachten in der Schnelle und richteten sich auf und sahen, tief ergriffen von zu großer Verwunderung ob so großer, wohltuender Veränderung der Wüste, sich nach allen Seiten um und wollten jauchzen vor Freude; aber da erhob sich Adam, und an seiner Seite auch Eva, und sprach zu seinen Kindern:

[HGt.01_014,09] „Kinder, jauchzet nicht und frohlocket nicht allzufrühe, sondern weinet und bereuet mit mir und der Eva zuerst unsere große Schuld und bedenket, was wir verloren haben! Es liegt nichts an dem irdischen Paradiese und an allen seinen Gütern; denn wie ich und ihr es sehet mit mir, hat uns der Herr in Seiner übergroßen, unbegrenzten Barmherzigkeit so vieles wiedergegeben, daß wir alle den Verlust der überschwenglichen Güter des irdischen Paradieses sehr leicht vergessen könnten über diesem neuen, großen, unübersehbaren Reichtume Seiner zu großen Liebe. Aber sehet da die heraneilenden Tiere der Luft sowohl als auch der festen Erde, sehet das Gras, die Pflanzen, die Gesträuche und all die Bäumchen und großen Bäume und die wehenden Lüfte, und fraget dieses alles, und horchet, ob euch irgendwoher eine Antwort zukommen wird!

[HGt.01_014,10] Ich tat es gleich beim Erwachen und überzeugte mich, daß all die Dinge stumm geworden sind gegen mich und den Ton meiner Rede nimmer verstanden. Das Gezwitscher der Vögel, das Geheul der Tiere, das Gesäusel dieses Quellenbächleins und all das Geräusche des Grases, der Pflanzen, der Gesträuche und all der Bäumchen und Bäume drang zwar alsobald an mein Ohr; aber wie erschrak ich und bin noch erschrocken durch und durch, da ich von allem dem nichts mehr verstand und verstehe!

[HGt.01_014,11] Aber seht, ich erschrak nicht deswegen, daß mir dieser Verstand benommen wurde, sondern ich erschrak vielmehr ob des unendlich größeren Verlustes der Gnade des heiligen Vaters über aller Kreatur und unter aller Kreatur!

[HGt.01_014,12] Alles, seht, was ich verloren habe, das habt auch ihr verloren durch mich, da ihr gesündigt habt durch mich und mit mir bis auf einen, den ich nicht mehr würdig bin meinen Sohn zu nennen, der geblieben ist in der Fülle der Gnade und in der Fülle des Segens in aller Macht und in aller Kraft rein und gerecht vor den allsehenden Augen des überheiligen und überguten Vaters, Seiner Liebe und Seines Geistes.

[HGt.01_014,13] Und das ist mein geliebter Ahbel, den uns aber der übergerechte Herr auch genommen hat, da meine Augen ihn nirgends mehr sehen, sicherlich, damit ich und ihr alle durch mich empfinden sollet, was das heißt, aus der Gnade der ewigen Liebe in die strenge Gerechtigkeit des Herrn durch die Sünde des leichtsinnvollen Ungehorsams gegen Seine so übermilden Gesetze der Liebe und gegen die so leichten Gebote der Gnade gefallen zu sein.

[HGt.01_014,14] O Kinder, beherziget das alles wohl, was ich euch jetzt gesagt habe, und versuchet und überzeuget euch selbst, ob ich die Wahrheit zu euch geredet habe; und dann kommet und urteilet selbst, um welche Zeit es ist, – ob wir aus übergroßer Reue weinen und trauern sollen, oder ob wir wohl noch irgend etwas finden mögen, was unsere Herzen erfreuen könnte!

[HGt.01_014,15] Ja, meine Kinder, nur eine einzige Freude als Geschenk Ihrer großen Gnade hat uns die ewige Liebe des heiligen Vaters gelassen – und dessen können und sollen wir uns freuen –, und das ist die große Gnade der Reue und der Trauer selbst!

[HGt.01_014,16] Seht, dies einzige hat uns der Herr noch gelassen: die Tränen der Reue und die Zähren der Trauer! Danken wir Ihm dessen aus aller Tiefe unserer Herzen!

[HGt.01_014,17] O wie überglücklich sind wir noch, da uns der Herr noch so reichlich beschenkt hat! Was wären wir ohne diese Gnade?!

[HGt.01_014,18] Laßt uns daher im tiefsten Gefühle unserer gänzlichen Verworfenheit niederfallen zur Erde und weinen und trauern so lange, bis keine Träne und Zähre mehr fließen wird aus unseren Augen und wir dem Herrn zurückgegeben haben, was Sein ist, dessen wir gänzlich unwürdig sind, und Er dann mit uns machen möge nach Seiner allerheiligsten Gerechtigkeit, was Sein heiliger und allezeit guter Wille ist und war von Ewigkeit her!“

[HGt.01_014,19] Und siehe, da fiel der Adam mit all den Seinigen zur Erde nieder und tat, wie er es erkannt hatte durch den geringen noch zurückbehaltenen Teil der Gnade durch die stille und geheime Erbarmung der ewigen Liebe im Vater, und weinte und klagte bitterlich samt allen den Seinigen bis auf den Cahin. Der fiel zwar auch zur Erde nieder wie die andern, aber sein Auge blieb trocken, und es ärgerte ihn, daß er nicht auch weinen konnte gleich den übrigen, und er stand auf und ging davon. Und als er so vor sich hinging und auf den grünen Boden starrte, siehe, da bemerkte er auf einmal eine Schlange auf dem Boden hinkriechen; da bückte er sich nieder und ergriff dieselbe, zerriß sie in Stücke und verzehrte, von Wut und Grimm ergriffen, ihr Fleisch und machte es zu dem seinigen.

Haushaltung Gottes Band 1, Kapitel 14
Titel: Das Wissen um die Urschuld ist nötig, um das Erlösungswerk zu verstehen
Beitrag von: Maria am Juli 29, 2018, 08:24:56 Vormittag
Das Wissen um die Urschuld ist nötig, um das Erlösungswerk zu verstehen

Und um Jesus Christus als „Erlöser“ anzuerkennen

Es mangelt euch Menschen die Kenntnis um den Ursündenfall, und so auch betrachtet ihr das Erlösungswerk Jesu Christi auch nur als ein für eure menschliche Schuld dargebrachtes Sühnewerk, ja ihr streitet Ihm das „Werk der Erlösung“ ab, weil .... wie ihr glaubet .... ein jeder seine Schuld bezahlen muß auf Heller und Pfennig. Wäre es nur eure Schuld, die ihr als Mensch auf euch geladen habt, dann wäre diese Ansicht zu verstehen, es geht aber um die große Urschuld, um den Abfall der Geister von Mir, eine Schuld, die ihr niemals würdet abtragen können, die also keineswegs geleugnet werden kann, die Anlaß ist der gesamten Schöpfung und Begründung ist für Meine Menschwerdung in Jesus.

Denn Anlaß zu dem Abfall von Mir war, daß Mich die erschaffenen Wesen nicht zu schauen vermochten, und darum machte Ich Mich schaubar in Jesus. Wer nur den einstigen Sündenfall des ersten Menschen gelten läßt, dem wird es unglaublich scheinen, daß für diese Sünden ein „Erlöser“ nötig gewesen ist, er wird sich immer daran halten, daß die Menschheit nicht gestraft werden konnte für eine Sünde, die sie nicht begangen hatte. Und so also wären auch die Sünden, die der Mensch als solcher begeht, wohl ein Verstoß gegen Meine Liebe, die sie jedoch nicht erkennen in dem Zustand ihrer Lichtlosigkeit, die erst die Folge jener großen Ursünde gewesen ist.

Diese Sünde aber erklärt alles, und solange die Menschen nichts wissen um diesen Vorgang des Abfalles der Geister, ist es ihnen auch schwer, zu glauben an „den göttlichen Erlöser“, Der um dieser großen Schuld willen gestorben ist am Kreuz unter größten Schmerzen und Qualen, die Er Selbst auf Sich genommen hat, um Mir das Sühneopfer darzubringen.

Darum wird auch jede Lehre, die den göttlichen Erlöser verneint, die also das Erlösungsprinzip leugnet, zurückgewiesen werden müssen als Irrlehre, und ob auch Seine Tätigkeit als Verbreiter der göttlichen Liebelehre herausgestellt wird. Es geht um die Erlösung von der Urschuld, die nur Ich Selbst in dem Menschen Jesus vollbringen konnte und so auch Meine Menschwerdung in Ihm euch erklärlich wird, denn Ich Selbst bin ein Wesen, Das keines Meiner Geschöpfe würde erschauen können, ohne zu vergehen.

Wollte Ich also, daß ihr euch Mich schaubar vorstellen konntet, so mußte das in der Form eines euch gleichen Wesens geschehen, Das für euch der Mensch Jesus war. Es ist also erstmalig das Wissen um den Vorgang des Abfalles der Wesen von Mir nötig, um dann den Vorgang des Erschaffens der sichtbaren Welt zu verstehen. Es ist dann der immerwährende Kampf zwischen Licht und Finsternis und dann das Auftreten eines Retters der Menschheit in Jesus Christus, eines nichtgefallenen Urgeistes, auch zu verstehen, in Dem Ich Selbst Mich verkörperte, weil ihr euch von der „alles-erschaffenden Kraft“ keinerlei Vorstellung machen konntet.

Und darum könnet und müsset ihr einen Erlöser anerkennen, Der um aller Schuld willen am Kreuz gestorben ist und auch für euch Menschen die Vergebung eurer Schuld erbeten hat, die euch aber nicht schlagartig zufallen kann, sondern ihr selbst Ihn darum angegangen sein müsset, weil der Fall im freien Willen geschehen (ist = d. Hg.) und nun die Rückkehr zu Ihm im freien Willen stattfinden soll. Daß nun einem ernstlich nach der Vollendung strebenden Menschen nebst der Urschuld auch die Sünden als Mensch vergeben werden, das braucht nicht angezweifelt zu werden, auf daß alle Schuld getilgt werde und die Vergebung also gesichert ist.

Da aber Jesus selten nur als Erlöser erkannt wird, die jene irrige Lehre, die Ihn als Mensch und aufgestiegenen Meister sehen, nicht aber Meine Menschwerdung in Ihm anerkennen wollen, bitten sie Ihn nicht um Vergebung aller ihrer Sünden. Denn nur Einer ist es, Der sie frei machen kann von ihrer Schuld, Einem nur steht die Macht zu, alle Schuld in den Sand zu schreiben und das ist Jesus, in Dem Ich Selbst Mensch geworden bin.
Amen

Bertha Dudde 8806, empfangen am 26.5.1964
Titel: Das Wunder der Menschwerdung des unendlichen Gottes
Beitrag von: Maria am Juli 29, 2018, 08:26:56 Vormittag
Das Wunder der Menschwerdung des unendlichen Gottes

Maria als Pura dem Geiste nach

[HGt.02_123,01] Nach diesen Worten aber wandte Sich der hohe Abedam zum Seth und sagte zu ihm: „Bruder der Liebe, du weißt es, wie lieb und teuer du Mir bist; darum sollst du auch durchaus kein Bedenken tragen, dich mit der Frage an Mich zu richten, welche du birgst in deinem Herzen!

[HGt.02_123,02] Denn wenn Ich der Welt Kinder aufnehme zu Meinen Kindern und ihnen tue, das sie von Mir sich entbitten, um wieviel mehr werde Ich solches dir dann erst tun, da du ein wahrer Bruder Meiner Liebe bist; daher laß nur laut werden, was da dein Herz nicht ruhen läßt!“

[HGt.02_123,03] Auf diese gnädigste Beheißung rückte der Seth alsbald näher und sagte: „O Du überguter, überheiliger Vater, aus allen meinen Kräften danke ich Dir, darum Du nun Luft gemacht hast meinem Herzen; denn wahrlich, ich war in einem großen Herumirren und wußte nicht, wie ich aus diesem Dickicht hätte den Ausweg finden sollen!

[HGt.02_123,04] Allein jetzt ist schon alles gelichtet, und ein allerherrlichster Ausweg strahlest Du vor mir!

[HGt.02_123,05] Und so denn öffne ich freudig mein Herz und gebe kund durch den Mund in dieser Stunde, was ich nahe seit Deiner ersten Besprechung mit der herrlichsten Pura in mir mich drückend habe herumzutragen angefangen!

[HGt.02_123,06] Das aber ist die dunkle Bürde meines Herzens: Du hast diesem Kinde eine Verheißung gemacht, der zufolge ich mir nichts anderes denken kann, trotz der allermöglichsten Hin- und Herwendung, als:

[HGt.02_123,07] Daß Du Dich dereinst, Deiner unendlichen Heiligkeit gewisserart Dich entziehend, durch die Allmacht Deiner Liebe in dem Leibe eben dieses Mägdleins Selbst zu einem Kinde – und somit zu einem Menschen, angetan mit Fleisch und Blut, zeugen willst!

[HGt.02_123,08] Darum aber trübt mich das, da ich auf der einen Seite Deinen heiligsten Worten keinen anderen Sinn abgewinnen kann, – auf der andern Seite aber erschaudere ich wieder vor dem Gedanken, da ich keine größere Unmöglichkeit mir zu denken vermag, denn gerade diese da ist!

[HGt.02_123,09] Denn es ist – natürlich zu denken – ja doch eine barste Torheit, so man sich's als möglich dächte, eine Zeder zu stecken in einen Strohhalm, oder einen Berg zu schieben in das Ei einer Grasmücke, oder gar das ganze Meer zu fassen in eine hohle Haselnußschale, und dergleichen mehr!

[HGt.02_123,10] Deinen Worten zufolge aber soll dereinst Dich, den unendlichen Gott, dies Mägdlein in sich aufnehmen, damit Du Dich in ihr dann umkleiden möchtest mit Fleisch und Blut!

[HGt.02_123,11] Du, der Du trägst und leitest die ganze Unendlichkeit durch Deinen unendlichsten Geist, solltest mit diesem Geiste Platz haben im Leibe eines solchen Kindes?!

[HGt.02_123,12] Nein, nein, – wahrlich, es ist nur eine Faselei; ich will eher begreifen, so mir jemand sagen möchte: ,Ein Atom kann in sich die ganze Erde fassen!‘, denn das, daß Dich der Leib eines solchen Mägdleins umfassen solle in aller Fülle Deines unendlichen Geistes!

[HGt.02_123,13] Wie demnach solches zu nehmen ist, bitte ich Dich inbrünstigst, daß Du mir es wie allen kundgeben möchtest; Dein heiliger Wille allzeit und ewig! Amen.“

[HGt.02_123,14] Da ergriff der hohe Abedam alsbald die Hand des Seth und gab ihm diese Antwort:

[HGt.02_123,15] „Seth, wie großkleinlich denkst du doch von Mir! Siehe, wenn es also wäre, wie du dir denkst, wie wäre es da Meinem unendlichen Geiste je möglich gewesen, etwas Endliches zu erschaffen – und dennoch in dem Endlichen zu verbergen die ganze Unendlichkeit?!

[HGt.02_123,16] Erinnere dich der Gesichte der zwölf Boten, und bedenke, was diese alles in sich gefunden und geschaut haben!

[HGt.02_123,17] Bedenke, wie in einem kleinsten Samenkorne einer Zeder nicht nur der Baum, den du vor dir ausgebreitet siehst, sondern eine unendliche Zahl solcher Bäume verborgen liegt, – in einer Haselnuß so viele Haselnüsse, daß, so sie nicht wieder aufgelöst würden, sie in zweitausend Jahren schon einen größeren Raum erfordern würden denn die ganze Erde selbst!

[HGt.02_123,18] Siehe, wenn Mir aber solches möglich ist und noch zahllos anderes mehr, das dir noch ums unaussprechliche unbegreiflicher wäre denn das, so du es wüßtest, da wird Mir wohl auch möglich, was dir nun gar so unmöglich vorkommt!

[HGt.02_123,19] Solches aber sollst du, wie alle, wissen, daß da unter der Verheißung nicht verstanden werden soll, als solle dereinst eben dieses Mädchen wieder zur Erde kommen aus den Himmeln, um Mich da zu empfangen im Fleische und Blute, sondern dazu wird sich schon gar wohl eine andere Jungfrau vorfinden; aber diese wird dann haben denselben gleichen Geist der Liebe und des Glaubens, wie ihn da hat dies Mägdlein nun!

[HGt.02_123,20] Und so wird dies Mägdlein nicht nötig haben, wieder in die Welt zu gehen, sondern eine andere Jungfrau wird darum mit einem ganz gleichen Geiste belebt werden.

[HGt.02_123,21] Solches sollst du und alle also verstehen!

[HGt.02_123,22] Denn siehe, bei Mir sind gar viele Dinge möglich, die bei euch Menschen sogar unmöglich zu denken sind!

[HGt.02_123,23] Daher glaube fest Meinen Worten; denn wie Ich es dir sage, also auch wird es geschehen unausweichlich! Amen.“

Haushaltung Gottes Band 2, Kapitel 123
Titel: Ohne Jesus Christus keine Freiwerdung
Beitrag von: Maria am Juli 30, 2018, 04:39:47 Vormittag
Ohne Jesus Christus keine Freiwerdung

Ihr brauchet Mich, wenn ihr frei werden wollet von eurem Gegner. Ihr könnet nicht aus eigener Kraft von ihm loskommen, ihr müsset Hilfe haben, die euch nur einer bringen kann: Jesus Christus, Der den Gegner besiegt hat durch Seinen Tod am Kreuz. In Ihm war Ich Selbst, und Er und Ich sind eins, also müsset ihr rufen zu Mir in Jesus Christus um Hilfe, und sie wird euch wahrlich zuteil werden. Wenn ihr nun einen Gott anerkennet, ohne aber Jesus Christus, den göttlichen Erlöser, mit diesem Gott vereinbaren zu können, dann ist eure Anerkennung eines Gottes noch nicht überzeugt, ihr sprechet dann nur etwas aus mit dem Munde, ohne im tiefsten Inneren zu glauben, und dann geht ihr euren Erdenweg doch ohne Mich, und ihr werdet nicht frei werden können von dem, der Mir entgegensteht und euch noch beherrscht und dessen Macht ihr allein nicht zu brechen vermögt.

Ihr brauchet Mich, das lasset euch gesagt sein, oder aber ihr erfüllet nicht euren Erdenlebenszweck: die Trennung von dem, dem ihr einst freiwillig gefolgt seid und Zuwendung zu Mir, eurem Gott und Vater von Ewigkeit. Ich bin jederzeit bereit, euch zu helfen, von ihm loszukommen, doch diese Hilfe müsset ihr von Mir erbitten, weil euer Wille mitbestimmend ist, daß Ich euch befreie, denn er hat gleiches Anrecht auf euch, solange ihr selbst noch gleichen Willens seid, der Abkehr von Mir bedeutet.

Eurer Schwäche als gefallenem Wesen aber ist Rechnung getragen worden. Es starb ein Mensch für euch am Kreuz aus Liebe und Barmherzigkeit, Der um diese eure Schwäche wußte und so auch darum, daß es für euch unmöglich war, selbst die Fesseln zu sprengen, die euch angelegt waren von Meinem Gegner, wenn auch aus eigener Schuld. In diesem Menschen Jesus habe Ich Selbst Mich verkörpert, weil Mich euer schwacher, hilfloser, gequälter Zustand erbarmte und weil Ich euch die Möglichkeit geben wollte, wieder zu Mir zurückzukehren und in euren Urzustand einzutreten, der für euch Freiheit und Seligkeit ist.

 Ich also brachte als Mensch ein Sühneopfer dar für euch, Ich trug gleichsam die Schuld eures einstigen Abfalls von Mir Selbst ab in dem Menschen Jesus, und Ich bot Meinem Gegner das Lösegeld für euch, daß er euch freigebe, wenn ihr selbst danach verlangt. Dieses Verlangen aber müsset ihr auch äußern, ihr müsset zu Mir wollen, und ihr müsset zu denen gehören wollen, deren Seelen Ich loskaufte von eurem Herrn.

Ihr müsset die Hilfe Jesu Christi in Anspruch nehmen, ihr müsset wieder zu Mir in Jesus Christus rufen, und ihr werdet es auch können, wenn ihr an Ihn glaubet, an Sein Erlösungswerk, an Meine Menschwerdung in Ihm. Dann erst glaubet ihr auch überzeugt an Mich Selbst, dann bin Ich in euch lebendig geworden, und dann geht ihr auch nicht mehr euren Erdenweg ohne Mich, aber ihr erreichet dann auch sicher euer Ziel. Und so solltet ihr euch nur einmal ernstlich die Frage vorlegen über Zweck und Ziel eures Erdenlebens und eure eigentliche Aufgabe. Und ihr solltet nur den ernsten Willen haben, kein Versager gewesen zu sein am Ende eures Lebens auf dieser Erde.

Und wenn ihr diesen Willen habt, dann bittet den Einen um Hilfe, Der allein euch helfen kann: Jesus Christus, denn Er und Ich sind eins, und so ihr Ihn anrufet, rufet ihr Mich, und euer Ruf wird nicht ungehört verhallen. Denn wer ernstlich das Ziel seines Erdenlebens erreichen möchte, dessen Denken wird auch bald recht gelenkt werden, und er wird es erkennen, daß es ohne Jesus Christus keine Hilfe gibt. Den innersten Willen, das innerste Verlangen aber kann Ich nicht bestimmen, es ist frei. Ich kann euch nur immer wieder warnen und ermahnen, Ich kann euch anregen zum Denken. Ihr aber müsset handeln diesem inneren Verlangen gemäß, und entsprechend wird auch euer Reifezustand sein, wenn ihr diese Erde verlasset .

Amen

Bertha Dudde 6860, empfangen am 29.6.1957
Titel: Erdenleben ist der Weg, nicht aber das Ziel
Beitrag von: Maria am Juli 30, 2018, 04:41:28 Vormittag
Erdenleben ist der Weg, nicht aber das Ziel

Die Welt ist euch zur Erprobung eures Willens beigegeben worden, d.h., ihr mußtet in ein Tätigkeitsfeld hineinversetzt werden, das euch Menschen anregen sollte, den Willen nach einer Richtung hin zu gebrauchen. Diese Welt kann nicht umgangen werden, sondern sie muß überwunden werden von dem Menschen, der zum Ziel gelangen will. Die letzte Verkörperung der Seele, des Geistigen in euch, als Mensch auf dieser Erde ist unbedingt nötig, weil für euch eine Gelegenheit geschaffen werden mußte, um euren freien Willen zu gebrauchen, der zuvor gebunden war durch euren einstigen Abfall von Mir.

Eine Seele, die dieser letzten Verkörperung ausweichen möchte, kann auch nicht in den Besitz des freien Willens gelangen, denn ihr noch zu großer Widerstand gegen Mich ließe das nicht zu. Erst wenn sie bereit ist, auf Erden den Weg dienender Liebe zu gehen, wird ihr die Gnade der Verkörperung zuteil, denn diese Bereitwilligkeit bezeugt den Reifegrad, der zur letzten Willensprobe benötigt wird.

Und es ist auch jede Seele vor ihrer Einzeugung bereit, diesen letzten Gang zu gehen, weil er ihr restlose Freiwerdung aus der Form eintragen kann und sie auch den Willen hat, frei zu werden. Doch sie verliert jegliche Rückerinnerung, sie betritt völlig erkenntnislos diese Erde und macht nun eine langsame Entwicklung durch, sie lernt ihren Willen gebrauchen, sie wird erzogen und belehrt so lange, bis ihr Wille selbst zu bestimmen beginnt, und dann wird ihr von Mir in jeder Weise Hilfe geboten, zum Erkennen des Rechten und Guten zu kommen und im freien Willen nun auch das Rechte und Gute zu tun.

Von Meiner Seite geschieht alles, was für einen rechten Willensentscheid förderlich ist. Dennoch bleibt dem Menschen die Freiheit seines Willens, und das ganze Erdenleben wirket nun auf ihn ein, gewissermaßen als zu wählendes oder abzulehnendes Objekt. Denn es soll der Mensch hindurchgehen durch alles, um zu Mir, in Mein Reich zu gelangen, aber er soll nicht darin steckenbleiben, er soll sich nicht fangen lassen zu erneuter Unfreiheit, wo ihm endgültige Freiheit winkt. Es ist das Erdenleben ein Weg, den er zu gehen hat, doch nicht das Ziel selbst. Und lässet er seine Blicke zur Höhe schweifen, dann verfolgt er unbeirrt und fest entschlossen seinen Weg; bleiben aber seine Augen hängen am Boden, dann wird er nur sehen, was um ihn her vorgeht, und in der Gefahr sein, festgehalten zu werden am Boden, so daß sein Höhenflug nicht stattfinden kann.

Er muß den Willen und die Stärke aufbringen, sich frei zu machen von dem, was ihm auf Erden begehrenswert dünkt, dann wird er auch als Sieger hervorgehen, er wird den Erdenweg zurücklegen als notwendige letzte Phase seiner Entwicklung zur Höhe, und er wird seine Willensprobe bestehen, sein Wille war und bleibt Mir zugewandt trotz aller Verführungskünste Meines Gegners, der gleichfalls um seine Seele, um seinen Willen ringt. Er wurde Überwinder dieser Welt und Anwärter Meines Reiches, das nicht von dieser Welt ist.

Amen

Bertha Dudde 5897, empfangen am 7.3.1954
Titel: Erbsünde
Beitrag von: Maria am Juli 30, 2018, 04:44:30 Vormittag
Erbsünde

Es müssen in euch immer wieder Fragen auftauchen, die ihr beantwortet haben möchtet, dann kann Ich euch aufklären, sowie ihr euch mit Mir in Verbindung setzet, sowie ihr nach innigem Gebet höret, was Ich euch sage, indem ihr eure nun auftauchenden Gedanken als diese Meine Antwort ansehet, wenn ihr nicht direkt angesprochen werdet von Mir, durch die Stimme des Geistes. Euer Verlangen und der Anruf zu Mir sichert euch auch rechtes Denken, doch ohne Mich werdet ihr nicht in der Wahrheit stehen, ohne Mich ist euer Streben nach Aufklärung vergeblich, weil euch ohne Mich nur irriges Gedankengut erfüllt, das euch die Kräfte von unten vermitteln können, eben weil ihr Mich ausschaltet, Der Ich der Geber der Wahrheit bin.

Und so sei euch folgendes gesagt: Es kann euch immer nur bildmäßig Aufklärung zugehen, solange ihr nicht vollkommen seid. Nimmermehr würdet ihr verstehen können die endlosen Tiefen göttlicher Weisheit, nimmermehr würdet ihr die Beweggründe für Mein Walten und Wirken verstehen, weil eure Unvollkommenheit auch mangelhafte Erkenntniskraft bedeutet und ihr also kraft eures Verstandes keine Erklärung finden könntet, die euch aber blitzschnell zugehen kann, sowie euch im geistigen Reich Mein Liebelicht durchflutet.

Auf Erden müsset ihr bildhaft Aufklärung erhalten, es können euch nur eurem Fassungsvermögen entsprechend die Vorgänge geschildert werden, die sich in Meiner Schöpfung abspielten und also können euch auch die geistigen Vorgänge in den Herzen der ersten Menschen nur durch irdische Vorgänge verständlich gemacht werden, die an sich jedoch nur ein schwacher Vergleich sind, eben weil ihr selbst noch schwachen Geistes seid.

Ihr Menschen seid gebunden durch Naturgesetze, denn die völlige Freiheit, die ihr euch durch euren einstigen Abfall verscherzt hattet, müsset ihr euch erst wiedererwerben durch euer Erdenleben. Ich legte den ersten Menschen darum eine Begrenzung ihres Willens auf, weil Ich wollte, daß sie erstmalig erkennen sollten, daß sie einer Macht untertan waren und sie sich dieser Macht also freiwillig unterwerfen sollten, um nun ihre endgültige Freiheit geschenkt zu bekommen.

Einstmals wollten sie Mich nicht anerkennen, und es war dies die erste Sünde, die Auflehnung gegen Mich, aus Dem sie hervorgegangen waren. Nur das Anerkennen im freien Willen konnte diese erste Sünde wiederaufheben. Und diese Anerkennung Meiner Selbst wollte Ich erreichen, als Ich die gesamte Schöpfung erstehen ließ.

Darum also waren die ersten Menschen so ausgestattet, daß sie Mich wohl erkennen konnten, aber nicht dazu gezwungen waren. Und darum mußte also der freie Wille entscheiden, der wieder in einer „Versuchung“ sich erproben sollte. (28.5.1954) Es mußte das Auge der Menschen auf etwas gerichtet sein, das sie begehrten, und es mußte ein Verbot und eine Lockung zugleich sie zum Willensentscheid veranlassen, begreiflicherweise aber die Lockung mit einem Versprechen verbunden sein, dem sie nun widerstehen sollten.

Das Verbot und die Verlockung erfolgten von zwei Seiten, weil es um die Rückkehr des Gefallenen zu Mir und um das Verbleiben bei Meinem Gegner ging, um das Erreichen des Zieles des von Mir Erschaffenen oder um den erneuten Rückfall in die Tiefe. Und folglich mußte auch in den Menschen die Begierde gelegt sein und ihm auch die Möglichkeit geboten werden, diese Begierde zu stillen, oder aber sie zu überwinden um eines weit höheren Zieles willen: (um) die ewige Glückseligkeit bei Mir, die jene irdische Erfüllung der Begierde ums Tausendfache übertrifft.

Da die Rückgewinnung der abtrünnig gewordenen Geistwesen ein Kampf war zwischen Mir und Meinem Gegner, mußte auch dieser die Möglichkeit haben, einzuwirken auf den Willen jener Wesen, nur daß er Scheingüter und ein Scheinglück vortäuschte, auf daß die Menschen das wahre Glück, ein seliges Leben in Ewigkeit, sich verscherzen sollten. Ich wußte um diese Versuchung und gab deshalb den ersten Menschen ein Gebot mit gleichzeitiger Warnung vor dem ewigen Tode. Und diese Warnung hätte genügen müssen, in den Menschen jegliche Begierde zu ersticken, um nicht das Leben zu verlieren. Und Mein Gegner überzeugte sie vom Gegenteil Meiner Warnung, er versprach ihnen das Leben. Sie aber erkannten Mich als höchste Macht und folgten doch der Lüge und sie brachten dadurch den Tod in die Welt.

Was aber war es, das ihre Begierde so mächtig werden ließ, daß sie dieser Begierde erlagen? Sie lebten ein seliges Leben im Paradies, sie waren Herr aller geschöpflichen Dinge; alles unterstand ihrem Willen, und sie fühlten sich glücklich im Vollbesitz von Kraft und Macht. Innige Liebe verband auch die erstgeschaffenen Menschen, und kraft dieser Liebe schon hätten sie sich selbst erlösen können aus der Fessel Meines Gegners. Und solange diese Liebe zu Mir und zu dem Partner gerichtet war, bestand auch keine Gefahr eines Versagens in der Willensprobe.

Doch Mein Gegner wußte diese Liebe falsch zu lenken, er verkehrte sie zur Ichliebe, indem er ihnen falsche Versprechungen gab und also nun die Begierde in ihnen entfachte, sich selbst Seligkeiten zu verschaffen. Es wurde ihre Liebe eine verlangende, eine egoistische und niedrige Liebe, und damit gaben sie sich wieder dem in die Gewalt, von dem sie sich befreien sollten und es auch konnten, so sie Mein Gebot höher gestellt hätten als ihr Verlangen. Begreifet es, ihr Menschen, die Zeit war noch nicht gekommen, da Ich das erste Menschenpaar segnen wollte. Darum wurde es sündig, denn nichts ist sündig, was sich Meinem Schöpfungsplan anpaßt, nichts kann Sünde sein, was in gesetzlicher Ordnung geschieht und niemals kann der Vorgang der Zeugung wider die Gott-gewollte Ordnung sein. Doch die Befriedigung der Sinne ohne den Willen, Leben zu gebären, ist kein Akt der Liebe, die göttlich ist, sondern eine von Meinem Gegner entfachte Selbstliebe, die den Menschen herabzieht und gänzlich in seine Gewalt treibt.

Dieser falschen Liebe waren die ersten Menschen zum Opfer gefallen, und diese falsche Liebe war die Sünde, die wieder gemahnte an die Ursünde der Selbstüberhebung, die nicht sich verschenken wollte, sondern alles besitzen und die Erbgut war ihres Erzeugers, die aber mit der göttlichen Liebe nichts gemeinsam hat.

(29.5.1954) Die göttliche Liebe ruht als Funke in euren Herzen und kann sich entzünden zu höchster Glut. Doch das Ziel Meines Gegners war und ist, diese Liebe zu verkehren, und es ist ihm gelungen. Das Reine, Göttliche wurde verunreinigt und zu einer Ichliebe gewandelt, die den Begriff „Liebe“ nicht mehr verdient und nur Begierlichkeit, Selbstsucht und Eigenliebe genannt werden kann und die auch zu allem fähig ist, was Mein Gegner von euch verlangt.

 Und so wurde auch der Akt der Fortpflanzung für Meinen Gegner zu einem Mittel, das ihm unzählige Seelen zuwandte, was nimmermehr möglich gewesen wäre, wenn er unter Meiner Segnung stattgefunden hätte, wo die göttliche Liebe des Schenkens und Beglückens ihre Krönung erfahren sollte in der Entstehung eines neuen Lebens. Der Sündenfall also bestand in der Hingabe der reinen göttlichen Liebe um einer unreinen selbstischen Liebe willen.

Der Gottesfunke im Menschen wurde durch satanisches Einwirken ausgelöscht und dafür ein Feuer entfacht, dem alles Edle und Reine zum Opfer fiel. Es wurden die Sinne erregt und zu höchster Gier getrieben, was nimmermehr Meinem Schöpfungsakt entsprach, doch der Willensfreiheit Meines Gegners und auch Meiner Geschöpfe wegen nicht gehindert wurde, da es immer noch im Willen des einzelnen Menschen liegt, dieser Versuchung durch Satan zu widerstehen.

Der Sündenfall also war nicht der Fortpflanzungsakt, sondern die durch Satan angeregte und im freien Willen entzündete verkehrte und sündige Liebe. Es wurde ein im göttlichen Sinne beglückender Schöpfungsakt herabgezogen zu einem Spiel unreiner Geister. Es wurde Meinem Gegner Zutritt gewährt zu einem Akt, wo Ich Selbst mit Meinem Segen bei den Menschen sein wollte, um die reine, göttliche Liebe in ihnen zu verstärken, daß diese auch in die nun gezeugten Wesen überfließen sollte und so also ein Menschengeschlecht erstanden wäre, das in stets hellerem Liebelicht den Weg zu Mir zurückgefunden hätte ohne Leid und Qual, das in kurzer Zeit sich erlöst hätte durch die Liebe, weil es Mich Selbst erkennen mußte, wo die Liebe erstrahlte.

Die ersten Menschen hätten diese Willensprobe bestehen können, doch da Ich mit Meinem Gegner rang um die Seelen der Menschen, konnte Ich ihn nicht hindern, Mittel anzuwenden, um sich den Sieg zu sichern. Denn es ging um die Rückkehr Meiner Geschöpfe in völlig freiem Willen, der jedoch versagte und dem ganzen Menschengeschlecht ein Los eintrug, von dem es selbst nicht mehr frei wurde, bis ein Mensch in reiner göttlicher Liebe das Werk vollbrachte, das die gesamte Menschheit entsühnte und ihr wieder den Weg frei machte nach oben.

Denn die Liebe trägt den Sieg davon, und die Liebe wird nicht eher ruhen, bis auch das letzte Mir Abtrünnig-Gewordene den Weg zurückgefunden hat zu Mir.
Amen

Bertha Dudde 5967, empfangen am 28.u.29.5.1954
Titel: Durchführung des Heilsplanes
Beitrag von: Maria am Juli 30, 2018, 04:46:19 Vormittag
Durchführung des Heilsplanes

Es wird euch Mein Heilsplan so klar unterbreitet, daß ihr auch Meine endlose Liebe daraus ersehen könnet, daß ihr nicht zu zweifeln brauchet an einem Gott der Liebe, auch wenn ihr das letzte Vernichtungswerk auf dieser Erde in jenen Heilsplan einbeziehen müsset. Könnte Ich wohl je etwas tun, was nicht Meine Liebe zur Begründung hat? Ihr Menschen aber könnet nicht alles übersehen, und doch sollte euch Mein Heilsplan von Ewigkeit Erklärung dafür sein, was euer Verstand anzunehmen sich weigern möchte.

Nur Meine endlose Liebe bestimmt Mich dazu, den Heilsplan durchzuführen, den Meine Weisheit als recht erkannte und Meine Allmacht auch durchführen wird zur festgesetzten Zeit.Und ihr Menschen sollet nicht glauben, Mich eines anderen bestimmen zu können, denn es geht nun nicht mehr um die alleinige Rettung der Menschen, sondern um eine Phase der Entwicklung des gesamten Geistigen, die wieder neu beginnt, die eine neue Erlösungsperiode einleitet.

Es geht um ein Neu-Einordnen alles Geistigen und eine Scheidung der Geister, die schon im Stadium des Ichbewußtseins stehen und also auch entsprechend dorthin versetzt werden, wo sie ihrer Reife nach hingehören. Immer wieder hat es während einer Erlösungsperiode kleine Epochen gegeben, wo Ich eingreifen mußte durch Gerichte mannigfaltiger Art. Immer wieder sind die Menschen gewarnt und ermahnt worden, und entsprechend ihrer Umkehrwilligkeit konnten diese Gerichte verschoben oder aufgehoben werden.

Immer wieder hat Meine Liebe sich eingeschaltet und die Menschen auf den rechten Weg zu bringen versucht, bevor Meine Gerechtigkeit sich äußerte. Doch die Zeit einer Erlösungsperiode ist begrenzt, und sie hätte wahrlich genügt, auch den Seelen die restlose Erlösung zu bringen, wenn der Wille der Menschen sie ausgenützt hätte zu diesem Zweck. Und einmal ist auch diese begrenzte Zeit abgelaufen, und es muß wieder des in den Schöpfungen gebundenen Geistigen gedacht werden, das den gleichen Entwicklungsgang gehen muß und will, um einmal frei zu werden aus der Form. Denn auch diesem noch unfreien Geistigen gilt Meine Liebe.

Mein Heilsplan umfaßt alles von Mir einst abgefallene Geistige. Und daran müsset ihr Menschen denken, wenn euch dieser Heilsplan unfaßlich und nicht mit Meiner Liebe vereinbar erscheinen will. Eine Neueinordung alles Geistigen ist nötig geworden, und auch die Menschheit steht auf einem geistigen Tiefstand, der ein Ende bedingt, ein Auflösen der Schöpfung und auch der Menschen selbst, die nicht zu Mir gefunden haben und auch nicht mehr zu Mir finden werden.

Darum glaubet es, daß Ich in Meiner Weisheit erkenne und erkannt habe von Ewigkeit, daß Ich um den Willen und den Reifezustand der Menschen in der letzten Zeit wußte und diesem Willen entsprechend auch Mein Heilsplan aufgestellt ist, der nun aber auch wahrlich durchgeführt wird, wenn es an der Zeit ist. Jeder Tag ist noch eine Gnade, denn er kann genützt werden zur Rückkehr zum Vater, jeder Tag kann der Seele noch zur Reife verhelfen, und darum sollet ihr jeden Tag noch als Gnadengeschenk erkennen und dankbar sein für Meine Liebe, die euch sicherlich auch helfen wird bis zum Ende, bis der letzte Tag gekommen ist. Aber daß er kommet, das ist gewißlich wahr, denn Mein Wort ist und bleibt ewige Wahrheit.

Amen

Bertha Dudde 7728, empfangen am 21.10.1960
Titel: Die Urgeschichte der Lebewesen der Erde
Beitrag von: Maria am Juli 30, 2018, 04:48:08 Vormittag
Die Urgeschichte der Lebewesen der Erde

[GEJ.05_198,01] Sagte Ich: „Oh, frage du nur zu, an Antworten soll es bei uns nie einen Mangel haben, und das stets an solchen, die allein die stete und unverwüstbarste äußere und innere Lebenswahrheit in sich bergen! Gib sonach nur recht fein acht darauf, was Ich dir auf deine Frage antworten werde!

[GEJ.05_198,02] Sieh, vor den erwähnten ersten wahren Menschen gab es wohl auch – wie auf zahllosen dieser Erde ähnlichen Welt- respektive Erdkörpern – Wesen, die mit den gegenwärtigen Menschen der äußeren Form nach eine sehr bedeutende Ähnlichkeit hatten! Es gab gar viele Epochen auf dieser Erde, in denen ein früheres Geschlecht ganz unterging und nach und nach ein anderes und stets in irgend etwas vollkommeneres an seine Stelle trat.

[GEJ.05_198,03] Gar lange vorher, ehe solche Geschlechter, gewöhnlich von 7000 Jahren zu 7000 Jahren einander ablösten, ganz sicher aber von 14000 Jahren bis zu wieder 14000 Jahren, ward die Erde nur von allerlei Vegetabilien auf den wasserlosen Teilen und darauf erst von allerlei, aber immer erst nach und nach entstandenen großen und kleinen warmblütigen Tieren belebt. Das Reich der Wassertiere und nachher der Amphibien aber war schon vor der großartigsten Vegetation der Trockenländer überaus stark und mächtig vertreten, sowie das Reich von allerlei fliegenden Insekten wie der Fliege und tausenderlei ihrer Gattungen, und mit diesen nahe gleich einige Urgattungen der Vögel, die nun freilich nicht mehr bestehen, obwohl die Fliege als das erste lebende Geschöpf und als Anfang alles Geflügels eines jeden Weltkörpers noch zur Stunde dasselbe ist und auch fortan verbleiben wird.

[GEJ.05_198,04] Erst als die Erde also stets humusreicher ward und durch häufige innere, großartigste Feuerausbrüche, durch die der verhärtete unterwässerliche Boden gewaltsam auf vielen tausend Punkten zu langen und weitgedehnten Bergreihen aufgewühlt ward und auch durch andere gewaltigste Stürme in der Luft und in den Gewässern einmal so gestaltet war, daß sowohl infolge der größeren und trockeneren Räumlichkeiten, wie auch infolge derer gediegeneren Vegetationsfähigkeiten schon auch vollkommenere und mit mehr Intelligenz begabte Wesen darauf ihr Fortkommen finden konnten, so wurden sie, die geschöpflichen Menschen, dann auch erst ins individuelle Dasein gerufen durch den weisesten, ewigen und allmächtigen Geist Gottes.

[GEJ.05_198,05] Von da an wechselten sie, wie ehedem gezeigt, durch für euch undenklich viele Zeiten der Erde miteinander ab, und stets verdrängte ein um etwas vollkommeneres Geschlecht das frühere minder vollkommene.

[GEJ.05_198,06] Sieh, über diesem trockenen Punkte, der doch sicher über zwanzig Mannshöhen sogar über dem Wasserspiegel dieses kleinen Meeres erhoben steht, ist das Meer gar viele tausendmal tausend Male gestanden. Er ist freilich dann in einer stets oft stark veränderten Form ebenso wie jetzt trocken gelegen. Und bevor von nun an nur 6000 Jahre vergehen werden, wird er sich wieder unter dem Meere und sodann in einer Zeit von abermaligen etwa 9-10000 Jahren wieder so wie jetzt im Trockenen befinden. Das wird auf der Erde stets so lange miteinander abwechseln, bis die Erde, oder vielmehr ihre Materie, ganz ins Leben übergegangen sein wird.“

[GEJ.05_198,07] Sagt Hiram: „O Herr und einziger Urmeister alles Lebens und Seins! Wie wird es denn bei einer abermaligen Überflutung mit dem Bestande der dann sicher auch noch bestehenden Menschen aussehen? Die werden dann ja alle wieder jämmerlich ersäuft werden!“

[GEJ.05_198,08] Sage Ich: „O mitnichten; denn solche periodischen Überflutungen des Meeres gehen ja immer höchst langsam und ganz unvermerkt vor sich, so daß alle Menschen gar lange die hinreichendste Zeit finden können, dem Meere in jene südlichen Erdteile zu entgehen, in denen das Meer durch seinen Rücktritt wieder gar übergroße Ländereien trocken geben wird, weil es sich in solcher Periode wieder mehr gegen den Norden ergießen wird. Und so wird es dann auch bei seinem Rücktritt nach dem Süden wieder sein.

[GEJ.05_198,09] Also dabei haben die Menschen durchaus keine Gefahr mehr zu befürchten, und es wird sie da schon Mein Geist leiten, daß sie dazu schon lange vorher die rechten Vorkehrungen treffen werden. – Hast du das nun so ein wenig begriffen?“

[GEJ.05_198,10] Sagt Hiram: „Ja, es kommt mir wohl so vor, als ob ich's begriffen hätte; aber um da in eine ganz klare Anschauung dieser vorher nie geahnten und noch weniger je gehörten wunderbaren Verhältnisse zu gelangen, die irgend in der ungeheuerst großartigen Natur der großen Welten und ihrer Ordnung liegen, da gehört mehr denn mein unendlich beschränkter Verstand dazu! Verstehen vom Grunde aus kann ich das sonach unmöglich; aber ich glaube es dir aufs Wort; denn du bist weise genug dazu, um das alles ganz genau zu wissen und einzusehen, da dein Geist, wie es mir am Tage noch Aziona kundgab, ganz eins in der Macht, im Schauen und im höchst vollkommensten Erkennen mit dem Geiste einer allerhöchsten Gottheit sein soll, was ich zwar auch nicht einsehe, wie das möglich ist, aber ich glaube es, weil du uns nun schon so überaus gewaltige Proben davon unaufgefordert abgelegt hast. Vielleicht kommt für uns auch noch eine Zeit, in der wir derlei Dinge besser denn jetzt einsehen werden; aber für jetzt müssen wir es nur glauben.“

Großes Evangelium Johannes Band 5, Kapitel 198
Titel: Ende der Erlösungsperiode
Beitrag von: Maria am Juli 31, 2018, 06:07:48 Vormittag
Ende der Erlösungsperiode

Heilsplan Gottes

Ich habe euch ein Ziel gesetzt und euch dafür eine Frist zugebilligt, in der ihr Menschen dieses Ziel wohl hättet erreichen können. Und auch jetzt noch ist es euch möglich, wenn ihr es ernstlich wollet, daß ihr zum Ziel kommet. Doch die euch geschenkte Frist ist vorüber, kurze Zeit nur trennet euch vor dem Ende, und wer dann noch nicht das Ziel erreicht hat, dessen geistiges Leben ist verspielt, er hat es verwirkt, er wollte nicht leben, und sein Los ist der Tod.

Es geht eine Erlösungsperiode zu Ende, und es beginnt eine neue; doch das als Mensch zur Zeit auf Erden verkörperte Geistige ist unweigerlich am Ende angelangt, und so es versagt, muß es den Kreislauf der Entwicklung wieder beginnen, auf daß Mein Gesetz der ewigen Ordnung erfüllt werde. Die Frist ist abgelaufen, und nur Minuten trennen euch von der Stunde des Unterganges der alten Erde, wo die Schöpfungen auf dieser aufgelöst werden, um wieder neu zu erstehen, um wieder neue Möglichkeiten zu geben für die Entwicklung des noch unreifen Geistigen.

Und ob Ich auch immer wieder euch diese Stunde vorstelle, es geht ohne Eindruck an euren Ohren vorüber, ihr glaubet es nicht. Doch euer Unglaube hält nicht Meinen Plan von Ewigkeit auf, er veranlaßt Mich aber, euch immer deutlichere Zeichen zu senden, auf daß euch ein nahes Ende glaubhaft erscheint. Euer Unglaube veranlaßt Mich, euch überaus schmerzhafte Wunden zu schlagen, damit ihr euch besinnet, was euer Leben eigentlich ist und wie ihr es genützt habt.

Stunden der Not und des Elends können euch nicht erspart bleiben, können sie doch noch beitragen, euch zum Ziel zu führen, das ihr wahrlich noch erreichen könnet, wenn ihr ernsten Willens seid. Ich helfe euch in offensichtlicher Weise und gebe euch Kraft, doch euer Herz muß Mich anrufen um Hilfe, auf daß euer Wille ersichtlich ist. Alles kann und will Ich für euch tun, um euch selig zu machen, doch Meinen Heilsplan von Ewigkeit kann Ich nicht umwerfen, er muß nach dem Gesetz der ewigen Ordnung ausgeführt werden, und dies in festgelegter Zeit, die nun ihr Ende findet.

Die geistige Beschaffenheit der Menschen hat schon längst ihren Tiefstand erreicht, der ein Ende der Erde bedingt, doch Ich verziehe noch immer, um der wenigen willen, die schwach sind und unentschlossen, daß Ich sie noch gewinne, bevor die Frist abgelaufen ist. Dann aber sind alle Möglichkeiten erschöpft, dann muß ein jeder die Folgen seiner Einstellung zu Mir tragen, dann wird unabänderlich Gericht gehalten, und jedem wird das Los zuteil werden, das er verdient, ewige Glückseligkeit oder Verdammung, ein Leben im Paradies auf der neuen Erde oder Neubannung in der Schöpfung wieder auf endlos lange Zeit.
Amen

Bertha Dudde 5278, empfangen am 21.12.1951
Titel: Zeitdauer einer Erlösungsperiode
Beitrag von: Maria am Juli 31, 2018, 06:10:07 Vormittag
Zeitdauer einer Erlösungsperiode

In welcher Zeitspanne eine Erlösungsperiode sich abwickelt, das hängt von der Widersetzlichkeit des in der Form gebundenen Geistigen ab. Eine Erlösungsperiode kann von kurzer Zeitdauer sein, sowie dem Geistigen besonders schwere Bedingungen gestellt sind, die es in jeder Form nun erfüllen muß. Je schwerer diese Bedingungen sind, desto schneller überwindet das Geistige die jeweilige Form. Es kann dann der gesamte Erdenlebensweg einschließlich der letzten Verkörperung als Mensch in sehr kurzer Zeit zurückgelegt werden, so daß das Wesen im letzten Stadium zur Reife gelangen und die Erde als ein Lichtwesen verlassen kann.

Es kann aber auch ein erneuter Erdengang wieder erfolglos sein, da die letzte Erdenlebensprobe im freien Willen unweigerlich bestanden werden muß, um zur endgültigen Freiheit zu gelangen, dieser freie Wille aber auch versagen kann wie in dem Erdenleben zuvor und so das Wesen immer wieder diesen Gang durch die Schöpfung zurücklegen muß, also die Entwicklung eines solchen Wesens Ewigkeiten hindurch dauern kann, weil ein jedes Versagen im freien Willen ein erneutes Binden zur Folge hat. Und sowie das Wesen mehrmals versagt hat, werden die Bedingungen immer schwerer, und die Dauer einer Erdperiode hängt immer von der Unbeugsamkeit des Wesens ab und auch davon, wie oft es schon eine Aufwärtsentwicklung aus der festen Form bis hinauf zum Menschen durchgemacht hat.

Daß das Wesen oft versagt, ist allein sein Wille, der sich der Gnade nicht bedient, die ihm für jeden Erdenweg überreichlich zur Verfügung steht. Also niemals wird das Wesen dagegensetzen können, daß es die Kraft nicht aufbringen kann, sondern immer liegt es an seinem Willen, ob und wie es die Kraft, die Gnade, nützet, und entsprechend lang ist auch die jeweilige Entwicklungsperiode, die dem Geistigen Befreiung bringen kann, wenn sein Wille diese anstrebt. Daher wird sich der Erlösungsprozeß immer und immer wiederholen. Es wird immer und immer wieder der Anfang einer Periode ein paradiesischer Zustand sein, und immer wird das Ende sein ein Scheiden des Guten vom Schlechten  und ein erneutes Bannen des letzteren in den neuen Schöpfungen der Erde, die dem Geistigen zum letzten Ausreifen dienen soll.

Und es müssen die Zeitspannen immer kürzer werden, weil eine jede neue Schöpfung härtere Bedingungen stellen muß an das Geistige, die zu immer schnelleren Verformungen führen und also auch zu einer schnelleren Verkörperung als Mensch. Denn da das Geistige seinen einstigen Widerstand nicht aufgeben will, wendet Gott immer schärfere Mittel an, um diesen Widerstand zu brechen. Und eine solche Epoche der Erlösung findet nun in Kürze ihr Ende, um wieder neu zu beginnen, mit einer neuen Schöpfung, die solche erschwerten Bedingungen an das in ihr gebannte Geistige stellen wird, um es zu möglichst schneller Verformung zu treiben, auf daß es endlich frei werde aus dieser und als geistiges Wesen im freien Zustand in die Ewigkeit eingehen kann.

Amen

Bertha Dudde 2891, empfangen am 22.9.1943
Titel: Ende einer Erlösungsperiode und Beginn einer neuen
Beitrag von: Maria am Juli 31, 2018, 06:11:11 Vormittag
Ende einer Erlösungsperiode und Beginn einer neuen

In dieser Erlösungsperiode findet keine geistige Wende mehr statt. Der Glaube an Mich ist den Menschen verlorengegangen, und ob auch Mein Evangelium noch hinausgetragen wird in alle Welt, so werden es doch nur immer wenige sein, die es annehmen; doch immer mehr werden abfallen, deren Glaube nur ein Formglaube war und die nur eines Anstoßes bedürfen, um ihn ganz von sich zu werfen, wenn ein Glaubensentscheid von ihnen verlangt wird.

Es ist nur eine kleine Herde, die im lebendigen Glauben steht, die im Herzen die Verbindung herstellt mit Mir, es sind nur wenige Menschen, die mit Mir verkehren, wie Kinder mit ihrem Vater verkehren, die darum auch jederzeit Meine sichtliche Hilfe erfahren, wenn sie in Not sind, und die daher auch Mich lebendig vertreten werden, weil sie von innen heraus überzeugt, also lebendigen Glaubens sind.

Und diese Zahl wird nicht viel vergrößert werden. Der Glaubenskampf aber, der überall geführt wird, der in seinen Anfängen auch schon überall erkennbar ist, wird die Zahl der Gläubigen nur noch verringern, denn dann ist jeder bereit, Mich hinzugeben um irdischen Gewinnes willen, und den Mut, zu kämpfen für Mich, bringen sie nicht auf, weil ihnen der lebendige Glaube fehlt.
Und so wird die Erde auch letzten Endes nicht mehr den Zweck erfüllen, den Seelen der Menschen zum geistigen Ausreifen zu dienen. Und der Erdengang der meisten Menschen ist nutzlos, weil er den Seelen nicht die Reife einträgt, zwecks derer sie auf Erden weilen. Es soll aber die Entwicklung des Geistigen ihren Fortgang nehmen. Und darum muß die Erde wieder neu hergerichtet werden, auf daß sie Schulungsstation des Geistigen werden und bleiben kann, wie es ihre Bestimmung ist.

Und darum geht diese Erlösungsperiode zu Ende, und es beginnt eine neue Epoche. Neue Schöpfungen nehmen das Geistige auf, das in seiner Entwicklung gehindert wurde, was zuvor ein Auflösen jener Schöpfungen bedingt, damit das gebundene Geistige frei wird und wieder neu verformt werden kann. Und also müssen auch die Menschen mit einem baldigen Ende rechnen, und die auf Erden versagt haben, müssen wieder neu gebannt werden in den Schöpfungen, in der harten Materie auf der neuen Erde.

Und wenn sich die Menschen Hoffnungen hingeben, daß die geistige Einstellung der Menschen auf dieser Erde sich noch ändern könnte, daß sie zum Glauben gelangen an Jesus Christus und Sein Erlösungswerk und in diesem Glauben ein neues Leben führen würden, mit geistig gerichteten Sinnen und Bestrebungen, dann werden das Wunschgedanken einiger weniger bleiben, die sich niemals verwirklichen. Denn es ist Mein Gegner an der Macht, die ihm die Menschen selbst eingeräumt haben; und dessen Wirken wird so überhandnehmen, daß er gebunden werden muß, daß schon deswegen ein Ende kommen muß, damit ihm sein Wirken unterbunden wird, ansonsten kein Mensch mehr selig werden könnte.

Und es ist auf diese Zeit hingewiesen worden seit Beginn dieser Erlösungsperiode; und mögen für euch Menschen diese Ankündigungen noch so fern erscheinen, einmal wird auch die Zukunft zur Gegenwart, das muß euch immer wieder gesagt werden. Und darum muß auch eine geistige Wende kommen, aber nicht mehr auf dieser Erde, sondern in einer Welt des Friedens und der Seligkeit. Es wird eine neue Entwicklungsepoche beginnen mit geistig hochstehenden Menschen, die Ich als glaubenstreu von dieser Erde entrücke und der neuen Erde wieder zuführen werde.

Und dann ist eine geistige Wende eingetreten, und die Menschen werden wieder leben in Frieden und Eintracht, in steter Verbindung mit Mir, ihrem Gott und Vater, und mit den seligen Wesen in Meinem Reich. Denn nun herrscht die Liebe wieder auf der Erde, Mein Gegner kann nicht mehr einwirken auf die Menschen der neuen Erde, denn er ist gebunden endlos lange Zeit, bis die Menschen selbst ihm wieder die Ketten lösen und ihm sein Einwirken aufs neue ermöglichen. Zuvor aber herrscht eine lange Zeit des Friedens und der Seligkeit.
Amen

Bertha Dudde 7756, empfangen am 26.11.1960
Titel: Erlösungsperiode mit Jesus Christus
Beitrag von: Maria am Juli 31, 2018, 06:12:46 Vormittag
Erlösungsperiode mit Jesus Christus

Für alle Zeiten ist das Erlösungswerk vollbracht worden, aber diese Erdperiode war dazu ausersehen, daß Gott in Jesus Christus Selbst zur Erde kam, diese Erde trug den göttlichen Heiland und Erlöser, und so war mit dieser Erdperiode auch die Zeit gekommen, wo gänzlich-erlöste Seelen die materielle Welt verlassen und wieder in das Lichtreich zurückkehren konnten, was zuvor nicht möglich war, selbst wenn ein Mensch auf Erden nach dem Willen Gottes lebte. Aber sie waren noch nicht ledig ihrer Urschuld, die ihnen den Eintritt in das Lichtreich verwehrte.

Von jener Zeit des Erdenwandels Jesu, von der Zeit Seines Kreuzestodes an, waren die ersten abgefallenen Urgeister zur ewigen Heimat zurückgekehrt. Es war das Erlösungswerk vollbracht für alle Ewigkeit, für alle Menschen der Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft.

Es waren unzählige Menschen zuvor schon den Weg über die Erde gegangen, und doch war es ihnen nicht möglich gewesen, die Pforte des Todes aufzustoßen und zum Leben einzugehen. Doch auch diese vielen Menschen der Vergangenheit wurden des Segens des Erlösungswerkes teilhaftig, auch sie wurden von den Gnaden des Erlösungswerkes berührt, nur mußte gleichfalls der freie Wille sich zu Jesus Christus, dem göttlichen Erlöser, bekennen, was das erste Mal bewiesen werden konnte, als Jesus nach Seinem Tode hinabstieg zur Hölle, um auch dorthin Sein Opfer zu tragen, daß es anerkannt wurde. Erst dann wurden auch diese Menschen ihrer Urschuld ledig, weil Jesus Christus für alle Menschen gestorben ist.

Eine übergroße Gnade ist es für alle Seelen gewesen, die sich in dieser Erdperiode verkörpern durften, da der Herr Selbst über die Erde ging. Zwar wird das Wissen um Seinen Erdengang, um Sein bitteres Leiden und Sterben am Kreuz und Seine Auferstehung, um Sein Erbarmungswerk größter Liebe auch den Menschen in ferneren Entwicklungsperioden zugeleitet werden; immer werden sie erfahren von diesem großen Sühnewerk, das die Liebe eines Menschen verrichtete, in Dem Gott Selbst Sich verkörpern konnte.

Und keinem Menschen wird jenes Wissen verborgen bleiben. Denn immer wieder wird den Menschen das Evangelium der Liebe gepredigt werden, und das Ausleben der göttlichen Liebegebote wird auch zur Folge haben, daß sich der Geist im Menschen äußern kann, der immer wieder als Erstes und Wichtigstes jenes Erlösungswerkes Erwähnung tun wird, so daß niemals das Wissen um Jesus Christus verlorengehen kann, sondern durch eine jede Erlösungsperiode erhalten bleibt und immer wieder auch den Menschen in den nächstfolgenden Epochen vermittelt wird.

Dennoch ist es eine besondere Gnade, in gleicher Zeit mit dem Menschen Jesus auf Erden verkörpert gewesen zu sein, wozu die ganze Zeitdauer einer Erdperiode zu rechnen ist. Und doch ist schon am Ende dieser Epoche der Glaube an den göttlichen Erlöser Jesus Christus, in Dem Gott Selbst Sich verkörperte, überaus schwach. Es ist die Liebe erkaltet unter den Menschen und daher auch kein lebendiger Glaube, es ist kein Geistwirken mehr möglich bei der Mehrzahl der Menschen und darum auch der Glaube verlorengegangen. Aber es wird immer wieder von Gott aus gesorgt, daß das Wissen um Jesus Christus nicht verlorengeht, so daß ein jeder Mensch sich selbst dazu einstellen kann und entsprechend sich auch wird verantworten müssen.

Das Wissen allein zwar nützt dem Menschen nichts, sondern erst seine Einstellung zu der Lehre Jesu Christi, die immer nur Liebe zum Inhalt hat, kann ihm den Segen eintragen. Aber er kann doch weit öfter daran erinnert werden, solange der Erdengang Jesu nicht abgestritten werden kann, selbst wenn er nicht zu beweisen wäre. Der Willensfreiheit des Menschen wegen werden sich auch immer weniger konkrete Beweise finden lassen, doch auch niemals Beweise, die auf das Gegenteil hindeuten, denn diese Erdperiode trug den göttlichen Erlöser und Heiland, und alle, die in dieser Erdperiode über die Erde wandelten, haben einen gewissen Vorzug, leichter glauben zu können, wenn sie es nur wollen.

Die Pforte zum Lichtreich wurde geöffnet durch Seinen Tod am Kreuz, und viele können nun eingehen durch diese Pforte zum ewigen Leben. Aber den Weg zum Kreuz muß jeder Mensch zurücklegen im freien Willen, und darum kann er nicht durch Beweise gezwungen werden. Doch die Liebe Jesu Christi streckt allen Menschen vom Kreuz aus die Arme entgegen, und jeder wird angerührt und aufgefordert, zu Ihm zu kommen. Und es wird dies auch in den folgenden Erlösungsepochen sein. Jeder Mensch wird erfahren von dem großen Liebe- und Erbarmungswerk des göttlichen Erlösers, und jeder Mensch wird Gott in Jesus Christus erkennen und anerkennen müssen, um durch die Pforte des Todes eingehen zu können zum ewigen Leben. Jeder Mensch wird glauben müssen an Ihn, um zu einem seligen Leben zu gelangen.

Amen

Bertha Dudde 7221, empfangen am 5.12.1958
Titel: Erdumgestaltung – Eruptionen
Beitrag von: Maria am Juli 31, 2018, 06:14:14 Vormittag
Erdumgestaltung – Eruptionen

Der Kern der Erde bleibt unberührt, wenn die Auflösung der Schöpfungen vor sich gehen wird. Es bleibt die Erde als Gestirn bestehen, nur wird sie in ihrer Außenform so total umgestaltet, daß man wohl von einer „neuen Erde“ sprechen kann, aber nicht von einem Vergehen der Erde. Bis in die tiefsten Tiefen wird zwar die Wandlung sich erstrecken, weil viel Geistiges frei werden und in neuer Verformung seinen Entwicklungsgang fortsetzen soll. Und es wird daher eine gewaltige Erschütterung das Gebundene lösen, es wird die Materie in großem Ausmaß aufgelöst und wieder verdichtet werden.

Es wird ein Akt stattfinden, für den menschliches Denken keinen Vergleich findet, wenngleich menschliches Denken in seiner Unzulänglichkeit den direkten Anlaß dazu gibt. Doch die Auswirkung dessen, was Menschen unternehmen, ahnen sie nicht, ansonsten sie davor zurückschrecken würden, zu experimentieren, wo ihnen das letzte Wissen mangelt. Doch was auch die Menschen tun im freien Willen, es ist der Erlösungsplan für das Geistige diesem freien Willen angepaßt, es werden die Auswirkungen dem göttlichen Heilsplan entsprechen, es wird, was auch geschieht, dem Freiwerden des in der Materie Gebundenen dienen, es wird eine Erlösungsepoche ihren Abschluß finden, und eine neue wird wieder beginnen.

Alles frei gewordene Geistige bezieht eine neue Außenform, weil völlig neue Schöpfungen entstehen, und es wird die göttliche Ordnung wiederhergestellt, die am Ende einer Erlösungsperiode gänzlich umgestoßen worden ist. Denn die Erde muß weiter ihre Aufgabe erfüllen: Bildungsstation für das noch unreife Geistige zu sein, und darum kann sie nicht restlos vergehen, bevor sie diese Aufgabe erfüllt hat. Doch in ihrer alten Form erfüllt sie ihren Zweck nicht mehr, eben weil alles aus der Ordnung getreten ist, weil die Menschen kraft ihres Willens das tun, was der Gegner Gottes von ihnen verlangt, weil sie Schöpfungen zerstören oder sie nützen zu völlig gott-widrigem Tun und dadurch die Entwicklung des darin gebundenen Geistigen verhindern, was im Sinne des Gegners liegt, der selbst keinen Einfluß hat auf göttliche Schöpfungen und darum seinen Einfluß ausübt auf die Menschen, die ihm hörig sind.

Und so treibt der Gegner Gottes die Menschen auch an zu dem letzten Zerstörungswerk, ohne zu bedenken, daß er gerade das Gegenteil erreicht von dem, was er erreichen will, daß die neuen Schöpfungen alles wiederaufnehmen, was unter seinem Einfluß stand, daß er dadurch nur stets mehr Anhang verliert und daß dem Geistigen neue Möglichkeiten geschaffen werden zum Ausreifen, um endlich einmal ganz frei zu werden von gegnerischer Gewalt.

Das Beenden dieser Erlösungsepoche ist vorgesehen seit Ewigkeit, doch der Mensch macht sich keinen Begriff davon, wie es vor sich gehen wird, wenngleich er sich nur eine Eruption in größtem Ausmaß vorzustellen brauchte, die sehr wohl möglich ist, da immer wieder solche Eruptionen eintreten, was von den Menschen nicht geleugnet werden kann. Das Erdinnere revoltiert durch den Menschen unbekannte Einflüsse, am Ende aber geben die Menschen selbst den Anlaß dazu, ohne sich über die Auswirkung ihres Tuns klar zu sein.

Der Gegner Gottes treibt sie dazu an, und also ist es sein Wille und der Wille der ihm hörigen Menschen, der in den göttlichen Heilsplan einbezogen wurde. Und es dienet sonach auch die Hölle und deren Anhang dem Schöpfer des Himmels und der Erde, es betätigt sich die finstere Welt ungewollt an der Erlösung des Geistigen, und auch der Widerstand gegen Gott trägt letzten Endes dazu bei, daß dem Geistigen immer wieder der Weg frei gemacht wird nach oben, bis das Werk der Erlösung des Geistigen einmal vollendet ist.
Amen

Bertha Dudde 6282, empfangen am 11.6.1955
Titel: Vor Gott sind tausend Jahre wie ein Tag
Beitrag von: Maria am Juli 31, 2018, 06:15:21 Vormittag
Vor Gott sind tausend Jahre wie ein Tag

Ewige Zeiten noch werden vergehen, bis alle Schöpfungswerke, die gesamte materielle Welt, die unerlöstes Geistiges birgt, aufgelöst werden kann, bis alles Materielle sich vergeistigt hat, bis alles Unvollkommen-Gewordene wieder die Vollkommenheit erreicht hat. Ewige Zeiten werden vergehen. Aber vor Gott sind tausend Jahre wie ein Tag, denn Er ist von Ewigkeit zu Ewigkeit, für Ihn ist jegliche Zeit wie ein Augenblick. Doch für das unvollkommene Geistige sind es endlose Zeiten, bis es wieder zur Vollendung gelangt ist, dann aber gleichfalls die Zeit der Rückwandlung ihm wie ein Augenblick erscheint.

Und so könnet ihr Menschen getrost es glauben, daß auch die Erde noch ewige Zeiten bestehen wird, um ihre große Aufgabe zu erfüllen, den Menschen zur Gotteskindschaft zu verhelfen; ihr könnet es glauben, daß immer wieder Menschen diese Erde beleben werden und daß somit ein „Ende“ des Schöpfungswerkes Erde noch lange nicht spruchreif ist. Daß sich aber die Erde immer wieder wandeln, d.h. erneuern wird, daß sie immer wieder instand gesetzt werden muß, um ihrer Aufgabe nachkommen zu können, und daß dieses sich immer in gewissen Zeiträumen abspielen wird, das könnet ihr genauso überzeugt glauben, wenngleich auch der Entwicklungsprozeß noch lange nicht vollendet ist und ihr nicht von einem Weltuntergang sprechen könnet, wenn ihr darunter ein völliges Aufhören irdisch-materieller Schöpfungen versteht.

Noch harret unendlich viel Geistiges seiner Erlösung, noch ist das einstmals gefallene Geistige nur zu einem ganz geringen Teil erlöst und zurückgekehrt zu Gott. Noch befindet sich der größte Teil im Gericht, d.h., es ist gebunden in Schöpfungen jeglicher Art. Und alles dieses Gebundene muß noch bis zum Stadium als Mensch gelangen und dann sich also als Mensch auf der Erde verkörpern dürfen. Und darum wird die Erde immer wieder neu erstehen, wenn eine solche Entwicklungsperiode ins Stocken gerät. Aber immer bedeutet das Erstehen einer neuen Erde, die totale Umgestaltung ihrer Erdoberfläche, ein Ende für die die Erde belebenden Menschen, bis auf wenige, denen der Erdengang die Reife eingetragen hat.

Und darum also muß auch den Menschen ein bevorstehendes Ende angekündigt werden, es muß ihnen verständlich gemacht werden, was darunter zu verstehen ist, weil sie ein Beenden der gesamten Weltschöpfung nicht glauben wollen und können und die Argumente dafür ihr ihnen nicht werdet widerlegen können. Für die Menschen aber ist es belanglos, ob ein „Weltuntergang“ möglich ist. Sie sollen sich nur mit dem Gedanken vertraut machen, daß für sie selbst das Ende gekommen ist, daß dieser Stern Erde eine Umformung erlebt, der die Menschen zum Opfer fallen, auch wenn noch Ewigkeiten vergehen werden, bis die Erde sich einmal wird völlig vergeistigt haben.

Noch ist dieser Zeitpunkt nicht gekommen, und dennoch steht die Menschheit vor dem Ende, weil eine ordnungsmäßige Fortentwicklung des Geistigen auf der Erde eine Auflösung und Neuverformung der Schöpfung bedingt und eine solche immer in gewissen Zeiträumen vor sich gehen wird. Dieses Wissen kann nur auf geistigem Wege den Menschen vermittelt werden, und es wird daher kaum Glauben finden. Und es wird desto weniger geglaubt werden, je mehr es dem Ende zugeht, weil die Erkenntnislosigkeit der Menschen auch ein Zeichen ist, daß die Aufwärtsentwicklung des Geistigen auf der Erde ins Stocken geraten ist, daß die Menschen nicht mehr den Reifegrad erreichen, den sie erreichen sollen und auch könnten, ansonsten sie Verständnis hätten für den Heilsplan Gottes.

Ewig noch wird die Erde Schulungsstation bleiben für das zutiefst gefallene Geistige, immer aber wieder neu instand gesetzt werden müssen, um dem göttlichen Heilsplan gemäß das Geistige zur Reife zu bringen. Und immer wieder werden neue Menschengeschlechter die Erde beleben, denn Gott Selbst führt der neugestalteten Erde die Menschen zu, aus denen solche Geschlechter hervorgehen sollen, die am Ende einer Erlösungsperiode nahe vor ihrer Vollendung stehen, so daß eine jede Epoche wieder neu beginnen wird in vollster Harmonie mit Gott und Streben nach der Vereinigung mit Ihm und dann auch immer die Garantie gegeben ist, daß die Menschen zur Vollendung gelangen, daß sie als selige, im Licht stehende Geistwesen wieder zurückkehren zu ihrem Vater von Ewigkeit.
Amen

Bertha Dudde 6479, empfangen am 18.2.1956
Titel: Weltenwende - Nicht Weltenende
Beitrag von: Maria am Juli 31, 2018, 06:16:22 Vormittag
Weltenwende - Nicht Weltenende

Die Weltenwende bedeutet nicht das Weltenende. Denn Meine Schöpfungen werden noch ewiglich bestehenbleiben, bis sie ihren Zweck erfüllt haben, dem in der Tiefe befindlichen Geistigen zur Höhe verholfen zu haben. Dann erst kann von einem Weltenende gesprochen werden, wenn alles vergeistigt ist, was diese Schöpfungen benötigte zur Vollendung. Was aber vor euch liegt, was ihr mit aller Sicherheit erwarten könnet, was Ich euch verkünden ließ durch Seher und Propheten, das ist eine Wende, die für die Erdenbewohner wohl als Ende bezeichnet werden kann, jedoch richtiger gesagt eine totale Wandlung ist, eine Wende des Bestehenden und völlige Umgestaltung der Erdschöpfung.

Es ist ein Wechsel von einer Epoche in eine neue, was für die Menschen sowohl als auch für jegliche Kreatur ein Ende des Lebens bedeutet, das für die Menschen gleich ist einem Weltende. Die totale Umwandlung der Erdoberfläche mit allen Schöpfungen ist auch zugleich ein Beenden jeglicher Entwicklung irdisch materieller Art. Alles, was an Fortschritten auf wissenschaftlichem Gebiet oder menschlichen Leistungen zu denken war, alles, was an Errungenschaften erzielt wurde, fällt der Zerstörung anheim, und alle Erfahrungen verlieren ihren Wert, weil niemand mehr das ausnützen oder anwenden kann, was zuvor als so wichtig angesehen wurde, daß darüber jegliches geistige Streben vergessen wurde.

Es bleibt nichts von allem zurück, es wird nichts davon hinübergenommen auf die neue Erde, wenngleich diese bewohnt werden wird von Menschen, die die alte Erde erlebt und belebt haben, denn nichts davon wird auf der neuen Erde von Nutzen sein und nichts davon benötigt werden. Eine völlig neuartige Welt wird die kleine Schar der Entrückten beglücken, eine Welt, die in nichts an die alte Erde gemahnet, die mit Recht eine gewandelte Erde genannt werden kann. Und die Menschen der neuen Erde werden nun verstehen, warum von einer Wende gesprochen wurde, worunter aber niemals das Ende der Welt zu verstehen ist.

Irdisch also ist diese Wende erkennbar, aber noch viel mehr geistig. Die geistige Wende ist Ursache und Zweck dessen, was kommt. Ein geistiger Zustand, wie er vor dem Ende der alten Erde besteht, zieht unwiderruflich eine Auflösung nach sich, weil etwas geistig Totes auch das Erstarren dessen bedeutet und wahres Leben nur aus geistigem Leben hervorgehen kann. Darum muß eine Wende eintreten, wo das Leben in der völlig toten Umgebung nicht mehr denkbar ist.

Daß sich die Wende nicht mehr auf dieser Erde vollziehen kann, (17.11.1953) ist offensichtlich, denn stets mehr verweltlichen sich die Menschen, stets mehr trachten sie nach materiellen Gütern, und stets weniger wird ihr Glaube, weil in ihnen die Liebe erkaltet. Erkalten der Liebe aber bedeutet verhärtete geistige Substanz oder auch Abweisen Meiner alles belebenden Liebekraft und sonach einen bewegungslosen Zustand, eine völlige Kraftlosigkeit und daher ein Erstarren in Untätigkeit.

Was noch lebt, wird dann dem Tode verfallen sein, was aber jetzt noch gebunden ist, wird die Freiheit erlangen, um nun aufwärtsstreben zu können mit dem Ziel endgültiger Freiheit. Ein Wendepunkt für die gesamte Erd-Schöpfung ist gekommen, alles Geistige wandelt seine Außenform, und also ist auch dann ein allgemeiner Aufstieg gesichert, weil nur die positiven Kräfte, nicht aber die negativen Kräfte wirken können, weil letztere gebunden sind und völlig kraftlos und geistig darum überall nur ein Aufstieg möglich ist.
Amen

Bertha Dudde 5807, empfangen am 16.u.17.11.1953
Titel: Ursache und Kräfte der Auflösung der Erde
Beitrag von: Maria am Juli 31, 2018, 06:17:32 Vormittag
Ursache und Kräfte der Auflösung der Erde 

(Atomenergie)

Alle Voraussetzungen zur Schaffung einer neuen Erde müssen vorhanden sein, bevor die alte Erde aufgelöst wird, d.h., eine totale Veränderung ihrer Außenform stattfinden kann. Es muß gewissermaßen die Erde einen Auflösungsprozeß erfahren, der alles in ihr gebundene Geistige frei gibt, auf daß dieses sich wieder neu verformen kann in Schöpfungen, in denen eine weitere Entwicklung für das Geistige möglich ist. Also muß der Vorgang der letzten Zerstörung ein so gewaltiger sein, daß von einer totalen Auflösung der Materie gesprochen werden kann.

Es können nicht nur einzelne Strecken davon betroffen werden, sondern es müssen im Inneren der Erde Eruptionen stattfinden, die sich nach allen Richtungen hin auswirken, so daß die gesamte Erdoberfläche davon berührt wird, daß also nichts bestehenbleibt, was zuvor war, sondern bis ins kleinste aufgelöst wird. Und dazu geben die Menschen selbst Anlaß, sie versteigen sich in ein wissenschaftliches Gebiet, das ihre Verstandesfähigkeit übertrifft. Sie kennen die Naturgesetze und ihre Auswirkungen nicht, um ein solches Gebiet erforschen zu können, und sie bringen sonach Kräfte zur Auslösung, die sie selbst nicht mehr zu bannen vermögen.

Doch Ich hindere sie nicht, denn auch diesen menschlichen Willen habe Ich Meinem Heilsplan von Ewigkeit zugrunde gelegt, weil dann auch die Zeit abgelaufen ist, die dem Geistigen zur Erlösung gewährt war. Es wird der Vorgang der letzten Zerstörung also wohl durch menschlichen Willen ausgelöst werden, doch auch insofern Meinem Willen entsprechen, als daß er eine sichere Aufwärtsentwicklung des Geistigen gewährleistet, das noch in fester Form gebunden ist und nach Tätigkeit verlangt, ansonsten Ich Experimente mißglücken lassen könnte, um die Menschen von ihrem Vorhaben abzubringen.

Die Versuche werden daher örtlich stattfinden, jedoch keine Begrenzung haben, weil die ausgelöste Kraft nicht mehr eingedämmt werden kann und daher nach allen Richtungen hin elementar wirket. Denn die Erde hat einen beschränkten Raum, während die ausgelöste Kraft keine Beschränkung kennt und ihr alles zum Opfer fällt, was von ihr berührt wird. Vorstellbar in seiner Auswirkung ist für euch Menschen dieser Vorgang nicht, zudem wird er sich in einem Zeitraum abspielen, der euch jede Denkfähigkeit nimmt, es sei denn, ihr gehöret der kleinen Schar der Meinen an, vor deren Augen sich das letzte Vernichtungswerk abspielt, weil dies Mein Wille ist, daß sie Zeuge sind von dem Ende dieser Erde.

Ihr könnet euch aber ein kleines Bild davon machen, wenn ihr euch vorstellt, daß eine Explosion stattfindet, die nichts Zusammengefügtes bestehen läßt, die also restlos alles zerstört und in kleinste Atome auflöst. Doch dem Vorgang, der nur kurze Momente braucht, gehen Erschütterungen und Feuerausbrüche voraus, die vollauf genügen, die Menschen in größte Panik zu versetzen, weil sie den sicheren Tod vor Augen sehen. Und nun ist auch zu verstehen, daß nichts mehr zurückbleiben kann, daß keine Schöpfung mehr bestehenbleibt, sondern nur noch in kleinste Atome aufgelöste Materie zurückbleibt, die aufs neue von Mir geformt wird kraft Meines Willens und Meiner Macht zu neuen, unvorstellbaren Schöpfungen, in denen die Weiterentwicklung des Geistigen ihren Fortgang nimmt

Und wieder wird es Schöpfungen geben in verschiedenen Härtegraden, doch die härteste Materie birgt das Geistige, das als Mensch die alte Erde belebt hat und seine geistige Entwicklung völlig unbeachtet ließ. Denn deren Seelen können eine Weiterentwicklung im geistigen Reich nicht erwarten, sie müssen den Gang durch die gesamte Schöpfung zurücklegen, und also beginnt eine neue Entwicklungsepoche, sowie die Zeit erfüllet ist, sowie menschlicher Wille sich soweit versteigt, Kräfte zur Auslösung bringen zu wollen, die zu beherrschen einen anderen seelischen Reifegrad erfordert, als ihn die Menschen am Ende dieser Erlösungsperiode besitzen, und die darum nimmermehr sich aufbauend, sondern nur zerstörend äußern werden.
Amen

Bertha Dudde 3950, empfangen am 2.1.1947
Titel: Erdumdrehungen – Erderschütterungen
Beitrag von: Maria am Juli 31, 2018, 06:18:41 Vormittag
Erdumdrehungen – Erderschütterungen

Schon eine geraume Zeit bewegt sich die Erde in unerhörter Geschwindigkeit um ihre eigene Achse. Es sind die ständigen Umdrehungen zwar in keiner Weise dem Menschen erkennbar, doch nur deshalb, weil er sich auf der Erde befindet und sie nur außerhalb der Erde verfolgen könnte. Dennoch sind Veränderungen im Kosmos bemerkbar, die jene Erscheinung zur Ursache haben. Es ist wie ein regelmäßiges Beben, das schwächer oder stärker zu spüren ist, wenn sich der Körper in Ruhestellung befindet und er für die feinste Bewegung empfindlich ist. Diese Erscheinung führt zur totalen Auflösung der Erde nach undenklich langer Zeit, wird aber unterstützt durch menschliches Einwirken, weshalb die Beendigung dieser Zeitepoche auf menschlichen Einfluß zurückzuführen ist, obzwar es vorgesehen ist seit Ewigkeit im göttlichen Plan.

Die Erde hätte an sich eine unvorstellbar lange Lebensdauer, d.h., ihr Bestehen wäre auf endlose Zeiten hinaus gesichert, doch Gottes Wille läßt sich von Menschenwillen bestimmen, Gott läßt die Menschen ausführen, was ihnen selbst zum größten Schaden gereicht. In Seinem Plan von Ewigkeit sind alle Veränderungen im Kosmos festgelegt, entsprechend Seiner Weisheit und Liebe. Von einer Veränderung mit unvorstellbarer Auswirkung will aber die wissenschaftlich geschulte Menschheit nichts wissen, und doch vollzieht sie sich ständig.

Diese Veränderung, eine überschnelle Umdrehung der Erde, bringt auch das Naturgeschehen zur Auslösung, das seit Anfang der Erlösungsperiode verkündet ist durch Seher und Propheten und auch nun wieder offenbart wird durch den Geist Gottes. Der Vorgang ist menschlich nicht recht erklärbar, doch, einfach gesagt, werden die Umdrehungen zunehmen und für Sekunden aussetzen, was in Form von Erderschütterungen zum Ausdruck kommt, die von so ungeheurer Wirkung sind, daß die Menschen glauben werden, das Ende der Welt sei gekommen. Eine Parallele dazu auf Erden kann nicht gefunden werden, denn es ist eine Kraftäußerung, die vom Weltall ausgeht und der irdischen Wissenschaft unbekannt ist.

Die Beschaffenheit der Gestirne löst solche Kräfte aus, und das Innere der Erde wird von ihnen berührt und gleichsam die Erde also außergesetzlich bewegt, was sich immer in einer zerstörenden Form äußert, jedoch zeitweilig von Gott zugelassen ist zum Zwecke der Auflösung festester Materie, die das in ihr gebannte Geistige freigeben soll. Und dieser Akt steht bald bevor, wird aber nur das Spiel weniger Sekunden sein, doch mit vorhergehenden Anzeichen, die allein schon als eine Katastrophe zu bezeichnen sind, weil sie eine unbeschreibliche Panik auslösen unter den Menschen und daher zum Zeitraum der Katastrophe gezählt werden müssen. Doch alles ist vorbestimmet seit Ewigkeit, und Gottes Plan erfüllet sich, wie es geschrieben steht.

Amen

Bertha Dudde 4348, empfangen am 23.6.1948
Titel: Zerstörung der Erde
Beitrag von: Maria am Juli 31, 2018, 06:19:48 Vormittag
Zerstörung der Erde

Das eine ist gewiß, daß Mein Wort Wahrheit ist und bleibt und daß ihr Menschen nicht anzuzweifeln brauchet, was von Mir seinen Ausgang genommen hat. Da nun die Zeit immer näher rückt, die eine Erlösungsperiode beendet, auf daß eine neue ihren Anfang nehmen kann, werden euch auch die Aufklärungen immer unverhüllter zugehen, und Ich werde euch kurz vor dem Ende einweihen in Meinen Heilsplan von Ewigkeit und euch Kenntnis geben über Dinge, die euch bisher noch verborgen blieben, weil das Wissen darum nicht nötig war für euer Seelenheil.

Nun aber ist die Zeit gekommen, wo Mein Heilsplan zur Ausführung kommt, soweit er die Umwandlung der Erde betrifft, die als Schulungsstation für das Geistige untauglich geworden ist und die darum erneuert werden muß, um ihrer Bestimmung wieder nachkommen zu können. Ihr müsset bedenken, daß auch dem noch in den Schöpfungswerken gebundenen Geistigen Meine Liebe gilt und daß Ich auch diesem Geistigen neue Formen geben will, um ihm die Aufwärtsentwicklung zu ermöglichen. Denn endlos lange Zeiten schon schmachtet das gebundene Geistige in der harten Materie, aus der die Erde, d.h. alle Schöpfungen auf ihr, besteht.

Und diese harte Materie sowie das im Inneren der Erde gebundene Geistige muß einmal zur Auflösung kommen resp. frei werden, um in neue Verformungen übergehen zu können, und darum wird das Vernichtungswerk für euch Menschen von unfaßbarem Ausmaß sein, und es kann folglich von einer Total-Auflösung aller Erdschöpfungen gesprochen werden, wobei aber nicht zu übersehen ist, daß die materiellen Bestandteile erhalten bleiben, nur so lange gewissermaßen ungebunden, bis Ich sie wieder zur Form werden lasse, die dem Geistigen wieder zur Hülle dienet. Das Schöpfungswerk Erde vergeht also nicht, weil Mein Wille alles Aufgelöste wieder festigt und neue Formen schafft, weshalb von einer neuen Erde gesprochen werden kann.

Das Beenden dieser Erlösungsperiode ist ein Akt größter Barmherzigkeit an allem auf der Erde befindlichen und in den Schöpfungswerken gebundenen Geistigen, und es bedeutet eine völlige Umgestaltung, aber kein Vergehen des Gestirns Erde. Erkenntlich wird diese Umgestaltung aber nur an der Erdoberfläche sein, weil die Menschen den Prozeß der inneren Wandlung nicht feststellen oder verfolgen könnten, auch wenn sie die Umgestaltung bewußt schauen könnten. Doch letzteres ist nicht der Fall, denn es wird ein Werk des Augenblickes sein, weil alle Voraussetzungen vorhanden sind, Neuschöpfungen mit dem Geistigen zu beleben, das auch den Reifegrad dafür erreicht hat; denn alle diese Partikelchen sind vorhanden, die nur wieder in die ihnen zuträglichen Außenformen versetzt zu werden brauchen.

Ihr Menschen könnet euch aber keine Vorstellung machen von diesem letzten Zerstörungswerk, obgleich ihr selbst den Anlaß dazu gebet durch eure widergöttlichen Versuche, in das Erdinnere einzudringen und Kräfte zu entfalten, die ihr noch nicht beherrscht und deren Auswirkungen ihr nicht kennt. Ich aber hindere euch auch nicht daran, weil auch die Zeit abgelaufen ist, die Ich für die vergangene Erlösungsperiode gesetzt habe.

Doch das will Ich immer wieder betonen, daß Ich nichts im alten Zustand belasse und daß kein lebendes Wesen bestehenbleibt, wie Ich auch allem noch gebundenen Geistigen für kurze Zeit die Freiheit gebe, was also bedeutet, daß auch die festeste Materie einmal das Geistige freigeben muß und zu diesem Zweck auch selbst aufgelöst wird, um nun sich aufs neue zu festigen und wieder Geistiges aufzunehmen, wie es Mein Wille ist.

Da die Materie selbst auch wieder nur das im Anfang der Entwicklung stehende Geistige ist, kann es also auch nicht vergehen, und so wird auch das Schöpfungswerk „Erde“ nicht vergehen, sondern nur umgewandelt werden, und ihr könnet diesen Worten Glauben schenken, auch wenn euch der ganze Vorgang des Endes der alten Erde noch unbegreiflich ist. Mir aber ist alles möglich, und in Meiner endlosen Liebe hat alles seine Begründung.

Wenn ihr also in Meinem Zerstörungswerk nur eine Lieblosigkeit Meinerseits seht, so seid ihr noch weit von der rechten Erkenntnis entfernt. Doch ihr wollet immer nur das Schicksal der Menschen sehen, gedenket aber nicht des noch in der harten Materie gebundenen Geistigen, für das auch einmal der Zeitpunkt der Befreiung aus der derzeitigen Form kommen muß, damit auch seine Aufwärtsentwicklung vor sich geht nach Meinem Plan von Ewigkeit.

Und weil dieses Ende immer näher rückt, deshalb gebe Ich euch auch Meinen Heilsplan kund, auf daß ihr selbst nicht zu jenen gehöret, die die Gnaden des Mensch-Seins auf der Erde verscherzen und Gefahr laufen, wieder in die Schöpfungen gebannt zu werden. Und Ich unterweise euch wahrlich in aller Wahrheit, doch annehmen wird sie nur der, der in der Wahrheit stehen will und den ernsten Willen hat, sein Ziel auf dieser Erde zu erreichen.
Amen

Bertha Dudde 8304, empfangen am 20.10.1962
Titel: „Es wird kein Stein auf dem anderen bleiben.“
Beitrag von: Maria am Juli 31, 2018, 06:21:09 Vormittag
„Es wird kein Stein auf dem anderen bleiben.“

Welterneuerung

Die Welterneuerung kann erst dann einsetzen, wenn die alte Welt restlos zerstört ist, und so wird sich auch das Wort erfüllen: „Es wird kein Stein auf dem anderen bleiben.“ Es ist dies geistig und irdisch zu verstehen, es wird eine totale geistige Umwälzung stattfinden, und daher muß auch geistig zuvor eine Zerrüttung, ein Zustand der Auflösung eintreten, wie auch irdisch nichts bestehenbleiben wird, was zuvor war. Und beides wird der menschliche Wille selbst vollziehen. Irdische Schöpfungen werden durch Menschenwillen zerstört, irdische Einrichtungen und Verhältnisse werden unhaltbar sein und also irdisch viele Veränderungen getroffen werden, die sich zuletzt als Auflösung der Materie auswirken werden.

Und ebenso wird geistig diese Auflösung zu beobachten sein, denn es gehen anfänglich alle Geistesrichtungen gegeneinander, es wird eine von der anderen angefeindet, es wird gegen eine jede vorgegangen von seiten der irdischen Gewalt, und zuletzt wird der Glaubenskampf entbrennen, der alles geistige Streben unmöglich machen will. Es ist von seiten der Menschen ein Ausrotten-Wollen jeglichen Glaubens an etwas Unvergängliches, Geistiges und an eine höhere Macht. Und Gott läßt auch dieses zu, weil dies alles der geistigen Wende vorangehen muß, denn es soll aus dem Chaos etwas Neues hervorgehen, etwas Reines, Geläutertes, starkes Geistiges, und das erfordert endgültige Vernichtung und Auflösung der alten Welt.

Es wird kein Stein auf dem anderen bleiben. So der Mensch aufmerket, erkennt er den Verfall, und also weiß er auch, daß das Ende nicht mehr weit ist. Und ob auch alles im geistigen und irdischen Chaos unterzugehen droht, der Mensch selbst soll sich daraus erretten, er soll standhalten und nicht diesen Verfall auf sich übergreifen lassen. Und ob auch alles um ihn versinket, er soll sich über Wasser halten; er soll stets die Hände ausstrecken nach oben, er soll sich ziehen lassen von der göttlichen Vaterliebe, auf daß er nicht untergehe, wenn alles versinkt. Er soll wollen aus tiefstem Herzen, daß er die neue Welt erlebe, daß er aus dem geistigen und irdischen Chaos unbeschadet hervorgehe, gesund an seiner Seele und voller Hoffnung auf eine neue Zeit, die geistig und irdisch friedvoll ist, weil Gott Selbst den Menschen nahe ist, die diese letzte Zeit der Auflösung überstehen.

Denn das Schlechte wird untergehen, es wird nicht mehr auf Erden toben können und also auch nicht mehr die Menschen bedrängen, die Gott verbunden sind durch die Liebe. Und darum erneuert sich die Welt, es ist nicht mehr die alte Erde, denn kein Stein wird auf dem anderen bleiben, und die alte Erde muß diesen Umgestaltungsprozeß durchmachen, sie muß zu einer neuen Erde werden auch rein materiell, es müssen Schöpfungen vergehen und neue erstehen, weil die geistige Erneuerung auch gleichzeitig eine Erneuerung der irdischen Schöpfungen bedingt, es kann nichts bleiben wie zuvor, weil den Schöpfungen ein neuer Zweck zugewiesen wird und darum sich die alte Schöpfung völlig auflösen muß laut Gottes ewigem Heilsplan.

Alles wird gewandelt werden, doch nicht vergehen auf ewig, es wird eine andere Form annehmen, weil die alte Form ihren Zweck nicht mehr erfüllt. Und es muß dies vor sich gehen, weil es bestimmt ist seit Ewigkeit und weil der Wille der Menschheit dort angelangt ist, wo er sich weit mehr zerstörend als aufbauend betätigt, und dies ein Verstoß gegen die göttliche Ordnung ist. Also muß dies sich so auswirken, daß irdisch und geistig ein Chaos entsteht, und dies ist das Ende der alten Erde. Daraus aber geht hervor eine neue Welt, eine Welt des Friedens, ein geistiges und irdisches Paradies, in dem die Liebe regieret, weil die ewige Liebe Selbst unter den Menschen weilt, die Ihr treu blieben auch im schwersten Kampf.
Amen

Bertha Dudde 3330, empfangen am 14.11.1944
Titel: Entrückung
Beitrag von: Maria am Juli 31, 2018, 06:22:54 Vormittag
Entrückung

Immer wieder wird euch durch Mein Wort Aufklärung zugehen, in allen geistigen Problemen, die ihr allein nicht lösen könnet, wo Mein Geist sich einschalten muß, soll euer Denken recht sein, also der Wahrheit entsprechen. Die Wahrheit allein wirkt sich segensreich aus, irriges Denken aber trägt der Seele keinen Nutzen ein, sondern verdichtet noch die Hülle, die sie umgibt, weil irriges Denken nicht von Mir ausgeht, sondern von Meinem Gegner.

Doch die Menschen sind nicht immer fähig, die reine Wahrheit unverhüllt entgegenzunehmen, sie müssen mitunter wie Kinder durch Bilder und Gleichnisse belehrt werden, die aber dennoch ganz der Wahrheit entsprechen. Und wo dies der Fall ist, sucht Mein Gegner sich gleichfalls einzudrängen und diese Bilder und Gleichnisse zu verzerren, um zu verhindern, daß des Menschen Denken recht ist. Und es ist auch nun die Erleuchtung durch den Geist Bedingung, um eine rechte Erklärung geben zu können oder selbst recht verstehen zu können, was verhüllt den Menschen geboten wurde, was Seher und Propheten voraussagten in Meinem Auftrag.

Der Geisteszustand der Menschen gebot eine solche verhüllte Darstellung, weil die unverhüllte Wahrheit völlig unglaubwürdig denen erschienen wäre, die nicht die geistige Entwicklung der Menschen als Erdenzweck erkannten, und darum auch Mein geschriebenes Wort, das Buch der Väter, gänzlich wäre verworfen worden, weil die Endereignisse, so sie unverhüllt dargestellt worden wären, keinen Glauben gefunden hätten und also Anlaß gegeben hätten zur völligen Ablehnung Meines Wortes.

Eine unverhüllte Darstellung der letzten Ereignisse habe Ich verhindert zu jeder Zeit, aber stets Erklärung gegeben, so dies not tat. Darum aber sind auch vielerlei Meinungen vertreten unter den Menschen, und jeder vertritt die eigenen entsprechend seinem Geisteszustand, doch allein ein „erleuchteter Geist“ wird sich in rechtem Denken bewegen und die „verhüllte“ Wahrheit „enthüllen“ können!

Das Ende ist nahe und die Vorgänge, die sich am Ende abspielen, werden nur von wenigen Menschen verfolgt werden können, weil sie berichten sollen dem kommenden Menschengeschlecht auf der neuen Erde von Meiner Macht und Herrlichkeit, von dem Beenden der alten und Beginn der neuen Erlösungsepoche. Diese wenigen aber hebe Ich von der Erde hinweg, sowie das Ende gekommen ist. Wenn aber dies geschehen wird, dann wird ein Heulen und Wehklagen auf der Erde anheben, denn dieser „Vorgang der Entrückung“ ist von allen Menschen auf der Erde zu sehen und löset, weil er außergesetzlich ist, ein ungeheures Entsetzen aus, denn nun wissen sich die Menschen dem Verderben preisgegeben, die zurückbleiben.

Mein Kommen in den Wolken wird von jenen Menschen nicht gesichtet, weil Ich nicht sichtbar sein kann denen, die Anhänger Meines Gegners sind. Nur die Meinen werden Mich sehen und Mir beglückt und preisend die Arme entgegenstrecken. Und Ich werde sie emporziehen vor den Augen ihrer Mitmenschen. Und es werden einige wenige aus tiefer Not schreien zu Mir, aber nicht getrieben von ihrer Angst, sondern in plötzlicher Erkenntnis und tiefster Reue. Ich kenne diese und spreche sie immer wieder an, und sie benötigen nur noch eine tiefe Erschütterung, um ihren Widerstand aufzugeben und sich Mir in ihrem Herzen zu übergeben.

Und das sind die Menschen, die „aus ihren Gräbern erstehen werden“, um nun auch hinweggenommen zu werden von der Erde, weil Ich ihre Herzen kenne und ihr Ruf nach Jesus Christus in tiefstem Glauben an Ihn und Seine Hilfe ertönt und sie nun Erlösung finden von Sünde und Tod. Und es werden die Gräber noch viele freigeben, Tote, die auferstehen werden zum Leben, Menschen, die von den letzten Geschehen auf dieser Erde mehr beeindruckt sein werden, als sie es zugeben wollen, wo nur der Grabesdeckel hinweggewälzt zu werden braucht, was die Enderschütterungen zuwege bringen.

Was sich aber zuvor noch vollziehen wird, kann noch zur Erweckung toter Seelen beitragen, denn es wird die Hölle ausspeien zur Erde die übelsten Geister. Und es werden vom Lichtreich hohe Wesen herabsteigen, und das Ringen um die Seelen der Menschen wird offensichtlich sein und auch verfolgt werden können von den Meinen, die nun die Enthüllung dessen erleben, was zuvor nur verhüllt ihnen angekündigt worden ist.

Und den Meinen wird es wie Schuppen von den Augen fallen, denn nun wird es ihnen verständlich, was bisher ihnen verborgen blieb, was aber der geistgeweckte Mensch dem Sinn nach verstand. Da aber die Menschen in der Endzeit besonders stark der Materie verhaftet sind, ist auch das Wissen um Meinen „Heilsplan der Erlösung“ des Geistigen wenig bekannt. Und dieser allein ist der Schlüssel zu allen Offenbarungen, die verhüllt den Menschen gegeben wurden.

Von einzelnen Erlösungsperioden wissen die Menschen nichts, auch wenn sie an eine Rechtfertigung, an ein letztes Gericht, glauben und an einen Weltuntergang. Und entsprechend diesem Wissen also suchen sie sich Offenbarungen auszulegen, die jenes Ende betreffen. Und je mehr sie verstandesmäßig dabei tätig sind, desto verwirrter sind ihre Ergebnisse. Mein Geist aber enthüllt in einfachster Weise ihnen sowohl die Zeichen als auch die Vorgänge des Endes.

Und die Entrückung der Meinen wird das letzte sein, was sich auf dieser Erde abspielt vor der Zerstörung, vor der totalen Wandlung der Außenform dieser Erde, die alles Leben auf ihr auslöscht. Nicht, daß nachher noch lange Zeit vergeht, wo dieses Ereignis von den Menschen noch diskutiert werden könnte, denn es wäre dies unstreitbar ein Glaubenszwang für die Zurückgebliebenen, es würde sich kein Mensch nun der Erkenntnis eines lebendigen Gottes verschließen können und zum Glauben an Ihn gezwungen sein.

Doch solche Mittel wende Ich nicht an, um jenen Glauben zu gewinnen, also ist auch dann das Ende gekommen, sowie Ich die Meinen von dieser Erde emporhole. Und das Entsetzen darüber wird zusammenfallen mit dem Entsetzen vor dem sicheren Tode, den die Zurückbleibenden vor sich sehen, denn es wird sich die Erde öffnen und Feuer hervorbrechen, es werden die Menschen erstarren und keines weiteren Gedankens fähig sein, bis auf die wenigen, bei denen nur noch ein kleiner Anstoß nötig ist, daß sie Mich erkennen und zu Mir rufen in höchster Not. Diese aber kenne Ich, und darum habe Ich Erbarmen mit ihnen, und ihre Seelen werden nicht das qualvolle Los der anderen zu teilen brauchen.

Was sich auch abspielen wird, es konnte dies nur bildhaft den Menschen vorausgesagt werden, denn sie hätten es niemals verstanden, solange ihnen Mein Heilsplan von Ewigkeit nicht erklärt werden konnte. Und solches ließ der niedrige Geisteszustand der Menschen nicht zu. Mein Wort aber wurde zu jeder Zeit den Menschen gepredigt, und Mein Wort hielt sie zum Wirken in Liebe an. Das Befolgen Meines Wortes, das Befolgen Meines Liebegebotes würde euch Menschen in das Erkennen geleitet haben und also auch in das Wissen um Meinen Heilsplan. Und dann wären ihnen auch die bildlichen Darstellungen verständlich gewesen, und sie wurden auch verstanden von denen, die durch ein Liebeleben zur Erleuchtung des Geistes gelangten.

Doch je näher das Ende ist, desto mehr verwirrte sich das Denken der Menschen und desto rätselhafter sind ihnen die Bilder, die nun der Verstand zu enträtseln sucht. Und es sollten sich die Menschen immer nur daran halten, was Ich Selbst zu ihnen sprach, als Ich auf Erden wandelte. Sie sollten Meine Worte in sich aufnehmen und ausleben, und mit Erstaunen würden sie erkennen, daß es in ihnen Licht wird, daß sie volles Verständnis haben für alles bisher ihnen Unklare, denn nun kann Mein Geist in ihnen wirken und ihnen ein helles Licht anzünden.

Wer aber glaubt, sich selbst Erkenntnis verschaffen zu können durch eifriges Studium, dabei aber versäumet zu leben, wie es Mein Wille ist, der wird ewiglich nicht zum Erkennen kommen. Er wird sich stets tiefer in irriges Denken verlieren, und was er auch zu entdecken glaubt, er wird es wieder verwerfen müssen und in sich selbst kein Licht finden. Meine Liebegebote und deren Erfüllung allein sichern euch rechtes Denken, und dann wird euch auch jedes Wort, jede Prophezeiung und jeder Hinweis auf das Ende verständlich sein, denn dann erleuchtet euch Mein Geist, der niemals irrt und der euch stets in die Wahrheit leitet.
Amen

Bertha Dudde 6681, empfangen am 30.10.1956
Titel: Die Wiederkunft des Herrn
Beitrag von: Maria am Juli 31, 2018, 06:24:31 Vormittag
Die Wiederkunft des Herrn

[GEJ.09_094,01] Sagte Ich: „Gerade unvernünftig sind deine Fragen nicht, und du hast das volle Recht, danach zu fragen, was dir unbekannt ist; und Mir steht offenbar das Recht zu, dir zu antworten, so und so, wie Ich es für dich und für die andern zweckdienlich finde. Weil du aber nun schon gefragt hast, so will Ich dir denn auch antworten, und so höre denn!

[GEJ.09_094,02] Ich werde bei Meiner zweiten Wiederkunft nicht mehr aus einem Weibe irgendwo wieder als ein Kind geboren werden; denn dieser Leib bleibt verklärt so wie Ich als Geist in Ewigkeit, und so benötige Ich nimmerdar eines zweiten Leibes in der Art, wie du das gemeint hast.

[GEJ.09_094,03] Ich aber werde zuerst unsichtbar kommen in den Wolken des Himmels, was so viel sagen will als: Ich werde vorerst Mich den Menschen zu nahen anfangen durch wahrhaftige Seher, Weise und neuerweckte Propheten, und es werden in jener Zeit auch Mägde weissagen und die Jünglinge helle Träume haben, aus denen sie den Menschen Meine Ankunft verkünden werden, und es werden sie viele anhören und sich bessern; aber die Welt wird sie für irrsinnige Schwärmer schelten und ihnen nicht glauben, wie das auch mit den Propheten der Fall war.

[GEJ.09_094,04] Ebenso werde Ich von Zeit zu Zeit Menschen erwecken, denen Ich alles das, was jetzt bei dieser Meiner Gegenwart ist, geschieht und gesprochen wird, durch ihr Herz in die Feder sagen werde, und es wird dann das einfach Geschriebene auf eine eigene, den dermaligen Menschen wohlbekannte kunstvolle Art in einer ganz kurzen Zeit von einigen Wochen und Tagen in vielen Tausenden gleichlautenden Exemplaren können vervielfacht und so unter die Menschen gebracht werden; und da die Menschen in jener Zeit beinahe durchgängig des Lesens und Schreibens wohl kundig sein werden, so werden sie die neuen Bücher auch selbst wohl lesen und verstehen können.

[GEJ.09_094,05] Und diese Art der Ausbreitung Meiner neu und rein wiedergegebenen Lehre aus den Himmeln wird dann um vieles schneller und wirksamer zu allen Menschen auf der ganzen Erde gebracht werden können denn so wie jetzt durch die Boten in Meinem Namen von Munde zu Munde.

[GEJ.09_094,06] Wenn auf diese Art Meine Lehre unter die Menschen, die eines guten Willens und tätigen Glaubens sein werden, gebracht sein wird und zum wenigsten ein Drittel der Menschen davon Kunde haben werden, so werde Ich denn auch hie und da persönlich und leibhaftig sichtbar zu denen kommen, die Mich am meisten lieben und nach Meiner Wiederkunft die größte Sehnsucht und dafür auch den vollen und lebendigen Glauben haben werden.

[GEJ.09_094,07] Und Ich werde aus ihnen Selbst Gemeinden bilden, denen keine Macht der Welt mehr einen Trotz und Widerstand zu bieten vermögen wird; denn Ich werde ihr Heerführer und ihr ewig unüberwindlicher Held sein und richten alle toten und blinden Weltmenschen. Und also werde Ich die Erde reinigen von ihrem alten Unflate.

[GEJ.09_094,08] Zur Zeit der neuen Seher und Propheten aber wird eine große Trübsal und Bedrängnis unter den Menschen sein, wie sie auf dieser Erde noch niemals da war; aber sie wird Meiner dermaligen Auserwählten wegen nur eine kurze Zeit dauern, auf daß diese an ihrer Seligwerdung nicht sollen einen Schaden erleiden.

[GEJ.09_094,09] Doch in diesem Lande, wo Ich nun schon von einem Orte zum andern von den Juden des Tempels wie ein Verbrecher verfolgt werde, und das in jener Zeit von den finstersten Heiden zertreten wird, werde Ich persönlich nicht wieder zuerst auftreten und lehren und trösten die Schwachen. Wohl aber in den Landen eines andern Weltteiles, die nun von den Heiden bewohnt werden, werde Ich ein neues Reich gründen, ein Reich des Friedens, der Eintracht, der Liebe und des fortwährend lebendigen Glaubens, und die Furcht vor dem Tode des Leibes wird nicht mehr sein unter den Menschen, die in Meinem Lichte wandeln und im beständigen Verkehr und Umgang mit den Engeln des Himmels stehen werden. – Da hast du nun eine rechte Antwort auf deine Frage.“

[GEJ.09_094,10] Sagte der Schriftgelehrte: „Asien, die alte Wiege der Menschen und der vielen Segnungen Gottes, wird sonach nicht mehr das Glück haben, Dich in Deiner Wiederkunft auf diese Erde zu sehen und zu hören? Das ist wahrlich keine freudige Kunde für diesen Weltteil.“

[GEJ.09_094,11] Sagte Ich: „Die Erde ist allenthalben Mein, und Ich weiß, woorts Meine Wiederkunft für die ganze Erde am aller wirksamsten sein wird! In jener Zeit aber, in der sich die Menschen von einem Ende der Erde zum andern so schnell, wie da fährt ein Blitz aus der Wolke, werden verständigen können, und in der die Menschen auf ehernen Straßen mit Benutzung der im Feuer und Wasser gebundenen Geister schneller die weitesten Strecken des Erdbodens werden überfahren können, als da der heftigste Sturm von einem Ende der Erde zum andern treibt, und die Schiffe mit Hilfe derselben Kräfte den großen Ozean in einer viel kürzeren Zeit überfahren werden als nun die Römer von Rom aus bis nach Ägypten, da wird die Kunde von Meiner persönlichen Wiederkunft in einer ganz kurzen Zeit leicht über die ganze Erde verbreitet werden können, und also auch nach Asien.

[GEJ.09_094,12] Aber es fragt sich da wieder: Wird die Kunde bei den blinden und tauben Heiden dieses Weltteils auch Glauben finden?

[GEJ.09_094,13] Ich meine und sage: Schwerlich eher, als bis es durch ein großes Weltgericht geläutert werden wird!

[GEJ.09_094,14] Es gibt ein gar großes Land im fernen Westen, das von allen Seiten vom großen Weltozean umflossen ist und nirgends über dem Meere mit der alten Welt zusammenhängt. Von jenem Lande ausgehend, werden die Menschen zuerst große Dinge vernehmen, und diese werden auch im Westen Europas auftauchen, und es wird daraus ein helles Strahlen und Widerstrahlen entstehen. Die Lichter der Himmel werden sich begegnen, erkennen und sich unterstützen.

[GEJ.09_094,15] Aus diesen Lichtern wird sich die Sonne des Lebens, also das neue, vollkommene Jerusalem, gestalten, und in dieser Sonne werde Ich auf diese Erde wiederkommen. – Und nun mehr denn zur Genüge von dem, was dereinst geschehen wird!“

[GEJ.09_094,16] Hierauf machten sogar Meine Jünger große Augen und sagten unter sich: „So klar und umständlich hat Er von Seiner einstmaligen Wiederkunft noch nicht geredet! Glücklich werden die Menschen sein, die in jener Zeit dort leben werden, wo Er wiederkommen wird mit aller Fülle Seiner Gnade, – aber überunglücklich jene, die an Ihn nicht glauben werden und etwa, gleichwie nun die Pharisäer, sich gegen Ihn erheben und Ihm nach dem Leben streben, sich wider Ihn setzen und ihr Heidentum schützen wollen. Denen wird Er, wie Er das schon zu öfteren Malen und auf dem Ölberge durch Zeichen am Himmel angezeigt hat, als unerbittlicher Richter entgegenkommen und ihnen geben den Lohn in der Hölle.“

[GEJ.09_094,17] Sagte Ich: „Ja, ja, da habt ihr nun die Wahrheit geredet! Und Ich sage es euch: Wahrlich, wahrlich, dieser sichtbare Himmel und diese Erde werden in der rechten Länge der Zeiten auch vergehen; aber Meine Worte, die Ich zu euch geredet habe, werden nicht vergehen!“

Großes Evangelium Johannes, Band 9, Kapitel 94
Titel: Bereitet euch vor auf das Kommen des Herrn
Beitrag von: Maria am August 01, 2018, 10:32:04 Vormittag
Bereitet euch vor auf das Kommen des Herrn

Bereitet euch vor auf das Kommen des Herrn. Denn wieder wird Er zur Erde herabsteigen, Er wird kommen in den Wolken am Tage des Gerichtes, und Er wird die Seinen holen in Sein Reich des Friedens und der Seligkeit. Aber Er wird nicht mehr aus einem Weibe geboren werden, doch schauen werden Ihn alle, die zu den Seinen gehören und ausharren in allen Drangsalen bis an das Ende, schauen werden Ihn nur die Seinen, und sie werden überselig sein.

Seine Niederkunft zur Erde fand einmal statt zur Rettung der Menschen aus dem Gericht, aus der Fessel des Satans, und sie findet wieder statt und wird denen zum Gericht werden, die nicht an Ihn glauben und noch freiwillig sich in der Gewalt des Satans befinden, die sich nicht retten lassen von Jesus Christus, bevor der Tag des Gerichtes anbrechen wird. Doch den Seinen wird dieses Sein Kommen Befreiung bedeuten, denn sie sind in großer Not und schreien aus großer Not zu Ihm, daß Er sie hole von der Erde hinweg.

Und Er wird kommen in Macht und Herrlichkeit, doch unsichtbar bleiben den Verworfenen, die nur den Vorgang der Entrückung erleben werden und voller Entsetzen die Stunde ihres Endes erkennen. Aber sie werden sich nicht wandeln, denn sie können sich nicht befreien von ihrem Herrn und rufen auch nicht den Einen an, Der die Macht hätte über jenen Herrn und sie auch anwenden würde, wenn nur ein Ruf aus dem Herzen zu Ihm ertönen möchte.

Das Kommen des Herrn ist nahe. Nur kurze Zeit noch, die für euch eine schwere Notzeit sein wird, denn die Kräfte der Finsternis wüten in einem Maße, daß es selbst den Gläubigen schwer sein wird, standzuhalten, und daß ihrer wegen auch die Tage verkürzt werden, auf daß sie nicht den Bedrängungen durch den Fürsten der Finsternis zum Opfer fallen. Denn die Finsternis ist wieder so groß, wie sie war, als Gott Selbst zur Erde niederstieg, um die Menschen zu erlösen.

Es ist die gleiche Finsternis gebreitet über die Erde, und die Menschen gehen in der Nacht des Todes dahin und suchen auch nicht das Leben, denn noch hätten sie die Kraft, zum Leben zu kommen, aber sie gehen gleichgültig dahin und wissen nicht, was sie erwartet in kommender Zeit. Das Gericht ist nahe, und es wird den Menschen den Tod bringen oder das Leben. Doch Leben ist nur bei Gott und mit Gott zu finden, und darum wird Gott allen Menschen das Leben schenken, die Sein bleiben wollen, und Er wird zu ihnen niedersteigen, um ihnen wieder Rettung zu bringen aus größter Not.

Er wird Selbst kommen am Tage des Gerichtes, Er wird richten die Lebendigen und die Toten. Er wird emporholen, die an Ihn glauben, und sie werden Ihn schauen dürfen und leben, sie werden noch im Leib entrückt werden, um einmal die neue Erde beleben zu dürfen. Aber Er wird auch richten, die tot sind im Geist, und ihnen den Platz zuweisen, dem sie ihrem Geist nach angehören. Denn die Zeit ist erfüllet, und ihr alle solltet nur noch in der Erwartung des Tages leben, der kommen wird so gewiß, wie ein Tag dem anderen folgt, der Ihn Selbst bringen wird und bei den Seinen Jubel und Frohlocken auslösen wird, der aber auch das Gericht bedeutet für alle, die Seine Gegner sind und auch lange noch bleiben werden.
Amen

Bertha Dudde 7479, empfangen am 16.12.1959
Titel: Über das letzte Gericht und die neue Erde
Beitrag von: Maria am August 01, 2018, 10:33:14 Vormittag
Über das letzte Gericht und die neue Erde

Ihr könnet euch keine rechte Vorstellung machen, in welcher Weise das letzte Gericht vor sich gehen wird; aber es genüge euch, zu wissen, daß es nur ein kurzer Akt ist, dessen Zerstörungskraft alles zum Opfer fällt, und daß ihr dann keine Zeit mehr haben werdet, euer Sinnen und Trachten zu wandeln, denn alles wird sich überstürzen und euch keine Zeit lassen zum Nachdenken. Ihr werdet gerichtet in kürzester Frist, d.h. zum Leben oder zum Tode kommen in ganz kurzer Zeit. Ihr werdet entrückt werden, die ihr Mir treu bleibet bis zum Ende, oder verschlungen werden von der Erde, was erneute Bannung in der festen Materie für eure Seele bedeutet.

Und nur die Menschen, in denen noch ein kleines Fünkchen Gottglaube ist, werden die Kraft haben, zu Mir zu rufen in letzter Sekunde, und noch gerettet werden, indem ihnen das Los der Neubannung erspart bleibt, wenngleich sie nicht zu der Schar der Entrückten gehören werden, aber doch ein leichteres Los ihr Anteil sein wird, daß ihnen eine Neuverkörperung als Mensch zugebilligt wird, in der sie sich dann bewähren sollen und auch können, weil die Zeit auf der neuen Erde frei ist von Versuchungen durch den Gegner, der auf lange Zeit gebunden ist, wie es geschrieben steht.

Und das ist ein ungewöhnlicher Gnadenakt, der aber nur wenig in Anspruch genommen werden wird, denn die Menschheit ist am Ende völlig Meinem Gegner untertan, und selten nur wird sich noch ein Mensch lösen aus seiner Fessel angesichts des letzten Gerichtes, das furchtbar sein wird. Denn alle Menschen sehen sich einem entsetzlichen Leibestode gegenüber, doch bevor sie viel denken können, ist es schon geschehen. Und die Meinen werden Zeugen sein dieses Vorganges, weil Ich es will, daß sie Meine Macht und Herrlichkeit, Meine Gerechtigkeit und Meinen Zorn den Sündern gegenüber kennenlernen und davon zeugen, solange sie leben. Denn sie werden den Stamm bilden des Geschlechtes auf der neuen Erde.

Der Vorgang der Entrückung ist ebensowenig vorstellbar, weil er völlig außergesetzlich vor sich geht und solches noch nie auf der Erde erlebt worden ist, daß die Menschen emporgehoben werden lebenden Leibes und entführt, daß Ich sie unversehrt versetze in ein paradiesisch schönes Gelände, von wo aus sie dann der neuen Erde zugeführt werden, sowie diese gestaltet ist nach Meinem Willen. Und Ich werde keine Zeit dazu benötigen, denn alles Geistige harret nur der Einzeugung in die Schöpfungswerke, die seinem Reifegrad entsprechen, um seinen Entwicklungsweg fortzusetzen.

Menschliche Augen sehen nicht den Schöpfungsakt dieser neuen Erde, weshalb auch nicht der Menschen wegen eine bestimmte Zeitdauer eingehalten zu werden braucht. Und den Menschen, die entrückt sind, fehlt jegliches Zeitbewußtsein, so daß sie es nicht zu beurteilen vermögen, in welchem Zeitraum die neue Erde entstanden ist. Doch Meine Macht ist unbegrenzt, und sie wird sich zu erkennen geben bei der Schaffung der neuen Erde, denn diese wird Neuschöpfungen aufweisen, von denen ihr Menschen euch keine Vorstellung machen könnt, die euch aber übermäßig beglücken werden, die ihr diese Erde erleben dürfet. Es ist ein wahres Paradies auf Erden. Denn die Meinen hielten Mir stand im Glaubenskampf und sollen ihren Lohn erhalten für ihre Treue.

Und ihr Menschen alle könntet dieses Glück erfahren, wenn ihr nur noch die kurze Zeit bis zum Ende gut ausnützen wolltet. Aber ihr glaubet nichts und tut nichts, um eure Seelenreife zu erhöhen, und darum wird ein jeder den Lohn haben, den er verdient, glückseliges Leben im Paradies auf der neuen Erde oder Neubannung in den Schöpfungen darin, um nach endlos langer Zeit wieder als Mensch über die Erde gehen zu dürfen zwecks letzter Erprobung.

Amen

Bertha Dudde 7425, empfangen am 9.10.1959
Titel: Zeitraum der Gestaltung der neuen Erde - Paradies
Beitrag von: Maria am August 01, 2018, 10:34:27 Vormittag
Zeitraum der Gestaltung der neuen Erde

Paradies

Die Gestaltung der neuen Erde wird in einem Zeitraum vor sich gehen, der die Menschen in Erstaunen versetzen würde, so sie Kenntnis davon hätten. Doch der Zeitbegriff ist ihnen genommen während ihres Verweilens außerhalb der Erde in dem Reich, in das die Liebe Gottes die Gottgetreuen führt, um das Vernichtungswerk an der alten Erde zu vollziehen. Sie leben in Seligkeit und Frieden, den Nachstellungen des Feindes von Leib und Seele nicht mehr ausgesetzt, und geben sich völlig dem Walten Gottes hin, weil ihre Liebe und ihr Glaube so tief ist, daß sie mit Gott in inniger Verbindung stehen.

Und Gott führt nun Sein Werk aus, eine neue Erde zu gestalten, die den Gott-Getreuen wieder zum Aufenthalt dienen soll. Und Er benötigt dazu nicht die Zeit, die sonst jede irdische Schöpfung erfordert, sondern Er schafft im Augenblick neue Formen, die das noch unreife Geistige bergen zum Zwecke seiner Aufwärtsentwicklung. Und da den Menschen jeder Zeitbegriff verlorengegangen ist während ihrer Entrückung von der alten Erde bis zur Rückversetzung auf die neue Erde, vermögen sie wohl die wunderbaren Schöpfungen zu ermessen, nicht aber das große Wunder ihrer plötzlichen Entstehung. Aus Gottes Liebe und Kraft gehen im Augenblick zahllose Schöpfungen hervor, die das menschliche Auge entzücken und die Liebe und Dankbarkeit gegen Gott ums Vielfache vermehren.

Es beginnen die Menschen nun ein neues Leben, völlig abweichend von dem Leben auf der alten Erde, denn tiefster Friede liegt über der Erde, in Harmonie und Liebe begegnen sich die Menschen, ein jeder dienet dem anderen in Liebe, und aller Menschen Blicke und Gedanken sind nach oben gerichtet, denn ihre Herzen sind mit Gott innig verbunden, Gott Selbst ist mitten unter ihnen, sie belehrend und geistige Güter austeilend, und sie preisen und loben Ihn ohne Unterlaß.

Und so werden kurze Zeiträume nach menschlichem Ermessen genügen, um eine totale Veränderung hervorzubringen, und Menschen dieser Erde werden Gelegenheit haben, die neuen Schöpfungen zu bestaunen und mit den alten zu vergleichen. Und es werden dies die Menschen sein, die Kenntnis haben von dem Wort Gottes und die darum auch eingeweiht sind in den Plan Gottes zur Erlösung des Geistigen. Sie werden den Tag des Gerichtes, die Entrückung und die Vernichtung der alten Erde bewußt erwarten, doch bange Zeiten der Not zuvor durchmachen und dann als Sieger die neue Erde beleben dürfen, wie es Gott verheißen hat.

Und darum soll den Menschen gegenüber Erwähnung getan werden, auf daß ihnen die Möglichkeit geboten wird, den Verlauf des Weltgeschehens auf Erden zu beachten und daran zu erkennen, daß die Zeit des Endes gekommen ist, auf daß sie sich bemühen, zu jenen zu gehören, die nicht untergehen mit der alten Erde, sondern als treue Bekenner Gottes Seine Liebe und Gnade finden und das paradiesische Leben auf der neuen Erde beginnen dürfen, es sollen die Menschen wissen, in welcher Zeit sie stehen. Doch das ihnen vermittelte Wissen verpflichtet nicht zum Glauben. Es steht ihnen frei, sich gedanklich dazu einzustellen, doch es ist eine Gelegenheit mehr, Gott zu finden und sich das Leben der Seele zu sichern. Denn alles wird kommen, wie es Gott verkündet hat lange Zeit zuvor, weil Sein Wort Wahrheit ist und bleiben wird bis in alle Ewigkeit.
Amen

Bertha Dudde 3595, empfangen am 5.11.1945
Titel: Die Weltenuhr und „die letzte Zeit“.
Beitrag von: Maria am August 01, 2018, 10:38:21 Vormittag
Die Weltenuhr und „die letzte Zeit“.

„Das neue Jerusalem“ aus der Sphäre Swedenborgs

[GS.01_016,01] Unser gastlicher Freund ist schon hier; daher tretet nur sogleich in seine Sphäre. Diesen Geist sollet ihr auch wieder in seiner Sphäre sehen und von ihm ein wenig herumgeführt werden. Habt aber wohl acht auf das, was er euch zeigen und was er euch sagen wird, denn aus dem wird euch so manches bis jetzt noch unrichtig Aufgefaßte klar werden. Ihr befindet euch schon in seiner Sphäre, so denn haltet euch auch an ihn; denn er ist ein tüchtiger Wegweiser und ist viel Weisheit in ihm aus Mir. Unterwegs werdet ihr schon noch erfahren, wer eigentlich dieser Geist ist. Und so denn höret ihn nun und folget ihm auch!

[GS.01_016,02] Der Geist spricht soeben zu euch: Kommet, kommet liebe Brüder, nach dem Willen des Herrn; ich will euch führen in das Reich der Wahrheit und in das Reich der Liebe!
[GS.01_016,03] Sehet dort gegen Morgen hin ein überaus majestätisch schönes Gebirge. Sehet, wie die göttliche Sonne, in welcher der Herr ist, schon hoch über dem Gebirge steht, und wie herrlich ihre Strahlen gleich denen einer lieblichen Morgenröte hereinfallen in die Täler und andere Vertiefungen der Welt!

[GS.01_016,04] Sehet auch bei dieser Gelegenheit ein wenig zurück; da erblicket ihr ein großes Meer, welches gar viele und große Wogen auf seiner Oberfläche bewegt. Über den Wogen erblicket ihr viele Schiffe, da sind etliche groß und etliche klein. Ihr sehet, wie die Wogen sich dem Ufer zudrängen, um diese herrlichen Sonnenstrahlen in sich zu saugen. Die Schiffe auf dem großen Meere haben auch ihre Segel also gerichtet, daß sie gleich den Wogen dem erleuchteten Ufer zusegeln. Dadurch möget ihr die heimliche Kraft der Strahlen aus jener göttlichen Sonne erkennen, in welcher der Herr wohnt.

[GS.01_016,05] Aber nun begeben wir uns auf jenes Gebirge dort. Da wollen wir Dinge von ganz anderer Art schauen und sehen, wie sich dort die göttliche Wahrheit artet. Ihr fraget und saget: Aber unser lieber geistiger Freund und Bruder! Jenes glänzende Gebirge scheint noch gar ferne zu sein; wie werden wir es sobald erreichen? O liebe Freunde und Brüder! Sorget euch dessen nicht, denn unser eigener Wille wird uns alsobald dahin bringen. Ihr wollet mit mir, und sehet, wir sind schon an Ort und Stelle!

[GS.01_016,06] Ihr saget: O lieber geistiger Freund und Bruder, hier ist es unendlich herrlich, hier möchten wir wohl bleiben; denn so etwas Herrliches, wie die Aussicht von diesem hohen Gebirge ist, ist noch nie in unsere Sinne auch nur ahnungsweise gekommen.

[GS.01_016,07] Ihr erblickt dort gegen Mittag etwas Sonderbares und wißt euch nicht zu raten, was es ist. Ihr sehet an einer vom hohen Firmamente herabhängenden Goldstange eine Sonne hängen, und diese bewegt sich ernst langsam gleich einem Uhrperpendikel hin und her. Da möchtet ihr wohl wissen, was das sei? – Ich sage euch: Bewegen wir uns nur näher hin, und ihr sollet der Sache alsbald auf die Spur kommen.

[GS.01_016,08] Sehet ihr dort hinter diesem großartigen Sonnenperpendikel ein überaus großes viereckiges Gebäude, welches sich staffelartig und pyramidenförmig auch bis unter das hohe scheinbare Himmelsfirmament mit seiner Spitze erhebt? Dorthin wollen wir gehen und dieses Gebäude ein wenig näher beschauen. Die Inschrift auf der einen Seite wird uns vorerst sagen, was es damit für eine Bewandtnis hat. Ihr wollet, und sehet, wir sind auch schon an Ort und Stelle!

[GS.01_016,09] Da sehet einmal hinauf. Auf der zehnten Staffel sehet ihr zwei große leuchtende Pyramiden stehen; leset, was auf einer jeden geschrieben steht. Ihr saget: Die Schrift ist uns unbekannt. Nun wohl denn, so will ich es euch vorlesen. Auf der Pyramide zu unserer linken Seite steht geschrieben: Das ist der große Zeitmesser für die geschaffenen Dinge. Und auf der anderen Pyramide steht: Einzig richtige Bewegung aller Dinge und Ereignisse nach der göttlichen Ordnung! Aus diesen beiden Inschriften werdet ihr schon leicht erraten können, was diese Erscheinung besagt.

[GS.01_016,10] Nun aber erhebet euch mit mir wenigstens bis zur halben Höhe dieses Gebäudes, da werden wir das Zifferblatt dieser großen Weltenuhr erschauen, und ihr werdet daraus sehr leicht ersehen, um welche Zeit es nun ist!

[GS.01_016,11] Sehet, wir sind schon wieder an Ort und Stelle. Ihr wundert euch, daß dieses Zifferblatt nur auf der einen Seite, auf der linken nämlich, mit Ziffern, und zwar ebenso wie eure Uhren von eins bis zwölf bezeichnet ist. Die Seite rechts, welche dem Morgen zugewendet ist, ist aber gänzlich zifferleer. Dies kommt daher, weil hier die abendliche Seite nur das Zeitliche besagt, die gegen Morgen aber das Ewige und somit Geistige.

[GS.01_016,12] Als alle materielle Schöpfung gegründet ward, da stand dieser große leuchtende Zeiger abwärts auf der Zahl eins, welche ihr noch stark leuchtend erblicket.

[GS.01_016,13] Wo steht aber dieser Zeiger jetzt? – Ihr saget: Er steht ja schnurgerade aufwärts, und zwar schon nahe am Ende der letzten Zahl. Zwei kleine Punkte hat er noch zu überschreiten, und seine Spitze ist draußen am zifferlosen leuchtenden Felde. Wißt ihr wohl, was solches bedeutet? – Sehet, das bedeutet „die letzte Zeit“!

[GS.01_016,14] Aber ihr fraget: Werden denn hernach alle Dinge aufhören zu sein, wenn der Zeiger in das freie, weiße Feld hinaustreten wird? – Solches wird uns ein nächstes, höherstehendes Zifferblatt kundgeben. Gehet daher mit mir um einige Stufen höher!

[GS.01_016,15] Sehet, da ist schon ein anderes Zifferblatt. Was erblicket ihr auf diesem? – Ihr saget: da erblicken wir ja gerade ein umgekehrtes Verhältnis; die Seite gegen Abend gewendet ist dunkel und zifferlos, die Seite gegen Morgen aber ist hier mit neuen helleuchtenden Ziffern bezeichnet. Da aber steht die Einheit zuoberst und die Zahl zwölf zuunterst. Der große Zeiger berührt ja schon die erste Spitze der Einheit, welche leuchtet wie ein heller Morgenstern. Jede Ziffer, die von der Einheit fort nach abwärts den großen Kreis steigt, leuchtet stets mehr und mehr, und der Glanz der letzten Zahl ist gleich dem der Sonne, die dort im Morgen so überaus herrlich strahlt! Ihr habt die Sache richtig befunden; aber was besagt sie?

[GS.01_016,16] Solches sollet ihr sogleich erfahren. Sehet, so greift eine alte, finstere Zeit in eine neue, lichte. Darum also werden die Dinge nicht vergehen, sondern es wird ihnen nur „eine neue Zeit“ gegeben werden. – Und wie die erste Zeit war eine Zeit des Unterganges, eine Zeit der Nacht, so wird diese kommende Zeit eine Zeit des Aufganges sein und eine Zeit des Tages! – Nun begreifet ihr dieses große Uhrwerk. Lasset uns darum unsere Blicke wieder von da hinweg wenden, und die Dinge näher betrachten, die noch um uns in einer endlosen Fülle wunderbarst zu schauen sind.

[GS.01_016,17] Ihr sehet dort gegen Mittag hin ein außerordentlich großes viereckiges Gebäude, das einem überaus großen Würfel gleicht und eine Länge von nahezu zwölftausend Klaftern hat. Es ist so hoch und so breit, wie es lang ist. In der Höhe auf den vier Ecken erblicket ihr vier riesige Menschengestalten, und zu ihren Füßen seht ihr vier verschiedene Tiere. Wir wollen uns sogleich hinbegeben und sehen, was die ganze Sache ist. Ihr wollet, und so denn sind wir auch schon, wie ihr sehet, auf der glänzenden Fläche dieses großen Würfels. Da sehet hin, in der Mitte dieser glänzenden Fläche ist noch ein kleiner, überstark leuchtender Würfel, auf dem Würfel liegt ein vollends entsiegeltes Buch.

[GS.01_016,18] Das siebente Siegel seht ihr ebenfalls schon entsiegelt; und aus diesem Siegel sehet ihr entsteigen allerlei riesenhaftes Gebilde. Viele Geister, mit weißen Kleidern angetan und mit großen Posaunen in ihrer Hand, fliehen nach allen Seiten hin. Sehet, dort stößt einer in die Posaune, und der Posaune entstürzen allerlei, als: Krieg, Teuerung, Hungersnot, Pest; – sehet, dort stößt ein anderer in seine Posaune, und dieser entstürzt ein verheerend Feuer; wo es hinfällt, verzehrt es alles, und die härtesten Steine macht es zerfließen wie Wassertropfen auf glühendem Eisen. Sehet wieder dort, ein anderer stößt in seine Posaune, und eine große Wasserflut, welche angefüllt ist mit allerlei Geschmeiß, entstürzt derselben; – und sehet, dort in der Tiefe unten die alte Erde, wie sie ersäuft in dieser Flut. – Und sehet dort, ein vierter stößt in seine Posaune, und ein großer feuriger Drache stürzt gebunden und geknebelt dort hinab, wo ihr sehet in endloser Tiefe ein unermeßliches Feuermeer wallen.

[GS.01_016,19] Aber nun sehet die vier großen, riesigen Gestalten an den Ecken; auch sie sind mit großen Posaunen versehen. – Sehet, der gegen Mitternacht stößt gewaltig in dieselbe; und ein Geist entstürzt der Posaune, mit einer großen Geißel zu züchtigen die Erde; – und sehet, der gegen Abend stößt ebenfalls in seine Posaune, und derselben entstürzt ein anderer Geist, einen glühenden und feurigen Besen in seiner Hand tragend, zu fegen das Erdreich vom Unrate. – Und sehet, dort gegen Mittag stößt der große Geist ebenfalls in seine Posaune, und eine Menge Geister entstürzt derselben mit allerlei Samenkörben versehen, um zu legen eine neue Frucht in das gefegte Erdreich. – Und nun sehet, der Geist gegen Morgen hin stößt ebenfalls in seine Posaune; derselben entstürzt ein leuchtendes Gewölk. Zahllose Scharen erblicket ihr auf demselben. Zuoberst dieses Gewölkes erblicket ihr ein leuchtendes Kreuz, und auf dem Kreuze steht ein Mensch so sanft, so mild wie ein Lamm!

[GS.01_016,20] Sehet, dieses ist das Zeichen des Menschensohnes. Und somit haben wir auch auf diesem Platze alles gesehen, was euch hier zu sehen und zu schauen zugelassen werden kann; – und das alles ist das Licht der Wahrheit, aus dem ihr diese Dinge schauet. –

[GS.01_016,21] Aber ihr richtet soeben eure Blicke gegen Morgen hin und erschauet zu eurer größten Verwunderung eine überaus herrliche, große Stadt, welche leuchtet wie die herrliche Sonne über ihr! – Ihr möchtet wohl wissen, was diese Stadt ist und möchtet sie auch näher beschauen? Ihr wollet! – und sehet, die Stadt ist vor unseren Augen!

[GS.01_016,22] Wie gefällt es euch hier? – Ihr saget: Unendlich, unaussprechlich wohl und gut, denn hier atmen wir ja lauter Liebe; und alles, was wir ansehen, hat einen überaus sanften, milden und liebeatmenden Charakter. Ihr sprechet weiter: Wie herrlich erglänzen die Mauern dieser Stadt; wie überaus erhaben und prachtvoll sind die Tore, und welch ein unbeschreiblich herrliches Licht strahlt uns aus jeglichem Tore entgegen! Welche zahllosen überseligen Engelsgeisterscharen wandeln da aus und ein! – Oh, da muß es sich wohl gut wohnen lassen!

[GS.01_016,23] Ihr saget, daß ihr wohl auch das Innere dieser Stadt beschauen möchtet. Auch solches könnt ihr nun tun. Aber ich sage euch voraus: Diese Stadt ist so endlos groß, daß wir sie wohl in alle Ewigkeit der Ewigkeiten mit der größten Gedankenschnelligkeit nicht umfassend durchwandern können. Denn diese Stadt wird erst groß, ja stets unendlich größer und größer, je tiefer jemand in ihr Inneres dringt. Daher werden wir uns auch nur einem Tore nahen und durch dasselbe einen Blick in das Innere der Stadt tun.

[GS.01_016,24] Ihr saget nun: Um des allmächtigen Herrn willen! Welch eine endlose Pracht und welch unübersehbare Häuserreihe! Diese Gasse, die wir hier erblicken, scheint ja nimmer ein Ende zu haben. Ja, ich sage es euch auch: Ihr dürftet durch diese Gasse ewig fortwandeln, und nimmer würdet ihr zu einem entgegengesetzten Ende gelangen; und solche Gassen und Plätze gibt es unzählbar viele in dieser Stadt. – Wollt ihr aber wissen, wie diese Stadt heißt, da leset nur die Inschrift über diesem Tore; sie lautet: Die heilige Stadt Gottes, oder das neue Jerusalem. –

[GS.01_016,25] Ich aber, der euch hierhergeführt hat, bin der Geist Swedenborgs; und somit habt ihr auch alles das gesehen, was zu sehen euch vom Herrn aus in meiner Sphäre vergönnt war. – Und so kehren wir wieder zurück. Sehet, hier sind wir schon, von wo wir ausgegangen sind. Tretet nun aus meiner Sphäre zu Dem hin, der euer harret und dessen Name ist: Heilig, heilig, heilig!!! – Nun, ihr seid wieder hier; habt ihr euch alles wohl gemerkt?

Geistige Sonne Band 1, Kapitel 16, empfangen durch Jakob Lorber
Titel: Kommen des Herrn wörtlich zu verstehen
Beitrag von: Maria am August 03, 2018, 05:08:31 Vormittag
Kommen des Herrn wörtlich zu verstehen

Euch allen sei es gesagt, daß Ich wiederkomme, wenn die Zeit erfüllt ist. Wohl will Ich auch in euren Herzen Einzug halten, wohl will Ich, daß ein jeder Mein Kommen persönlich erlebt, daß er Mir eine Wohnstätte bereitet, daß er sagen kann: „Er ist in mir und ich in Ihm.“ Doch Mein Kommen zur Erde am Tage des Gerichtes ist dadurch nicht ausgeschaltet, es ist wörtlich zu nehmen, daß Ich den Meinen schaubar sein werde, daß Ich zur Erde wiederkomme, wie Ich einst aufgefahren bin zum Himmel.

Und dieses Mein Kommen beendet auch das Bestehen dieser Erde. Darum wollet ihr, die ihr daran zweifelt, es nicht wahrhaben, weil Euch Mein Kommen auch das Ende bestätigt, weil ihr, so ihr daran glaubet, auch an ein Ende glauben müsset und euch dieser Gedanke schreckt. Und doch haltet ihr damit nicht auf, was sich erfüllet laut Heilsplan von Ewigkeit. Wenngleich alles, was Ich gesprochen habe, geistig zu verstehen ist, so kann euch doch am Ende dieser Erlösungsperiode auch ein wörtliches Erfüllen Meiner Worte glaubhaft sein, denn immer stehe Ich zu Meinem Wort.

Mein Kommen in den Wolken ist das letzte, was ihr erleben werdet auf dieser Erde, die ihr zu den Meinen gehöret, denn Ich Selbst hole euch, bevor die Erde mit allem, was in ihr lebt, vernichtet wird. Auch dieses letzte Zerstörungswerk ist euch Menschen nicht glaubhaft, wie auch die Entrückung der Meinen. Zwar sind es ungewöhnliche Natur gesetzwidrige Erscheinungen, doch auch sie sind im Gesetz von Ewigkeit vorgesehen und als Folge naturwidrigen Handelns von euch Menschen in Meinen Heilsplan von Ewigkeit einbezogen, darum, weil sie für niemanden mehr einen Glaubenszwang bedeuten, denn nur die Meinen werden es vollbewußt erleben, während die anderen, die Mir entgegenstehen, selbst von dem Zerstörungswerk betroffen werden und diese Vorahnung auch den starken Ablehnungswillen dieser Meiner Worte hervorruft.

Es wird sich alles erfüllen, was Ich verkünden ließ durch Seher und Propheten, alles, was auf das Ende Bezug hat, ist wörtlich zu nehmen, und darum richte Ich an euch Menschen die ernste Mahnung, euer Leben so zu gestalten, daß ihr ohne Furcht diesen letzten Tag erwarten könnet, wo Ich Selbst kommen werde zur Erde, um zu richten die Lebendigen und die Toten.
Amen

Bertha Dudde 5286, empfangen am 01.01.1952
Titel: Tote in Christus - Entrückung
Beitrag von: Maria am August 03, 2018, 05:11:55 Vormittag
Tote in Christus - Entrückung

Wenn von der Auferstehung der Toten gesprochen wird, dann ist darunter die Erweckung der geistig Toten zu verstehen, die auch im jenseitigen Reich, nach dem irdischen Ableben, noch zu dieser Erweckung gelangen können, weil das Werk der Erlösung ununterbrochen fortgesetzt wird von seiten derer, die durch Jesus Christus die Erlösung schon gefunden haben, die vom geistigen Tode schon aufgestanden sind auf Erden oder auch im Jenseits. Nicht eines Meiner Wesen verharrt im Zustand des Todes auf ewig, immer wieder wird der Nacht des Todes abgerungen, wer dem Licht des Kreuzes Christi folgt und also aufersteht zu neuem Leben.

Die Erweckung der Toten am jüngsten Tage ist also nur ein geistig zu verstehender Vorgang, denn wie Mein Kommen in den Wolken vorerst auch nur geistig zu verstehen ist, daß Ich im Wort zu den Menschen herniedersteige, um eine letzte Rettungsaktion vor dem Ende einzuleiten, so auch steige Ich hinab in die Finsternis, in die Hölle, und lasse auch dort Lichtstrahlen aufblitzen, Ich halte das Kreuz auch den Wesen der Finsternis entgegen, um ihnen den Weg zu Mir zu erleuchten, und auch dieses Rettungswerk wird nicht erfolglos sein, und viele werden aus ihren Gräbern auferstehen zum Leben.

Die aber in der Finsternis verharren wollen, die Mich nicht anerkennen wollen, das sind keine „Toten in Christo“. Sie können nicht aus dem Reiche der Finsternis versetzt werden in das Reich des Lichtes, und diese sind es, die ihren Entwicklungsgang auf Erden wieder beginnen müssen, die gebunden werden in der festesten Materie der neuen Erde, „Tote in Christo“ also sind die aus der Tiefe Erlösten, zum Unterschied derer, die Mich auf Erden schon gefunden haben, die im lebendigen Glauben an Mich stehen und am Ende als Meine Kinder von dieser Erde genommen werden, wie es geschrieben steht.

Denn Ich werde wiederkommen in großer Pracht und Herrlichkeit, und Ich werde die Meinen holen und sie lebenden Leibes versetzen an einen Ort des Friedens. Ich werde wiederkommen, wie Ich einst aufgefahren bin zum Himmel, in strahlendstem Licht und sichtbar den Meinen. Und Mein geistiges Wiederkommen im Wort und in den Herzen der Menschen soll es diesen Meinen Kindern möglich machen, sich so zu gestalten, daß sie Mich erschauen können, denn es werden Mich nur die Menschen zu sehen vermögen, die bewußt Mein geworden sind durch einen Lebenswandel in Liebe zu Mir und zum Nächsten.

Auf daß sich nun, die guten Willens sind, umgestalten können zu Wesen der Liebe und des Lichtes, lasse Ich ihnen zuvor auch die Kraft zugehen, Ich übermittle ihnen Mein Wort, das Kraft aus Mir in höchster Wirksamkeit ist. Und wer es annimmt im Glauben an Mich und die Wahrheit Meines Wortes von Ewigkeit, der wird Mich auch überzeugt erwarten, und Ich werde ihn nicht enttäuschen, denn es kommet der Tag des Endes unwiderruflich, es kommt der Tag der Entrückung der Meinen und der Auferstehung aller, die durch Jesus Christus Erlösung fanden auf Erden oder auch im geistigen Reich.
Amen

Bertha Dudde 5851, empfangen am 11.1.1954
Titel: Sichtbares Erscheinen des Herrn
Beitrag von: Maria am August 03, 2018, 05:12:57 Vormittag
Sichtbares Erscheinen des Herrn

Euch, die ihr Mein seid, euch will Ich ein Zeichen geben, bevor Ich in das Weltgeschehen eingreife um der Rettung irrender Seelen willen. Ich will euch den Beweis liefern, daß sich alle Meine Ankündigungen erfüllen, und Ich will Mich euch zu erkennen geben, einem jeden in anderer Weise. Doch wer aufmerket, der weiß es, daß Ich es bin, Der Sich ihm nähert, wenngleich Ich eine Form wähle, die sich angleicht an die Umgebung, die nicht außergewöhnlich erscheint. Ich will zu einem jeden von euch kommen, die ihr Mir dienen wollet und für die Verbreitung Meines Wortes Sorge traget.

Ich will Selbst als Stärker eures Glaubens zu euch kommen, auf daß ihr das darauf Folgende gefaßt ertragen und helfend euren Mitmenschen beistehen könnet. Denn in dem allgemeinen Aufruhr müsset ihr, Meine Diener, ruhig und besonnen sein, um überall Trost und Hilfe spenden zu können, wo die Not groß und Hilfe erforderlich ist. Wer Mich gleich erkennet, den wird Meine Gegenwart beseligen, und bewußt wird er jede Äußerung von Mir hinnehmen als eine Gabe übergroßer Liebe, und sein Herz wird gleichfalls in Liebe erglühen, Meine Kraft wird auf ihn überströmen, so daß er alles zu leisten fähig wäre, so er es nur wollte.

Doch nicht alle werden Mich sofort erkennen, doch manche werden es spüren, daß ihnen eine ungewöhnliche Person gegenübersteht, deren Worte sie als unbedingte Wahrheit hinnehmen. Und erst zuletzt erkennen sie Mich blitzartig und jubeln und preisen Mich, so Ich sie verlassen habe, um jedoch im Herzen als unauslöschliches Bild zurückzubleiben bei allen, die Ich mit Meiner Gegenwart beglücke. Und so werden sie Mich im Herzen wiederfinden, auch wenn Ich ihnen leiblich nicht mehr sichtbar bin, und sie werden ständig Kraft schöpfen können und emsig die Arbeit für Mein Reich verrichten, wenn Ich gesprochen habe aus der Höhe und die Menschen in äußerste Not dadurch gekommen sind.

Dann werden die Meinen viel Arbeit vorfinden, und Ich Selbst werde ihnen helfen, Ich Selbst werde durch die Meinen sprechen zu allen, die Mich hören wollen und den Worten der Meinen Glauben schenken. Ich werde zu ihnen reden, und ihr werdet Mich bezeugen, ihr werdet Meiner Erscheinung Erwähnung tun und mit lebendigen Worten ihnen wiedergeben, was ihr im Herzen für Mich empfindet. Und ihr werdet viele gewinnen, weil die Not groß ist und die Menschen für jede Erklärung, für jeden Trost und jede Hilfe dankbar sind. Ihr werdet arbeiten für Mich und Mein Reich, weil ihr euch getrieben fühlt von Mir, Der Ich in eurem Herzen bin und Den ihr nimmermehr verlieren werdet, so ihr einmal Ihn geschaut habt.

Was Mein geworden ist, das lasse Ich ewig nimmer, und darum komme Ich auch zu den Meinen in der letzten Zeit vor dem Ende, und sie werden Mich erkennen, denn ihnen sagt es die Liebe, wer Ich bin. Und je nach dem Grad ihrer Liebe ist ihre Seligkeit bei Meinem Anblick. Wer in Mein Auge schaut, den überzieht ein Wonnegefühl unvergleichlicher Art, so daß er mehr als nur einen Menschen in Mir erkennt. Wer noch schwach ist im Glauben und in der Liebe und dennoch Mir zustrebt aus seinem Willen heraus, der wird Mich zwar nicht gleich erkennen, doch Meine Worte werden es ihm antun und das Feuer der Liebe in ihm entzünden. Dann erkennt er Mich, mitunter erst, so Ich ihn verlassen habe, so Ich ihm nicht mehr körperlich nahe bin.

Ich bin als Mensch mitten unter euch, doch nur vor euren Augen wähle Ich eine Hülle, die Ich ebenso schnell wieder auflöse, um euch unsichtbar zu sein. Und so will Ich euch allen Kraft geben, auf daß ihr Mir treu bleibet und ausharret bis zum Ende. Denn es wird große Kraft nötig sein, die ihr allein nicht aufbringen könnet. Ich aber kenne die Meinen und überlasse sie nicht mehr Meinem Gegner. Und darum glaubet und hoffet stets auf Meine Hilfe. Je größer die Not ist, desto näher bin Ich euch, die ihr Mich leiblich erschauen werdet. Dann aber wisset ihr, daß bald die Stunde gekommen ist, wo Ich Mich allen denen offenbare, die nicht glauben wollen und die nicht ohne Wissen sind, daß das Ende nahe ist. Und dann ist auch bald die Zeit abgelaufen, die Ich den Menschen zur Erlösung zugemessen habe. Und es kommt der Tag des Endes und mit ihm das Letzte Gericht, wie es verkündet ist in Wort und Schrift.
Amen

Bertha Dudde 4783, empfangen am 19.11.1949
Titel: Ende der Erde
Beitrag von: Maria am August 03, 2018, 05:14:35 Vormittag
Ende der Erde

Das ist das Ende der Erde, daß alle Erdenbewohner vertilgt werden, die nicht in das Reich Gottes gehören, die Gläubigen aber lebenden Leibes hinweggenommen werden von der Erde. Es ist also für die Erdenbewohner das Ende gekommen, wie es verkündet ist in Wort und Schrift. Die Erdoberfläche erfährt eine totale Umwandlung, die so vor sich geht, daß kein lebendes Wesen auf ihr bestehen kann, daß Menschen, Tiere und Pflanzen vernichtet werden, d.h., daß ihre materiellen Substanzen sich auflösen, während das Geistige darin von Gott neue Umhüllungen zugewiesen bekommt, so daß es in anderen Außenformen seinen Entwicklungsgang fortsetzen kann, und zwar auf der neuen Erde, die Gott aus der alten Erde hervorgehen läßt.

Es wird also die Erde an sich nicht vergehen, sich nur völlig verändern; ebenso wird das Geistige, das in den Schöpfungswerken gebannt war, nicht vergehen, jedoch sämtliche Schöpfungswerke werden ihr Ende gefunden haben, also ist auch für die Erdenbewohner das Ende der Welt gekommen und mit ihm die Erlösungsperiode abgeschlossen, während eine neue Erlösungsepoche ihren Anfang nimmt. Die der Erde entrückte Schar der Gläubigen wird dieses Ende erleben dürfen, es wird sich die Zerstörung der alten Erde vor ihren Augen abspielen, denn sie sind durch ihren Glauben in einem Reifezustand, daß sie in der Erkenntnis leben und ihnen der ewige Heilsplan Gottes verständlich ist.

Sie stehen in inniger Gottverbundenheit und darum auch im Wissen um Seine Liebe und Weisheit, sie erkennen Seine Macht und loben und preisen Ihn und Seine Herrlichkeit. Und also wissen sie auch um den mangelhaften Geisteszustand der Menschen, die am Ende Gott-abgewandten Sinnes auf Erden leben, sie erkennen die Notwendigkeit der Umwandlung der alten Erde und sind bereit, zur Erlösung des gebannten Geistigen beizutragen. Und so wird ihnen auf der neuen Erde wieder eine Aufgabe zugewiesen, wenngleich sie reif sind für das geistige Reich und das Leben auf der neuen Erde nicht mehr benötigen. Es muß jedoch dem gebannten Geistigen wieder Gelegenheit geboten werden zur Aufwärtsentwicklung und diese wird wieder durch menschlichen Willen geschaffen.

Das Leben auf Erden nimmt seinen Fortgang, nur unter völlig veränderten Verhältnissen. Es ist für die Menschen die Erde ein paradiesischer Aufenthalt geworden, wo sie in Liebe tätig und überaus glücklich sind, es ist ein Ort des Friedens und harmonischer Verbundenheit, wo Gottes Segen sichtbar zutage tritt. Und den Menschen ist die Erinnerung belassen von der alten Erde, ihren Bewohnern und den harten Kämpfen vor dem Ende, doch nur wie ein Schemen berührt es sie, denn sie haben alles Schwere überwunden, sie sind als Sieger aus jenen Kämpfen hervorgegangen und mit Gott so innig verbunden, daß sie voller Kraft sich fühlen und frei und glücklich sind.

Und es beginnt eine neue Erlösungsepoche, weil alles Geistige einmal diesen glücklichen Zustand erreichen soll und die Liebe Gottes zu Seinen Geschöpfen deren endliche Freiwerdung zum Ziel hat und Er immer wieder Möglichkeiten schafft, um Sein Ziel zu erreichen, ohne den freien Willen des Menschen zu beeinträchtigen. (25.5.1945) Und darum wird eine neue Erde entstehen. Es werden neue Schöpfungen wieder das Geistige in sich bergen und ihm zur Aufwärtsentwicklung verhelfen. Und es muß die alte Erde vergehen, um alles gebundene Geistige frei zu geben, auf daß dieses sich wieder in den neuen Schöpfungen verkörpern kann je nach seinem Reifezustand.

Es muß ein Wandel sich vollziehen insofern, als daß das Geistige, das sich im letzten Stadium seiner Entwicklung befand und als Mensch die letzte Erdenlebensprobe ablegen sollte, in der es versagt hat, wieder gebannt wird in der festen Materie, während anderem strebsamen Geistigen eine neue Verkörperung zugewiesen wird, in der es schneller ausreifen und das letzte Stadium eher erreichen kann. Es wird die Menschheit am Ende wohl vertilgt werden, jedoch das Geistige besteht weiter und muß seinen Entwicklungsgang auf Erden wieder von neuem beginnen, weil es sich völlig wieder dem zugewandt hat, aus dessen Gewalt es sich frei machen sollte.

Der letzte Gang auf Erden als Mensch muß in freiem Willen zurückgelegt werden, den der Mensch nützen kann nach seinem Gutdünken. Ist dieser Wille jedoch verkehrt gerichtet, so muß er auch die Folgen auf sich nehmen, da ihm jede Möglichkeit geboten wird, nach der rechten Richtung zu leben. Und es wird am Ende die Erde so voller Teufel sein, daß sie aufgelöst werden muß, soll dem Geistigen jemals Rettung werden, das sich in jenen Teufeln birgt. Es vergeht nur noch kurze Zeit, eine Zeit härtester Prüfungen und Leiden, die wohl genügen könnte, um auch die ärgsten Teufel zu wandeln, so sie ihren Willen recht nutzten. Mit dem Ablauf dieser Zeit aber ist unweigerlich das Ende der Welt gekommen, d.h. der Erde in ihrer jetzigen Gestaltung und der Bewohner, für die es keine Aufwärtsentwicklung im Jenseits gibt, sondern ein neuer Gang durch die Schöpfung nötig ist.
Amen

Bertha Dudde 3486, empfangen am 24.u.25.4.1945
Titel: Kommen des Herrn
Beitrag von: Maria am August 03, 2018, 05:16:08 Vormittag
Kommen des Herrn

(wörtlich zu verstehen)

Die Stunde Meiner Wiederkehr rückt immer näher, denn das Ende der Erde ist nahe, und so der letzte Tag gekommen ist, werde auch Ich kommen in den Wolken, um die Meinen zu holen, bevor die Erde ihrer Auflösung entgegengeht, was aber nicht heißen soll, daß die Erde als Gestirn vergeht, sondern daß nur eine Umgestaltung ihrer gesamten Oberfläche vor sich geht, die jedoch für euch Menschen gleich ist einer gänzlichen Vernichtung, weil nichts Lebendes dieser Vernichtung entrinnt, weil alles Geschöpfliche davon betroffen wird.

Darum auch kann Ich Selbst zur Erde kommen, um die Meinen diesem letzten Zerstörungswerk zu entreißen, denn es wird außer Meinen Gläubigen niemand sein, der das letzte Vernichtungswerk erlebt und also nachher davon berichten könnte. Ich Selbst werde kommen, wenn die Meinen sich keinen Ausweg mehr wissen, wenn Mein Gegner offen wider sie vorgehen wird um ihres Glaubens willen. Diese werden bis zuletzt in arger Bedrängnis sein, und nur ihr fester Glaube hält sie aufrecht und widerstandsfähig, denn sie harren Meines Kommens, und ihren Glauben enttäusche Ich nicht.

In strahlendstem Licht werde Ich erscheinen und dennoch Meinen Glanz verhüllen, so daß die Meinen ihn ertragen können. Doch was bei den Meinen große Freude und Jubel auslöset, das wird den anderen zum Entsetzen, zum Gericht sein. Denn diese werden Mich zwar nicht zu sehen vermögen, aber die ungewöhnlichen Erscheinungen wahrnehmen, daß die, denen sie nachstellten, vor ihren Augen zur Höhe entschwinden. Und dieses Erlebnis wird ihnen zum Gericht, denn plötzlich wird ihnen ihre Schlechtigkeit offenbar, und auch das sichere Ende ist ihnen nun zur Gewißheit, dem sie nicht entfliehen können.

Würden sie Mich zu schauen vermögen in dieser Stunde, dann streckten sie sicher alle ihre Hände Mir zu. Doch dieses Sich-Mir-Ergeben wäre völlig zwecklos, weil es ein erzwungener Glaube wäre an Mich, hervorgerufen durch die übernatürliche Erscheinung Meiner Selbst.

Doch sie sind schon zu sehr in den Banden des Gegners, und sie können sich nicht mehr von ihm lösen, und darum werden sie in die Erde versinken, und es wird ihnen das Los nochmaliger Bannung in der festen Materie beschieden sein, das sie selbst verschuldet haben. Mein Kommen am Tage des Gerichtes wird angezweifelt fast von allen Menschen. Und doch erfüllet sich Meine Verheißung. Ich komme zu euch, und ihr werdet Mich erschauen können in Glanz und Herrlichkeit. Denn die Meinen haben sich wahrlich die Rettung aus tiefster Not verdient und weil ihnen nichts mehr übernatürlich erscheint, was mit dem von ihnen als sicher erkannten Ende zusammenhängt.

Das Ende wird kommen, und Ich Selbst werde hinabkommen zur Erde, wie Ich einst auffuhr zum Himmel, in aller Glorie und wieder denen sichtbar, die an Mich glauben, die Meine Jünger sind in der letzten Zeit vor dem Ende. Es sind dies keine bildlichen Worte, keine Gleichnisse für kommende Geschehen, es sind die Geschehen selbst, und es wird wörtlich kommen, wie Ich es euch verheißen, und ihr könnet warten an jedem Tage, da ihr ungewöhnlich bedrängt werdet von denen, die Meinem Gegner hörig sind.

Sowie der Glaubenskampf einsetzet, wisset ihr, daß die letzte Stunde bald gekommen ist, denn dieser ist sein letztes Werk, es ist der letzte Kampf auf dieser Erde, der mit seiner endgültigen Niederlage endet. Und dann wird die Zeit des Friedens anbrechen auf der neuen Erde, denn mit Meinem Kommen zur Erde und eurer Entrückung ist diese Erdperiode beendet, und es beginnt eine neue. Die Erde wird umgestaltet und zu einer völlig neuen gewandelt werden, und ihr, die Ich holen werde, ihr sollet Bewohner dieser paradiesischen Welt sein, euch soll eine Zeit des Friedens und himmlischer Glückseligkeit beschieden sein im Paradies der neuen Erde.
Amen

Bertha Dudde 6037, empfangen am 29.8.1954
Titel: Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde
Beitrag von: Maria am August 03, 2018, 05:17:22 Vormittag
Die Umgestaltung der Erde

Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde

„Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr. Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann. Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiß! Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. Wer überwindet, der wird es alles ererben, und ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein. Die Feigen aber und Ungläubigen und Frevler und Mörder und Unzüchtigen und Zauberer und Götzendiener und alle Lügner, deren Teil wird in dem Pfuhl sein, der mit Feuer und Schwefel brennt; das ist der zweite Tod. Und es kam zu mir einer von den sieben Engeln, die die sieben Schalen mit den letzten sieben Plagen hatten, und redete mit mir und sprach: Komm, ich will dir die Frau zeigen, die Braut des Lammes. Und er führte mich hin im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem hernieder kommen aus dem Himmel von Gott, die hatte die Herrlichkeit Gottes; ihr Licht war gleich dem aller edelsten Stein, einem Jaspis, klar wie Kristall; sie hatte eine große und hohe Mauer und hatte zwölf Tore und auf den Toren zwölf Engel und Namen darauf geschrieben, nämlich die Namen der zwölf Stämme der Israeliten: von Osten drei Tore, von Norden drei Tore, von Süden drei Tore, von Westen drei Tore. Und die Mauer der Stadt hatte zwölf Grundsteine und auf ihnen die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes. Und der mit mir redete, hatte einen Meßstab, ein goldenes Rohr, um die Stadt zu messen und ihre Tore und ihre Mauer. Und die Stadt ist viereckig angelegt, und ihre Länge ist so groß wie die Breite. Und er maß die Stadt mit dem Rohr: zwölftausend Stadien. Die Länge und die Breite und die Höhe der Stadt sind gleich. Und er maß ihre Mauer: hundert vierundvierzig Ellen nach Menschenmaß, das der Engel gebrauchte. Und ihr Mauerwerk war aus Jaspis und die Stadt aus reinem Gold, gleich reinem Glas. Und die Grundsteine der Mauer um die Stadt waren geschmückt mit allerlei Edelsteinen. Der erste Grundstein war ein Jaspis, der zweite ein Saphir, der dritte ein Chalzedon, der vierte ein Smaragd, der fünfte ein Sardonyx, der sechste ein Sarder, der siebente ein Chrysolith, der achte ein Beryll, der neunte ein Topas, der zehnte ein Chrysopras, der elfte ein Hyazinth, der zwölfte ein Amethyst.Und die zwölf Tore waren zwölf Perlen, ein jedes Tor war aus einer einzigen Perle, und der Marktplatz der Stadt war aus reinem Gold wie durchscheinendes Glas. Und ich sah keinen Tempel darin; denn der Herr, der allmächtige Gott, ist ihr Tempel, er und das Lamm. Und die Stadt bedarf keiner Sonne noch des Mondes, daß sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm. Und die Völker werden wandeln in ihrem Licht; und die Könige auf Erden werden ihre Herrlichkeit in sie bringen.Und ihre Tore werden nicht verschlossen am Tage; denn da wird keine Nacht sein.“

Die Offenbarung des Johannes 21
Titel: Das Zeitalter der Technik
Beitrag von: Maria am August 03, 2018, 05:19:00 Vormittag
Das Zeitalter der Technik

[GEJ.05_108,01] (Der Herr:) „Aber es wird kommen am Ende eine Zeit, in der die Menschen zu einer großen Klugheit und Geschicklichkeit in allen Dingen gelangen werden und erbauen werden allerlei Maschinen, die alle menschlichen Arbeiten verrichten werden wie lebende, vernünftige Menschen und Tiere; dadurch aber werden viele Menschenhände arbeitslos, und die Magen der armen, arbeitslosen Menschen werden voll Hungers werden. Es wird sich dann steigern der Menschen Elend bis zu einer unglaublichen Höhe. Alsdann werden abermals von Mir Menschen erweckt werden, und sie werden verkünden die Wahrheit Meines Namens über zweihundert Jahre lang. Wohl denen, die sich daran kehren werden, obwohl ihre Zahl nur eine geringe sein wird!

[GEJ.05_108,02] Wenn aber auch die Zahl der Reinen und Guten wie zu den Zeiten Noahs sich sehr verringern wird, dann soll die Erde abermals beschickt werden mit einem allgemeinen Gerichte, in welchem weder der Menschen noch der Tiere, noch der Pflanzen geschont wird. Es werden da den stolzen Menschen nichts mehr nützen ihre feuer- und todspeienden Waffen, nichts ihre Burgen und ehernen Wege, auf denen sie mit der Schnelligkeit eines abgeschossenen Pfeiles dahinfahren werden; denn es wird ein Feind aus den Lüften angefahren kommen und wird sie alle verderben, die da allzeit Übles getan haben. Das wird sein eine wahre Krämer- und Wechslerzeit.

[GEJ.05_108,03] Aber was Ich erst jüngsthin einmal zu Jerusalem im Tempel den Wechslern und Taubenkrämern tat, das werde Ich dann im Großen tun auf der ganzen Erde und werde zerstören alle die Kramläden und Wechselbuden durch den Feind, den Ich aus den weiten Lufträumen der Erde zusenden werde wie einen dahinzuckenden Blitz mit großem Getöse und Gekrache. Wahrlich, gegen den werden vergeblich kämpfen alle die Heere der Erde; aber Meinen wenigen Freunden wird der große, unbesiegbare Feind kein Leids tun und wird sie verschonen für eine ganz neue Pflanzschule, aus der neue und bessere Menschen hervorgehen werden!

[GEJ.05_108,04] Fasset dieses wohl! Denket aber ja nicht, daß Ich das alles also haben wolle, und es wäre darum etwa das alles schon also bestimmt! Das alles sei ferne von Mir und euch! Aber es wird also sein, wie vor den Zeiten Noahs: Die Menschen werden von ihren vielen Weltkenntnissen und erworbenen Fertigkeiten einen stets böseren Gebrauch machen und werden ganz freiwillig allerlei Gerichte aus den Tiefen Meiner Schöpfung über sich und am Ende über die ganze Erde heraufbeschwören. Da aber sage auch Ich dann mit euch, Meinen biederen Römern: VOLENTI NON FIT INIURIA!

[GEJ.05_108,05] Ja, es sollen die Menschen mit Maß und Ziel ja alles haben und sich errichten die mannigfachen Bequemlichkeiten fürs irdische Leben und sollen schonen ihre Hände vor schweren Arbeiten, um desto mehr Zeit zu gewinnen für die Bearbeitung und Veredlung ihrer Herzen und Seelen, und sollen sein alle gleich voll Freudigkeit in Meinem Namen durch ihr ganzes Leben; aber unter ihnen soll es keinen Leidenden und Traurigen geben, außer einen mutwilligen Sünder wider jede gute bestehende Ordnung in Meinem Namen!

[GEJ.05_108,06] Aber wenn mit der natürlich zunehmenden Geschicklichkeit der Menschen auch ihre Selbstsucht, Habgier und Herrschsucht zunehmen wird und also die Verfinsterung der Menschengemüter, dann natürlich können davon auch die schlimmen Folgen nicht unterm Wege verbleiben! Denn so ihr einen Fuß um den andern schnell weiter und weiter setzet, so kann die Folge des schnellen Weiterkommens nicht ausbleiben. Wer aber mit dem Weitersetzen seiner Füße zaudert, muß sich auch gefallen lassen, so ihm sogar eine Schnecke vorkommt. Von einer Höhe herabfallen, bringt dem Leibe offenbar den Tod; wenn aber jemand das aus der Erfahrung weiß und springt aber dennoch von einer großen Höhe in eine Tiefe hinab, – was ist dann das?

[GEJ.05_108,07] Seht, das ist blinder Mutwille, und die arge Folge davon nicht Mein Wille, sondern das unwandelbare Gesetz Meiner ewigen Ordnung, das weder örtlich speziell und noch weniger irgend allgemein aufgehoben werden kann! Oder meinet ihr, daß Ich etwa darum dem Feuer seine zerstörende Hitze nehmen soll, auf daß ein Narr, der in ein Feuer sich stürzt, keinen Schaden leide?! Oder soll Ich dem Wasser das nehmen, daß es ein Wasser ist und der Mensch im selben ehestens ersticken muß, so er entweder unvorsichtig oder mit Gewalt eines andern oder mutwillig in dasselbe fällt?!“

[GEJ.05_109,01] (Der Herr:) „Sehet an die Berge voll Wälder und Gesträuche! Sehet, diese saugen alle die ihnen zusagenden Naturgeister (Elektrizität, magnetisches Fluidum) im entsprechend gerechten Maße auf! Gehet hin und entwaldet alle die Berge, und ihr werdet die Folgen davon gar sehr bitter schmeckend allerjüngstens schon verspüren! Es werden dadurch gar große Massen von freien und rohesten Naturgeistern die über die ganze Erde lagernde Luft stets mehr und mehr zu erfüllen anfangen. Diese werden, weil sie keine für sie entsprechend tauglichen Wohn- und Tätigkeitsstätten finden, anfangen sich massenhaft zu ergreifen und werden durch ihre Unruhe und durch ihren Hunger und Durst (Assimilationstrieb) die bösesten und alles verheerenden Stürme verursachen und ganze Länder derart gänzlich zugrunde richten, daß darauf in hundert, oft tausend Jahren nichts als hie und da ein Moospflänzchen zum Vorscheine kommen wird, wie es auf der weiten Erde noch heutzutage solche viele Tagereisen weit gedehnten Plätze und Flächen gibt, die ebenso vegetationsleer dastehen wie ein wüster und tauber Kalkstein an den Ufern des Toten Meeres in Unterpalästina, dahin der Jordan fließt.

[GEJ.05_109,02] Ja, ist das etwa Mein Wille also? O nein! Denn wo die Menschen frei wollen und auch frei handeln müssen, um Menschen zu werden auch im Geiste, da will Ich für Mich – und stellen es die Menschen noch so toll an – ganz und gar nichts, sondern Ich lasse es nur zu, daß die Menschen ganz unbeirrt das erreichen, um was sie sich so eifrig bestrebt haben, als hinge alle ihre Lebensglückseligkeit daran. Mögen dann die Folgen gut oder schlecht sein, das gilt bei Mir ein ganz Gleiches! Selbst schaffen, – selbst haben! Weiß Ich auch, was in der Folge geschehen wird, so kann und darf Ich dennoch nicht hindernd dazwischenwirken mit Meiner Allmacht; denn tue Ich das, so hört der Mensch auf, ein Mensch zu sein. Er ist dann bloß eine belebte Maschine und sonst nichts und kann für sich und für Mich ewighin keinen Wert haben. Denn er gleicht einem Schreiber, der für sich keine Silbe zu schreiben imstande ist, so er aber dennoch schreiben soll, ein Schreibkundiger ihm die Hand vom A bis zum Z führen muß; und hat er auf diese Weise einen Aufsatz geschrieben, so versteht er ihn dennoch nicht. Und hat er auf diese Art auch hunderttausend Briefe geschrieben, so ist er dennoch ebensowenig selbst ein Schreiber wie der Griffel, mit dem er geschrieben hat. Ebensowenig wäre auch der Mensch dieser Erde ein Mensch, wenn ihm nicht durchgängig der freie Wille unangetastet und ebenalso das Handeln danach belassen würde.

[GEJ.05_109,03] Es kann der Wille wohl durch allerlei Lehre und Gesetze geregelt werden; aber weder Lehre noch irgendein Gesetz ist dem freien Willen ein Hemmschuh in der Ausübung dessen, was er will. Will der Wille des Menschen eine Lehre und ein Gesetz zur Richtschnur seiner Handlungen annehmen, so wird er sich selbst ohne irgendeinen innern Zwang danach richten; will er aber das nicht, so kann ihn keine Macht der Welt und der Himmel dazu zwingen – und darf es auch nicht! Denn, wie gesagt: Ohne den freien Willen ist der Mensch kein Mensch mehr, sondern eine pure, naturbelebte Maschine, wie die Menschen mit der Zeit auch solche Maschinen erfinden werden, die dieselben künstlichsten Arbeiten verrichten werden, die nun kaum irgendein Mensch zu verrichten imstande ist. Aber eine solche Maschine wird dennoch kein Mensch sein, weder der Form und noch weniger der innern freiwirkenden Realität nach; denn die hat keinen freien Willen und kann daher auch ewig keine für sich selbständige Handlung verrichten. Was des Menschen Wille in sie gelegt hat, das wird sie auch verrichten, und nie und nimmer irgend etwas anderes.

[GEJ.05_109,04] Der Mensch aber kann aus sich heraus alles, was er nur immer will, und niemand kann ihn daran hindern. Und so kann der Mensch mit der Erde, die seinen Leib trägt und nährt, tun, was er will, und muß sich dann zumeist erst durch die Folgen belehren lassen, ob sein Wille gut oder böse war.

[GEJ.05_109,05] Es hat aber darum ein jeder Mensch die Vernunft und den daraus hervorgehenden Verstand. Er kann darum durch Lehre, durch äußere Gesetze und durch allerlei Erfahrung klug gemacht werden und kann dann das Gute, Rechte und Wahre allein wählen und sich selbst danach zur Tätigkeit bestimmen; aber er erleidet dabei dennoch keinen Zwang, da er das ja selbst frei wählt, was er als gut, recht und wahr erkennt.

[GEJ.05_109,06] Daß aber Menschen zumeist aus zeitlichen Interessen gar oft alles erkannte Gute, Rechte und Wahre dennoch mit den Füßen treten und im Handeln gerade umgekehrt sich erweisen, können wir nun schon Tag für Tag an Hunderten nur zu handgreiflich erfahren, und es geht aus dem wieder hervor, daß die Freiheit des menschlichen Willens durch gar nichts gefährdet und beschränkt werden kann. Und so ist es schon möglich, daß mit den Zeiten die Menschen große Dinge erfinden können und also auch auf die Natur der Erde also einzuwirken anfangen können, daß diese am Ende ordentlich leck werden muß. Die Folgen davon werden freilich keine angenehmen sein und werden als eine sichere Strafe des schlecht verwendeten Willens erscheinen, aber nicht von Mir aus irgend gewollt, sondern durch den Willen der Menschen hervorgebracht.

[GEJ.05_109,07] Wollen die Menschen eine abermalige Sündflut, so dürfen sie nur fleißig die Berge ab- und durchgraben, und sie werden dadurch den unterirdischen Wässern die Schleusen öffnen! Wollen sie die ganze Erde in Flammen sehen, so dürfen sie nur fleißig alle Wälder vernichten, und die Naturgeister (Elektrizität) werden sich derart vermehren, daß die Erde auf einmal in ein Blitzfeuermeer eingehüllt sein wird! Werde dann etwa auch Ich die Erde durchs Feuer heimsuchen wollen?! Darum lehret die Menschen weise sein, ansonst sie selbst die Gerichte über sich heraufbeschwören werden! Ich weiß es aber, daß es also kommen wird, und dennoch kann und darf Ich nicht hindernd dagegen auftreten durch Meine Allmacht, sondern nur durch die Lehre. – Verstehet ihr das?“

Großes Evangelium Johannes, Band 5, Kapitel 108 u. 109
Titel: Reinigung der göttlichen Pflanzschule
Beitrag von: Maria am August 03, 2018, 05:20:27 Vormittag
Reinigung der göttlichen Pflanzschule

In Meiner Pflanzschule muß oft eine gründliche Reinigung vorgenommen werden, wenn das Unkraut alle edlen Saaten zu überwuchern droht, wenn sich auch die gesunden Pflanzen nicht mehr so entwickeln können, daß sie Mir zur Freude gedeihen. Dann müssen die guten Pflanzen sorgfältig ausgeschieden werden, es muß das Unkraut gejätet und verbrannt werden, es muß der Boden umgepflügt werden, und dann erst kann er neue Saat aufnehmen, dann erst kann Ich wieder die rechten Früchte ernten, es kann wieder neues Leben sprießen und Mich beglücken, was zuvor nicht mehr möglich war.

Und eine solche gründliche Reinigung ist vorgesehen seit Ewigkeit, und ihr Menschen könnet sie erwarten jeden Tag und jede Stunde.

Die Erde erfüllt nicht mehr ihren Zweck, das Böse beherrscht alles, es erstickt oft auch zarte Pflänzchen, die hervorbrechen möchten, um zum Licht und Leben zu gelangen. Der vergiftende Hauch der Welt tötet das Leben, und so verkümmert manches Pflänzchen, das stark und gesund zu werden versprach. Die Menschen werden hineingezogen in den Strudel der Welt, und es findet so manche Seele in ihr den Tod, die für das Leben bestimmt war. Es ist keine reine Atmosphäre mehr, in der die Menschenseelen sich vollenden sollen, es ist nur noch ein Reich der Sünde und des Verderbens. Und darum ist jene gründliche Reinigung nicht mehr zu umgehen, ob ihr Menschen es glaubet oder nicht.

Einmal ist der Tiefstand erreicht, einmal ist darum auch die Stunde gekommen, wo Mein Heilsplan durchgeführt wird, in dem auch diese gründliche Reinigung der Erde vorgesehen ist. Und also muß alles vernichtet werden, was lebensunfähig ist, nachdem zuvor die wenigen ausgeschieden wurden, die Leben in sich haben. Denn es genügt nicht mehr, daß nur das Schlechte, Untaugliche entfernt wird, weil dieses überwiegt. Aber Ich lasse nicht auch das zum Opfer fallen, was sich durchgesetzt hat dem Bösen gegenüber.

Ich sammle Mir die Menschen, die Mein sind und bleiben und sich nicht von Meinem Gegner gefangennehmen ließen. Ich hebe sie von der Erde hinweg, um dann eine totale Wandlung herbeizuführen, um die Erde wieder tauglich zu machen als Pflanzschule für ein neues Menschengeschlecht.

Was jeder gute Landmann tut, daß er seinen Boden umackert, daß er ihn reinigt und wieder für die neue gute Saat tauglich macht, das werde auch Ich tun, weil die Zeit dafür gekommen ist und weil auch Ich einmal wieder gute Ernte erzielen will, nachdem dies nun unmöglich geworden ist. Denn die Menschen scheiden zumeist von der Erde in leblosem Zustand, ihr Erdenleben hat ihnen kein Wachstum eingebracht, sie sind geblieben, wie sie waren bei Beginn ihres Erdenlebens, oder verkümmert und lebensunfähig geworden, und dies ist nicht Zweck ihrer Verkörperung auf Erden.

Und so muß Ich Selbst dem kommenden Menschengeschlecht einen nahrhaften Boden zubereiten, Ich muß die Erde reinigen und Meinem Gegner für eine Zeit den Zutritt verwehren, Ich muß den Seelen wieder die Möglichkeit schaffen, ausreifen zu können, denn seine Zeit ist um, die er wahrlich gut genützet hat zum Verderben der Menschen.
Einmal aber ist auch für Meinen Gegner die Stunde gekommen, da ihm sein Wirken unterbunden wird. Doch Ich muß auch gleichzeitig seinem Anhang das Wirken unmöglich machen. Und das ist nur möglich, wenn alles ihm-Hörige aufs neue gebannt wird, weshalb Ich eine neue Erde erstehen lasse mit Neuschöpfungen verschiedenster Art, die jenes Geistige nun wieder in sich bergen, bis es sich gesänftigt hat und wieder seinen Entwicklungsgang beginnen kann.

Es muß die Erde wieder tauglich gemacht werden, daß auf ihr die Menschen zur Vollendung gelangen können, denn Meine unendliche Liebe zu Meinen Geschöpfen erstrebt das Leben dieser, nicht aber den Tod, der aber auf dieser Erde seinen Einzug gehalten hat. Und Ich will den Tod vertreiben und die Erde wieder zu einem Acker des Lebens machen, aus dem auch das Schwache wird wieder Kraft ziehen können und zum Leben gelangen.
Amen

Bertha Dudde 6790, empfangen am 24.3.1957
Titel: Vom tausendjährigen Reich
Beitrag von: Maria am August 03, 2018, 05:21:52 Vormittag
Vom tausendjährigen Reich

[GEJ.08_048,01] (Der Herr:) „Aber nun sehet, wie die Sonne bereits alles mit ihrem Lichte zu durchdringen anfängt, und ihr sehet die finsteren Horden nach allen Seiten hin fliehen, nur dahin nicht, von woher die Sonne kommt! Vor ihrem Lichte schwindet nun alles und sinkt in das Reich der Vergessenheit.

[GEJ.08_048,02] Nun aber sehet noch einmal hin, und ihr ersehet, wie aus den lichten Wölklein sich eine neue Erde bildet! Was wohl stellen die lichten Wölklein dar? Es sind das Vereine von lauter solchen Menschen, die von der göttlichen Wahrheit durchleuchtet sind. Und sehet, nun rücken diese Vereine enger und enger zusammen und bilden so einen großen Verein, und sehet, das ist eben die neue Erde, über der sich ein neuer Himmel ausbreitet voll Licht und Klarheit!

[GEJ.08_048,03] Ihr müsset aber dabei nicht etwa der Meinung sein, als würde dann diese natürliche Erde vergehen und in eine neue umgewandelt werden, sondern nur die Menschen werden durch die Vollaufnahme der göttlichen Wahrheit in ihre Herzen als wahre Brüder und Schwestern in Meinem Namen unter sich eine neue geistige Erde schaffen.

[GEJ.08_048,04] Auf dieser neuen Erde werde Ich Selbst dann sein und herrschen unter den Meinen, und sie werden mit Mir Umgang pflegen und Mich nimmerdar aus ihren Augen verlieren.

[GEJ.08_048,05] Aber betrachtet nun auch nebenbei die alte Erde! Seht, wie aus der neuen Erde in stets dichteren Strömen Lichter hinab auf die alte Erde schweben und diese so entzünden, daß sie wie in vollen Flammen zu stehen scheint! Da sehet ihr gar viele Tote wie aus den Gräbern hervor ans Licht gehen, und wie sie auch bald bekleidet werden mit dem Gewande der Wahrheit und dann auch aufwärtsschweben in das Reich der neuen Erde.

[GEJ.08_048,06] Aber zugleich merket ihr auch, wie noch ein gar großer, finsterer Teil sich auch bestrebt, das Gewand des Lichtes über sein schwarzes anzuziehen und daraus und damit aus Eigennutz und aus Herrschsucht abermals ein neues antichristliches Heidentum zu schaffen; aber Ich Selbst lasse Meinen Zorn über sie hereinbrechen, das ist das Feuer Meiner Wahrheit, und Meine Engel der neuen Erde fallen wie mit flammenden Schwertern über sie her und schlagen jede weitere finstere Bestrebung in die Flucht und in den Abgrund der gänzlichen Vernichtung.

[GEJ.08_048,07] Dies ist dann das allerletzte und größte Gericht um tausend Jahre später. Diese Zeit wird genannt werden Mein tausendjähriges Reich auf Erden, das durch dies allerletzte Gericht auf eine ganz kurze Zeit noch einmal eine kriegerische Unterbrechung haben wird; aber der Sieg wird ein baldiger und für alle künftigen Zeiten ein gänzlicher sein. Von da an wird aus den Himmeln und aus der Erde ein Hirt und eine Herde werden. Der Hirt werde wie allzeit Ich sein, und die Herde werden die Menschen auf Erden ausmachen im vollen Vereine mit den Seligen in Meinen Himmeln.

[GEJ.08_048,08] Denn diese Letztgenannten werden wieder so, wie es in den Urzeiten der Menschen auf dieser Erde war, sichtbar mit den Menschen auf der Erde verkehren. Aber bevor das geschehen wird, wird auch die natürliche Erde ganz mächtige Umgestaltungen erleiden. Große Länder und Reiche, die jetzt noch das große und tiefe Meer bedeckt, werden zum fruchtbarsten Boden emporgehoben werden, und gar viele jetzt noch sehr hohe Berge werden erniedrigt und mit ihren zerbröckelten Spitzen gar viele tiefe Gräben und Täler ausgefüllt werden und ein fruchtbares Land bilden.

[GEJ.08_048,09] Da in jener Zeit die Menschen nicht mehr nach irdischen und vergänglichen Schätzen gieren und geizen werden, so werden auf der Erde auch hunderttausendmal so viele Menschen, als nun auf derselben leben, gar wohl versorgt und glücklich leben können. Zugleich aber werden in jener Zeit auch alle die bösen, das Fleisch mächtig quälenden Krankheiten von der Erde verschwinden. Die Menschen werden ein heiteres und hohes Alter erreichen und viel Gutes wirken können, und niemand wird eine Furcht vor dem Tode des Leibes haben, weil er mit klaren Blicken das ewige Leben der Seele vor sich sehen wird.

[GEJ.08_048,10] Die Hauptsache im Wohltun wird in jener Zeit in der rechten Erziehung der Kinder bestehen und daß der Starke mit aller Liebe das physisch schwächere Alter nach allen Kräften unterstützen wird.

[GEJ.08_048,11] Es werden aber auf der neuen, glücklichen Erde auch Ehen geschlossen werden, aber also wie im Himmel nach Meiner Ordnung, und es werden auch Kinder gezeugt werden in großer Anzahl, aber nicht auf dem Wege der puren Geilsucht, sondern auf dem Wege des wahren Liebeernstes, und das bis ans Ende aller Zeiten dieser Erde.

[GEJ.08_048,12] Da habt ihr nun ein treues Bild von dem letzten Gerichte über alle Heiden auf der ganzen Erde, das ihr auch ganz leicht und wohl verstehen könnet!“

Großes Evangelium Johannes, Band 8, Kapitel 48
Titel: Die Mission der Gotteskinder im Jenseits
Beitrag von: Maria am August 03, 2018, 05:23:54 Vormittag
Die Mission der Gotteskinder im Jenseits

Die Dauer der Erde

[GEJ.08_049,01] Hier fragten Mich die Jünger: „Herr und Meister! Werden wir aus dem Reiche der Geister das auch alles mit anschauen und mit empfinden können? Und wie lange wird dann die glückliche Erde noch fortbestehen bis zum vollen Ende ihrer Zeiten?“

[GEJ.08_049,02] Sagte Ich: „Was eure erste Frage betrifft, so versteht es sich ja ohnehin von selbst, daß ihr aus den Himmeln das alles nicht nur allerklarst sehen, hören und fühlen werdet, sondern ihr werdet die Hauptleiter daselbst und zu allen Zeiten sein, – aber nicht nur auf der neuen Erde, sondern über den ganzen Großen Schöpfungsmenschen, wie auch über alle endlos vielen Vereine aller Himmel, die ewig nirgends begrenzt sind.

[GEJ.08_049,03] Darum sage Ich es euch abermals, daß es kein Mensch je geschaut, noch gehört und in keines Menschen Sinn jemals empfunden worden ist, was Gott denen bereitet hat, die Ihn wahrhaft lieben.

[GEJ.08_049,04] Ich könnte euch sogar jetzt noch vieles sagen und auch schon zeigen, aber ihr könntet das jetzt noch nicht ertragen; wenn aber der Geist aller Wahrheit und alles Lebens über euch kommen wird und ihr in ihm wiedergeboren sein werdet, so wird er euch in alle Tiefen Meines Lichtes leiten und erheben. Dann erst werdet ihr es begreifen und einsehen, welche großen Worte Ich nun zu euch und also auch durch euch zu allen Menschen geredet habe.

[GEJ.08_049,05] Was aber eure zweite Frage betrifft, so ist sie wahrlich noch sehr albern; denn unsere Rechnung hat gar keine Zahl, durch die man die übergroße Vielheit der Erdjahre bestimmen könnte, die bis zu ihrem Zeitende verrinnen werden, und wäre selbst das irgend möglich, so kann das denen, die im Geiste ewig fortleben werden, wohl nur ganz ein und dasselbe sein.

[GEJ.08_049,06] Ich sage es euch: Von solch einer irgend bestimmten Zeit und Stunde weiß auch kein Engel im Himmel; das weiß allein der Vater im Himmel! Denn die ganze Schöpfung ist Sein großer Gedanke, der aber kein Zeitgedanke, sondern ein ewiger ist wie sein allmächtiger Träger und Festhalter. Ich habe es aber ja ohnehin erst unlängst gezeigt, wie endlich einmal alles Materielle ins rein Geistige, aber wie selbständig Seiende verwandelt wird, und es ist sonach wohl nicht mehr nötig, euch noch ein mehreres darüber zu sagen.

[GEJ.08_049,07] Sehet und betrachtet nun lieber die herrliche Morgennatur des Tages, und wie das stets kräftiger werdende Licht der Sonne alle Dünste und Trübnisse der Erde verscheucht, und lernet daraus, wie in der Folge das geistig auch euer Geschäft sein wird, und ihr werdet besser daran tun, als so ihr euch zu emsig um das erkundiget, was euch nun noch lange hin nichts angeht!

[GEJ.08_049,08] Um was ihr euch zu sorgen habt, das habe Ich euch schon gar oft gezeigt; um alles andere aber habt ihr euch gar nicht zu sorgen! Ja, Ich sage euch, daß es sogar unnötig und eitel ist – so ihr lebendig an Mich haltet im Glauben und in der Liebe –, daß ihr euch sorget um den kommenden Tag, was ihr essen und trinken und womit ihr euren Leib bekleiden werdet!

[GEJ.08_049,09] Bekommt man auf dem Markte nicht hundert Sperlinge um einen Pfennig? Wie gering ist also ihr Wert vor den Menschen, und dennoch sorgt der Vater im Himmel für sie und bekleidet sie wohl! Ihr seid als Menschen aber doch sicher mehr wert als die Sperlinge?

[GEJ.08_049,10] Betrachtet da diese Feldblumen und Lilien! Salomo in aller seiner Pracht war nicht so herrlich bekleidet, wie sie da sind. Wer sorgt denn da für ihr Gewand? Darum ist alle derlei Sorge eitel von euch, und noch eitler die ums einstige völlige Zeitenende dieser Erde! – Habt ihr alle Mich nun wohl verstanden?“

[GEJ.08_049,11] Alle bejahten dies bis auf Judas Ischariot. Dieser meinte, daß es ihm nicht ganz klar wurde, was Ich da auf dem Berge von dem letzten Heidengerichte geweissagt habe.

[GEJ.08_049,12] Ich aber sagte zu ihm: „So wende dich an jene, denen es klar geworden ist! Was die Römer als Heiden fassen, das sollte nun dir als einem Juden und einem alten Jünger wohl auch schon faßbar sein!“

[GEJ.08_049,13] Hierauf sagte er nichts mehr, denn er hatte es wohl gemerkt, warum Ich ihm solch eine Antwort gegeben hatte, und zog sich wieder zurück.

Großes Evangelium Johannes, Band 8, Kapitel 49
Titel: Zeit des Endes - Voraussagen
Beitrag von: Maria am August 05, 2018, 05:09:05 Vormittag
Zeit des Endes - Voraussagen

Unabänderlich ist der Beschluß Gottes, die Erde umzugestalten und neue Schöpfungen entstehen zu lassen, die Träger geistiger Wesenheiten werden sollen zum Zweck der Erlösung. Und seit Ewigkeit ist auch die Zeit festgesetzt, wann diese Umgestaltung, der die Auflösung der alten Erde vorangeht, stattfinden wird, denn Gott weiß seit Ewigkeit, wann die Menschheit auf dem Tiefstand angelangt ist, der eine Neugestaltung der Erde erfordert, auf daß die Geister endgültig voneinander geschieden werden, die Gott nahe- und Gott fernstehen.

Ewigkeiten sind vergangen in dieser Entwicklungsperiode, doch da Gott Selbst ihr ein Ende gesetzt hat, muß dieses Ende einmal eintreten, wenngleich dies den Menschen unfaßlich scheint. Gott aber hat es angekündigt seit Beginn der Zeitepoche, wo Menschen die Erde beleben. Er hat durch Seher und Propheten ständig das Ende vorausgesagt und immer auf die Zukunft hingewiesen, die diese Umgestaltung der Erde mit sich bringen soll.

Die Menschen aber wollen nicht glauben, daß einmal die Zukunft zur Gegenwart wird, daß einmal die Zeit herankommt, die Gott verkündet hat in Wort und Schrift, daß einmal die Erlösungsperiode ihren Abschluß findet und eine neue wieder ihren Anfang nimmt. Einmal ist die Zeit beendet, die Gott dem Geistigen zur Erlösung gewährt hat, und so das Geistige versagt, muß es noch einmal eine Erlösungsperiode durchleben, und dies bedeutet einen nochmaligen Gang durch die Schöpfungen der neuen Erde.

Die Menschen wollen es nicht glauben, und sie werden daher völlig unvorbereitet das letzte Ende erleben, weil nun die Zeit abgelaufen ist und der Zeitpunkt nicht mehr fern ist, da sich die Ankündigungen erfüllen laut göttlichem Plan von Ewigkeit. Denn die Menschheit hat den Tiefstand erreicht, der eine Neugestaltung der Erde erfordert, der Anlaß ist zur Auflösung der alten Erde mit ihren Schöpfungen und Neuschöpfungen zur Folge hat, die Gottes Weisheit und Liebe wieder entstehen läßt, um dem Geistigen neue Gelegenheiten zu geben zur Aufwärtsentwicklung.

Die Zeit ist gekommen, von der geschrieben steht, daß kein Stein auf dem anderen bleibt. Alles, was auf Erden lebt, geht seinem Ende entgegen, und der Tag ist nicht mehr fern, wo Gott Selbst zu Gericht sitzt, um zu trennen das Gute vom Bösen, um das erstere zu erlösen und das letztere erneut zu bannen in der neuen Schöpfung. Es ist die Zeit des Endes gekommen, wie es bestimmt ist seit Ewigkeit.
Amen

Bertha Dudde 3535, empfangen 2.9.1945
Titel: Umwandlung der Erde
Beitrag von: Maria am August 05, 2018, 05:10:24 Vormittag
Umwandlung der Erde

Die Erde wird bestehen bleiben, denn Ich habe ihre totale Vernichtung nicht vorgesehen. Doch alles, was auf ihr lebt, sowie auch alle Naturschöpfungen werden vergehen, auf daß eine völlige Reinigung der Erde stattfinden kann, die in ihrem derzeitigen Zustand nicht mehr der Aufwärtsentwicklung des Geistigen dienet. Alles Geschöpfliche in, auf und über der Erde verliert sein Leben, es wird frei von der es umhüllenden Außenform und kann nun den Gang der Entwicklung weiter zurücklegen, der zur Zeit gefährdet ist für alles Wesenhafte. Denn Mein Gegner wütet in jeder Weise, und er sucht jene Entwicklung immer wieder zu hindern oder zu unterbrechen.

Die Erde aber soll noch endlose Zeiten hindurch ihre Aufgabe erfüllen, denn auf ihr sollen die noch unreifen Wesen zur Gotteskindschaft heranreifen. Und darum wird die Erde neu erstehen, nachdem eine durchgreifende Reinigung stattgefunden hat, nachdem alles Geistige recht gerichtet, d.h. der ihm zukommenden Außenform einverleibt worden ist, von der festen Materie an bis zum Menschen, dem auch wieder leichtere Ausreifungsmöglichkeiten geboten werden müssen, um das Ziel erreichen zu können, wahre Kinder Gottes zu werden. Die Endzerstörung ist also gleich dem Ende der alten Erde, wenn auch das Gestirn als solches bestehenbleibt, nur eine totale Wandlung seiner Außenhülle erfährt.

Und darum kann und muß auch mit Recht auf das „Ende“ hingewiesen werden, das nicht nur das Ende jeglicher Zivilisation bedeutet, sondern ein Ende alles Seins für jegliches Schöpfungswerk auf dieser Erde. Und es beginnt wieder eine neue Epoche, denn die gesamte Erdoberfläche wird von Mir wieder belebt mit Schöpfungen wunderbarster Art, an denen sich das menschliche Auge wieder ergötzen kann, denn Ich werde allen Neuschöpfungen wieder die wunderbarsten Formen geben, und die verschiedensten Lebewesen werde Ich den Menschen beigesellen, die diese neue Erde wieder bewohnen und die Ich Selbst ihr zuführen werde in Liebe, Weisheit und Macht.

Denn Ich bilde Mir den Stamm eines neuen Menschengeschlechtes aus denen, die Ich zuvor entrücken konnte von der alten Erde, die Mir treu blieben bis zum Ende und die Ich deshalb erwähle für die neue Generation, aus der wieder Menschen hervorgehen sollen, die in Meinem Willen leben und unter denen Ich Selbst weilen kann kraft ihres Glaubens und ihrer Liebe. Und es wird ein paradiesischer Zustand sein, denn alle Neuschöpfungen werden die Menschen beglücken in nie gekanntem Ausmaß. Es werden die Menschen in Wahrheit ein Paradies bewohnen, eine Erde, die nicht mehr der alten Erde entspricht, weil sie nur von reifen Menschen bewohnt wird, die auch ein Maß von Seligkeit empfangen können, das nicht auf Erden zuvor gekannt wurde, weil die Menschheit schon dem Satan angehörte, weshalb eine Säuberung der Erde vor sich gehen mußte.

Und diese Zeit liegt vor euch, und ein jeder von euch könnte sich und sein Wesen noch so umgestalten, daß ihm das große Glück der Entrückung zuteil werden könnte. Aber den festen Glauben daran kann selten ein Mensch aufbringen, und auch nur wenige Menschen sind so liebeerfüllt, daß sie zu der kleinen Herde gehören, die Ich abrufen werde, plötzlich und unerwartet. Aber zuvor wird noch eine Notzeit über die Erde hereinbrechen, die euch dann ein ganz sicheres Zeichen sein sollte, daß der Tag nicht mehr ferne ist.

Wenn ihr das Wirken Meines Gegners ganz offensichtlich verfolgen könnet, wenn ihr selbst dem bösen Handeln seiner Vasallen werdet ausgesetzt sein, wenn die Not sich steigern wird und kein Ausweg daraus euch mehr möglich erscheint, dann ist auch jenes Ende nahe, dann werde Ich durch Meine Macht vernichten alles Erzböse und erretten die Meinen vor dem sicheren Untergang. Und die von Mir Entrückten werden den Untergang der alten Erde erleben, wenngleich sie selbst nicht mehr davon betroffen werden können. Aber sie sollen dereinst zeugen von dem Gericht eines gerechten Gottes, sie sollen den Zerstörungsakt schauen können und dennoch loben und preisen Den, Der sie errettet hat vor diesem Gericht.

Und wieder werde Ich einen Erschaffungsakt vollziehen, denn Mein Wille allein wird wieder eine neue Erde erstehen lassen, einen Wohnort für Meine kleine Herde, für Meine Auserwählten, die nun in Friede und Freiheit, in Glück und Seligkeit, in Licht und Kraft das neue Leben führen können im Paradies, wo es kein Leid und keine Schmerzen gibt, weil der Urheber alles Bösen gefesselt ist und lange Zeit die Menschen nicht mehr bedrängen kann. Denn es hat sich eine Erdperiode erfüllt, und es beginnt wieder eine neue, die zahlloses noch gebundenes Geistiges zur Höhe führen soll, um einmal das endgültige Ziel, die Vereinigung mit Mir als Mein Kind, zu ermöglichen. Und davor steht ihr Menschen, denn die Zeit ist erfüllt, die euch zur endgültigen Freiwerdung aus der Form einmal gesetzt wurde.
Amen

Bertha Dudde 7297, empfangen 2.3.1959
Titel: Neue Erde - Römer 8
Beitrag von: Maria am August 05, 2018, 05:11:30 Vormittag
Neue Erde - Römer 8

Der großen Umwälzung wird kein Schöpfungswerk auf dieser Erde entgehen, sie wird alles betreffen, von der harten Materie an, das Pflanzen- und Tierreich hinauf bis zum Menschen. Alles wird betroffen werden von einem Werk der Zerstörung, dessen Ausmaße alles übertreffen, was sich auf Erden schon ereignet hat, Denn alles ist in Mitleidenschaften gezogen, so daß in Wahrheit nachher von einer neuen Erde gesprochen werden kann, wenn das Werk der Umgestaltung der Erde wird vollendet sein. Alles gebannte Geistige also wird vorerst einmal frei aus der Form; es wird aber seinen Freiheitszustand nicht lange genießen können, denn es wird wieder gebunden in neuen Schöpfungen, wie es jeweilig dem Reifegrad des Geistigen entspricht.

Darum können auch die neuen Schöpfungen in ganz kurzer Zeit erstehen, sie brauchen keinen langen Entwicklungsgang, weil für alle Schöpfungen auch die entsprechend ausgereiften geistigen Substanzen vorhanden sind und nur eine andere Form benötigt wird, auf daß die Entwicklung weiter aufwärts schreitet auf der neuen Erde. Und diese Neuschöpfungen sind so vielseitig, daß wahrlich ein großer geistiger Fortschritt erzielt werden kann in weit kürzerer Zeit als auf der alten Erde, denn dem Geistigen setzen sich nicht so viele Widerstände entgegen, wie dies in der letzten Zeit der Fall ist, in der überall das Einwirken schlechter Kräfte sich hinderlich bemerkbar macht.

Der Umgestaltungsakt vollzieht sich also in kurzer Zeit, ist aber keinem Menschen bewußt, denn die Entrückten werden der neugestalteten Erde zugeführt, können aber selbst nicht ermessen, wie lange Zeit sie der Erde fern waren, weil ihnen jeglicher Zeitbegriff fehlte. Aber nichts wird in der alten Verformung belassen werden. Und selbst die Menschen werden ihr Erdenkleid nicht mehr so schwer empfinden, es ist gleichsam schon eine vergeistigtere Form, die sie umhüllt, wenngleich es noch irdisch-materielle Substanz ist, aber sie empfinden keine körperlichen Schwächen und Beschwerden und können ihr Leben auf der neuen Erde in einem Zustand verbringen, der wahrhaft paradiesisch genannt werden kann

Und dieser Zustand wird anhalten, solange die Menschen innig Gott-verbunden leben, solange sie direkte Bindung haben mit der Lichtwelt und ihren Bewohnern und in allem nach dem Willen Gottes leben. Eine Änderung wird mit der Zeit auch wiedereintreten, wenn der Fürst der Finsternis wieder Macht gewinnt über die Menschen; aber es vergeht bis dahin eine lange Zeit, denn die ersten Generationen sind noch so völlig Gott-verbunden, Den sie in aller Macht und Herrlichkeit kennenlernen durften, daß sie Ihm treu bleiben und ständig unter Seiner Liebe und Gnade ihr Leben führen.

Und es wird darum auch der Einfluß der Menschen auf alle Kreatur ein äußerst günstiger sein; die Liebe der Menschen spürt das Geistige in allen Schöpfungswerken, und es kommt desto schneller zur weiteren Entwicklung, je mehr Liebe es empfindet und auch seinen inneren Widerstand schneller aufgibt in einer liebeerfüllten Umgebung. Es dienet bereitwillig und kann oft sehr schnell eine Form verlassen, um die nächst-höhere beziehen zu können, so daß der Entwicklungsgang erheblich verkürzt wird, gemessen an der Zeit zuvor auf der alten Erde.

Und schon um dieses noch in der Form gebundenen Geistigen willen sollte das Umwälzungswerk den Menschen die Liebe Gottes erkennen lassen, denn nicht nur der Mensch benötigt die Hilfe Gottes, sondern alle Kreatur seufzet nach Erlösung. Der Mensch aber hat die Möglichkeit, sich frei zu machen aus der Form während des Erdenlebens. Wenn er versagt, so ist das seine eigene Schuld, daß er erneut seinen freien Willen mißbraucht hat und er nun auch die Folgen auf sich nehmen muß, denn es wird ihm dann nur zuteil, was er selbst angestrebt hat im Erdenleben, die Materie wird seine Außenform werden, die allein er begehrt hat.
Amen

Bertha Dudde 7520, empfangen am 11.2.1960
Titel: Hoffnung für die Schöpfung und Gewissheit des Heils
Beitrag von: Maria am August 05, 2018, 05:13:05 Vormittag
Hoffnung für die Schöpfung und Gewissheit des Heils

Denn ich bin überzeugt, dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll. Denn das ängstliche Harren der Kreatur wartet darauf, dass die Kinder Gottes offenbar werden. Die Schöpfung ist ja unterworfen der Vergänglichkeit, ohne ihren Willen, sondern durch den, der sie unterworfen hat, doch auf Hoffnung; denn auch die Schöpfung wird frei werden von der Knechtschaft der Vergänglichkeit zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes. Denn wir wissen, dass die ganze Schöpfung bis zu diesem Augenblick mit uns seufzt und in Wehen liegt. Nicht allein aber sie, sondern auch wir selbst, die wir den Geist als Erstlingsgabe haben, seufzen in uns selbst und sehnen uns nach der Kindschaft, der Erlösung unseres Leibes. Denn wir sind zwar gerettet, doch auf Hoffnung. Die Hoffnung aber, die man sieht, ist nicht Hoffnung; denn wie kann man auf das hoffen, was man sieht? Wenn wir aber auf das hoffen, was wir nicht sehen, so warten wir darauf in Geduld.

Römer 8, 18-25
Titel: Veränderung der Erde - Umgestaltung - Auflösung
Beitrag von: Maria am August 05, 2018, 05:15:12 Vormittag
Veränderung der Erde - Umgestaltung - Auflösung

Dessen müsset ihr eingedenk bleiben, daß nichts von Bestand ist, was dieser Erde angehört, und daß folglich auch die Erde selbst unbeständig ist, also sich verändern muß, wenn sie sich nicht gänzlich auflöst in ihre Ursubstanz. Letzteres tritt nach endlos langer Zeit ein, doch eine Veränderung der Erde steht kurz bevor.

Wie alles irdisch Materielle seine Aufwärtsentwicklung durchmacht in der Weise, daß sich eine bestehende Form auflöst, um in neuer Form wieder zu erstehen, so ist auch die Erde als solche einer zeitweiligen Veränderung unterworfen, und sämtliche Schöpfungen auf ihr betreten eine neue Stufe ihrer Entwicklung, denn nicht allein das in jeglichem Schöpfungswerk gebundene Geistige strebt nach oben, sondern auch die Materie selbst macht diesen Gang der Aufwärtsentwicklung durch, indem sie immer nachgiebiger wird, also als Hülle das Geistige aufnimmt, das schon schneller einer Form entfliehen kann seiner Reife wegen. Und so muß auch einmal die harte Materie ihre Auflösung erfahren, die schon endlos lange Zeiten unverändert besteht.

Die Entwicklung muß in weicherer Materie ihren Fortgang nehmen und neue harte Materie geschaffen werden für das Geistige zum Aufenthalt, das im Erkenntnisstadium, als Mensch, versagte und sich ins Lager des Gegners von Gott geschlagen hat.

Solche völlige Umgestaltungen der Außenformen auf der Erde kommen nur in bestimmten Zeiträumen vor und sind daher den Menschen unglaubwürdig, weil eine jede solche Umgestaltung so weit zurückliegt, daß sie nicht mehr als wahr festgestellt und behauptet werden kann. Denn eine Entwicklungsperiode ist endlos lang, erreicht aber doch einmal ihr Ende. Und wann das Ende zu erwarten ist, kann nicht von Menschen bewiesen oder errechnet, jedoch auch nicht abgestritten werden, aber es wird von Gott der Glaube daran gefordert, weil Er Selbst es durch Sein Wort den Menschen kundgetan und durch Seher und Propheten immer wieder auf das Ende hingewiesen hat.

Daß der Untergang der Erde, d.h. ihre totale Umwandlung, nur Sache des Glaubens ist, hat seinen Grund darin, daß in vollster Willensfreiheit der Mensch die Wandlung seiner Seele vollführen muß, diese Willensfreiheit aber sofort beeinträchtigt würde, wenn das Ende zeitmäßig berechnet werden könnte. Darum ist auch die Entfernung von Beginn bis zum Ende einer Erdperiode so weit, weil der Mensch sich entscheiden muß zum Glauben daran oder zur völligen Ablehnung, auf daß kein Zwang auf ihn ausgeübt werde. Doch sowie er nachdenkt und alles Werden und Vergehen in der gesamten Schöpfung betrachtet, sieht er den Vorgang der Auflösung und Umformung so oft sich wiederholen, daß er auch dem Schöpfungswerk „Erde“ diese Wandlung zubilligt und es ihm leichtfällt, an das Ende zu glauben.

Doch wann, das wird ihm niemals unterbreitet, weil das Wissen nachteilig wäre für die Seele. Gott aber kündet ein baldiges Ende dieser Erde an, und wohl dem, der Seinem Wort glaubt und sich darauf vorbereitet, ihn wird der Tag nicht überraschen, der Gedanke an das Ende wird ihm nicht mehr schrecklich sein angesichts des beseligenden Zustandes, den Gott den Seinen verheißet nach der Wandlung dieser Erde.
Amen

Bertha Dudde 4368, empfangen am  8.7.1948
Titel: „Kräfte des Himmels werden sich bewegen.“
Beitrag von: Maria am August 05, 2018, 05:16:25 Vormittag
„Kräfte des Himmels werden sich bewegen.“

Umstoß der Naturgesetze – Entrückung

Die Gnadengabe von oben ist eine Kraft aus dem Himmel, sie kommt aus dem geistigen Reiche des Lichtes, aus dem Himmel, im Gegensatz zu den Kraftäußerungen von unten, die in der Hölle ihren Ausgang haben. Wesen des Lichtreiches also werden tätig in ungewöhnlichem Maß, sowie das reine Wort Gottes den Menschen zugeleitet werden kann durch den Willen Gott-dienender und liebetätiger Menschen auf Erden, die sich der Zuleitung aus dem geistigen Reich öffnen und die geistigen Gaben in Empfang nehmen. Kräfte des Himmels bewegen sich, sie werden ungewöhnlich tätig in der letzten Zeit vor dem Ende.

Diese Erklärung also muß erstmalig gegeben werden für die Worte Jesu über die Zeichen des Endes und Seiner Wiederkunft. Es war ein gewaltiger Ausspruch, den Er getan hat, denn Er kündigte Veränderungen an, die wortgemäß einen Umstoß der Naturgesetze bedeuten. Seine Worte hatten stets einen geistigen Sinn, doch in der Endzeit wird außer der geistigen Bedeutung auch ein zweiter Sinn zutage treten, denn in unvorstellbarer Weise werden auch Naturerscheinungen auftreten, die der Mensch sich nicht erklären kann kraft seines Verstandes.
 
Sie laufen dem göttlichen Naturgesetz zuwider, sind aber im Grunde wieder nur den Menschen unbekannte Naturgesetze, und diese Vorgänge sind mit den Worten gemeint: Die Sterne werden vom Himmel fallen, Sonne und Mond werden ihren Schein verlieren. Wissenschaftler und was sich dazu zählt, werden keine Erklärungen dazu geben können, sie werden kein Licht zu geben vermögen, weil dort ihr Wissen versagt, wo die göttliche Kraft wirket.

Es sind Naturgesetze, deren Ursache auch kein Mensch ergründen kann, weil sie nur dann in Kraft treten, wenn ein Erlösungsabschnitt beendet ist und die Auflösung materieller Außenformen nötig geworden ist. Es sind naturwidrige Erscheinungen und dennoch im ewigen Plan Gottes vorgesehen, folglich in Seinem Naturgesetz von Ewigkeit inbegriffen, was für die Menschen völlig unverständlich ist, deren Geist noch nicht erhellt ist. Bei Gott ist kein Ding unmöglich, also wird Er immer wirken können und alles vollbringen, auch Außergesetzliches, ansonsten Seine Allmacht begrenzt wäre.

Dennoch bewegt sich Sein Wirken stets in göttlicher Ordnung, denn dies zu beurteilen ist einem Menschen als solchen unmöglich; vermessen aber wäre es, jenes anzuzweifeln, weil das auch ein Zweifel an Gottes Weisheit wäre. Und da Gott auch in Sich die ewige Liebe ist, wird Er immer so Seinen Willen tätig werden lassen, wie es nötig und gut ist für Seine Geschöpfe, die Er für Sich gewinnen will.

Es werden sich Dinge ereignen vor dem Ende, die ihr Menschen noch nicht zu ahnen vermögt. Und es kann solches den Menschen nur angedeutet werden mit Worten, die ungewöhnliches, ja fast unglaubliches Geschehen ankündigen. Dennoch ist das Wort Gottes reinste Wahrheit, und es erfüllet sich, so die Zeit gekommen ist. Dann werden auch im Kosmos die seltsamsten Veränderungen vor sich gehen, doch die diesirdische Menschheit wird nur anfänglich solche beobachten können; das letzte aber erleben sie nicht mehr bis auf wenige, die entrückt werden und den Vernichtungsprozeß dieser Erde und ihrer Bewohner verfolgen können.

Die Erde in ihrer alten Form und Beschaffenheit hat aufgehört zu sein, die neue Erde aber birgt nur Menschen, die erweckten Geistes sind, und diese wissen um Ursache alles dessen, was geschehen ist am Ende der Erde, sie wissen aber auch um die Macht und Herrlichkeit Gottes, um Seine übergroße Liebe, aber auch Seine Gerechtigkeit.
Amen

Bertha Dudde 5029, empfangen am 28.12.1950
Titel: Geistige Wende
Beitrag von: Maria am August 05, 2018, 05:17:36 Vormittag
Geistige Wende

Eine geistige Umwälzung, also ein totaler Wandel des Geisteszustandes der Menschen, bedingt auch eine totale Umgestaltung alles dessen, was Träger des Geistigen ist. Es ist dies so zu verstehen, daß die sichtbaren Schöpfungen das Geistige vorerst frei geben müssen, auf daß es in neuer Verformung zur höheren Reife gelangen kann. Mithin muß auch das als Mensch verkörperte Geistige seiner Außenform ledig werden, denn dieses Geistige ist maßgebend für den Geisteszustand auf Erden, der zur Zeit einen Tiefstand erreicht hat wie nie zuvor in dieser Entwicklungsperiode und der also Anlaß ist von einer totalen Umgestaltung der Erde.

Es muß zunächst dieses rückentwickelte Geistige in die Form gebracht werden, die seiner Reife entspricht, ehe das nun als Mensch verkörperte Geistige in einem erhöhten Geisteszustand sich bewegen kann, ehe also eine geistige Wende eintritt, in welcher der Mensch Gott näher ist und alles Gottferne ihn nicht mehr bedrängen kann.

Eine solche geistige Wende bedingt sonach die Zerstörung sichtbarer Schöpfungen und auch körperlichen Untergang der Menschen, mit Ausnahme derer, die durch ihren Glauben und die Liebe die Verbindung mit Gott hergestellt haben und also Gott nahe sind und darum keinen nochmaligen Erdengang zu befürchten haben.

Diese werden die geistige Wende erleben, sie werden durch ihren erhöhten Reifezustand Zeuge sein von der völligen Vernichtung alles Lebenden auf der Erde und der Zerstörung der Außenform jener und doch nicht selbst davon betroffen sein. Sie gehen zuvor durch die tiefste Tiefe menschlicher Gesinnung, um dann zur Höhe geführt zu werden durch Gottes große Liebe.

Der zuvor lichtlose Zustand auf Erden weichet einem Zustand hellsten Lichtes, es wird ein Wechsel sein von ungeheurer Bedeutung, eine Umwandlung jeglichen Denkens der Erdenbewohner und das rechte Verhältnis zu Gott wird als erstes hergestellt sein, weshalb auch Glück und Seligkeit Anteil der Menschen auf Erden ist, die nun eine neue Entwicklungsperiode beginnen in vollster Harmonie und Liebeswirken.

 Und es kann diese geistige Umwälzung nicht eher vor sich gehen, bis sich die Geister zuvor restlos entschieden haben, bis sie selbst sich klar sind in der Richtung ihres Willens. Alle Halbheit muß sich entscheiden, es muß ein offenes Bekenntnis zu Gott oder Seinem Gegner vorangehen, denn Gott verdammt nicht, was ihm nicht als grundsätzlicher Gegner gegenübersteht. Ihn erbarmet jegliche Willensschwäche, und Er sucht sie zu beheben, Er sucht dem Schwachen Hilfe zu bringen, daß es den rechten Weg finde und ihn betrete.

Doch so sich das Wesen entschieden hat zur Widersetzlichkeit gegen Gott, dann ist auch die Stunde des Endes gekommen, dann ist der Würfel gefallen, der das Los des Geistigen auf Ewigkeiten bestimmt. Dann ist der Tag des Gerichtes, die gänzliche Scheidung der Geister und die völlige Zerstörung dessen, was Geistiges auf Erden birgt. Dann ist der Zeitpunkt eingetreten, dem die geistige Wende folgt, ein Zustand auf Erden, wo der Mensch nur Gott-zugewandtes Geistiges in sich trägt, wo er in Liebe und inniger Gottverbundenheit lebt in Frieden und Seligkeit, wo er wirket und schaffet dem Willen Gottes entsprechend und wo alles in der Form noch gebundene Geistige aufwärtsstrebt und seinen unterbrochenen Entwicklungsgang fortsetzet, wo aber die harte Materie Träger ist des auf der alten Erde als Mensch verkörperten Geistigen, das nun seinen Entwicklungsgang durch die Schöpfungen der neuen Erde wieder beginnt und unter harten Bedingungen zurücklegen muß, um dereinst wieder zur freien Willensentscheidung zu gelangen.

Und darum erwartet ihr Menschen keine geistige Wende auf dieser Erde, denn diese ist unmöglich geworden durch die allzu weite Entfernung von Gott, die nur noch in der erwähnten Weise verringert werden kann. Ihr müsset euch mit dem Gedanken einer gänzlichen Auflösung und Zerstörung der eurem Auge sichtbaren Schöpfungen vertraut machen, ansonsten ihr weder für das letzte Gericht noch für die neue Erde und ihren paradiesischen Zustand Verständnis aufbringen könnt.

 Ihr müsset glauben, was euch kundgetan wird, ansonsten ihr auch nicht das Kommen des Herrn erwarten könnt, das nur im tiefen Glauben an Gottes Allmacht, Liebe und Gerechtigkeit euch möglich erscheinen kann, das menschlich keine Erklärung finden würde und darum auch dann erst vor sich gehen wird, wenn der letzte Tag gekommen ist, wenn allem Ungläubigen ein Weiterleben als Mensch unmöglich gemacht wird und dem Gläubigen das Wunder des Kommens des Herrn keinen Glaubenszwang mehr bedeutet. Denn dem geistig Erweckten ist alles verständlich, weil ihm die Liebe und Allmacht Gottes Begründung ist für alles, was geschieht.
Amen

Bertha Dudde 3708, empfangen am 9.3.1946
Titel: Umgestaltung der Erde im Augenblick
Beitrag von: Maria am August 05, 2018, 05:18:41 Vormittag
Umgestaltung der Erde im Augenblick

Wunder der Schöpfung

Der Akt der Umgestaltung der Erde ist für euch Menschen unfaßbar, denn er geht nicht im Rahmen der Gesetzmäßigkeit vor sich, wie bisher jegliches irdische Schöpfungswerk auf dem Wege einer langsamen Aufwärtsentwicklung entstand, sondern es wird das Werk eines Augenblickes sein, abgesehen von der Vernichtung zuvor, die alle Schöpfungen auf der alten Erde betrifft und die, weil sie sich vor den Augen der Entrückten abspielt und auch anfänglich noch von den der Vernichtung anheimfallenden Menschen beobachtet werden kann, ihre Zeit erfordert, wie es Naturgesetz ist.

Es können also Menschen den Ablauf des Vernichtungswerkes verfolgen, und darum wirkt Gott nicht widergesetzlich, während die Neugestaltung der Erde ein Wirken Gottes im Universum ist, das keinem Menschenauge sichtbar wird und darum Gott auch keine Zeit benötigt, sondern Er im Augenblick alles entstehen lassen kann, was Seine Liebekraft und Seine Weisheit zur Ausführung bringen will.

Die der neuen Erde zugeführten Menschen finden also eine fertige Schöpfung vor von ungemein reizvoller Vielseitigkeit, Schöpfungen, die ihre Augen nie gesehen haben, werden sie in Staunen versetzen, zumal sie die Schöpfungen der alten Erde noch in Erinnerung haben und ständig Vergleiche ziehen. Sie werden sich wirklich im Paradiese wiederfinden, in vollster Harmonie mit ihrem göttlichen Schöpfer und Vater stehend, von Seiner Liebe betreut und geführt und unterwiesen in allem, was ihnen fremd ist. Wie eine große Familie wird das Verhältnis der Menschen zueinander sein und aller Bestreben wird sein, sich die Liebe des himmlischen Vaters zu erringen, Ihm zum Wohlgefallen zu leben und sich in dienender Nächstenliebe zu betätigen.

Die Zeitdauer ihrer Abwesenheit von der alten Erde und den Aufenthalt nach ihrer Entrückung können sie nicht schätzen, denn der Zeitbegriff ist ihnen genommen bis zu ihrer Rückversetzung auf die Erde, weshalb sie auch keinen Anhalt haben, in welchem Zeitraum die neue Erde entstanden ist. Sie wissen aber auch, daß bei Gott kein Ding unmöglich ist und halten sonach auch ein plötzliches Erschaffen für wahrscheinlich, weshalb ihre Liebe und Verehrung zu Gott stets zunimmt und ihre Seligkeit sich steigert beim Betrachten der Wunderwerke, die Gottes Liebe, Weisheit und Allmacht bezeugen und den Menschen tausendfache Entschädigung bieten für die Trübsal und das Leid in der letzten Zeit des Bestehens der alten Erde.

Gott erprobt die Menschen wohl schwer, aber Er belohnet ihre Treue auch, und selig, wer zu jenen gehört, die das Ende auf dieser Erde erleben als Schafe Seiner Herde, selig, die das Schlimmste ertragen und bestehen müssen und dafür das Schönste eintauschen, das Paradies auf der neuen Erde mit der ständigen Gegenwart des Vaters unter Seinen Kindern,. selig, die ausharren bis zum Ende, wo Gott Selbst kommen wird in den Wolken, um sie zu holen in Sein Reich, in das Reich des Friedens, bis Er sie zurückversetzet auf die Erde, die wahrlich Wunderwerke enthüllen wird, von denen sich kein Mensch etwas träumen lässet, weil es auf der alten Erde nichts gibt, was als Vergleich angeführt werden könnte. Doch Gottes Liebe kennt keine Grenzen, und Sein Gestaltungswille ist unerschöpflich und bringt immer wieder neue Werke zustande, die alle vergangenen übertreffen, um Seine Kinder zu beglücken und ihre Treue zu belohnen.

Amen

Bertha Dudde 4692, empfangen am 18.7.1949
Titel: Neue Erlösungsepoche - Paradiesischer Zustand - Erneuter Kampf
Beitrag von: Maria am August 05, 2018, 05:20:27 Vormittag
Neue Erlösungsepoche 

Paradiesischer Zustand - Erneuter Kampf

Eine Zeit der größten Wirrnisse wird nun abgelöst von einer Zeit des tiefsten Friedens, denn alles, was da lebt im freien Willen, ist für Gott, also Gott-zugewandten Willens und benötigt daher weder Leid noch Trübsal als Erziehungsmittel. Es steht in der Liebe und ist also Gott nahe und die Gottnähe bedeutet Frieden und Eintracht und einen Glückseligkeitszustand schon auf Erden. Und dies ist der Anfang einer neuen Erlösungsperiode, in welcher der Gegner Gottes noch keinen Einfluß hat auf die Menschen, weil er gebunden ist auf lange Zeit.

Es ist ein paradiesischer Zustand, weil die Menschen im Erkennen stehen, weil ihnen der Glaube und die Liebe das Wissen eingetragen hat und sie im Erkennen der Wahrheit glücklich sind. Jeder Vorgang auf Erden ist ihnen verständlich, der Irrtum ist verbannt, sie hören die Stimme Gottes in sich, die sie weiterhin belehrt, und ihre Liebe zu Gott steigert sich und kommt in uneigennütziger Nächstenliebe zum Ausdruck. Und dieser harmonische Zustand währet lange Zeit.

Die Schöpfungen auf der Erde sind aber wieder Träger des Geistigen, das zur Höhe sich entwickeln soll, und also müssen sie diesem auch Gelegenheit geben zum Dienen. Und sie werden daher sich gleich den Schöpfungen der alten Erde auflösen und in sich verändern, um das Geistige darin freizugeben, daß es sich wieder neu verformen kann. Folglich müssen auch die Menschen der neuen Erde gewisse Tätigkeiten verrichten, um diese fortdauernde Entwicklung des Geistigen zu fördern.

Das Geistige aber ist noch sehr unreif und bedrängt in einem gewissen Reifezustand die Menschen, d.h., es sucht den Sinn der Menschen sich zuzulenken, und so diese sich davon beeinflussen lassen, entfernen sie sich von Gott. Es sind dies erst die kommenden Geschlechter, deren Seelen noch unreife Substanzen in sich bergen und die darum wieder mehr ringen müssen, um zur geistigen Reife zu gelangen.

Die Gotterkenntnis ist entsprechend getrübt, sie sind zwar nicht gänzlich Gott-fern, aber sie vermögen Seine Stimme nicht mehr klar zu vernehmen, weil ihre Sinne sich schon spalten, weil sie nicht mehr ungeteilt auf Gott gerichtet sind, sondern auch von den irdischen Dingen abgelenkt werden, und dies eine Verfinsterung des Geistes zur Folge hat. Und dann hat der Gegner Gottes wieder Einfluß auf die Seelen der Menschen, und es beginnt der Kampf um das Geistige von neuem, eine neue Erlösungsepoche setzt ein, ein erneutes Ringen der lichtvollen Welt gegen die drohende Finsternis und entsprechend auch ein schwereres Erdenleben für die Menschen, die in Gefahr sind, sich an die Materie zu verlieren.

Gott spricht zwar ständig zu den Menschen und gibt ihnen Seinen Willen kund, doch je mehr sie die Materie anstreben, desto weniger vernehmen sie die göttliche Stimme, und also entfernen sie sich von Ihm. Die göttliche Liebe aber ziehet sie immer wieder zu Sich, und immer wieder kommt Er ihnen näher, um ihnen die restlose Erlösung aus der Form zu ermöglichen, die zwar nicht ohne Kampf erreicht wird, weswegen Gott Seinem Gegner erneut die Macht zubilligt über die Seelen der Menschen, denen Er aber im gleichen Maß Seine Kraft zur Verfügung stellt, jenem zu widerstehen.

Es ist dies eine Erlösungsperiode von kürzerer Zeitdauer, weil das Geistige seinen erneuten Erdengang unter besonders schweren Bedingungen zurücklegen muß, es also seine Widersetzlichkeit weit schwerer büßen muß als auf der alten Erde und es sich schneller entschließt, diesen Widerstand aufzugeben. Folglich legt es eine jede folgende Entwicklungsphase bedeutend schneller zurück und kann sich entsprechend zeitiger wieder als Mensch verkörpern.

Doch auch dieses Leben als Mensch bringt ihm erst dann die endgültige Erlösung, wenn er das Aufgeben des Widerstandes bezeugt durch ein fortgesetztes Liebeswirken, wozu er auch wieder reichlich Gelegenheit hat. Denn solange die Erde der Aufenthaltsort und die Schulungsstation des Geistigen ist, wird diesem Geistigen auch die Möglichkeit gegeben, sie als vollendetes Lichtwesen zu verlassen. Doch ihm selbst liegt es ob, wie lange es dazu braucht, weil das Geistige als Mensch mit dem freien Willen ausgestattet ist und dieser nun von ihm genutzt werden kann in rechter oder auch verkehrter Weise. Denn die neue Erde wird die gleichen Anforderungen an die Menschen stellen, sich durch die Liebe zu Gott und zum Nächsten zu erlösen.

Amen

Bertha Dudde 2755, empfangen am 27.5.1943
Titel: Harmonisches Leben auf der neuen Erde
Beitrag von: Maria am August 05, 2018, 05:21:42 Vormittag
Harmonisches Leben auf der neuen Erde

Was ihr auch euch von der neuen Erde für Vorstellungen machet, sie werden noch weit übertroffen werden, denn eine selige Zeit bricht an für die Meinen, für die Menschen, die standhalten bis zum Ende und entrückt werden auf die neue Erde. In vollster Harmonie und in Frieden werden die Menschen miteinander leben, umgeben von Schöpfungswerken unvergleichlicher Art.

Und auch die Tierwelt wird friedlich nebeneinander hausen, es wird kein Kampf zwischen den Kreaturen stattfinden, denn auch deren Seelensubstanzen sind kurz vor ihrer Verkörperung als Mensch, und es spürt alles in der Schöpfung gebundene Geistige die Harmonie um sich, und es wandelt sich auch dessen Widerstand offensichtlich, was aus dem willigen Dienen jeglichen Schöpfungswerkes ersichtlich ist, weil auch dieses Geistige schnell zum letzten Gang auf dieser Erde kommen will. Und die Menschen werden sich vieler Herrlichkeiten erfreuen dürfen, denn sie sind ausgereift für ein Leben in Seligkeit, und sie würden diese Seligkeit sonst im jenseitigen Reich genießen, doch ihr irdisches Weiterleben auf der neuen Erde sollen sie darum führen, weil aus ihnen das neue Menschengeschlecht hervorgehen soll.

Und wieder werden sich die Seelen verkörpern dürfen, die durch den großen Wandel, durch die überaus leidvolle Endzeit, durch die große Zerstörung, auch einen höheren Reifegrad erreicht haben, die nun durch das Liebeleben der Menschen auf der neuen Erde in erhöhtem Maße bereit sind, die letzten dienenden Funktionen in der materiellen Form zu erfüllen, und die daher auch zu Beginn ihrer Verkörperung als Mensch nicht ganz ohne Liebe sind und sich sonach schneller aufwärts entwickeln, zumal die Bedrängungen durch den Gegner wegfallen, weil ihre Liebe ihnen auch Schutz und Hilfe sichert von seiten der Lichtwesen, so daß sie die ihnen noch anhaftenden Triebe und Begierden leicht abstoßen können. Denn ihr Wille ist Mir zugewendet, und also legen sie die Willensprobe auch vollbewußt ab in ihrem Erdensein als Mensch, weil Mein Gegner sie nicht irritieren kann und die Liebe in den Menschen die Bindung mit Mir herstellt.

Diese Vergünstigung eines leichten Erdenganges ihrer Nachkommen haben sich die Meinen erworben durch ihren bestandenen Kampf vor dem Ende, der wahrlich einen starken Willen und große Liebe zu Mir erforderte und den Ich darum auch entlohnen werde in jeder Weise. Zudem weiß Ich um die Willenswandlung des Geistigen in der Form, und entsprechend kann Ich es einzeugen auf der neuen Erde wieder in den Außenformen, die ein williges Dienen dieses Geistigen garantieren.

Und es wird ein Zustand sein auf der neuen Erde, wo die Menschen nicht mehr von Leiden und Sorgen bedrückt sind, wo sie sowohl irdisch als auch geistig keinerlei Not spüren werden, wo sie sich ungetrübt an den herrlichen Schöpfungen erfreuen dürfen, wo einer dem anderen so in Liebe zugetan ist, daß er ihm alles aus dem Wege räumen will, was den anderen belasten könnte. Und diese Liebe veranlaßt Mich Selbst mitten unter den Meinen zu sein, sie zu lehren und mit Meiner Anwesenheit zu beglücken.

Ein wahrhaft göttlicher Friede breitet sich aus über allen geschöpflichen Wesen, und er wird lange Zeit anhalten, weil die Liebe alles bestimmt, was getan wird, und so auch die nachkommenden Generationen Mein Verweilen unter sich zulassen, der Gegner aber gänzlich ausgeschaltet ist. Denn er kann nicht dort sein, wo Ich bin, und es sind alle diese Menschen in Wahrheit erlöst worden, denn sie wandeln unter dem Zeichen des Kreuzes, sie sind über das Erlösungswerk Jesu Christi in hellster Klarheit unterrichtet und lieben Mich in Ihm mit aller Glut ihres Herzens.

Es ist ein wahrhaft paradiesischer Zustand, der wohl eine lange Zeit währet, aber doch nicht unbegrenzt so bleibt. Denn immer mehr durch die Schöpfung gegangenes Geistiges wird zur letzten Verkörperung gelangen, dessen Widerstand noch nicht restlos gebrochen ist, und es wird dann auch wieder das materielle Verlangen überwiegen und gleichsam Meinem Gegner die Ketten lösen.

Denn die Menschen werden dann das begehren, was ihm noch angehört, und sich selbst noch als sein Angehör beweisen und daher auch wieder in seine Gewalt geraten. Und nun hat der Gegner auch wieder das Anrecht, auf den Willen des Menschen einzuwirken, und er nützet dieses und veranlaßt die Menschen wieder zu Taten, die nicht recht sind vor Mir, die wider die Gebote der Liebe verstoßen und also auch Mich Selbst vom Angesicht dessen verdrängen, der Meinem Gegner sich ergibt.

Und wieder wird der Kampf zwischen Licht und Finsternis beginnen, und die Erde wird wieder als Ausreifungsstation dienen, denn noch endlos viel des gebundenen Geistigen geht den Weg der Aufwärtsentwicklung, und allem ist seine Zeit gesetzt, und immer wieder werden von der Erde auch gänzlich erlöste Seelen abscheiden in das geistige Reich, denn das Erlösungswerk Jesu Christi wird niemals wirkungslos bleiben, und immer wird Meinerseits dafür gesorgt werden, daß den Menschen das Wissen darum zugeführt wird, denn Jesus wird immer der Gegner sein des Fürsten der Finsternis, Der den Sieg davonträgt auf längere oder kürzere Zeit, je nach dem Willen des Menschen, der frei ist und bleiben wird und der auch die letzte Vollendung im Erdenleben zustande bringen wird, weil er einmal sich Mir ergeben wird und gänzlich sich Meinem Willen unterstellt.

Amen

Bertha Dudde 8429, empfangen am 4.3.1963